Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Kult, lecker, ausgefallen, verschiedene Varianten |
| Kontra: |
relative lange Zubereitungszeit, Kalorien |
Nachdem ich ja vor kurzem in Amerika war und derzeit meine Verwandten von drüben zu Besuch sind, werde ich eure Gaumen heute mit einem Original amerikanischen Apple-Pie-Rezept verwöhnen…
Vorwort
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Ein amerikanischer Apple Pie (Apfelkuchen) besteht aus einer Art Schüssel aus Teig (auch Kruste genannt), die mit Apfelmasse gefüllt und mit einer weiteren Teigplatte bedeckt ist. Der Teig selbst enthält keinen Zucker, nur die Fülle.
Die Rezeptzutaten werde ich in Cups angeben, das lässt sich mit Tassen am Besten übersetzen. Und das darum, weil es in Amerika so üblich ist. Hier nimmt man einen Cup als Messgröße für alles, was so reingehört. Ein Cup ist ca. ¼ Liter, also eine Kaffeetasse oder ein Glas. Weiters kann man Cup-Messbecher im Fachhandel kaufen.
Gut ist der Pie für jeden Anlass, ob zum Kaffee oder für ein Fest, denn er schmeckt gut und ist nicht zu sättigend. Außerdem hält er sich lange. Man kann auch eine andere Füllung hinein geben, aber dazu komme ich später noch.
Die Form
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Zum Backen benötigt ihr eine Kuchenform, die aussieht wie ein Suppenteller. Sie sollte ca. 3 - 5 cm tief sein und die Seiten sollten schräg nach außen gehen (ich werde ein Foto anhängen, falls ich eines finde). Als Durchmesser würde ich so 25 - 35 cm als ideal ansehen, aber man kann natürlich auch größere Formen nehmen, dann muss man die Masse entsprechen anpassen.
Am Besten nehmt ihr eine Form aus Glas, mit der habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Und hier kommt schon ein Nachteil des Pies: meist muss man die Form dafür erst extra kaufen, denn kaum einer hat so eine zu Hause.
Zutaten
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Ihr braucht für den Teig:
3 ½ Cups Mehl (glatt)
1 ½ Cups Margarine (oder Butter)
1 Teelöffel Salz
weiters
1 ganzes Ei
6 Esslöffel kaltes Wasser
1 Esslöffel Essig (Tafelessig, keinen Rotweinessig oder ähnliches)
Für die Fülle:
ca. 5 mittelgroße Äpfel, knackige und saure Sorten wie Granny Smith
2 Esslöffel Mehl
¼ bis ¾ Cup Kristallzucker
etwas Zimt
etwas Butter
Je nachdem, wie groß eure Form ist, reicht diese Masse für 1 bis 2 Pies. Ihr müsst das einfach ausprobieren, wie das bei eurer Form aussieht, und die Zutaten dementsprechend variieren.
Vorbereitungen
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Zuerst richtet ihr mal die Form zum Backen her. Die braucht man übrigens nicht einfetten, das geht auch so, denn im Teig ist genug Fett enthalten. Weiters braucht ihr ein doppeltes Blatt Backpapier und ein Nudelholz.
Dann nehmt ihr euch eine größere Rührschüssel und eine Tasse zum Messen der Cupangaben. Weiters werdet ihr noch eine extra Tasse zum Anrühren der Wasser-Essig-Sache benötigen. Ein Esslöffel und ein Teelöffel werden auch gebraucht, sowie zwei Messer (die man als Essbesteck hat) und eine Gabel.
Und jetzt los…
Zubereitung des Teigs
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Als erstes nehmt ihr die 3 ½ Cups Mehl und tut sie in die Rührschüssel, dazu die Margarine, einfach so, wie sie aus dem Kühlschrank rauskommt. Ihr könnt sie schon ein bissl klein schneiden, das ist hilfreich für nachher. Darüber kommt noch ein Teelöffel Salz.
Dann kommen die beiden Messer zum Einsatz. Nehmt sie parallel in eine Hand und "knetet" bzw. schneidet damit die Butter und das Mehl, so dass die beiden Dinge vermisst werden. Man könnte es auch mit der Hand abbröseln, aber da ist die Gefahr groß, dass der Teig zu warm wird. Macht das so lange, bis nur mehr erbsengroße Stücke zu sehen sind (und die sollen auch da drin bleiben).
In einer Tasse rührt ihr 6 Esslöffel kaltes Wasser, einen Esslöffel Essig sowie ein ganzes Ei zusammen. Mit einer Gabel verquirlen, bis sich das Ei mit der Flüssigkeit verbunden hat. Dann schüttet ihr diese Masse in den vorhin gemesserten Teig rein, und beginnt, die Zutaten vorsichtig zu vermischen, am besten mit den Händen. Ich sage hier absichtlich nicht kneten, weil man das nicht tun soll. Ihr sollt vorsichtig versuchen, aus der Masse einen einheitlichen Teig zu machen. Am einfachsten wird es sein, wenn ihr das Ding raus aus der Schüssel auf den Tisch tut, und es dann vorsichtig bearbeitet. Unter Umständen könnte noch etwas Wasser nötig sein, aber nehmt immer nur ein paar Tropfen, denn der Teig soll relativ mürbe bleiben.
Habt ihr das geschafft, so wickelt den Teig in Klarsichtfolie ein und legt ihn für eine halbe Stunde in den Kühlschrank - inzwischen können die Äpfel vorbereitet werden…
Zubereitung der Fülle
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Damit die Äpfel nicht braun werden, solltet ihr zuerst den Teig machen. Liegt der gut verstaut im Kühlschrank, so wascht und schält die Äpfel und schneidet sie in mundgerechte Stücke. Diese müssen nicht wunderschöne Würfel sein, sondern einfach von außen runter schneiden.
Anschließend mischt ihr ¼ bis ¾ Tasse Zucker (das kommt darauf an, wie sauer die Äpfel sind - je saurer desto mehr Zucker) mit 1 bis 2 Esslöffel Mehl zusammen. Dazu noch etwas Zimt, wie es euch gefällt. Hier könnte man die Füllung auch noch ein bisschen verfeinern, indem man zB Rosinen oder Nüsse hinzu gibt. Übrigens - das Mehl ist dazu da, damit sich aus den Äpfeln eine saftige Sauce bildet - schmeckt wirklich lecker.
Damit das aber auch wirklich passiert, müsst ihr die Zucker-Mehl-Mischung natürlich noch über die geschnittenen Äpfel tun und gut vermischen. Wenn ihr diese Sache ein bisschen stehen lasst (ca. 5 Minuten), verbinden sich die Zutaten noch besser.
Jetzt aber dann mal rein in den Ofen…
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Ist der Teig genügend gekühlt, so nehmt ca. die Hälfte davon und tut ihn zwischen das Backpapier, also so, dass der Teig oben und unten mit Backpapier bedeckt ist. Dann müsst ihr ihn mit dem Nudelholz auswalken, aber bitte aufpassen, dass er einigermaßen rund wird. Der erste Teil wird natürlich der Boden, also muss er die Form komplett bedecken und am Rand ca. 1 cm drüber stehen. Das solltet ihr bei eurer Arbeit bedenken. Der Teig muss nicht allzu dick sein, es reicht eben, wenn er den Boden bedeckt.
Habt ihr den unteren Teil fertig, so legt ihn in die Form und tut die Apfelfülle da rein. Sie sollte den Teller wirklich gut ausfüllen, aber keine Löcher in den Boden reißen, denn sonst rinnt da die heiße Apfelsauce raus. In der Mitte kann die Fülle etwas höher sein, so dass der Kuchen ein bisschen bauchig wird. Oben drüber kommen noch ein paar Flocken Butter, das ist für den Geschmack.
Als nächstes produziert ihr die Decke genauso wie den Boden. Auch diese sollte ca. 1 cm über die Form hinaus gehen, damit man sie gut mit dem Unterteil zusammenkleben kann. Habt ihr das fertig, einfach drauflegen und den Rand mit jenem des Bodens zusammendrücken und zuerst nach unten umbiegen. Als nächstes den kompletten Rand nach hinten (also Richtung Mitte des Kuchens umbiegen), damit nichts über den Rand der Backform hinaus steht. Danach könnt ihr noch eine Verzierung in den Rand machen, also zB mit dem Daumen kleine Wellen oder Verdrehungen rein machen - ganz wie es euch gefällt. Auf jeden Fall muss der Rand dicht bleiben. Zum Schluss müsst ihr die Decke noch ein bisschen einstechen - also macht ein schönes Muster, zB in der Mitte ein Kreuzeinschnitt mit dem Messer und rundherum ein paar kleine Schnitte (ca. 1 cm groß), damit es auch schön ausschaut. Das ist dafür da, dass der Pie nicht platzt, wenn die Apfelmasse sich ausbreitet.
Danach kommt der Apple Pie bei ca. 180 Grad Ober- und Unterhitze, mittlere Höhe, für 1 Stunde in den vorgeheizten Ofen. Der Pie ist fertig, wenn der Teig eine leichte braune Farbe hat. Knusprig-braun wird er nicht werden, dafür könnt ihr ihn aber kurz vor dem Fertigwerden mit Milch bestreichen (habe ich nicht ausprobiert, aber gesagt bekommen, dass es so funktioniert). Wenn der Kuchen aus dem Ofen kommt, haben sich die Äpfel zu einer schönen cremigen Sauce zusammengekocht und sind einfach nur lecker. Der Teig ist knusprig, aber eines sag ich gleich: so wie der Original Apple Pie in Amerika wird er nie schmecken, weil wir ein anderes Mehl hier in Europa haben.
Und dann noch kurz auskühlen lassen (am Besten aufschneiden, dann kühlt er schneller) und sich den Kuchen schmecken lassen. Gut ist er auch mit ein bisschen Eis, Sorbet oder Schlagobers dazu.
Alternativen
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Als weiter Möglichkeiten könnt ihr statt Äpfeln zb Kirschen verwenden. Da funktioniert alles genauso, nur eben mit entkernten Kirschen. Ebenso Heidel- oder Preiselbeeren sowie Johannisbeeren (mehr Zucker verwenden!).
Eine weiter leckere Alternative ist eine Mischung aus Rhabarber und Erdbeeren, je die Hälfte Früchte nehmen. Hierfür braucht man auch mehr Zucker, weil der Rhabarber sehr sauer ist, und man muss ihn auch mögen.
Fazit
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Der Apple Pie ist prinzipiell einfach zu machen, ich würde aber sagen, ein bisschen Erfahrung mit Teig kneten (so von den Weihnachtskeksen etc.) sollte man aber schon haben. Die Zubereitung dauert insgesamt etwa 1 ½ Stunden, was für so einen kleinen Kuchen schon relativ lang ist, aber dafür lohnt es sich, wenn er dann aus dem Ofen kommt. Der Geschmack der Äpfel ist einfach einzigartig.
Leider hat jede Bäckerei, also auch diese, viele Kalorien. Hier spielt zB der große Anteil Butter oder Margarine eine Rolle, Zucker wäre ja gar nicht so viel enthalten.
Trotzdem spreche ich für diesen Kuchen meine Empfehlung aus und vergebe 4 leckere, kalorienreiche Sterne.
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Fotos folgen bald, leider hatte ich bei der letzten Backsession keinen Fotoapparat bei der Hand.
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Danke für eure Aufmerksamkeit, fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren! Für Anregungen bin ich auf jeden Fall dankbar!
© muzi2002 für Ciao
| weitere Erfahrungsberichte |
Besonders gut mit Eis
Bewertung für Apple-Pie von
gracia
Pro: Servier mit Vanilleeis super lecker
Kontra: ---------
Liebe CiaoAner
So nun komme ich mal zu meiner Apple -Pie die mit Vanilleeis super lecker schmeckt.
Muss doch meinen Besuch auch mal mit Internationalen-Gerichten verwöhnen
.Natürlich ist mir da zum Kaffeeklatsch, wo ich noch soviele Äpfel von der Zuber ...
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Ciao Mitglieder bewerteten dieses Rezept insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
25.06.2001
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Original American Pie
Bewertung für Apple-Pie von
Oldschoollady
Pro: Super lecker, schnell gemacht, nicht nur zum essen geeignet ;-)
Kontra: Zu schnell weg
Fast jeder hat den Film American Pie und somit auch die Berühmt-berüchigte Stelle mit dem Apfelkuchen gesehen. Neulich stieß ich auf das Original Rezept zu dem leckerem Pie. Und ich muss euch sagen, dieses Rezept ist nicht nur ein Muss für die Liebhaber d ...
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Ciao Mitglieder bewerteten dieses Rezept insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
02.07.2003
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