Pro: interessante Grundidee, gut wegzulesen, sympathische Hauptfiguren Kontra: zu viele Handlungsstränge, Figuren sind nicht rund genug, knickanfälliges Cover
...Verschwörungen üben eine Faszination aus. Da ist es egal, ob es sich um das Kennedy-Attentat handelt - auch heute ist noch nicht zweifelsfrei geklärt, wer den US-Präsidenten 1963 tatsächlich getötet hat. Verschwörungen faszinieren auch, wenn es sich um erfundene Geschichten handelt - das haben auch die Romane von Dan Brown gezeigt, die immer noch auf den Bestsellerlisten ganz weit oben rangieren. Verschwörungen sind auch ein Thema von Thomas Gifford. Seinen Roman Assassini habe ich hier neulich schon vorgestellt. Heute ist ein anderer von ihm an der Reihe, Aquila.
1. Der Autor
2. Orte und Zeit der Handlung
3. Die Hauptfiguren
a) Colin Chandler
b) Polly Bishop
4. Die Handlung
5. Handlungsstränge
6. Themen
a) Geschichte
b) Geheimdienste
c) Liebe
7. Für wen ist der Roman was?
8. Die Ausgabe
9. Pro...
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Pro: Recht packende Verfolgungsjagd mit geschichtlichem Hintergrund, gefälliger Erzählstil, gute Personenbeschreibungen Kontra: Teils zu bedächtig, voraussehbarer, leicht enttäuschender Schluss
...: die ein bisschen auf Verschwörungs-Thriller hinarbeitende Aufmachung des Romans, ist im Grunde ein wenig irreführend. Das sollte einem schon hinreichend bewusst sein, bevor man ?Aquila? von Thomas Gifford vorschnell zu seiner Leseliste hinzufügt. Viel eher ist das Buch eine Agentengeschichte zu Zeiten des kalten Krieges, in der die konkurrierenden Systeme sich gegenseitig versuchen über den Tisch zu ziehen. Der Verschwörungsaspekt kocht die ganze Zeit über mehr oder weniger auf Sparflamme und zündet selbst beim haarig eingeleiteten Finale nicht mehr so richtig. Der eigentliche Aufhänger dieser Geschichte ist nämlich ein so genannter McGuffin. Also jener ominöse, schwer zu fassende Gegenstand, nach dem in der jeweiligen Handlung sämtliche Protagonisten wie wild hinterher sind. Simpel ausgedrückt: wenn alles zu einer heillosen Hetzjagd aufbricht, um...
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Pro: Handlungsreicher "historischer" Agententhriller, der sich selbst nicht zu ernst nimmt ... Kontra: ... allerdings die Balance zwischen Spannung und Humor nie halten kann.
...auch nur deshalb, weil Autor Thomas Gifford durch seine neueren Thriller wie "Assassini", "Gomorrha" oder "Protector" hierzulande inzwischen zu Bestsellerruhm gelangte. Aber in seiner amerikanischen Heimat sei er schon vorher als "der Mann, der Aquila schrieb", bekannt gewesen, lockt der deutsche Verlag und deutet die sensationelle Entdeckung eines Bestsellers an. Das kann allerdings auch als Warnung verstanden werden. Wie jeder "Gifford" ist "Aquila" ein turbulenter, aber vordergründiger, dazu in jeder Beziehung altmodischer Roman. Das Vergnügen stellt sich bei der Lektüre erst dann richtig ein, wenn man Spaß an den offensichtlichen Anachronismen einer Welt gewinnt, die sich seit 1978 mehr als nur ein paar Runden weiter gedreht hat.
Es ist für den Leser wichtig, sich auf diese Weise zu unterhalten, weil Gifford ihn mit fortschreitender...
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hilfreich 01.01.1970
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