Für den Alltag gedacht
17.06.2011
Pro:
Verarbeitung, Display, Gewicht, Akku
Kontra:
Es kann weder fliegen noch Kaffee kochen . . .
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
Akkulaufzeit
Kontraste
Festplatten-Kapazität
Bedienung/Ergonomie
Software-Ausstattung
mehr
 Zikade
Über sich:
Um es mal mit der Frau zu sagen, die bei der Sendung "Wat Is?" gerne im Trailer (oder Vors...
Mitglied seit:14.12.1999
Erfahrungsberichte:40
Vertrauende:2
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Vorab muss ich zugeben: dies ist mein drittes Notebook von Apple, daher kann es sein, dass ich ein wenig voreingenommen bin. _________ Nach langen Jahren habe ich mich im April entschieden, mein etwas älteres MacBook wieder unters Volk zu mischen und mir ein neues zu holen. Immerhin hat es Apple tatsächlich fertig gebracht die einst übermäßig teuren Pro-Modelle nur geringfügig teurer zu gestalten als die Standard-Modell, hier sind es 150 € mehr. In Hardware gegossen bedeutet dies: ein i5-Prozesser anstelle des älteren Core2-Modells, welcher einfach erheblich mehr Leistung anbietet, die Thunderbolt-Schnittstelle, welche zumindest technisch großartiges verspricht - mit dem Wermutstropfen, dass es ein wenig an Peripherie hapert. Dazu kommt meine ganz private Befürchtung, dass ich die Schnittstelle bis auf weiteres nicht nutzen werde, aber das nur am Rande.
Das grafische Herz des MacBook Pro ist der Intel HD 3000 Grafikkern des Prozessors, welcher - genau wie beim MacBook - sich einen Teil des Hauptspeichers abzwackt. Subjektiv ist das im Bereich "ordentlich bis gut" anzusiedeln und laut diversen Tests scheint der Grafikkern tatsächlich dem im Vorgängermodell verbauten Nvidia 320m ein wenig überlegen zu sein. Die Wiedergabe von HD-Video auf einem angeschlossenen Monitor bringt das Gerät jedenfalls nicht ins schwitzen - es sei denn es handelt sich um Flash. Die Differenzen zwischen Adobe und Apple sind wohl hinreichend durch alle Medien gezogen worden - Fakt jedoch bleibt, dass ein h.264-Film im Flash-Container den Lüfter des MacBook Pro hübsch zum singen bringt, wogegen der selbe Film im Quicktime-Container das MacBook Pro im wahrsten Sinne des Wortes 'kalt' lässt. Die Akkuleistung ist in jedem Fall hervorragend, diesen Bericht schreibe ich nachdem ich heute schon etwas mehr als drei Stunden an dem Gerät gearbeitet habe und laut Akkuanzeige verbleiben noch etwa drei Stunden und fünfzig Minuten. Insgesamt werden es wohl tatsächlich um die sieben Stunden werden. ______ Nachbemerkung: Am Ende waren es dann 7 Stunden und 30 Minuten...
Die Tastatur ist sehr gut und lässt sich bei Dunkelheit beleuchten, wobei dies sowohl automatisch geregelt werden kann oder bei Bedarf auch manuell. Gleiches gilt für das wirklich exzellente Display. Mir persönlich wär's ja wurscht welche Art der Hintergrundbeleuchtung eingesetzt wird, aber im Vergleich zu meinem alten MacBook und dank der ebenfalls hier eingesetzten Beleuchtungsautomatik kann ich nun tatsächlich draußen im Garten bei Sonnenschein was sehen. Das Gehäuse ist aus Aluminium und bleibt selbst bei maximaler Prozessor- und Grafiklast angenehm kühl temperiert. Zugleich ist die Festigkeit deutlich höher - nichts biegt sich, ich kann das Ding sogar nur am Displaydeckel anfassen und umhertragen ohne das irgendetwas auch nur den Anschein von Nachgiebigkeit erweckt - nicht, dass ich ein solches Vorgehen empfehlen würde.
Ein kleiner Wermutstropfen ist dennoch vorhanden: der Lüfter läuft. Zwar beinahe unhörbar aber eben nicht ganz. Andererseits: sobald jemand nicht - wie ich - in einem dreihundert Seelendorf lebt, in dem das lauteste Geräusch die Spatzen im Garten sind sondern - zum Beispiel - in einer Stadt oder auch nur an einer Straße in der pro Tag mehr als 30 Autos durchfahren, dann wird für diesen der Lüfter ganz sicher unhörbar sein. Wo wir gerade beim hören sind: die integrierten Lautsprecher sind ganz ok, für die größe und das Volumen würd' ich sogar sagen gut. Der Preis... Nun ja, als alter Apple-Nutzer scheint der mir recht angemessen. Der gewissenhafte Leser von Media-Markt-Prospekten ist dort sicherlich anderer Ansicht und wenn ich nur auf den Preis als alleiniges Kriterium schaue wäre ich gezwungen dieser Ansicht zuzustimmen. Dennoch sollte vielleicht auch nicht ungesagt bleiben, dass dieses Gerät exzellent verarbeitet ist und eine ansehnliche Leistung bietet bei guter Akkulaufzeit. Und, nicht zuletzt, ein absurd hohen Wiederverkaufswert. Besagtes MacBook habe ich im fröhlichen Alter von 42 Monaten für über dreihundert Euro verkauft. Notebooks in ähnlicher Preisklasse (die besseren HP Modelle zum Beispiel) verlieren deutlich mehr an Wert.
Für Schnittstellen-Freaks - deren Notebooks dann auch eher einem Teller Spaghetti gleichen - ist das MacBook Pro nichts. Zwei USB, eine kombinierte Mini-DisplayPort/Thunderbolt Schnittstelle (kompatibel zu den bisherigen Mini-Displayport Schnittstellen), ein kombinierter analog/digital Audio-Ein-/Ausgang, FireWire800, Gigabit Ethernet und ein SD-Kartensteckplatz. Das war's. Ach ja, der Mini-Displayport kann - über Adapter - auch als HDMI (inkl. Audio, mal was ganz neues bei Apple), DVI (Single- und Dual-Link) und analog VGA Ausgang genutzt werden. Ebenfalls wieder mit an Bord der MagSafe genannte Stromanschluss, ein irrsinnig simples Design welches die Gefahr, das Notebook anhand des Stromkabels vom Tisch zu fegen, beinahe vollständig eliminiert. Mir jedenfalls hat es des öfteren das Gerät gerettet und das 'beinahe' ist auch nur jenen Experten geschuldet die es fertig bringen Wasser anbrennen zu lassen. Und zu guter letzt ist auch noch eine HD-fähige Kamera auf dem Display montiert, ein DVD Brenner integriert (liest und schreibt so ziemlich alles was nicht bei drei auf dem Baum ist und CD oder DVD heißt).
Dies beiliegende Software ist bereits installiert und besteht im Grunde aus dem Betriebssystem und den üblichen "iLife"-Programmen: iMovie, iPhoto, Garageband. Beim Auspacken fällt erstaunlich wenig Müll an, das meiste zudem auch noch aus Papier bzw. Pappe. Noch erstaunlicher ist die Tatsache, dass sich alle Teile des Packungsinhalts auch sofort wieder so verstauen lassen wie sie ursprünglich mal angeordnet waren - was sich wegen eines späteren Verkaufs auch anbietet. Einschalten, läuft - keine fünf Minuten nach dem ersten Einschalten ist alles erledigt. Hier manifestiert sich deutlich der Unterschied zwischen Apple und anderen Herstellern, denn Apple produziert Hard- und Software, was das Aufspielen eines Betriebssystems tatsächlich zum Kinderspiel werden lässt. Fazit: vom Preis/Leistungsverhältnis ist das MacBook Pro - vielleicht neben den Air-Modellen - das derzeit beste Angebot. Und sobald ich von Apple Prozente bekomme schreib ich hier auch noch den Imperativ hin...
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16.02.2012 20:53
wir haben von der Uni das oben genannte MacBook für 250€ bekommen. Ein Preis der sich definitv lohnt. Lüfter hört man relativ selten. Nur die Umstellung von Windows auf Apple ist gewöhnungsbedürftig, zumal bei Apple eben viele Tasten wie Entf fehlen...
20.10.2011 16:50
Apple ist mir einfach zu teuer
26.07.2011 20:55
läuft der Lüfter eigentlich die ganze Zeit, bzw. hört man den die ganze Zeit? Ich bin da etwas empfindlich was das angeht und hab nun schon völlig unterschiedliche Meinungen zu dem Thema gehört...