... Es ist noch gar nicht lang her, dass Apple diese neuen Modelle vorgestellt hat - somit bin ich mit bei den ersten, die diesen schönen Rechner ihr eigen nennen können.
Die Notebook-Reihe von Apple wurde vor kurzem "runderneuert". Die Nachfolger der großen PowerBooks - MacBook pro (mit 15,4 ... Bericht lesen
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Kein eigener Grafikspeicher, keine "Classic - Umgebung" mehr, sparsame Speicherausstattung
Empfehlenswert?
ja
Kompletter Erfahrungsbericht
Da steht es - mein neues MacBook. Es ist noch gar nicht lang her, dass Apple diese neuen Modelle vorgestellt hat - somit bin ich mit bei den ersten, die diesen schönen Rechner ihr eigen nennen können.
Die Notebook-Reihe von Apple wurde vor kurzem "runderneuert". Die Nachfolger der großen PowerBooks - MacBook pro (mit 15,4 bzw. 17 Zoll Bildschirmdiagonale) - gibt es schon etwas länger; diese kommen im gewohnten Aluminiumgehäuse daher.
Der Nachfolger des kleinen 12-Zoll-Powerbooks sowie der iBooks heißt MacBook (ohne "pro"). Das iBook wurde quasi ersatzlos gestrichen, denn die Einschränkungen zum Beispiel in Bezug auf einen externen Monitor (beim iBook war nur eine Spiegelung des Bildschirminhaltes möglich, kein "erweiterter Desktop") fallen nun weg.
Man könnte fast sagen, das MacBook sei eine Mischung aus iBook und PowerBook, denn optisch ähnelt es dem iBook doch sehr, zumindest mit dem weißen Gehäuse.
Es gibt drei unterschiedliche Varianten in zwei unterschiedlichen Gehäusefarben:
1. Das Kleinste: Intel Core Duo Prozessor mit 1,83 GHz, 60 GB Festplatte, einem "Combo-Laufwerk", welches CDs lesen und brennen sowie DVDs lesen kann, und 512 MB Arbeitsspeicher. Dieses ist nur in weiß erhältlich 2. Das Mittlere: Intel Core Duo Prozessor mit 2,0 GHz, 60 GB Festplatte, einem "Superdrive" (kann CDs und DVDs sowohl lesen als auch brennen) und 512 MB Arbeitsspeicher. Auch dieses ist ausschließlich in weiß erhältlich. 3. Das Große: Intel Core Duo Prozessor mit 2,0 GHz, 80 GB Festplatte, Superdrive und ebenfalls 512 MB Arbeitsspeicher. Dieses kommt mit einem schwarzen Gehäuse aus einer Titan-Aluminium-Legierung (das erklärt auch den hohen Aufpreis von 200 € gegenüber der mittleren - fast ausstattungsgleichen - Variante). Die weißen Gehäuse bestehen aus Polycarbonat - zu deutsch: Plastik.
Alle drei Varianten haben eines gemeinsam: Ein 13,3-Zoll-Breitbild-Display mit 1280 x 800 Pixeln Auflösung (Seitenverhältnis: 16:10). Überhaupt ist der Monitor eines der "Sahnestücke", denn es handelt sich hierbei um einen "Hochglanz"-Monitor (in dem man sich - wenn der Rechner ausgeschaltet ist - auch tatsächlich wunderbar spiegeln kann), der eine schier unglaubliche Schärfe und Farbbrillanz aufweist. Zudem ist die Helligkeit mit 79 % mehr fast doppelt so hoch wie beim iBook G4 (von meinem 3 Jahre alten iBook G3 mal ganz zu schweigen - gegen das war das G4-iBook schon ein Quantensprung), was besonders an sonnigen Sommertagen wichtig werden könnte (wenn der Sommer denn mal irgendwann kommt). Mit meinem alten iBook könnte ich eine Benutzung im Freien bei Sonnenschein fast völlig vergessen. Mit voll aufgedrehter Bildschirmhelligkeit im Schatten ist dies mit Müh und Not noch möglich - in der prallen Sonne hat man damit nicht die geringste Chance, auch nur annähernd irgend etwas auf dem Display zu erkennen. Mangels Sonnentagen und aufgrund der lausigen Kälte außerhalb der Wohnung habe ich das MacBook allerdings noch nicht im Freien ausprobiert - aber das kommt noch.
Durch den größeren Monitor ist das MacBook insgesamt ca. 3,5 cm breiter als das 12-Zoll-iBook - dafür ist es aber auch extrem flach (die Höhe beträgt 2,7 statt 3,4 cm beim iBook). Das Gewicht liegt bei etwas mehr als 2 Kilo - es ist also noch ziemlich gut zu transportieren.
Shared Memory ******************
Einer der Nachteile, welche das MacBook gegenüber dem MacBook pro hat, ist sicherlich der Grafikspeicher. Während die "pro"-Modelle einen eigenen Grafik-Chip mit separatem Speicher auf dem Motherboard haben, greift die Grafik des MacBook auf den installierten Hauptspeicher zu. Bis zu 64 MB können dadurch von dem eh knapp bemessenen Arbeitsspeicher flöten gehen. Überhaupt leidet das MacBook an der typischen Apple-Krankheit: Hier wird in der Standardausstattung mit RAM-Speicher geknausert. 512 MB sind heutzutage nicht gerade viel - zumal ein nicht unbeträchtlicher Teil davon auch noch für die Grafikanzeige genutzt wird. Und wenn das Ganze dann auch noch auf 2 x 256 MB verteilt wird und damit beide RAM-Steckplätze blockiert werden, dann ist das einfach nur noch ärgerlich. Will man den Hauptspeicher erweitern, dann ist man gezwungen, mindestens einen der beiden mitgelieferten RAM-Riegel zu entfernen und durch einen größeren zu ersetzen. Man kann dann zwar versuchen, die übrigen Bausteine bei eBay & Co. zu verticken, aber viel wird man dafür nicht mehr bekommen. 256 MB große RAM-Riegel sind eindeutig Auslaufmodelle.
Ich habe mir gleich beim Kauf noch zwei 1-GB-Riegel mitgenommen und mit diesen die beiden 256-MB-Bausteine ersetzt. So läuft mein MacBook nun mit 2 GB Arbeitsspeicher und ist damit schon an der oberen Grenze - was die Speicherausstattung angeht - angekommen. Aber das ist mehr als genug, denke ich.
iSight inside **************
Eines der Highlights ist sicherlich die im Gehäuse integrierte "iSight"-Webcam. Hierbei handelt es sich um eine kleine Videokamera, die eine Auflösung bis zu 640 x 480 Pixel darstellen kann. Für einen Webchat mehr als ausreichend. Die entsprechende Software - iChat AV - wird natürlich gleich mitgeliefert. Darüber hinaus wird noch ein Programm namens "PhotoBoost" mitgeliefert - damit kann man kleine Fotos mit der eingebauten iSight schießen. Zur Software-Ausstattung sage ich weiter unten noch etwas.
Front Row ***********
Apple hat sich einen Namen als Anbieter von "Multimedia" im weitesten Sinne gemacht. Nichts liegt also näher, als dass ein Rechner von Apple "multimedial" ausgestattet ist. Stellt euch vor, ihr wollt zum Beispiel während einer Geburtstagsfeier die Bilder oder Videos des letzten Urlaubs vorführen. Dazu wird dann einfach das MacBook an den Fernseher angeschlossen (dazu benötigt man dann allerdings einen Adapter, der nicht im Lieferumfang enthalten ist - Kostenpunkt: ca. 20 €) und los geht's. Nun ja, einer müsste dann ja quasi am Boden vor dem Fernseher kauern und das Book bedienen ... nein, das geht einfacher. Denn Apple liefert eine kleine Fernbedienung samt Infrarot-Empfänger im MacBook mit, mit der das Ganze bequem vom Sessel aus erledigt werden kann. Mit dieser Fernbedienung können die Programme iTunes (Musikwiedergabe), iPhoto (digitale Fotos), iMovie (Videofilme) und DVD-Player (zur DVD-Wiedergabe) bedient werden. Sicherlich etwas, worauf man auch verzichten könnte - aber ein schönes "nice-to-have", wie ich finde.
Magnetisch *************
Eine weitere Innovation ist das so genannte "MagSafe"-Netzteil. Grundsätzlich kann man ja mit dem Akku (der hält unter Praxisbedingungen mit eingeschaltetem WLAN und mittlerer Bildschirmhelligkeit - die unter normalen Umständen auch vollkommen ausreicht - ca. 4,5 bis 5 Stunden; wenn man gaaaanz sparsam ist, theoretisch auch bis zu 6 Stunden) arbeiten, aber irgendwann ist auch der mal leer und muss aufgeladen werden. Das mitgelieferte Netzteil/Ladegerät wird dann nicht mehr mechanisch mit dem Notebook verbunden, sondern haftet magnetisch. Das hat den großen Vorteil, dass man, wenn man mal über das Kabel stolpert, nicht gleich das ganze Notebook mit zu Boden reißt (in Bezug auf mein iBook kann ich da ein Lied singen - das ist mir nämlich mehr als einmal passiert), denn sobald ruckartig am Kabel gezogen wird, löst sich selbiges sofort und unmittelbar von der Buchse und das MacBook bleibt unversehrt auf dem Tisch stehen. Übrigens: Falls es doch mal passieren sollte, dass man es im laufenden Betrieb fallen lässt oder vom Tisch reißt, dann ist die Festplatte mit einem speziellen Sensor ausgestattet, der auf solche ruckartigen Bewegungen reagiert und sofort die Schreib- und Leseköpfe von der Plattenoberfläche nimmt. Dadurch sind zerstörte Festplatten zwar nicht gänzlich ausgeschlossen, aber zumindest kann die Wahrscheinlichkeit ein wenig reduziert werden.
Trotz alledem sitzt die Verbindung zwischen Kabel und Rechner bombenfest.
Ein Trackpad mit "Scrollrad" ******************************
Was mir sehr gut gefällt (und was ich bisher noch gar nicht erwähnt habe), ist die "Doppelfunktion" des Trackpads: Benutzt man einen Finger, dann kann man damit die Maus bewegen. Benutzt man dagegen zwei Finger gleichzeitig (es ist wirklich egal, in welcher Position diese Finger sich zueinander befinden), dann wird die Maus nicht bewegt - statt dessen kann man dann in Dokumenten von oben nach unten bzw. von links nach rechts scrollen. Das ist extrem komfortabel, weil man nun nicht mehr so genau auf den Scrollbalken zielen muss. Im Prinzip wird durch diese Vorgehensweise ein Scrollrad simuliert. Man gewöhnt sich ziemlich schnell daran - ich möchte dieses Feature schon nicht mehr missen.
Überhaupt ist das Trackpad um einiges breiter als beim iBook - das könnte aber auch an dem insgesamt breiteren Bildschirm liegen (Wie oben schon erwähnt: Das Seitenverhältnis liegt hier bei 16:10, beim iBook mit 1024 x 768 Pixeln bei 4:3).
Keine "Classic-Umgebung" mehr ************************************
Zur Ausstattung allgemein ****************************
Neben den bereits erwähnten "Goodies" bringt das MacBook standardmäßig folgende Hardware-Ausstattung mit:
Bluetooth 2.0 integriert Airport Extreme (WLAN nach dem Standard IEEE 802.11g, bis zu 54 MBit/sec.) Gigabit- Ethernet (bis zu 1.000 MBit/sec bei entsprechenden Kabeln und Switches) Ein Mini-DVI-Ausgang für einen externen Monitor - will man einen zweiten Monitor anschließen, benötigt man noch einen Adapter von Mini-DVI auf DVI bzw. von Mini-DVI auf VGA. Diese sind als Zubehör für jeweils ca. 20 € erhältlich. Mit dem externen Monitor ist wahlweise ein "gespiegelter" (also gleicher Inhalt wie auf dem Display des MacBooks) oder ein "erweiterter" Desktop möglich. Beim erweiterten Desktop steht die Fläche des angeschlossenen Monitors zusätzlich als Arbeits- und Ablagefläche zur Verfügung. 1 FireWire-Schnittstelle 2 USB-2.0-Schnittstellen Audio In und Out (1/8 Zoll Klinkenstecker) - ein Mikrofon ist allerdings schon intern eingebaut. Anschluss für eine Diebstahlsicherung (Kensington oder ähnlich)
Software **********
Apple-Rechner werden grundsätzlich mit einem umfangreichen Softwarepaket ausgeliefert: Mail (für Emails), Safari (Webbrowser), iSync (zum Synchronisieren mit Handys, iPods oder über das Internet via ".mac", Adressbuch (für Adressen *g*), Automator (zum Erstellen von Apple-Scripts, das ist so was ähnliches wie "Batch-Dateien" unter Windows), diverse Konfigurationsprogramme für Netzwerk, Festplatten, Farbmessung, Sicherheit usw., ein paar Spiele und das "iLife 06"-Paket, bestehend aus iTunes (Musikwiedergabe), iPhoto (Verwaltung digitaler Bilder), iMovie HD (Filmschnitt in HD-Qualität), iDVD (DVD-Authoring), GarageBand (zum Erstellen eigener Musik oder Podcasts) und iWeb (zum Erstellen von Webseiten). Alle iLife-Programme sind untereinander verzahnt, das heißt ich kann zum Beispiel einen Video-Film, den ich mit iMovie HD schneide/erstelle oder eine Diashow, die ich mit iPhoto vorführe, mit Musik aus meiner iTunes-Musiksammlung unterlegen ... oder ich kann die Fotos und Filme per iDVD auf deine DVD kopieren oder per iWeb ins Internet stellen. Der Möglichkeiten gibt es da viele - sie alle aufzuzählen würde den Rahmen dieses Berichts bei weitem sprengen.
Universal oder Rosetta *************************
Die Architekturen der bisher verwendeten PowerPC-Prozessoren und der neuen Intel-Prozessoren unterscheiden sich erheblich. Hierauf jetzt spezifisch einzugehen, würde den Rahmen dieses Berichts bei weitem sprengen. Nur so viel sei gesagt: Ein Programm, welches für einen PowerPC-Prozessor entwickelt wurde, ist grundsätzlich zunächst mal nicht mit einem Intel-Prozessor lauffähig. Umgekehrt gilt das gleiche.
Das würde bedeuten, dass alle Programme, die bisher für den Mac entwickelt wurden, auf einmal wertlos sind, denn den Intel-Prozessoren gehört die Zukunft bei Apple-Rechnern.
Hier hat Apple "Rosetta" geschaffen (hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich die Bezeichnung "Rosetta" ziemlich blöd finde? Nein? Dann jetzt). "Rosetta" ist ein unsichtbarer Bestandteil des Betriebssystems und macht nichts anderes als den "PowerPC-Code" in "Intel-Code" zu übersetzen. Dies bedeutet, dass jedes Programm, welches für PowerPC entwickelt wurde, automatisch auch auf einem Intel-Mac läuft. Angeblich soll dies kleine Geschwindigkeits-Einbußen bringen - ich persönlich habe davon bisher jedoch noch nichts bemerkt.
Rosetta ist in meinen Augen jedoch extrem wichtig, denn wenn die Umsetzung von PowerPC auf Intel nicht funktionieren würde, wären zig-Tausende von Programmen plötzlich wertlos. Hier hat Apple also in Richtung "Investitionsschutz" für die Anwender gearbeitet.
In Zukunft werden die neuen Programmversionen größtenteils "universal" sein - das bedeutet, dass sie vom Code her sowohl auf Intel- als auch auf PowerPC-Macs lauffähig sein werden. Apple ist - natürlich - der Vorreiter in dieser Beziehung: Alle von Apple gelieferten Programme (zum Beispiel die iLife-Suite) sind komplett "universal".
Mac goes Windows *********************
Ein Mac mit Intel-Prozessor - da könnte man ja auf die Idee kommen, da auch mal ein Windows-Betriebssystem aufzuspielen (wie man auf so eine Idee kommen kann, ist mir persönlich nicht ganz klar - aber es soll ja solche Leute geben ;) ). Hierfür hat Apple "BootCamp" geschaffen. BootCamp ist ein kleines Programm, welches momentan als Beta-Version vorliegt und kostenlos bei Apple heruntergeladen werden kann. Es macht im Prinzip nichts anderes, als eine für Windows-Systeme geeignete (sprich: entsprechend formatierte) Partition zu erzeugen, die dann exclusiv für dieses Betriebssystem zur Verfügung steht (man kann also nicht von der MacOS-Umgebung auf diesen Teil der Festplatte zugreifen). Hier kann man dann eine beliebige Windows-Version installieren und beim Booten des Rechners dann jeweils entscheiden, ob man lieber mit MacOS X oder mit Windows arbeiten möchte. Beides parallel laufen zu lassen, ist mit BootCamp nicht möglich.
Ich kann zu diesem Thema allerdings keine praktischen Erfahrungen beisteuern, einfach aus dem Grund, weil ich es noch nicht ausprobiert habe und - ganz ehrlich - auch ziemlich wenig Lust verspüre, dies zu tun.
So viel sei aber gesagt (das ist jetzt Hörensagen - falls ich da falsche Informationen haben sollte, bitte ich um einen entsprechenden Kommentar): Wenn der Rechner unter Windows gebootet wurde, dann ist ausschließlich die für Windows reservierte Partition sicht- und nutzbar. Der Rest der Platte ist einfach "nicht vorhanden". Das bedeutet letztendlich aber auch, dass die Gefahr, sich ein Virus einzufangen, auf diese Windows-Partition beschränkt ist.
BootCamp ist momentan - wie schon gesagt - separat erhältlich. Im nächsten großen Betriebssystem-Update (MacOS X 10.5), welches für Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres erwartet wird, wird BootCamp ein integrierter Systembestandteil sein. Somit wird dann jeder Intel-Mac, der mit MacOS X 10.5 läuft, automatisch in der Lage sein, auch ein Windows-System zu booten.
Eine kompakte Zusammenfassung meiner Erfahrungen ************************************************************
Dieser Bericht handelt vom MacBook mit 1,83 GHz, also vom kleinsten Modell. Nachdem ich nun drei Jahre lang mit dem iBook G3/700 MHz gearbeitet habe, bedeutet der Umstieg auf dieses MacBook quasi einen Quantensprung für mich. Es ist nicht vergleichbar, alles ist besser, größer, schöner, schneller. Und zwar so was von ... :) Die Akkulaufzeit ist gigantisch, die Geschwindigkeit ebenso. Nur mal ein Beispiel aus der Praxis: Ich habe für bestimmte Zwecke ein Programm, welches plattformunabhängig mit "Java" programmiert wurde (dass die entsprechende Umgebung bereits ins Betriebssystem integriert ist, muss ich nicht extra erwähnen, oder?). Dieses Programm auf dem iBook G3/700 MHz zu starten, grenzt schon fast an Masochismus, denn es ist wirklich schnarchlangsam (was aber auch an der nicht gerade optimalen Integration der Java-Umgebung in das Betriebssystem liegen mag). Auf jeden Fall dauert es auf dem iBook ca. 2 Minuten, bis das Programm vollständig geöffnet ist - auf dem MacBook passiert das binnen handgestoppter 13 Sekunden.
Auch hier könnte ich unzählige Beispiele anführen - ich möchte daher einfach auf die Webseite von Apple verweisen, wo diverse Geschwindigkeitsvergleiche aufgeführt sind (http://www.apple.com/de/macbook.html) - ein MacBook mit 2 GHz ist in vielen Bereichen bis zu 5 oder 6 mal schneller als ein bis vor kurzem noch aktuelles iBook (also eines, das wesentlich schneller ist als meines).
Der Monitor ist einfach nur genial: brillante Farben, tolle Leuchtkraft, alles wird super-scharf dargestellt. Von der Größe her ist er zwar immer noch relativ klein (wenn man ihn mal mit den Größen der heute üblichen TFT-Monitore vergleicht - aber dafür ist das Notebook extrem kompakt und gut transportabel. Dies war mir sehr wichtig, denn ich habe mein Notebook sehr oft bei mir, wenn ich unterwegs bin - und ich habe keine Lust, da jedes Mal einen "Backstein" mitzuschleppen.
Die Speicherausstattung ist - Apple-typisch - knapp gehalten; hier kommt man an einer Speichererweiterung kaum vorbei. Ich habe allerdings auch zwei, drei Stunden mit der Grundausstattung gearbeitet, bevor ich die Speichererweiterung eingebaut habe. Zum einen weil ich neugierig war, wie sich das so anfühlt und zum zweiten, weil ich erst noch im Baumarkt einen passenden Schraubenzieher kaufen musste. :) Der Rechner lief flüssig - insofern könnte man evtl. auch auf eine Erweiterung verzichten. Wenn man allerdings aufwändigere Sachen machen will und nicht nur ein bisschen Mails schreiben und im Internet surfen möchte, dann wird der in der Grundausstattung verfügbare Speicher schon recht schnell knapp. Ich kann mir zum Beispiel kaum vorstellen, dass es viel Spaß bereitet, mit 512 MB RAM längere Videofilme im HD-Format zu bearbeiten.
Ein eigener Grafikspeicher wäre sicherlich sinnvoll gewesen - aber irgendwo muss man ja auch den doppelt so teuren Preis eines vom Prozessor her vergleichbaren MacBook pro rechtfertigen können. :) Im Prinzip ist es aber kein Problem, wenn die Grafik sich eines Teils des Hauptspeichers bedient - das einzige, was passieren kann, ist halt die Tatsache, dass ein bisschen weniger RAM-Speicher für das System und die laufenden Programme übrig bleibt.
Die Maimalausstattung an RAM-Speicher beträgt 2 GB (zwei Steckplätze für DDR2-S0DIMMS sind vorhanden, die jeweils mit bis zu 1 GB bestückt werden können). Es wird übrigens empfohlen, beide Steckplätze mit gleich großen Bausteinen zu bestücken, weil damit die Performance verbessert werden soll. Dass jeder der beiden Prozessorkerne, die im Intel Core Duo Prozessor enthalten sind, exklusiv auf jeweils einen Speicherslot zugreift, ist allerdings ein Gerücht und in den Bereich der Fabeln und Märchen zu verweisen. :)
Die Tastatur ist komplett neu und ist nun direkt ins Gehäuse integriert statt - wie bisher - "aufgesetzt". Das Gehäuse weist entsprechende Öffnungen für die Tasten auf, die dann aus diesen "Löchern" herausragen. Das Tastaturfeld ist etwas abgesenkt, sodass die Tasten bündig mit der Oberkante des Gehäuses abschließen. Die Tasten haben einen sehr guten Druckpunkt - es ist sehr angenehm, damit zu schreiben - zum Beispiel diesen Bericht hier. ;)
Highlights sind für mich sicherlich die eingebaute iSight-Webcam und das Trackpad mit der Scrollfunktion. Die Fernbedienung ist ein "nice to have", müsste aber nicht unbedingt sein. Wer allerdings des öfteren mal Vorträge hält und dabei per Beamer eine Präsentation vorführt, der kann mit dieser Fernbedienung auch das Programm "Keynote" (ein Apple-eigenes Präsentationsprogramm - ähnlich wie PowerPoint, nur besser) steuern. Ob das mit PowerPoint auch geht, weiß ich nicht.
Die Festplattengröße ist mit 60 GB für mich ausreichend - wer was größeres will, kann gegen Aufpreis auch eine größere Platte ordern. Bis zu 120 GB sind derzeit möglich.
Schlusswort und Fazit ************************
Die unverbindliche Preisempfehlung seitens Apple liegt bei IMHO sehr fairen 1.079 € - ich habe 1.049 € bei einem Händler dafür bezahlt. Bei mir kam noch eine Garantieverlängerung von einem auf drei Jahre hinzu (79 €) sowie zwei Speicherbausteine mit 1 GB zu jeweils 99 €.
Die unverbindliche Preisempfehlung für das mittlere MacBook (2,0 GHz, weißes Gehäuse, 60 GB Platte und DVD-Brenner - ansonsten identisch mit dem "kleinen") liegt bei 1.279 €, das große (2,0 GHz, schwarzes Gehäuse, 80 GB Platte - ansonsten identisch mit dem mittleren) schlägt mit 1.479 € zu Buche.
Ich bin vollauf zufrieden mit meinem neuen MacBook - ein paar Kleinigkeiten, die mich stören, habe ich im Bericht aufgeführt (kein eigener Grafikspeicher, magere RAM-Ausstattung im Auslieferzustand, keine Classic-Umgebung mehr) - diese bringen mich dazu, insgesamt einen Stern in meiner Bewertung abzuziehen.
Ich vergebe also 4 Sterne und - trotz allem - eine glasklare Kaufempfehlung.