Gross, grösser, am grössten
24.08.2000
Pro:
lässt jeden Raum lebendig wirken, entspannend, geringer Reinigungsaufwand
Kontra:
Krankheiten und Wasserprobleme können einen verzweifeln lassen,
Empfehlenswert:
Ja
 *Kleines*
Über sich:
Mitglied seit:18.04.2000
Erfahrungsberichte:72
Vertrauende:57
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 8 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Der wirklich wichtigste Tipp beim Kauf eines Aquariums ist die Grösse! Entgegen der Meinung, man sollte klein anfangen, um sich dann "hochzuarbeiten", gilt die Regel: Je grösser das Aquarium ist, desto leichter ist es zu pflegen! Das liegt ganz einfach daran, dass das Ökosystem, dass heisst der Kreislauf zwischen Wasserverunreinigung ( durch Futterreste, Kot etc.)und Selbstreinigung durch die "guten" Bakterien immer besser funktioniert, je mehr Wasser das Aquarium hat. Wählt man ein zu Kleines, bekommt man vielleicht nie einen optimalen Kreislauf zustande. Daher: 100 l sollte es also haben, besser noch 200 l, was natürlich eine Kostenfrage ist. An dem Punkt sollte man sich eh darüber im klaren sein, dass die Aquaristik kein billiges Hobby ist! So ein Fisch kostet zwischen 2,- und 15,- DM (natürlich gibt es auch sehr viel teurere Exeplare, die aber nur etwas für Fortgeschrittene sind). Futter, Pflanzen, Aufbereitungs- und Stabilisationsmittel für die verschiedenen Werte wie ph-Wert, härte etc. tun ihr übriges. Für diese Materie empfiehlt es sich übrigens dringend eine Fachlektüre, da diese Dinge entscheidend für den Erfolg mit dem Aquarium ist! Zu empfehlen ist Becken mit Abdeckhaube (ein offenes mit hängenden Lampen mag besser aussehen, ist aber aufgrund der übermässigen Wasserverdunstung und der Angewohnheit mancher Fische, hinauszuspringen, nicht unbedingt empfehlenswert), ausserdem muss man sich ja bei dem Erstkauf nicht direkt das Teuerste aussuchen, bevor man nicht weiss, ob einem das Hobby auch liegt. Aquarien werden übrigens auch oft günstig gebraucht abgegeben, etwa in Zeitungsinseraten oder Onlineversteigerungen). Zubehör, was zusätzlich nötig ist: - Thermometer
- Heizung
- Filter!!! (am besten ein leistungsstarker Aussenfilter, der im Gegensatz zu den wesentlich kleineren Innenfiltern neben dem Aquarium plaziert wird, und so drinnen keinen Platz wegnehmen)
- Kies (sehr schön wirkt dunkler, da er die Fische zum leuchten bringt)
- Kescher, Futter, Wasseraufbereiter, Grundapotheke (gegen "Pünktchenkrankheit, kommt anfangs häufiger vor und gegen Pilzbefall, auch die Allroundprodunkte sind hierfür zu empfehlen)
- eine Folie für die Rückseite, besser noch eine dunkle Korkplatte (die schöner aussieht und wiederum die Fische besser zur Geltung kommen lässt)
- ein geeigneter Unterschrank (ein Aquarium kann mehrere 100 kg mit Wasser und Kies wiegen)
- eine Unterlage, die vor Wasser schützt und die Temperatur dämmt
Fische werden erst eingesetzt, wenn das Aquarium schon ein paar Tage, am besten eine Woche, nur mit Wasser, Filter und Pflanzen besetzt war, da sich zuerst eine Bakterienkultur aufbauen muss, die dringend nötig ist, um das Wasser sauber zu halten!!! Zum Anfang empfehlen sich verschiedene Lebendgebärende wie Guppies, Platies, Schwertträger und ein paar Panzerwelse. Beachte die Regel: 1 cm Fisch benötigt 1 l Wasser! Viel Spass mit dem wirklich tollen Hobby Aquaristik!
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02.11.2000 01:43
Die Regel sollte sinnvollerweise so lauten: 1 cm ausgewachsener Fisch = 1 Liter Wasser. D.h. man sollte sich vorher über die Endgröße, die der Fisch gerne erreichen möchte, informieren. Natürlich sollte man sich auch darüber informieren, ob de Fisch diese Endgröße in dem Becken, in das er eingesetzt werden soll, erreichen kann. Ist das Becken zu klein, dann ist's Tierquälerei. Die von dir als Anfängerfische empfohlenen Arten empfehle ich dem Anfänger fast nie! Ach ja: Nichts gegen Gebrauchtaquarien, aber der Leser deiner Meinung sollte vielleicht noch darauf hingewiesen werden, daß er bei Gebrauchtaquarien meist keine Garantien hat! Wem das egal ist, der kommt natürlich bei gebrauchten Becken wesentlich billiger davon.