Um ein Vorurteil zum Apothekerberuf gleich vorweg zu entkräften: „Pillen“ werden schon lange nicht mehr gedreht und auch nicht als Fertigprodukt verkauft, denn dabei handelte es sich um gerollte Klümpchen aus Hefe und Arzneistoffen. Was sich heute in den Schachteln der Pharmaindustrie befindet, ... Bericht lesen
Erfahrungsbericht von apobiene über Apotheker/in 01.04.2002
Produktbewertung des Autors:
Einstellungschancen:
sehr gut
Aufstiegschancen
mittelmäßig
Verdienstmöglichkeiten:
mittelmäßig
Sozialleistungen:
durchschnittlich
Pro:
Teilzeitarbeit problemlos möglich, Einblick in alle Naturwissenschaften
Kontra:
für einen Beruf, der einen Hochschulabschluss voraussetzt, wenig Geld, schlechte Arbeitszeiten
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Um ein Vorurteil zum Apothekerberuf gleich vorweg zu entkräften: „Pillen“ werden schon lange nicht mehr gedreht und auch nicht als Fertigprodukt verkauft, denn dabei handelte es sich um gerollte Klümpchen aus Hefe und Arzneistoffen. Was sich heute in den Schachteln der Pharmaindustrie befindet, sind hygienisch hergestellte, teilweise hochkomplexe Arzneiformen, die mit ihrem klassischen Vorgänger nicht mehr viel zu tun haben. Wenn der Apotheker Arzneimittel zum Einnehmen selbst herstellt, so greift er heute üblicherweise zu Gelatinekapseln, die mit dem wirkstoffhaltigen Pulver gefüllt werden.
Doch bevor man dies alles in der Praxis ausprobieren kann, ist ein Studium zu absolvieren, das wesentlich höhere Anforderungen an Fleiß, Geduld und Nervenstärke stellt, als man es bei einem „Schubladenzieher“-Beruf erwarten würde.
Über die Ausbildung und den Beruf will ich hier aus meiner subjektiven Sicht berichten; eine offizielle Information findet sich auf der Seite der Apothekerverbände (www.abda.de) unter „Informationen für die Presse – Basisinformationen – Dokumentation – Apotheker“.
&&&&&&&&&&&&&&& Was macht man im Studium? &&&&&&&&&&&&&&&
Bevor das Studium los geht, sollte man erst mal einen Studienplatz bekommen – und das ist nicht selbstverständlich, denn Pharmazie ist seit Jahr und Tag ein hartes Numerus Clausus-Fach. In den letzten Semestern lag die geforderte Durchschnittsnote im Wintersemester um 2,0, im Sommer reicht eine etwas schlechtere Note. Genaueres findet sich auf der Seite der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (www.zvs.de).
Wenngleich die Studienpläne immer wieder den „modernen“ Anforderungen angepasst werden, hat das Studium der Pharmazie mit dem Alltag in der öffentlichen Apotheke auf den ersten Blick nur wenig zu tun, denn Apotheker sollen nicht nur in der öffentlichen Apotheke, sondern auch in der Pharmaindustrie, im Krankenhaus oder in der Verwaltung einsetzbar sein. Daher wird im Studium ein breitgefächertes Wissensspektrum vermittelt.
In den ersten Semestern glaubt manch einer, sich in der Fakultät geirrt zu haben und bei den Chemikern gelandet zu sein, denn Praktika in qualitativer und quantitativer anorganischer Analyse sind ebenso zu absolvieren wie eines in organischer Synthese und auch die begleitenden Vorlesungen würden im Chemiestudium nicht auffallen. Hinzu kommen Veranstaltungen in Physik und Mathematik, aber auch erste Kontakte zu medizinischen und pharmazeutischen Themen, wie z.B. Anatomie und Physiologie, Biologie oder auch „Fachlatein“. Heiteres Studentenleben ist während des Pharmaziestudiums praktisch ausgeschlossen, da jedes Semester durch ein zeitaufwändiges Laborpraktikum bestimmt wird, um das sich die übrigen Veranstaltungen verteilen. Tatsächlich verbringen Pharmaziestudenten während des Semesters die Zeit überwiegend gemeinsam wie eine Schulklasse im Klassenzimmer, bzw. in diesem Fall im Labor. Da üblicherweise praktikumsbegleitend zahlreiche mündliche Prüfungen auch während des Semesters stattfinden, hat man zumindest den Vorteil, am Semesterende von der Klausur nicht völlig überrascht zu werden. Auffällig ist, dass viele Pharmazeuten innerhalb der Fakultät heiraten – das dürfte einfach auf die mangelnde Gelegenheit zurückzuführen sein, außerhalb jemanden kennenzulernen, denn man hat schlichtweg KEINE ZEIT.
Nach dem ersten Staatsexamen (nach 4 Semestern) geht der Inhalt weg von allgemeinen chemischen und biologischen Themen und wird spezieller: Biologie konzentriert sich auf Heilpflanzenkunde einerseits und auf Biochemie andererseits, denn diese ist zum Verständnis der Arzneiwirkung unumgänglich. Die Chemie fokussiert sich auf die Chemie der Arzneistoffe, deren Nachweis und Herstellung. Hinzu kommt Pharmakologie, die Lehre von der Arzneimittelwirkung und pharmazeutische Technologie, die Lehre von der Herstellung der Arzneiformen, denn bevor eine Arzneistoff angewendet werden kann, muss er zuerst in eine anwendbare Form überführt werden (man denke an Wirkstoffe, die in Dosierungen von 2 oder 5 mg eingenommen werden – die könnte man dem Patienten nicht als Pulver geben). Mit der Freisetzung des Arzneimittels im Körper und der Frage, wie sie durch die Herstellung verändert wird, beschäftigt sich die Biopharmazie. Klinische Pharmazie, Hygiene und Mikrobiologie liefern weiteren Lernstoff und selbstverständlich nutzt der eine oder andere auch die Möglichkeit, sein Wissen in den Vorlesungen für Mediziner zu vervollständigen.
Der universitäre Teil der Ausbildung wird in 2 Staatsexamen „erfolgsgeprüft“, im Anschluss ist ein einjähriges Praktikum zu absolvieren
&&&&&&&&&&&&&&&&& Praktika &&&&&&&&&&&&&&&&&
Bereits während der Hochschul-Ausbildung ist eine „Famulatur“ zu absolvieren, um dem Studenten einen Eindruck von der anschließenden Berufswirklichkeit zu vermitteln. Hat man das 2. Staatsexamen bestanden, folgt ein ganzes Jahr Pharmaziepraktikum, das wahlweise vollständig in der öffentlichen Apotheke oder gemischt in Apotheke und Industrie oder Krankenhausapotheke zu absolvieren ist. Auch an der Universität kann ein Halbjahr verbracht werden, mindestens 6 Monate muss aber jeder Praktikant in der öffentlichen Apotheke verbringen.
In begleitenden Unterrichtsveranstaltungen eignet man sich betriebswirtschaftliche und rechtliche Grundlagen an, um dann im 3. Prüfungsabschnitt endgültig die Voraussetzungen für die Approbation zum Apotheker erlangen zu können.
&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&& Ein Beruf – viele Möglichkeiten &&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&
Wie bereits erwähnt sind die Einsatzmöglichkeiten für Apotheker vielfältig. Wer eine Karriere in der Pharmaindustrie oder in Forschung und Lehre anstrebt, wird im Anschluss an Studium und Praktikum noch weitere 2,3 oder auch 5 Jahre an der Universität blieben, um „den Doktorgrad zu erlangen“.
Mittlerweile wird selbst im Pharma-Außendienst der größeren Firmen ein Titel erwünscht, im Laborbereich besteht ohne Titel praktisch kaum eine Einstellungschance. Alle, die ihre Aufgabe in der öffentlichen Apotheke sehen, können natürlich ebenfalls die zusätzliche Zeit investieren, oder aber sofort ins Berufsleben starten, was üblicherweise zunächst mit einer Anstellung in einer öffentlichen Apotheke verbunden ist. Einige ganz Mutige eröffnen auch gleich selbst eine Apotheke, aber eine alte Regel besagt: „Man übt nicht an seinen eigenen Kunden“. Viele üben, indem sie kein festes Arbeitsverhältnis eigehen, sonder Urlaubsvertretungen in verschiedenen Apotheken machen.
Weitere Möglichkeiten bietet die Arbeit in Krankenhausapotheken oder in der Verwaltung, inzwischen sogar immer häufiger auch bei Krankenkassen. Jedes dieser Tätigkeitsfelder unterscheidet sich deutlich von den übrigen: Während in der öffentlichen Apotheke die Beratung und Information zu Arzneimitteln im Vordergrund steht und die Arzneimittelherstellung nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, ist der Apotheker in der pharmazeutischen Industrie entweder mit Herstellung im großen Stil, mit Qualitätsprüfungen oder mit theoretischen Themen (Zulassung von Arzneimitteln, Information) beschäftigt. Der Krankenhausapotheker ist Hersteller und Großeinkäufer, berät aber auch Ärzte zum Arzneimitteleinsatz und begleitet auch häufig die Visite ans Krankenbett. Der Verwaltungsapotheker bei Behörde oder Krankenkasse schließlich ist in erster Linie „Theoretiker“, der mit Arzneimitteln persönlich garnicht mehr in Kontakt kommt.
Da über 80% der Absolventen in der öffentlichen Apotheke arbeiten, will ich auf diese Tätigkeit etwas näher eingehen:
&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&& Apotheker in der öffentlichen Apotheke („Offizin“) &&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&
**Allgemein** Eine Apotheke darf nur in Anwesenheit eines Apothekers betrieben werden. Wenn der Inhaber also nicht pausenlos anwesend sein will, muss er einen angestellten Apotheker beschäftigen. Im Arzneimittelverkauf darf nur „pharmazeutisches“ Personal eingesetzt werden, das sind in erster Linie Apotheker, PTAs und Pharmazieingenieure. Da das „preiswertere“ pharmazeutische Personal dem Inhaber nicht erlaubt, die Apotheke während der Öffnungszeiten zu verlassen, leisten sich die meisten Apotheken mindestens einen angestellten Apotheker, häufig auch in Teilzeit-Beschäftigung. Dies bietet gerade auch Frauen mit Kindern eine Möglichkeit, in einem hochqualifizierten Beruf stundenweise tätig zu sein; nicht zuletzt deshalb ist der Frauenanteil in der Pharmazie traditionell sehr hoch.
**Abgabe und Patientenberatung** Die Tätigkeit selbst besteht in erster Linie in der Abgabe von Arzneimitteln und der dazugehörigen Beratung. Hier trägt der Apotheker eine große Verantwortung, denn viele Arzneimittel sind hochwirksame Substanzen und können bei Fehlanwendung Schäden verursachen, insbesondere auch im Zusammenwirken mit anderen Arzneimitteln, der Apotheker ist die letzte Sicherheitskontrolle, bevor das Arzneimittel dem Patienten ausgehändigt wird, daher muss er den Patienten im Zweifelsfall befragen, ob er andere Medikamente einnimmt, die sich mit dem neuen Arzneimittel nicht vertragen, oder ob sonstige Risikofaktoren vorliegen. Moderne Computerprogramme unterstützen die Beratung bei den unterschiedlichsten Fragestellungen, von der Prüfung auf Wechselwirkungen über die Auswahl geeigneter homöopathischer Arzneimittel bis hin zur Impfberatung.
Neben den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln steht auch eine große Anzahl rezeptfreier Medikamente zur Verfügung. Zu deren Anwendung und sachgerechtem Einsatz berät der Apotheker seine Kunden ebenfalls und unterstützt den Patienten bei der Auswahl eines passenden Arzneimittels. Kosmetika, Mittel zur Körperpflege, Nahrungsergänzungsmittel, Vitamine, Tees und „Wellnessprodukte“ gehören ebenfalls zum Sortiment der meisten Apotheken und erfordern die entsprechende Beratung beim Verkauf. Viele Apotheken bieten verschiedene Messungen an, wie Blutdruck-, Cholesterin- oder Blutzuckermessungen, die ebenfalls von einer fundierten Information begleitet werden müssen, und auch für die Abgabe von Hilfsmittel, wie z.B. für die Anpassung von Stützstrümpfen, ist eine besondere Qualifikation nachzuweisen.
**Arztberatung** Die Beratung der umliegenden Arztpraxen beschränkt sich in der Regel auf eine Informationsweitergabe über lieferbare preiswerte Arzneimittel, da die Ärzte unter dem politisch gesteuerten Sparzwang nicht ungehindert verordnen können. Da die Angst vor Regress beim Arzt immer mit dem Gefühl einhergeht, die Apotheke habe gut an den Medikamenten verdient, die der Arzt verordnet hat, und sich somit an seinem Schaden „bereichert“, wurde das Klima zwischen Ärzten und Apothekern in den letzten Jahren nicht besser. Daher kann es durchaus vorkommen, dass der Hinweis, ein besonders billiges Nachahmerpräparat sei derzeit nicht lieferbar, vom Arzt als Trick aufgefasst wird, den der Apotheker einsetzt, um ein teureres Präparat abgeben zu können.
Für viele Apotheker ist das Verhältnis zur Ärzteschaft eine ständiges Ärgernis, denn durch die Ausbildung ist das Wissen um das Arzneimittel und dessen sachgerechte Anwendung beim Apotheker angesiedelt, während der Arzt für Diagnose und Auswahl des anzuwendenden Medikaments zuständig ist. Die herablassende Art, mit der in der Praxis von vielen Ärzten immer wieder versucht wird, den Apotheker als habgierigen ungebildeten Pillenverkäufer darzustellen (insbesondere gegenüber den Patienten / Kunden), schmerzt immer wieder und erfordert ein dickeres Fell, als mancher es sich bei der Entscheidung für diesen Beruf vorstellt.
**Arzneimittelherstellung** Die Herstellung von Arzneimitteln beschränkt sich heutzutage in erster Linie auf hautärztliche Verordnungen über Salben, Cremes und Lösungen. Gelegentlich werden auch noch Kapseln befüllt oder Zäpfchen gegossen, wenn kein passendes Fertigarzneimittel (industriell gefertigtes Arzneimittel) zur Verfügung steht. Einige Apotheken stellen größere Mengen auf Vorrat her, wenn z.B. eine Rezeptur von einem Arzt in der Umgebung häufig verordnet wird, ansonsten handelt es sich bei der Herstellung in der Regel um Einzelanfertigungen.
**Untersuchung von Arzneimitteln** Alle Ausgangsstoffe, die in der Apotheke weiterverarbeitet werden, müssen zunächst untersucht werden, Dazu dienen mikroskopische Untersuchungen (z.B. bei Teedrogen – Drogen sind übrigens im apothekerlichen Sprachgebrauch Pflanzenbestandteile, die medizinisch verwendet werden) oder chemische Analysen und Chromatographie. Da Gehaltsbestimmungen der wichtigsten Inhaltsstoffe und Reinheitsanalysen üblicherweise schon beim Händler durchgeführt wurden, wird in der Apotheke lediglich die Identität des jeweiligen Stoffes geprüft. Das Ergebnis ist zu dokumentieren. Aber auch Fertigarzneimittel müssen laufend überprüft werden; im Falle einer Beanstandung (z.B. wegen eines Fehlers in der Packungsaufschrift, Verfärbungen von Tabletten, Trübungen von Lösungen) wird ein Verfahren zur Überprüfung aller Packungen des entsprechenden Arzneimittels eingeleitet. Auf diese Weise tragen alle deutschen Apotheken täglich zur Arzneimittelsicherheit bei.
**Nachtdienst** Ein unleidiges Thema ist die Übernahme der nächtlichen Dienstbereitschaft. Während in Städten oft nur alle paar Wochen ein Nachtdienst absolviert werden muss, ist in ländlichen Gebieten oft jede Woche einmal Dienstbereitschaft erforderlich, oder aber man ist alle paar Wochen jeweils für eine ganze Woche an der Reihe. Am nächsten Tag geht es womöglich noch „normal“ weiter, wenn kein Apotheker zur Vertretung verfügbar ist. Das kann insbesondere in Nächten mit vielen Kunden (und wenig Schlaf) sehr belastend werden , wobei man als Angestellter wenigstens noch den Trost der gesonderten Vergütung der Dienste hat, wohingegen der Inhaber selbst oft für 5mal in der Nacht „Kopfschmerztabletten plus Nachttaxe“ aufstehen und sich dafür noch vom Kunden Gemeckere wegen des Nachtzuschlages anhören durfte.
**Selbständigkeit** Wer sich selbständig macht, hat darüber hinaus die wirtschaftliche Seite im Auge zu behalten und sich um die ordnungsgemäße Betriebsführung zu kümmern, was z.B. die Beachtung arbeitsschutzrechtlicher Vorschriften oder ähnlicher bürokratischer „Kleinigkeiten“ betrifft. Aber auch große Entscheidungen, z.B. über die Umsetzung eines Qualitätsmanagementsystems, die stetige Modernisierung des Betriebes und die Auswahl der Lieferanten sind zu treffen. Dazu gehört aber auch, die sich immer schneller ändernden Gesetze und Verordnungen in der Apotheke umzusetzen, wie z.B. die Verpflichtung, statt deutscher ausländische Präparate abzugeben oder eines der 5 billigsten Nachahmerpräparate statt des vom Arzt verordneten Originals abzugeben.
Die Finanzierung einer Apotheke erfordert wesentlich mehr Kapital als übliche Einzelhandelsgeschäfte, da einerseits der Warenwert sehr hoch ist, andererseits aber auch eine Vielzahl an Vorschriften für die Betriebsräume gilt. Diese müssen eine Mindestgröße haben, ein voll ausgestattetes Labor, verschiedene Lagerräume und diverse weitere Anforderungen erfüllen. Auch die Personalkosten sind hoch, da durch den persönlichen Verkauf ein ungleich höherer Personalbedarf als bei Selbstbedienungsgeschäften besteht. Glücklicherweise (für den Chef) bzw. unglücklicherweise (für alle anderen) sind die Gehälter in Apotheken wahrhaftig nicht fürstlich:
Je nach Arbeitgeber differieren die Gehälter erheblich. Wer in der Industrie arbeitet verdient deutlich mehr als Offizinapotheker, die Einstiegsgehälter werden zwar nicht veröffentlicht, aber unter einem Jahresgehalt von 50.000 Euro fängt wohl keiner mehr an. Nach oben sind die Grenzen offen (je nach Karriere), 100.000 Euro sind durchaus zu erreichen.
In Apotheken hingegen sind die Tarifgehälter so niedrig, dass übertarifliche Bezahlung von 10 oder 15% die Regel ist, wenngleich viele Apothekeninhaber versuchen, diese Bezahlung durch die automatische Einbeziehung von Diensten gleich wieder zu relativieren. Die Vergütung steigt mit der Anzahl der Berufsjahre, ab dem 11. Jahr ist das Maximalgehalt erreicht, derzeit sind das rund 3.300 Euro pro Monat, also ca. 43.000 pro Jahr. Selbst bei 15% über Tarif macht das niemanden reich und in Anbetracht des doch recht harten Studiums erscheint das Gehalt umso niedriger. Dass sich dennoch viele Frauen für diesen Beruf entscheiden, liegt zu einem Großteil an der Vereinbarkeit von qualifizierter Tätigkeit und Familie.
Vertretungen sind oft recht gut bezahlt, erfordern aber sowohl räumliche als auch geistige Flexibilität. Wer sich einen „Kundenstamm“ mehrerer Apotheken aufbaut, kann aber von Vertretungen gut leben und genießt mehr Freiheit. Gerade kleinere Apotheken leisten sich oft keinen festen angestellten Apotheker, sondern engagieren für die Urlaubszeit einen „Aushilfsapotheker“.
Wer an Universitäten und in Behörden arbeitet, wird nach BAT bezahlt; Krankenkassen haben ähnliche Gehaltstarife. Das reizvolle daran ist, dass man im Gegensatz zum Apothekentarif nicht für das Berufsalter, sondern für das Lebensalter besser bezahlt wird. Die Höhe der Gehälter ist besser als in der öffentlichen Apotheke, erreicht aber nicht das Industrieniveau; Doktoranden erhalten übrigens häufig nur geteilte Stellen.
&&&&&&&&&&&&&&& Weiterbildung &&&&&&&&&&&&&&&
Vor einigen Jahren wurde die Möglichkeit geschaffen, sich nach dem Studium weiter zu qualifizieren. Auch wenn der Anspruch, damit eine Alternative zur Promotion zu bieten, etwas überzogen erscheint, so ist doch festzustellen, dass die Weiterbildung die Spezialisierung auf das jeweilige Tätigkeitsfeld erhöht und gerade jüngeren Apothekern einen Anreiz zur weiteren Fortbildung bietet.
Je nach Arbeitsfeld kann man sich für das Gebiet der öffentlichen Apotheke, die Technologie (Arzneimittelentwicklung und -Herstellung), Klinische Pharmazie oder Arzneimittelinformation weiterbilden. Hinzu kommen Zusatzbezeichnungen, wie z.B. Ernährungsberatung. Da Weiterbildung Ländersache ist, sieht das Angebot in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich aus.
Die Weiterbildung umfasst üblicherweise mehrere Jahre praktischer Ausbildung, die während der Arbeitszeit abgeleistet wird, wobei dies nur möglich ist, wenn sich der Arbeitgeber entsprechend qualifiziert hat. Hinzu kommen theoretische Ausbildungsteile und eine Prüfung am Ende.
Fortbildungszertifikate sind von der Weiterbildung zu unterscheiden. Sie werden verliehen, wenn der Bewerber innerhalb eines Jahres eine bestimmte Anzahl Fortbildungspunkte nachweist, die er beim Besuch von Fortbildungsveranstaltungen erwerben kann.
&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&& Plus und Minus – Studieren oder nicht? &&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&&
**Wer sollte Pharmazie studieren?** Wer sich für Chemie begeistern kann und auch andere Naturwissenschaften liebt Wer gerne lernt Wer sich an der starken Ähnlichkeit zum Schulalltag nicht stört Wer körperlich belastbar und gesund ist Wer nicht nur an die späteren Verdienstchancen denkt
**Wer sollte es lassen?** Wer persönliche Freiheit und Selbstverwirklichung im Studium sucht Wer keine ausreichende Leidensfähigkeit mitbringt Wer Chemie nicht liebt Wer einfach nur viel verdienen will Wer Prestige sucht
**Würde ich es wieder tun?** ja klar
**Was ist das Beste an Beruf und Studium?** Studium: Alle Naturwissenschaften eingebaut, überall Einblick, sehr vielseitig Beruf: Vereinbarkeit von Familie und Job, Teilzeitarbeit, vielseitiges Berufsbild Chancen: Apotheker sind derzeit gesucht wie nie zuvor
**Was ist „ätzend“ am Beruf?** Das Angestelltendasein in manchen Apotheken Die Herablassung mancher Ärzte Die ständig neuen Gesetze Die Arbeitszeiten bei Öffnung bis 20.00 Uhr
Ich hoffe, all denjenigen, die ein Pharmaziestudium in Erwägung ziehen, ein wenig bei der Entscheidung geholfen zu haben.
Von allen anderen Lesern wünsche ich mir ein wenig mehr Verständnis für die Apotheker in Eurer Umgebung und Abbitte dafür, dass ihr bislang noch nicht einmal wusstet, dass diese „Pillenverkäufer“ studiert haben.
Dieser Bericht wurde von mir bereits bei dooyoo veröffentlicht
Pro: Verantwortung-Ansehen-zeitlos -vielseitig Kontra: lange Arbeitszeiten + wenig Urlaub bei Selbständigkeit
Während unter Medizinern der Spruch die Runde macht:Hinter uns ist nur noch der Hergott",so lautet das pharmazeutische Pendant:Hinter uns ist nur noch der Staatsanwalt.Wie kommt das?Das Berufsbild des Apothekers/der Apothekerin bedeutet die allerletzte In ...
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Pro: flexible Arbeitszeiten möglich Kontra: anstrengendes Studium
Es gibt nur wenige Berufe in denen man so flexibel arbeiten kann wie als Apothekerin. Sicher ist der Weg dorthin recht anstrengend, aber es lohnt sich. Apotheker werden in fast jeder Stadt und vor allem auf dem Land händeringend gesucht. Dementsprechend s ...
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Pro: immer noch lukerativ und bei Eignung ein schöner Beruf Kontra: nicht mehr ganz so ertragreich, hohe Anfangsverschuldung
Nach langen medizischen und pharmazeutischen Studien die Papiere in der Tasche, Finanzgeber für die Ersteinrichtung ggfunden, es konnte losgehen!
So habe ich es vor etwa zehn Jahren noch bei einigen meiner Freunde erlebt.
Wer´s erst geschafft hatte, muß ...
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Den Beruf der Apotherkin sollte man sich auf keinen Fall so einfach vorstellen, wie in dem von mir bewerteten gleichnamigen Film mit Katja Riemann, denn mehr als Liebesgeschichten zählen hier berufliches Fachwissen, das erwiesener Maßen in einigen Bereich ...
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Pro: Kundenumgang, "Hilfe", Chemische Arbeit Kontra: Harter Job
Vor ca. einem jahr habe ich ein Praktikum in der Apotheke meiner Tante gemacht. Ich habe mich gefreut, weil ich gedacht habe, man kann die ganze Zeit die tollsten Cremes herstellen usw. Aber dem war nicht so.
der Beruf eine Apothekerin ist sehr Nervenauf ...
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Pro: gutes Gehalt,in vielen großen Städten PTA-Mangel Kontra: Arbeitszeiten,keine Aufstiegsmöglichkeiten
...PTA (pharmaz.-techn.Assistent(in) ist einer der wenigen Berufe fast ohne Arbeitslosigkeit.Man hat hervorragende Aussichten einen Job zu bekommen. Voraussetzung ist die Mittlere Reife. Nach einer 2-jährigen schulischen Ausbildung folgt ein 6-monatliches Praktikum .Tätigkeitsfeld ist hauptsächlich die öffentliche -bzw. Krankenhaus-Apotheke. Beratung und Verkauf von Medikamenten sowie die Herstellung von Arzneimitteln sind die Hauptaufgaben der PTA,aber auch die Arbeit im Labor gehört dazu. Es ist ein sehr verantwortungsvoller Job.Interesse an naturwissenschaftlichen Fächern ist natürlich Voraussetzung.Es gibt zwar keine Aufstiegsmöglichkeiten (die nächste Stufe wäre das Pharmaziestudium,um Apotheker(in) zu werden),aber da vor allem in den Ballungsgebieten ein Mangel an PTA's besteht,ist das Gehalt zum Teil Verhandlungssache.Der Beruf ist...
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Pro: später guter Verdienst, abwechslungsreich Kontra: 2 Jahre durchgängig Schule
...Ich bin bald mit meiner Ausbildung als Pharmazeutisch-technische Assistentin (PTA) fertig. Der Beruf ist wahnsinnig intressant... Was ich alles in diesem Beruf mache werde ich euch jetzt näher erläutern.
Tätigkeitsbereich:
Pharmazeutisch- technische Assistenten sind berechtigt pharmazeutische Tätigkeiten auszuüben und arbeiten unter Aufsicht eines Apothekers. Ich unterschütze den Apotheker/in dabei in seinem gesetzlichen Auftrag, die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.
Zu den pharmazeutischen Tätigkeiten, bei denen die PTA mitwirkt, gehören:
-> Die Entwicklung von Arzneimitteln
-> Durchführen von Dienstleistungen am Kunden /an der Kundin, wie zum Beispiel Blutdruckmessen, Blutuntersuchungen und Harnuntersuchungen
-> Die Herstellung von Arzneimitteln und Kosmetika
-> Informieren...
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Pro: Eindruck vom Berufsleben, Orientierung für Job- oder Studienwahl Kontra: unabwechslungsreich und anstrengend, kaum Kontakt zu Kunden, normalerweise kein Gehalt
..., hier noch ein Nachtrag.
Apotheker/Apothekerin:
Eine Apotheke darf nur von einem staatlich geprüften Apotheker geleitet werden. Die Ausbildung zum Apotheker erfolgt in einem Pharmaziestudium an einer Universität und dauert 8 Semester (=4 Jahre). Das Pharmaziestudium erstreckt sich über die Bereiche Galenik, Pharmakologie, Physiologie, Chemie, Biologie, Biochemie, Analytik, Toxikologie, Technologie und seit 2001 auch Klinische Pharmazie.
Nach dem Studium absolviert ein Apotheker ein praktisches Jahr, in welchem er mindestens 6 Monate in einer öffentlichen Apotheke arbeitet. Nach dem 3. Staatsexamen kann ein Apotheker die Approbation beantragen, die ihn dazu befähigt, als Apotheker zu arbeiten. Anschließend kann er sich in einer dreijährigen Ausbildung zum Fachapotheker weiterbilden.
Pharmazeutisch-technische(r) Assistent(in...
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hilfreich 01.01.1970
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