Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Genuss und Geselligkeit |
| Kontra: |
Schadstoffe, aber was soll´s . . . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Wie ich hier nun so sitze und genüsslich an meiner Wasserpfeife ziehe, kam mir die Idee, dass ich Euch davon erzählen könnte. Nach meinen letzten Bericht, der sich mit dem Sterben meiner Großmutter befasste, ist das wirklich sehr profan, doch letztlich muss man immer zurück zum Alltag finden. Meine Großmutter hätte das auch so gesehen, wenn sie auch für dieses Thema wohl absolut kein Verständnis gehabt hätte.
Nein, es wird kein Kifferbericht. Viele Leute – und auch ich gehörte bis von anderthalb Jahren dazu – assoziieren die Wasserpfeife mit dem Genuss von Cannabis. Mit dieser Verwendungsform habe ich keinerlei Erfahrung. Ich möchte Euch jetzt meinen Weg zur ganz persönlichen Entdeckung der orientalischen Wasserpfeife schildern.
Alles fing im November 2002 auf einer Ägyptenreise an. Abends im Café, in orientalischem Ambiente, bot es sich einfach an, mal eine Wasserpfeife zu bestellen, wie es die Leute an den Nebentischen schon längst getan hatten. Die Umgebung stimmte, die Wasserpfeife schmeckte erstaunlich gut, zumal sich noch Leute zu uns gesellten und sich ein geselliger Abend mit angenehmem Plausch entwickelte. Ohne Scheu vor ekligem Fremdspeichel macht der Schlauch die Runde (und erinnert hierbei freilich doch an einen Joint), das wirkt kommunikativ und verbindend. Zudem hält die Rauchwirkung ziemlich lange – bis zu 45 Minuten – an, sodass auch keine Frustration wegen zu schneller Beendigung des Genusses entstand. Diesen ersten Wasserpfeifenraucherabend behielten meine Frau und ich lange in angenehmer Erinnerung.
Und als Hommage an diesen schönen Abend schenkte meine Frau mir vor einem Jahr zum Hochzeitstag eine Wasserpfeife, die sie in einem türkischen Geschäft erstanden hatte. Die Freude war groß, und wir nahmen die Pfeife mit auf Burg Schönburg, ein Burghotel in Oberwesel, wo wir traditionell immer unseren Hochzeitstag verbringen.
Bei der Abreise aus Ägypten hatte ich vorsorglich zwei Päckchen Wasserpfeifentabak mitgenommen, im Duty-free-Shop am Flughafen für je einen schlappen Dollar erworben. Nun fehlte also nur noch die Kohle. Greenhorns, wie wir waren, dachten wir, na, besorgen wir uns ein Paket Grillholzkohle und dann steht dem spätabendlichen Wasserpfeifengenuss nichts mehr im Wege!
Wir suchten also den Supermarkt in Oberwesel auf um ebenjenes zu erwerben. Auf dem Stapel mit den Grillholzkohlesäcken lag ein loses Stückchen Kohle, das aus einem aufgeplatzten Sack heraus gefallen war. Na, das reicht doch völlig, dachte ich und freute mich ob der Ersparnis! Mit schlechtem Gewissen (keine Erfahrung als Ladendieb...) ließ ich das Stückchen in der Jackentasche verschwinden und wir verließen dan Laden mit dem regulären Einkauf von ein paar Fläschchen Sekt.
Nach dem wunderbaren Abendessen begaben wir uns sodann auf den Balkon unseres Zimmers, um beim Anblick des tief unter uns nächtlich glitzernden Rheins die Wasserpfeife in Gang zu setzen. Wir stopften Tabak in den Tabakbehälter und versuchten sodann, mit ungezählten Streichhölzern, die Kohle in Brand zu setzen.
Allein das schon erwies sich als Katastrophe. Die Stimmung sank zusehends. Endlich, endlich war es uns gelungen. Wir legten die Kohle auf den Tabak und saugten hoffnungsvoll am Mundstück. Jedoch es geschah nichts…
Irgendwas war auch anders gewesen, damals in Ägypten, aber was, das wussten wir nicht mehr so genau.
Vielleicht, so dachten wir schlau, ist der Tabak zu feucht? Also legten wir ihn am nächsten Tag zwecks Trocknung in die Sonne. Am Abend war er noch so schmierig wie am Morgen. Unsere Idee war wohl doch nicht so genial gewesen…
Kurz, es wurde nichts mit dem Wasserpfeifengenuss bei diesem Besuch auf Schönburg. Aber, als Mensch der modernen Zeit, nutzten wir, kaum wieder zu Hause, die Vorteile des Internet und suchten Informationen über die korrekte Verwendung der Wasserpfeife.
Natürlich hatten wir so ziemlich alles falsch gemacht, was man falsch machen kann.
Im Internet lernte ich, dass der Tabak in Melasse eingelegt ist und deshalb gar nicht an der Sonne trocknen kann. Das soll er auch nicht, denn er ist eingelegt, damit der Geschmack milder wird.
Und außerdem muss man ihn mit einem speziellen Sieb oder mit Alufolie abdecken, bevor man die Kohle darauf legt. In die Alufolie muss man eine größere Anzahl von kleinen Löchern pieksen, damit das Ganze Luft zieht. Außerdem muss man natürlich die korrekte Füllhöhe mit Wasser beachten, ungefähr bis dahin, wo der Glaskörper der Pfeife sich verjüngt.
Zu meinem Erstaunen lernte ich, dass es selbstzündende Kohlen gibt. Das war ja perfekt! Diese Kohlen wurden bestellt und schon funktionierte die Sache. Man muss die Kohle gut durchziehen lassen, einen kleinen Moment warten und dann ein bisschen ansaugen, bis der Qualm kommt.
Der Tabak für Wasserpfeifen wird in den verschiedensten Geschmackrichtungen angeboten. Ich hatte damals Kirsche und Beerenmischung aus Ägypten mitgebracht. Beides schmeckte uns ausgezeichnet.
Da man die Wasserpfeife nur pafft und nicht inhaliert, nimmt man weniger Schadstoffe auf, als beim Rauchen von Zigaretten. Das kann ich beurteilen, weil ich zum damaligen Zeitpunkt noch Zigaretten rauchte. Während des Genusses der Wasserpfeife sank mein Nikotinpegel so erheblich, dass ich mich genötigt sah, zwischendurch mal eine normale Zigarette zu rauchen.
Dieses Laster habe ich mir glücklicherweise inzwischen abgewöhnen können. Jetzt rauche ich nur noch Wasserpfeife. Das ist sicherlich auch nicht ganz unschädlich – ein Ägypter hat uns erzählt, eine Tabakfüllung enthalte soviel Nikotin wir 40 Zigaretten. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber wie gesagt, man inhaliert ja nicht.
Im vergangenen November waren wir wieder in Ägypten. Diesmal verging kein Abend ohne Wasserpfeife. Wir waren ja jetzt fast schon Experten :-).
Auf dem berühmten Khan-el-Khalili Bazar in Kairo entdeckten wir einen Wasserpfeifenladen, der allein schon mit den Aberhunderten von aufgehängten Schläuchen eine Augenweide war. Für sage und schreibe 8 Euro erwarb ich nach beträchtlichem Feilschen eine Wasserpfeife, die deutlich größer und schöner als unsere heimische war. Ursprünglich wollte der Händler das Doppelte, aber mit Sicherheit hätte er sich noch einiges unter die 8 Euro handeln lassen. Allein, das Feilschen ist nicht so ganz mein Ding…
Hier in Deutschland kosten vergleichbare Pfeifen übrigens so um die 70-80 Euro. Der Tabak liegt in der großen Packung bei 11-14 Euro, in Ägypten, wie gesagt, hatte ich einen Dollar bezahlt.
Folglich bevorrateten wir uns in Ägypten. Leute, die wir kennen gelernt hatten, hatten uns die Sorte Apfel wärmstens empfohlen. Apfel ist gut, aber es gibt noch alles erdenkliche mehr: Kaffee, Karamell, Banane, Mango, Minze, Zitrone, Orange, weiß der Himmel! Die letzteren drei Sorten mag ich übrigens nicht so, das Aroma finde ich zu stark. Aber das ist ja Geschmackssache.
Ich persönlich nehme den Tabak übrigens immer mit den Fingern und stopfe ihn in den Tabakbehälter. Der feine Mensch nimmt dazu eine spezielle Zange. Aber das finde ich viel zu umständlich, man kann sich die Finger doch waschen!
Es heißt auch, der Tabak solle locker eingefügt werden, ich persönlich finde das jedoch nicht, mir schmeckt die Pfeife besser, wenn der Tabak seine ursprüngliche Dichte behält. Die Kohlen gibt es in zwei Durchmessern, ich finde den größeren Durchmesser besser, weil die Glut einfach länger anhält.
Der Tabakkopf ist aus Ton und es kam, wie es kommen musste: Sehr schnell machte er einen Sturzflug auf den Fliesenboden. Zwar habe ich ihn mit Spezialkleber repariert, jedoch gesellten sich noch mehrere Flüge hinzu, sodass er schließlich nicht mehr zu retten war. Auch hier half das Internet: Es gibt Tabakköpfe aus Metall, was für ein Segen. Meine Frau meint allerdings, dass es ihr daraus nicht so gut schmeckt, ich selbst merke keinen Unterschied.
Irgendwann brauchten wir neuen Tabak und reisten in die Großstadt. Hier wussten wir vom Vorbeifahren von einem Laden, der sich „Wasserpfeife“ nannte. Wir suchten ihn auf, wurden aber herb enttäuscht. Es gab nur Glaspfeifen für Kiffer…
Auch im türkischen Viertel wurden wir nicht fündig. Zwar wurden Wasserpfeifen verkauft, aber niemand konnte uns sagen, woher man Kohle und Tabak bekommt. Alles kann man übrigens ganz leicht im Internet finden.
Die große Überraschung kam vor ein paar Wochen: Wir leben in der tiefsten Provinz und haben hier ein kleines Tabakwaren/Zeitschriften/Lotto-Geschäft, na, wie man das eben so kennt, unser „local tobacco dealer“. Und eines Tages standen im Schaufenster lauter Wasserpfeifen!
Ich dachte zunächst an einen Dekorations-Gag, aber nein: Das Gespräch mit dem Händler belehrte mich eines besseren. Die Wasserpfeife ist groß im Kommen. Innerhalb von 6 Wochen hat er 18 Wasserpfeifen verkauft – wie gesagt, hier in der finstersten Provinz, wo die Leute eigentlich so konservativ sind, dass es der CSU schon peinlich ist…
Bei ihm beziehe ich nun Tabak, Kohle und Ersatzteile. Im Moment hat er allerdings Lieferschwierigkeiten, weil dem Importeur ein ganzer Container vom Zoll beschlagnahmt wurde, wer weiß, warum?
Wichtig ist natürlich auch die regelmäßige Reinigung. Nach drei bis vier Rauchungen sammelt sich so einiges in Glasflasche, Metallteilen und Schlauch an. Den Schlauch muss man gründlich mit Wasser durchspülen, alle anderen Teile auch. Dem netten Hinweis von Jutta (Eden1) verdanke ich den Tipp, Kukident für die Glasflasche, die natürlich nicht spülmaschinenfest ist, zu verwenden. Das wird ausprobiert!!
Die Wasserpfeife trägt zur Gemütlichkeit des Abends erheblich bei. Sie schafft Geselligkeit und der Rauch hat ein angenehmes Raumaroma. Ihre Anwendung ist eine Kunst, die man üben muss, je nach Tabakdichte, Wasserstand und Applikation der Alufolie und ihrer Löcher ergeben sich feine bis große Geschmacksnuancen. Hier hilft nur üben. Aber das macht nichts, wir haben ja Zeit…
| weitere Erfahrungsberichte |
@@ Chill mal ne Runde @@
Bewertung für Arabische Wasserpfeife (Shishna) von
Bodspy
Pro: der Chillfaktor, wirkt entspannend, günstige Anschaffung, leichte Reinigung, große Tabakauswahl...
Kontra: muss nichts gesünder sein, als eine Zigarette...
Hey ihr lieben, habt ihr nicht auch richtig Lust aus eurem eintönigen Tag etwas Besonderes zu machen? mal zu entspannen und die Seele baumeln lassen? Jetzt habt ihr die Möglichkeit. Mit der Anschaffung einer Wasserpfeife (Shisha) die bereits sehr star ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
24.11.2005
|
...ZUM GLÜCK GIBTS HIER KEINEN RAUCHMELDER...
Bewertung für Arabische Wasserpfeife (Shishna) von
MrTINN
Pro: Geschmack, Raucherlebnis
Kontra: etwas gesundheitsschädlich
...sonst wäre ich mit meiner arabischen Shisha, auch Naghile oder Hooka genannt, arm dran, denn in puncto Rauchentwicklung kommt nichts an ein solches Gerät heran. Aber eins nach dem anderen... Das Wasserpfeife rauchen hat sich zu einem meiner liebsten Ze ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
24.09.2004
|
Wenn Nilman Qualmt ...
Bewertung für Arabische Wasserpfeife (Shishna) von
nilman
Pro: nicht so schädigend wie Zigarette, schönes Flair, angenehmer Geruch/geschmack
Kontra: Geruch geht schwer wieder weg ...
Wie du schon in meinen vorangegangenen Erfahrungsberichten erlesen konntest, war ich in den Oktoberferien in den Vereinigten Arabischen Emiraten im Urlaub. Und dort wird bekanntermaßen ja viel geraucht - weniger Zigaretten, sondern eher Wasserpfeife, od ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
15.11.2005
|
Auf fast jeder Party dabei
Bewertung für Arabische Wasserpfeife (Shishna) von
Ratte88
Pro: schmeckt gut, riecht gut, macht spaß
Kontra: nicht ganz so gesund
Wo her habe ich meine Shisha
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Zum ersten Mal in Kontakt mit einer Wasserpfeife bin ich auf einem Geburtstag von einem Freund von mir gekommen. Als ich die Shisha dann sah war ich total ahnungslos was das denn sei und wa ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
03.03.2006
|
Anleitung zur perfekten Shisha (ausschließlich für Profis)
Bewertung für Arabische Wasserpfeife (Shishna) von
Fanaticoz
Pro: Spaßfaktor, Orientalische Atmosphäre,
Kontra: Gesundheit ...
Hallo liebe Shisha - Freunde. Heute werde ich euch erklären wie man sich die perfekte Wasserpfeife (Shisha) macht, die gut schmeckt, nicht kratzt und lange währt. Da ich hier wirklich alles ausnutze, was die Shisha besser und perfekter macht, ist dies a ...
Bericht lesen
Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
|
sehr hilfreich
03.07.2011
|