Aprilia Pegaso 650

Erfahrungsbericht über

Aprilia Pegaso 650

Gesamtbewertung (28): Gesamtbewertung Aprilia Pegaso 650

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Aprilia Pegaso 650 der t(r)eu(r)e Einzylinder.

3  24.06.2002 (25.06.2002)

Pro:
Leistungstarker Motor +  Super Sound

Kontra:
hohe Ersatzteilpreise +  Verbautes Design

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

vuk3k

Über sich:

Mitglied seit:24.06.2002

Erfahrungsberichte:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 38 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ein Erfahrungsbericht über die Pegaso II der Baujahre 92-96 : 48 ps, mit 18000 km gekauft.

Ich fahre nun seit knapp 2 Jahren die 94er Pegaso und bin im ersten Jahr vollkommen zufrieden mit dem Bike gewesen. Design entsprach zwar nicht ganz meinen Vorstellungen (verglichen mit den für mich so geilen Supermotos), aber ich hab hier eine reinrassige Italienerin die es wirklich nicht scheut sich mit diesen anzulegen. Natürlich nicht auf der Rennstrecke , jedoch in kurvigen Etappen um die 40-80 kmh. Da hat sie genug Power genug um mit bis zu 80 Ps starken Maschinen locker mitzuhalten. Etappen unter 20 kmh mag sie jedoch nicht. Der Motor wirkt dort ein wenig überfordert, man weiss auch nie ob man im 1. oder im 2. Gang bleiben soll.

Naja . Egal! Heizen um die 40-80 kmh ist die Devise und das macht mit der Pegaso wirklich Spass. Der Sound ist dazu noch einfach geil, ein mächtiges Flupp Flupp aus den beiden Endpötten begleitet den Fahrer beim Kurvenjagen.
Lediglich das Tankvolumen mit 14 Litern enttäuscht ein wenig, aber es reicht für knapp 230 km. Womit wir auch schon beim Verbrauch wären, der sich zwischen 5,1 (auf der Landstrasse) mit einigen wenigen Überholmanövern über 6.5 l / 100 km in der Stadt bei wirklich flotter Fahrweise bis zu 8 Liter auf der Landstrasse mit der Nadel im roten Bereich einpendelt. Wie gesagt 40-80 kmh Etappen und man ist mit ca. 6 Litern und netten Überholmanövern dabei.
Sozius Betrieb ist zwar auch möglich, aber mit dem Standardfederbein sackt sie doch ziemlich tief ein, bei einer weiblichen 54 kg Sozia nicht so auffällig wie bei einem 90 kg Koloss, da ist sie zusätzlich mit meinen 81 kg gänzlich überfordert.

Wo wir auch schon bei den Negativen Eigenschaften der Pegaso II wären. Das grösste Problem ist wohl das Standardfederbein das ich wie auch in diversen Foren einfach nur als Mist bewerten kann. Einfach zu weich und nach 33000 km ist es bei mir auch schon Defekt gegangen. Wie ich gelesen habe eine typische Pegaso Krankheit um die 35000 km. Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einem gebrauchten, da mir das Wilbers Federbein für 400 Eur zu teuer und das Standardfederbein zu lasch und zu teuer für die gebotene Leistung ist.

Ein weiteres Manko ist das Design der Pegaso. Ich meine nicht das Äussere , sondern das Konstruktionsdesign. Ein Zündkerzenwechsel ist nur nach Abbau von Tankverkleidung und Tank möglich. Bei einem Ölwechsel spritzt eigentlich immer was daneben. Den Luftfilterkasten muss man aus dem Rahmen popeln um ihn heraus zu bekommen und den Ventilkopfdeckel bekommt nur heraus wenn man die obere Halterung des Motors demontiert , weil nur noch eine Viertel Umdrehung fehlt um die Schraube des Ventilkopfdeckels zu entfernen. Einfach nur Ätzend.

Ventilspielkontrolle ist auch nur mit etwas besseren Zweiradmechanikerkentnisse möglich , da die Werke aus Rotax mit Shims arbeiten die als Anfänger sehr schwer einzustellen sind.

Zum Motor, der wirklich ohne Probleme bis zu 80.000 km ohnen nennenswerte Probleme laufen sollte, noch einige Punkte:
Sehr kultivierter Rotax-Einzylinder, der ab 3500 Umdrehungen und um 40-80 kmh ausreichend Power besitzt. Dadrunter (3000 rpm) ziemliches Gehacke auf die Kette, die dieses mit einer sehr kurzen Lebensdauer widerspiegelt. (Wechsel alle 13.000 km)
Kupplung einwandfrei(mag jedoch kein Castrol Vollsynthetik, sonst gibts im 4. +5 Gang nen unangenehmes Rutschen). Top Speed ca. 170 mit dem 16er Ritzel vorne. Also der Motor von Rotax halte ich für den besten Einzylinder im Bereich Leistung/ Langlebigkeit. Dort wird man kaum was austauschen müssen.

Wehe jedoch man legt sich mal mit der Maschine hin und man muss sich mit den Ersatzteilen des Aprilia Händlers plagen. Die Ersatzteilpreise von Aprilia sind einfach unter aller Sau. 450 Eur für eine Seite der Tankverkleidung Kupplungshebel um 30 Eur sagen alles. Es gibt einfach kaum was man bei den Grossen 3 Polo, Louis, HG kaufen könnte. Es gibt Kette, Ölfilter (F650), Blinker, das wars auch schon. Also recht teuer wenn mal was kaputt geht. Verarbeitung ist imho OK. Auspuffpötte hätten zwar aus rostfreien Alu sein können, aber alle 5 Jahre abschleifen und neu grundieren+lackieren im ist im Rahmen der Wartung. Ölwechsel alle 10.000 km (Ölempfehlung von mir : Shell 20w-40 Teil-Synthetik hat das Rutschen bei mir behoben), Reifen halten ca. 13000 km und ein Kettenkit ungefähr 13-15.000 km. Im 2. Jahr ist mir das Federbein defekt gegangen, konnte es jedoch wieder Instand setzen lassen. Kostenpunkt ca. 250 Eur.

Als Fazit würde ich die Pegaso empfehlen weil sie als Gebrauchtmopped günstig zu haben ist und sie für eine schwere Einzylinder äusserst gute Fahrleistungen hat. Irgendwie ist sie mir auch ans Herz gewachsen.


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Heckie

Heckie

25.06.2002 09:59

Herzlich willkommen erstmal hier in CIAO, für deinen ersten Bericht ist der hier schon supter gelungen, also mach weiter so, Gruß und man liest sich, Heckie

dackermann

dackermann

25.06.2002 09:40

sehr guter erster bericht, aber du solltest ein bisserl mehr, evtl. mit überschriften, gliedern!!!! für meinen fall ist das moped aber zu klein! :) ich überlege mir schon die ganze zeit, ob ich meine africa twin nicht gegen eine varadero oder gs1100 eintausche!! :) gruss dirk

Silencerin

Silencerin

25.06.2002 09:23

War fürs Debüt einfach klasse, obwohl meine Interesse nicht ganz so groß ist.Aber das sollte nicht die bewertung beweinflussen. Viel Glück und Erfolg. Madlen

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