Außerirdisches Gemüse strebt nach Weltherrschaft
08.05.2003
Pro:
witzig, wahnsinnig, durchgeknallt, überraschend
Kontra:
Wahnsinnig, durchgeknallt, überraschend, großes Suchtpotential, nicht jedermanns Sache
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Niveau
Unterhaltungswert
Spannung
Wie ergreifend ist die Story?
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 wishmaster23
Über sich:
Mitglied seit:29.04.2003
Erfahrungsberichte:11
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Bevor ich zu dem eigentlichen Bericht komme, möchte ich etwas zu meinem Verhältnis zu diesem Autoren loswerden, damit niemand hinterher sagen kann, ich hätte ihn nicht gewarnt. Ich kann Robert Rankin nicht ausstehen!! Er schreibt absichtlich platte Geschichten, bombardiert einen absichtlich mit platten Gags, die jedoch so überraschend kommen, dass man trotzdem lachen muss. Er baut Spannung nur deswegen auf, um sie nach kurzer Zeit absichtlich zu zerstören. Wer ein Buch von ihm liest, muss damit rechnen, regelmäßig reflexartig mit dem Kopf auf die Tischplatte zu hauen, es sei denn, man liest im Bett. Jedes mal, wenn ich ein Buch von ihm durchgelesen habe, werfe ich es erleichtert in irgendeine Ecke des Raumes, mit dem festen Vorsatz, das es das letzte war, was ich von ihm lese.... ... bis dann ein neues Erscheint. Ich sehe es in meiner Buchhandlung (gemeinerweise stehen diese Bücher dort neben den Scheibenweltromanen), erinnere mich daran wie viel Spaß ich beim letzten Rankin hatte und kaufe es. Ja, ich bin süchtig! Über den Autor: Über den Autoren gibt es nicht viel verlässliches zu berichten. Als gesichert gilt meines Erachtens nur, dass er Brite ist und ausschließlich in Kneipen schreibt. Seine Arbeitsmaterialien dabei sind. Füller und Schulhefte. Ansonsten hat er eine Biographie Veröffentlicht, aus der hervorgeht, dass er seit Jahren Sieger im Robert Rankin Literaturpreis ist, im Sumatra als Gott verehrt wird, Jimmy Hendrix mit einem Ukulele-Solo an die Wand gespielt hat, usw.. Die komplette Biographie und ein Interview findet man übrigens unter (drei Zeilen !!!): http://www.luebbe.de/projekte/bastei/dps7.nsf/w_autorliste/65F6B89A1E69B374C1256984003F1DDC/?OpenDocument&ExpandSection=1Apocalypso: Die Geschichte beginnt damit dass Porrig Naseby zusammengeschlagen im Rinnstein liegt. Das ist für ihn nichts besonderes. Sein Problem ist, dass er sich manchmal ein wenig ungünstig ausdrückt. Das könnte auch der Grund dafür sein, dass noch keines seiner Comics einen Verleger fanden. Er bemüht sich in seinen Comics politisch korrekt zu bleiben. Sein letzter Held war ein schwarzer Rollstuhlfahrer. Aber Porrig ist nicht dazu in der Lage zu erkennen, dass Titel wie Jasti der Spasti eher ungünstig gewählt sind. Porrig wohnt noch bei seinen Eltern im schönen Brentfort. Seine Mutter möchte nicht, dass er zu Hause redet und sein Vater lungert immer hinter der Schubladenkommode rum. Wenn sich seine Eltern mal mit ihm unterhalten, behaupten sie, dass sie nicht seine Eltern seien und erfinden Geschichten vom Kaliber, eine Fee habe ihn auf der Treppe zurückgelassen. Auf die Frage warum sie das tun, antworten sie: „Weil wir dich nicht mögen, Lieber, darum.“ Porrig erhält eine Brief von einem Anwalt aus Brighton. Darin heißt es, dass sein Onkel (Apocalypso) gestorben ist und ihm Alpha 17 vermacht habe. Porrig entschließt sich, weil er sich jetzt im Besitz eine eigenen Planeten wähnt, das Elternhaus zu verlassen und in Brighton sein Erbe anzutreten. In Zug nach Brighton trifft Porrig auf einen alten Mann, der ihm irgendwelche Dinge über das Schicksal erzählt, die Porrig nicht versteht. Außerdem erzählt der Alte, dass er schon viele hundert Jahre alt sei und erst sterben würde, wenn er einem Engel die Feder zurückgegeben hat, die er ihm einst stahl. Als Porig wieder erwachte war der Mann weg und er in Brighton. Beim Anwalt gibt es erst einmal eine große Enttäuschung. Alpha 17 ist kein Planet, sondern nur eine uralte Buchhandlung. Da im Keller allerdings jede menge seltene Comics lagern, tritt Porrig sein Erbe trotzdem an. In der Buchhandlung trifft er auf einen Jugendlichen mit dem Namen Wok Boy. Dieser wurd von einem Mann, der Beschreibung nach der Kerl aus dem Zug, beauftragt sich um die Buchhandlung zu kümmern bis Porrig da ist. Dafür soll Porrig irgendwann ein Comic für den Alten zeichnen. Außerdem warnt Wok Boy Porrig noch davor, zwischen 0 und 6 Uhr das Schlafzimmer zu verlassen. Natürlich hält dieser sich nicht daran und landet in einer Welt der Mythen und trifft dort auf den nervigen Gnom Rippington, der steif und fest behauptet, dass Menschen in dieser Welt, den mythologischen Wesenheiten einen Wunsch erfüllen müssten und er gerne einen größeren Dödel hätte. Der Kurator dieser Welt (die Alpha 17 heißt) ist übrigens der alte Mann aus dem zug. Er stellt sich als Porrigs Ururgroßvater vor. Er sei einst der Lehrling seines Onkels Apocalypso gewesen. Der war nämlich Bühnenzauberer und auf der Suche nach echter Magie.Gleichzeitig taucht im Pazifik ein Raumschiff auf und in dem Raumschiff sitzt Dilbert Norris. Dilbert Norris ist ein riesiges, außerirdisches Gemüse und einst im Pazifik abgestürzt und dort unter Felsen begraben worden. Dank amerikanischer Atomtests ist er aber nun wieder frei und kann sich den wichtigen Dingen seines Lebens widmen. Sein Penis, für Erdenmaßstäbe zwar g8igantisch groß, ist auf seinem Heimatplaneten eher mickrig. Außerdem gibt es auf seinem Heimatplaneten keine Pflanzenfresser. Er hat also einen Grund nach Macht zu streben und einen die Menschen nicht zu mögen. Logische Schlussfolgerung: Er möchte Gott dieses Planeten werden. Für die Durchführung dieses Plans hat er die besten Vorraussetzungen. Er kann Gedanken lesen und psychische Schmerzen verursachen. Er entschießt sich, direkt die größte Machtbasis auf diesem Planeten einzunehmen. Zunächst glaubt er sie liege in Amerika, bemerkt seinen Irrtum aber recht schnellt. Das Zentrum der Macht liegt unter einer U-Bahnstation in London und heißt: Ministerium für glückliche Zufälle. Außerdem erfährt der Leser, wer das Ministerium leitet: Augustus Naseby, Porrigs Vater. Wer nun erfahren möchte, was es mit Porrig und seinem Ururgroßvater auf sich hat, ob das Gemüse in London einmarschiert und was die beiden Plots überhaupt miteinander zu tun haben, sollte sich das Buch kaufen.Es ist meiner Meinung nach eines der besten von Robert Rankin und sollte, on jedem, der sich mit kultiger Antiliteratur rumschlagen will gelesen werden. Es ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Ich habe diesen Schund, der zum besten Schund aller Zeiten gehört, 7,90 Euro hinblättern müssen. Es ist ein Taschenbuch und hat die ISBN-Nr. 3-404-24299-8.
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09.05.2003 10:50
Wenn ich es mal seh, werd ich zugreifen.LG Michael
08.05.2003 17:14
guter bericht, aber leider fast keine eigene meinung zum buch...mfg
08.05.2003 17:04
klingt ja herlich verrückt....