Apollo - hier bist Du falsch

3  19.09.2006

Pro:
schöne Brillen

Kontra:
Arbeitsmoral, Geschäft und Mitarbeiter

Empfehlenswert: Nein 

Kochtina

Über sich:

Mitglied seit:19.09.2006

Erfahrungsberichte:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 12 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als nicht hilfreich bewertet

Hallo,

es gibt Arbeitgeber für die man gerne arbeitet, und Arbeitgeber mit Hilfe deren, man nur Geld durch die Arbeit verdienen will.
Zur Zeit bin ich bei einem Arbeitgeber, über dem ich nur Geld durch meine Arbeit verdienen will.
Ich selber bin 49 und habe keine Ausbildung, aber dafür zum Glück noch eine Arbeit, auch wenn sie durch Burkard Zeitarbeit im Nürnberger Raum befristet ist.
Zur Zeit arbeite ich über die Burkard bei Apollo Optik, in Schwabach. Wie es aussieht, werde ich da bis Ende September arbeiten können.
Es ist nett. Apollo Optik hat eine schöne und leichte Arbeit. Ich muss eine Brille tragen und es gibt bei Apollo Optik sehr schöne Fassungen, die ich mir kaufen würde. Aber ich mache es lieber nicht.
Es müssen Brillengläser und Gestelle einsortiert werden in den Auftragstüten, Gläser werden geschliffen nach der Weit- und Kurzsichtigkeit des Kunden. Es arbeiten Leute, die keine Ausbildung im Optikerbereich haben und mit der jetzigen Aktion und den billigen Gestellen hat Apollo Optik nur Zeitarbeiter von einigen Zeitarbeiten eingestellt um die vielen Aufträge schnell zu bearbeiten und Geld zu verdienen.
Schnell bearbeiten heisst, wie ich im Accord arbeiten.
Wenn ich die Brillengläser einscanne, dann muss ich so ungefähr um die 500 Stück einscannen, was ziemlich viel von den Stück ist. Wenn ich darunter bin, scanne ich natürlich noch seltener und dafür presse ich die Gestelle und Gläser in die Regale rein.
Mittlerweile sind auch die Fenster und Jalousien zu, damit niemand im Lager sehen kann, wie gearbeitet wird.
Die Arbeitsweise ist, dass viele selber werden nach dem Schleifen gescannt und in den Auftragstüten reingesetzt und wieder in Kästen, in den Steckregalen gepresst.
Viele Gläser runterfallen, Kästen mit Gestellen übereinander geschlichtet und zusammen gepresst werden damit viele in einem Kasten reinpassen und die Gestelle so kaputtgehen können.
Das Schleifen, säubern und ausspülen der Gläser ist eine sehr unhygienische Arbeit. Es riecht sehr nach Knoblauch, dadurch das die Mehrheit der Gläser aus billigem Kunststoffmaterial sind und alle Mitarbeiter und Zeitarbeiter, wie auch ich, müssen sich diesem Gestank aussetzen.
Dadurch dass viele ungelernte Arbeiter da sind, wird nicht so aufgepasst wie es sein sollte und manch eine Schraube fliegt hin und her. Gestelle werden gebogen und verbogen und werden so an den Kunden wieder zurück geschickt. Zwar werden seit gestern Änderungen ausgemacht um die Brillengestelle nicht so zusammenzupferchen, aber das nutzt auch nichts, denn die Arbeitsfläche ist nicht da, und wird auch nicht geschaffen.
Die Leute mit denen ich zusammen arbeite, sind wie gesagt die meisten aus Zeitarbeiten wie Burkard, im mittelfränkischen Raum.
Die Arbeitszeiten bei Apollo - Optik sind von 6.00 bis 14.30 Uhr und von 14.30 Uhr bis 23.00 Uhr. Es herrscht jetzt 45 Stundenwoche da die Aktion mit den 1 Euro Brillengläser bis zum 07 Oktober ist. Also müssen alle Mitarbeiter um 5.00 anfangen und bei der Spätschicht bis um 24.00 bleiben.
Wir Zeitarbeiter können das seit letzter Woche 40 Stundenwoche haben, dafür aber unbedingt Samstags 5 Stunden arbeiten.
Die Verbindung zwischen Nürnberg, Erlangen und Samstag geht am schnellsten mit dem Zug. Viele haben kein Auto und kommen mit dem Zug erst um 6 Uhr früh und gehen Abends auch früher heim.
Bei einer meiner Kolleginnen von Burkard hat der Abteilungsleiter ein Theater veranstaltet und hat sie beschimpft weil sie die Arbeitszeit um 5.00 Uhr Morgens und um 24.00 Uhr Nachts nicht einhalten konnte weil sie kein Auto hatte.
Die hat der zusammen mit der Burkard Zeitarbeit letzte Woche rausgeschmissen.
Sie wurde von einer jungen von uns rausgemobbt und seit gestern lachen wir alle über sie, weil sie gestern früh nicht gekommen ist.
Es ist schlimm weil hier alle miteinander arbeiten und sich gegeneinander nur bekriegen um die Stelle des anderen Arbeiters zu bekommen. Vor den Abteilungsleitern haben hier alle auch Angst, weil die einen ziemlich rauhen Ton gegenüber den Arbeiterinnen und Arbeitern haben und diese nichts sagen, um die Arbeit nicht zu verlieren.
Die blöde Ausländerin, die von Apollo Optik und Burkard Zeitarbeit gegangen worden ist, ist nur gegangen worden weil sie sehen musste wie sie auch heimkommt weil sie kein Auto hat, und der Abteilungsleiter hat sie auch deswegen beschimpft und angeschrien so wie ich erfahren habe. Manchmal tut sie mir leid, manchmal auch nicht und ich will mit der auch nichts zu tun haben.
Über meine Zeitarbeit Burkard bekommen hier alle wie ich 7.00 Euro die Stunde. Manche bekommen Fahrgeld, andere auch nicht. Da ist Burkard knauserig und geht nach Gesichtern bei dem Fahrgeld. Wer sich beschwert, ist schnell wieder arbeitslos. Eben, Sklaventreiber statt Arbeitgeber, aber die meisten erfahren es sehr spät.

Soviel zu Apollo-Optik.
Jetzt habe ich auch zu Burkard was geschrieben, weil ich nicht weiss wo ich das noch hinschreiben soll, das mit der Burkard Zeitarbeit.

Eure Christine.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
kawis03

kawis03

21.09.2006 21:51

Hei, wir haben hier im Ort auch eine Filiale von Apollo, an der ich desöfteren vorbeikomme. Habe aber dort noch nie von derartigen Zuständen was mitbekommen. Mir scheint es, dass dein Bericht einen Aspekt des Anbieters beschreibt, der für den Verbraucher aber nicht sooo sehr wichtig ist, wenn er sich entscheiden soll, von wem er seine Brille kauft. Vielleicht hättest du bei Ciao eine passendere Rubrik suchen sollen. Oder eben halt mehr auf Apollo eingehen sollen. Deine Erlebnisse hast du auch recht 'holperig' beschrieben. bg Kai

lunamond

lunamond

19.09.2006 20:56

na sowas...das kommt auch mir irgendwie ganz bekannt vor! Vielleicht ne nette Arbeitskollegin von Lederjessi?

marina71

marina71

19.09.2006 17:28

Hier bist du falsch ist glaube ich die richtige Überschrift für deinen bericht. Das ist mehr ein Tagebucheintrag als ein Bericht.

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