Über sich:Der frisch renovierte BUCHWURM ist umgezogen: buchwurm.org
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Was die heute nicht mehr wegzudenkenden Nagetiere an Computern angeht, ist Apple/Macintosh der Vorreiter - sie waren damals (zusammen mit Commodore Business Machines, bekannt für den C64 und den Amiga) die Ersten, die diese Art der Steuerung für (Heim-)Computer auf breiter Front einführten. Lange noch bevor das Gates'sche Imperium mit seinem Windows antrat die PC-Welt zu erobern. Inzwischen ist viel Wasser den Nil hinunter geflossen und die Dinger werden immer ausgefeilter - Kugeln wie früher sind längst passé. Laserabtastung hingegen ist en vogue. Wireless sowieso. Auch Apple selbst, mit seiner legendären Benutzer- wie Innovationsfreundlichkeit, kommt derzeit (wieder) mehr in Mode.
Das pharaonische MacBook verfügt zwar über ein hervorragend funktionierendes Touchpad, dennoch ist der Komfort einer Maus damit kaum kaum zu toppen. Auch und gerade was die filigrane Arbeit mit Grafikprogrammen angeht, ist der opto-mechanisch-digitale Nager nicht zu ersetzen. Wahlweise hat die Apple Mighty-Mouse auf Wunsch kein Schwänzchen und kostet dann um die 70 Euro (USB-Version: ab ca. 40 Euro). Für die Connectivity kommt dann auch nicht irgendein dahergelaufenes Funksignal, sondern Bluetooth, infrage. Ein Dongle ist bei meinem MacBook Core2 übrigens unnötig - BT ist hier bereits serienmäßig an Bord. Zur Höchstform läuft die Mighty ab MacOS 10.4.6 (und darüber) auf.
Das Design des nicht mehr ganz taufrischen Modells ist typisch und seit Einführung des iMac vor ein paar Jahren, schon so etwas wie ein Markenzeichen Apples: Knubbelig, runde Form und hochglänzendes, transluzent-weißes Kunststoff-Finish. Einem Stück Seife nicht unähnlich. Doch was ist das? Keine Tasten?! Doch, aber die sind pfiffigerweise verborgen. Halt! Nicht ganz: Seitlich sind zwei ziemlich unscheinbare Felder, die man schnell übersieht. Die beiden gleichzeitigc(für gewöhnlich mit Daumen und Mittelfinger) eingedrückt, erfüllen in der Standardeinstellung die Exposé-Funktion. Das kann aber nach Gutdünken individuell umgestrickt werden: Markieren, beliebige Funktion oder App aufrufen etc.
Ap(p)ropos Form: Da die ovale Maus vollkommen symetrisch ist, kann sie ohne Einschränkungen von Links- wie Rechtshändern verwendet werden. Die Umschaltung, etwa Tasten-Umkehr oder auch anderer Funktionen (Empfindlichkeit, Ansprechverhalten etc.) werden über die Systemsteuerung des MacOS vorgenommen. Obwohl ein Mac traditionell mit nur einer Taste auskommt, ist die Maus auch in der Lage zwischen Links- und Rechtsklick zu unterscheiden. Ein Zugeständnis, dass nicht alles aus dem Windoof-Lager zwingend schlecht sein muss. Das muss man dem OS aber erst mitteilen. Standardeinstellung ist der äppelsche One-Click.
Es werkelt hier solide Technik. Sei es beim hochauflösenden, optischen Sensor bis hin zu sensiblen Microschaltern für die (unterschiedlichen) Klick-Funktion(en). Oder die kleine, griffige, trackballartige Scrollkugel. Die ist schlichtweg klasse. Damit lassen sich Fensterinhalte feinfühlig und intuitiv mit sanfter Bewegung der Fingerkuppe in alle Richtungen verschieben, nicht nur - wie bei einem einfachen, grobschlächtigen Scrollrad - entweder nur hoch/runter oder rechts/links. Diagonale bzw. 45°-Scrolls, stufenlos-freies 360° Drehen, z.B. von Bildern in diversen Programmen (u.a Adobe Photoshop) - Wer das einmal verwendet hat, will eigentlich nichts anderes mehr. Die Maus unterscheidet dabei auch zwischen unterschiedlichen Bewegungsraten bzw. Sensibilitätsstufen.
Das Laserauge wird bei Nichtgebrauch vom Ein-/Ausschalter geschützt, welcher sich wie ein Deckel über die Linse schiebt, wenn man den Nager deaktiviert. Die Stromversorgung übernehmen übrigens zwei absolut handelsübliche 1,5 Volt Batterien vom Typ AAA ("Micro"-Zellen). Der Clou: Die Mighty funktioniert auch mit nur einer Batterie - zwei erhöhen lediglich die Laufzeit. Damit ist der Nager dann für ein halbes Jahr gut im Futter - bei beinahe täglicher und intensiver Nutzung - bis sie ausgetauscht werden müssen. Das ist natürlich nur ein Richtwert und eben sehr stark vom Nutzerprofil wie selbstverständlich auch der Qualität der verwendeten Batterien abhängig.
Fazit Das Design mag vielleicht nicht jedermanns Sache sein sowie die weiße Hochglanzoberfläche im harten (Mobil-)Dauereinsatz gegebenfalls leiden. Stichwort: Kratzeranfälligkeit. Funktionell gesehen, ist diese Maus ein hervorragendes, weil feinfühliges wie präzises, Werkzeug, mit dem selbst das ansonsten doch knifflige Freihand-Zeichnen in Grafikprogrammen zum Vergnügen wird. Auch wenn die Mighty nicht die Neuste ist und dadurch bei manchen Funktionen durch die hauseigene Konkurrenz inzwischen überflügelt wird: Mehr Maus braucht eigentlich kein Mensch... äh Mac. Übrigens gibt es (zumindest für die USB-Variante) sogar Treiber für Windoze ...
11.04.2011 21:44
BH, Deine Maus :-D
11.04.2011 11:37
... bh und LG Margret
10.04.2011 11:37
Ich kenne "Mighty Mo" Mighty Mouse wäre mir eher unbekannt