Hallo,
nach langer Zeit gibt es wieder einen Testbericht von mir.
Ich habe es gewagt und bin vom PC auf den Mac umgestiegen.
Die ersten Tage muss ich zugeben waren mir ein Graus... keine Tastenkombination funktioniert mehr und auf dem ersten Blick läuft kaum eine Anwendung.
Seit ich mich jedoch mit MacOS angefreundet habe läuft alles viel besser als mit dem PC.
Ich besitze noch einen PC mit Intel I5 8GB RAM und einer 128GB SSD, man wird es kaum glauben, trotzdem der PC eine Jungfräuliche Windows 7 Installation hat, schlägt der Mac diesen in der Bootphase.
Das Gehäuse:
Ich erspare mir hier einmal Details wie der Mac aufgebaut ist, ich denke All in One PC sollte mittlerweile jedem ein Begriff sein.
Der iMac ist unglaublich wertig und und Präzise verarbeitet.
Ich habe selten so ein hochwertiges Gerät gesehen, das Gehäuse ist abgesehen vom Gerätefuß und der Scheibe komplett aus einem Stück Aluminium gefertigt, es gibt gibt keine Spaltmaße zwischen der Scheibe und den Rahmen und nichts wackelt und knarzt.
Ein kleines Manko hat allerdings der Gerätefuß: auf der Unterseite ist ein Gummistreifen verklebt, dieser ist leider viel zu hart, so das das ganze Gerät ohne Kraftanstrengung quer über den Tisch geschoben werden kann. Hier hätte Apple doch ehr auf eine etwas weichere Gummimischung zurückgreifen sollen.
Das Display:
Um es kurz und präzise zu sagen: „WOW“
Das Display des iMacs topt alles was ich bisher auf meinem Schreibtisch stehen hatte.
Es ist unglaublich hell und bietet bombastische Farben. Die hier gelieferte Pixeldichte findet man normalerweise nur bei Monitoren in der 1000 € Klasse, alleine diese Tatsache lässt den Preis des Macs plötzlich in einem völlig anderen Licht erscheinen.
Die Eingabegeräte:
Mein Mac wurde serienmäßig mit einem Wireless Keyboard und der Magic
Mouse ausgeliefert.
Die Tastatur ist zwar schön anzusehen und sogar sehr robust aber (jetzt werden mich einige Applejünger wahrscheinlich steinigen) ergonomisch der absolute Supergau!
Nicht nur das es keinen Nummernblock gibt, nein die Tastatur hat einen so unmöglichen Winkel, das man auf Dauer einen Krampf in den Handgelenken bekommt.
Hinzu kommen unmögliche Tastenabstände (die Funktionstasten sind nicht von Rest abgesetzt) und die Tasten selbst, für Blindtipper grausig, denn es ist nahezu unmöglich ohne einen Blick auf diese fehlerfrei zu arbeiten.
Keine Taste besitzt ein Konkavisches Tastendesign (Wölbung der Tasten nach innen) und sie sind zu allen Überfluss auch noch unstrukturiert.
Ich kann nur jeden raten sich eine vernünftige Tastatur zuzulegen.
Die Magic Mouse hingegen ist wenn man sich damit angefreundet hat eine tolle Erfindung, ich möchte gar nicht mehr ohne sie im Internet surfen. Die komplette Mausoberfläche ist sozusagen eine Art Touchpad mit dem man problemlos Scollen kann und wenn man z.B. mit 2 Fingern nach links streicht kann man im Browser eine Seite zurückblättern bzw. nach Rechts eine Seite vor.
Sicherlich habe ich noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft aber ich liebe sie auch wenn die Maus zum Spielen nichts taugt, da die Abtastrate zu gering ist.
Die Laufwerke:
Zu den Laufwerken gibt es nichts besonderes zu erzählen, mein Mac ist mit einer 1Terrabyte Festplatte ausgestattet, welche eine Datenübertragungsrate von ca. 100-120 MB/s erreicht und nicht zu hören ist.
Als optisches Laufwerk ist ein sogenanntes Superdrive verbaut, hierbei handelt es sich um einen einfachen Slimeline DVD Brenner (Blueray gibt es bei Apple immer noch nicht) Mehr kann man hier eigentlich nicht berichten.
Die Grafikkarte:
Ein heikles Thema in der Macwelt ist immer die Grafikkarte und das Spielen auf dem Mac.
Fragt man in Apple bzw. Mac Foren handelt man sich hier meistens sehr viel Ärger ein und wird überwiegend übelst beschimpft.
Ich kann soviel sagen: Ja die Grafikkarte reicht zum Spielen!!
In meinem Mac ist eine HD 6770 verbaut und ich habe noch kein Spiel gefunden, welches nicht läuft.
Crysis, Alice Madness Returns, Star Trek Online, Rift, Stalker (alle 3 Teile) Dirt 2 & 3 World of Warcraft (hier gibt es eine Mac Version) die meisten Spiele laufen auf maximalen Details.
Windowsspiele kann man per Bootcamp (Neustart des Mac erforderlich) oder per Parallels Desktop (ich besitze Version 7) direkt über Mac OS starten und selbst hier läuft alles problemlos vorausgesetzt man besitzt genügend RAM. (min. 8GB besser mehr)
Sound:
Ja der Mac besitzt eine Soundkarte und eingebaute Lautsprecher allerdings reichten diese nur für das nötigste. (besser ein paar gute Lautsprecher besorgen) es gibt einen Audioausgang und aufpassen einen LINE IN und keinen Mikrofon Anschluss!
Ein Standard Headset wird auf dem Mac nicht funktionieren, hier gibt es nur den Umweg über ein USB Headset oder eine USB Soundkarte.
Das Betriebssystem:
Der Mac wird mit MacOS ausgeliefert, stellt es euch vor wie Linux nur einfacher.
Dieses war eigentlich einer der Hauptgründe für meinen Umstieg.
Ich hatte es satt alles paar Monate meinen Rechner zu formatieren und Windows neu zu installieren. Einschalten und glücklich sein. :)
Natürlich bietet MacOS noch einiges mehr z.B. das Installieren und vor allem das Deinstallieren von Anwendungen ist der Traum eines jeden Windowsbenutzers.
Um eine Anwendung zu Installieren muss man diese lediglich in den Programmordner ziehen und fertig.
Um diese Anwendung wieder zu entfernen einfach in den Papierkorb und das Programm ist weg, so stell ich mir das vor.
Die Geräuschkulisse:
Einfach nur super, so könnte man das beschreiben.
Der Mac ist nur durch ein leises Rauschen zu vernehmen, selbst unter Vollast ändert sich daran nichts. Die Festplatte ist nicht zu vernehmen nur das DVD Laufwerk gehört nicht zu den Leisetretern.
Temperaturen:
Hier hatte ich anfangs etwas Bedenken... leiser und schneller Rechner = Heiß könnte man meinen.
Tatsächlich wird das Gehäuse an den Luftaustrittsöffnungen großflächig extrem warm.
Mehr aber auch nicht. Die CPU Temperatur liegt bei 5 Stunden Vollast (Videoberechnung) bei konstanten 65 Grad auch die Grafikkarte bewegt sich in diesen Bereich. Leider war es mir bisher nicht möglich die Temperatur der Festplatte auszulesen aber ich denke, da diese einen eigenen Lüfter sowie Temperatursensor besitzt wird sich diese im grünen Bereich bewegen.
Ausstattung:
Ich habe mich für einen iMac mit Intel i5 4 x 2700MHz (Apple macht ein großes Geheimnis aus den Technischen Daten bzw. der Baureihe der CPU) es müsste sich um den i5-2500s Sandy Bridge handeln. 4GB RAM (0815 Samsung DDR3 1333) , 1TB Festplatte (Seagate) und einer HD6770 (Mobile GPU bzw. Notebook Grafikkarte) entschieden.
Der Rechner ist nicht gerade üppig mit Schnittstellen gesegnet abgesehen von 4x USB 2.0, 1x Firewire 800, 1x Thunderbolt, 1x Gigabit LAN, den Audioanschlüssen, WIFI (N Standard) und eines SD Kartenlesers gibt es nichts zu berichten.
Erweiterungsmöglichkeiten:
Als Benutzer kann man beim iMac lediglich den Arbeitsspeicher aufrüsten hier ist ein Maximaler Ausbau auf 16 Gigabyte möglich was ich auch wärmstens empfehle.
Macht bitte nicht den Fehler einen Mac mit 16GB RAM bei Apple zu kaufen, zum Vergleich der Arbeitsspeicher kostet bei Amazon für 16GB knapp 60€. Apple verlangt hierfür 600€ Aufpreis!
Man kann zusätzlich zur Festplatte eine SSD bei Gravis verbauen zu lassen, die Kosten hierfür könnt ihr der Homepage entnehmen es ist zwar möglich dieses selbst zu bewerkstelligen aber der Aufwand ist so enorm, das ich nur jeden davon abraten kann es selbst zu versuchen.
Ich hoffe euch konnte mit meinem kleinen Erfahrungsbericht die Entscheidung erleichtert werden, solltet ihr noch Fragen haben, stehe ich gerne zur Verfügung.
07.05.2012 15:01
Eigentlich ist das gar nicht so teuer, der Rechner ist fast schon geschenkt, wenn man den Monitor herausgerechnet. Wie ich schon schieb das Display alleine kostet einzeln knapp 900€, das macht bei einem 1100€ iMac ca. 200€ für den Rechner incl. Betriebssystem. Im vergleich zu anderen all in One PCs schlägt der Mac diese vom Preisleistungsverhältnis um längen. Es gibt keinen all in One PC in der Preislage der an die Leistung des iMac herankommt. Ein gleichwertiger all in one PC z.B. von HP kostet knapp 1500€ und hat trotz allem eine schlechtere Grafikkarte, einen langsameren Prozessor und kleinere Festplatte als die 1300€ Version des iMac 21,5"
06.05.2012 16:36
Richtig guter Bericht ;) Finde es nur leider immer schade dass Apple so teuer ist....nichtsdestotrotz SH ;)