Erfahrungsbericht über

Apple MacBook Pro 39.1 cm ( 15.4" ) - Core i5 - MacOS X 10.6 - 4 GB RAM - 320 GB HDD

Gesamtbewertung (3): Gesamtbewertung Apple MacBook Pro 39.1 cm ( 15.4" ) - Core i5 - MacOS X 10.6 - 4 GB RAM - 320 GB HDD

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Das neue MacBook Pro i5 2.4 GHz - 15.4'' TFT

5  22.10.2010

Pro:
Edles Aluminium - Gehäuse, gute Verarbeitung, tolles Betriebssystem

Kontra:
Preis, einjährige Garantie, Wärmeentwicklung unter Volllast

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

Akkulaufzeit

Kontraste

Festplatten-Kapazität

Bedienung/Ergonomie

Software-Ausstattung

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Armon4D

Über sich:

Mitglied seit:22.10.2010

Erfahrungsberichte:3

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 23 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hintergrund

Seit Juli 2010 bin ich endlich glücklicher und zufriedener Besitzer eines neuen MacBook Pro der achten Generation. Genauer gesagt, der Ausführung mit 15,4" TFT Display, Core i5 2,4GHz CPU, 4GB RAM, 320 GB Festplatte und GeForce GT330M Grafikkarte. Ich habe mich für das günstigste 15.4''-Modell entschieden, da alle drei verfügbaren 15.4''-Modelle schnell sind und ich die Festplatte später eh durch eine SSD ersetzen wollte. Zudem ist der Preisunterschied schon gewaltig, die Unterschiede der Ausstattung hingegen nicht.
Die Jahre zuvor besaß ich ein gewöhnliches 15.4'' Windows-Notebook (um das Kind beim Namen zu nennen, es handelte sich um ein FSC Amilo A1650G) mit Windows XP Home Edition und diversen Linux-Distributionen, mit dem ich durchaus zufrieden war und das über viele Jahre hinweg mein treuer Begleiter war. Doch die Anforderungen stiegen, ich benötigte definitiv mehr Festplattenspeicher, mehr Rechenleistung, etwas Zeitgemäßes, und vor allem, war ich auf Mac OS X versessen, welches ich bis dahin nur vom Hörensagen und aus Computerzeitschriften kannte. Ich wollte demnach beides, sowohl das sehr edle MacBook Pro als auch das von vielen gelobte Mac OS X. Zudem wollte ich für und auf Mac OS X programmieren und die iPhone-SDK ausprobieren.
Jetzt war der Tag der Neuanschaffung gekommen und ich musste mein großes Sparschwein aufbrechen (was ich aber nicht wirklich bereue).

Warum also ein MacBook Pro und warum Mac OS X? Es GIBT in der Tat günstigere, viel günstigere Windows-Modelle auf dem Markt mit ungefähr derselben Hardware, teils besserer Hardware-Austtatung, teils schlechterer. Wer also wenig investieren und das Beste für möglichst wenig Geld bekommen möchte, sollte erst gar nicht daran denken, sich für ein Notebook vom Hersteller Apple zu entscheiden. Macs sind teuer! Dafür aber "gut" und einzigartig, und man besitzt nebenbei noch ein Mac OS X.
Lieferumfang

  • MacBook Pro (Aluminium-Unibody)
  • kleines, schwarzes Reinigungstuch
  • 85W MagSafe Power Adapter (Netzteil)
  • Zusätzlicher Netzstecker zum Aufstecken auf das Netzteil
  • Netzkabel
  • 2 Installations-DVDs (Mac OS X plus Bootcamp und weitere Anwendungen, darunter Xcode)
  • kleines Handbuch in gedruckter Form
  • 2 Apple-Aufkleber (kennt man schon von anderen Apple-Produkten)

Der kleine, weiße Verpackungskoffer ist wirklich gelungen und lässt bereits auf wertvolle und teure Ware schließen (also keine billige Pizzaschachtel o. Ä.). Schon fast zu schade, weggeworfen zu werden. Ich habe ihn verschenkt mit der Bemerkung, man könne vorgeben, ein MacBook Pro zu besitzen.
Hardware

Zugegeben, das Unibody-Gehäuse des MBP ist einzigartig und ich kenne wirklich kein Notebook eines anderen Herstellers, das mit dem Design und der Schönheit und der Eleganz des MBP nur annähernd mithalten kann. Wer großen Wert auf Ästhetik legt, ist bei Apple an der richtigen Stelle. Beim MBP stimmt zumindest rein äußerlich einfach alles. Das Design ist meiner Meinung nach perfekt, sowohl als Ganzes als auch im Detail. Das Gehäuse ist, wie es sich aus den Herstellerangaben entnehmen lässt, komplett aus Aluminium gefertigt und damit sehr edel und stabil, was ich nur bestätigen kann. Die Verarbeitung ist, soweit ich das beurteilen kann, exzellent. Die Tastatur ist für meinen Geschmack ein wenig zu weich, doch nichtsdestotrotz lässt sich damit angenehm, schnell und flüssig schreiben. Allerdings ist ein gutes Gedächtnis Voraussetzung, möchte man unter Windows oder Linux, aber auch unter Mac OS X selbst, Zeichen verwenden, die auf jeder gewöhnlichen PC-Tastatur vorhanden sind, bei Apple aber fehlen. Zum Beispiel sucht man vergebens eckige und geschweifte Klammern, den Backslash, Pause und vor allem Entf (schade). Wer programmiert oder beispielsweise LaTeX-Scripte verfassen möchte, muss erst die entsprechenden Tastenkürzel auswendig lernen, die zudem bei unterschiedlichen Betriebssystemen variieren. Das geht schließlich zulasten der Produktivität, aber man kann damit leben. Eine externe Tastatur, sofern ein freier USB-Slot noch verfügbar ist (was oft nicht der Fall sein dürfte), kann aber jederzeit angeschlossen werden. Die Tastatur des MBP ist beleuchtet und die Helligkeit lässt sich über Tastaturtasten regulieren (auch unter Windows mit den entsprechenden Bootcamp-Tools, sofern installiert).
Das Touchpad ist einfach genial und schön groß. Eine zusätzliche Maus nutze ich unter Mac OS X nicht, unter Windows meistens schon. Linux kommt mit dem Touchpad nicht richtig klar, dort sollte man ebenfalls im wahrsten Sinne des Wortes zur Maus greifen.
Anschlüsse gibt es wirklich nicht viele, das ist ein allseits bekanntes Faktum bei MacBooks. Die spezifischen Produktinformationen geben genaue Auskunft demjenigen, der Details wissen möchte. Man sollte sich demnach sehr genau überlegen, worauf man später angewiesen sein wird, was man benötigen könnte und was für einen überflüssig ist.
Man sollte nicht von etwas im Nachhinein enttäuscht sein, was in den Produktinformationen genau beschrieben ist und worüber man sich eigentlich im Klaren sein müsste, wendet man schon so viel Geld auf. Enttäuscht sollte man nur von dem sein, was den Angaben des Herstellers widerspricht und worauf man unmöglich vorbereitet sein kann. Letzteres trifft beim MBP aber keineswegs zu. Alle Versprechen werden erfüllt. Zu den einzelnen Hardware-Komponenten muss eigentlich nichts gesagt werden, da sie alle bekannt sind. Das MBP arbeitet schnell und zuverlässig. Auch OpenGL liefert bei allen Betriebssystemen ordentliche Ergebnisse. Google Earth und ähnliche Anwendungen laufen z.B. unter Mac OS X und Linux absolut flüssig und schnell. Ich war erst erstaunt, da meine Vorgänger-Grafikkarte (Grafikchip, genauer gesagt) in Sachen OpenGL nichts zu bieten hatte.
Der einzige und große Nachteil ist die Wärmeentwicklung, insbesondere die der CPU. Dass MBPs, die schließlich ein Aluminium-Gehäuse besitzen, schnell zur Herdplatte werden, ist allseits bekannt. Ich kann es nur bestätigen. Die CPU ist vor allem auf leises Arbeiten ausgelegt (das beherrscht sie dafür aber!) und kühlt erst, wenn es fünf vor zwölf ist, und zudem sehr bescheiden. Schreibt man lediglich Texte oder surft ein wenig im Internet, liegt die Temperatur zwischen 40 °C und 50 °C. Beim Kompilieren einer großen Bibliothek (118 große Übersetzungseinheiten), stieg mir die Temperatur einmal auf 105 °C an. Das geschah unter Linux, ich konnte dort die CPU zum Glück auf 1.2 GHz herunter skalieren, daraufhin sank die Temperatur auf einen Wert zwischen 60 °C und 70 °C. Normalerweise bleibt aber die Temperatur unter der 100 °C-Marke. Der Totpunkt ist laut Intel 105 °C.
Ein Gamer-Notebook ist MBP gewiss nicht. Weder Grafikleistung noch Kühlung sind für anspruchsvolle Spiele vorgesehen. Zum Spielen greift man besser nach einer Windows-Alternative, zumal dort Leistung billiger zu haben ist.
Dafür aber arbeitet das MBP äußerst leise, was ich sehr schätze und mir von Anfang an sehr wichtig war. Das einzige, was man ab und zu hört, ist die Festplatte, wobei diese dennoch deutlich leiser ist als die einiger Billig-Notebooks. Wer darüber nachdenkt, später einmal auf eine SSD umzusteigen, wird sein MBP zum absoluten Schweigen bringen können.
Die Akku-Laufzeit beträgt, wenn man das MBP für einfache Aufgaben nutzt, 5-6 Stunden, manchmal sind es nur 4, wenn es oft genug rechnen muss. Die Hersteller-Angaben beziehen sich auf absolut ideale Bedingungen, die man selbst nie einhalten wird. Klar, die 7-8 Stunden sind möglich, aber nicht üblich. Der Akku ist, wer hätte es gedacht, eingebaut und nicht herausnehmbar. An der Seite befindet sich eine kleine Status-Anzeige, die bei Knopfdruck oder beim Ausschalten des Gerätes kurz aufleuchtet.
Der Sound ist spitze. Einziges Problem: Mac OS X stellt selbstständig die Lautstärke irgendwie und irgendwann nach mir unbekannten Prinzipien auf mittlere Stufe, was beim Aufsetzen der Kopfhörer derart laut ist, dass man fast schon Hörschäden bekommen kann, passt man einmal nicht auf. Also hierauf ein wenig Acht geben; immer vor Aufsetzen der Kopfhörer kurz die Lautstärke-Regulierung antippen und nachschauen. Vielleicht ist das alles auch nur eine Frage der System-Einstellungen, ich weiß es nicht.
Das Display ist recht gut und besitzt eine Auflösung von 1440x900 Bildpunkten.

Software

Das neue, bereits vorinstallierte Mac OS X Snow Leopard überzeugt und hält, was es verspricht. Das System ist stabil, schön, interessant und sehr ausgeklügelt. Ich bin im Großen und Ganzen damit zufrieden. Es sind zahlreiche nützliche Programme mit dabei, die man allerdings teilweise erst von DVD nachinstallieren muss. Die große Schwäche von Mac OS X ist allerdings meiner Erfahrung nach die "Dateiverwaltung" bzw. der Dateisystem-Einsatz/Umgang.
(1) HFS+ ist nicht wirklich das Wahre.
(2) Der Finder auch nicht. Ärgerlich, dass seine Einstellungen für jeden Ordner in unsichtbaren Dateien abgelegt werden, die aber Windows durchaus zu Gesicht bekommt. Somit ist jede Datensammlung stets mit diversen Mac OS X-Dateien zugemüllt. Linux und Mac OS X könnten eine gemeinsame Daten-Partition durchaus nutzen, zumal Linux HFS+ ohne Journal seit langem schon unterstützt und die Finder-Einstellungen nicht wahrnimmt (die Dateien mit einem Punkt beginnend als unsichtbar interpretiert).
Windows und Mac OS X sollte man aber getrennt halten. Windows kann dank Bootcamp auf die Mac OS X-Partition lesend zugreifen.
Ich habe momentan Mac OS X 1.6.4, Windows 7 (64-bit) und eine Daten-Partition (NTFS) auf der Platte. Das Partitions-Schema ist ein GPT/MBR-Hybrid. Windows 7 läuft auf dem MBP tadellos und deutlich schneller als Windows XP. Wirklich produktiv arbeiten kann ich mit Mac OS X allerdings nicht, dazu nutze ich nach wie vor Windows.

Negativ ist die nur einjährige Garantie, die Apple für dieses Produkt vergibt. Schade, bei einem so teuren Produkt wären mindestens zwei Jahre wünschenswert gewesen.

Fazit

Das MBP ist vergleichbar mit einem sehr teuren Sportwagen. Niemand braucht ihn wirklich. Jeder wünscht sich aber einen oder würde gerne einen solchen Wagen fahren. Die wenigsten aber können sich einen solchen Wagen tatsächlich leisten, deshalb bleibt er etwas Besonderes und ist ein Blickfang und soll auch nicht von jedem gefahren werden. Wer ihn einmal besitzt, wird ihn nie wieder hergeben und auf etwas der unteren Klasse umsteigen wollen.
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
E-pro

E-pro

24.10.2010 08:36

Nach meiner Meinung soll man auf Macs gar nicht produktiv arbeiten, sondern sich berieseln lassen. Trotzdem ist dieser Kommentar auf einem MacBook geschrieben: Diese eckige Klammer [ erzeugt man mit Alt+5, diese ] mit Alt+6. Das ist nach meiner Meinung nicht anders als auf einem weniger einzigartigen Windows-Rechner, z.B. Dell Vostro V13; Entfernen wird auf Apple-Systemen mit Fn+Rückschritttaste erzeugt. Und unter Unix-Systemen beginnen nach meinen Erfahrungen immer alle versteckten Dateien, was es auch unter Windows gibt, z.B. die Thumbs.db, mit einem Punkt vorm Dateinamen.

Queen500

Queen500

23.10.2010 13:49

guter Einstand! LG Michael

eddiotos

eddiotos

23.10.2010 12:50

schließe mich "summertime 1981" an; aber für mich ist und bleibt Windows (7) das non-plus-ultra und ich habe mit meinem Notebook (ein Toshiba U400) ebenfalls ein schickes Gerät. Und wie du selbst sagst, sind Apple-Geräte (über-)teuer(t). Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich sowieso streiten. Mfg eddiotos ;-)

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