Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Schönheit und Elleganz sowie Verlässlichkeit |
| Kontra: |
Überzüchtung |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Fliegen ohne Flügel, siegen ohne Schwert sprach Allah, als er das Wüstenpferd erschuf.
Eine Mission, die der Vollblut Araber bis heute erfüllt, wie hätte er es sonst schaffen können, sich rund um die Welt zu entfalten.
Araber sind dazu hochsensibel und mitfühlend. Sie können große Freude bereiten und sanften Trost spenden, wenn der Mensch an Ihrer Seite traurig oder krank ist.
Dennoch ist diese Rasse nichts für hypernervöse Menschen, denn auch diese Eigenschaft überträgt sich auf das Pferd.
Man kann den Araber als ein wunderbares Wesen der Schöpfung bezeichnen.
Wenn man von unsinnigen Modeschwankungen einmal absieht.
Wie z. B. der Hechtkopf müsse noch stärker zum Ausdruck kommen.
Dieser Unsinn ist nicht unbedingt im Nutzen des Pferdes.
Die Blütezeit des Arabischen Pferdes beginnt mit den islamischen Glaubenskriegen, durch welche diese Pferde nach Europa, insbesondere in den spanischen und südfranzösischen Raum gelangten. Weitere Einflüsse sind auch auf die Kreuzzüge bis ins 13. Jahrhundert hinein zurückzuführen. Auf diese Weise gelangte der Araber schon wesentlich früher nach Europa. Erst als er später auf friedlichem Wege nach Europa gelangte, konnte bei uns eine gezielte Zucht dieser Rasse betrieben werden.
Arabisches Blut fließt mittlerweile im Großteil aller Pferderassen.
Ohne dieses wäre das moderne, elegante und leichtfüßige Sport- und Freizeitpferd nicht möglich gewesen.
Einfach erklärt, hat der Araber die Eigenschaften der Zucht, insbesondere der deutschen Warmblutzucht, im Hinblick auf den sportlichen Gebrauch wesentlich beeinflusst. Anzumerken sei auch sein Einfluss beim Englischen Vollblut. Dennoch meinen manche Kritiker das diese Eigenschaft des Warmblutes nicht die Beste sei.
Aussagen wie „Er sei zu hochblütig, deshalb spinne er“, finde ich absurd, jeder der ein Pferd mit arabischen Einfluss bzw. Abstammung hält oder sich kauft muss sich klar sein, dass das Pferd nicht mehr unbedingt der ursprünglichen Rasse von früher entspricht. Jede Einkreuzung anderer Eigenschaften bringt Veränderungen mit sich.
Dies sieht man nicht nur bei Pferden sondern auch bei anderen Tieren wie zum Beispiel bei Hunden.
Ohne den Araber wäre eine Neuorientierung in der Pferdezucht nicht möglich gewesen. Sportliche Veranstaltungen würden ohne ihn nicht dem heutigen Standart entsprechen, oder in ganz anderen Kategorien stattfinden. Wahrscheinlich würden heute ohne ihn noch schwere, großkalibrige Arbeitspferde bei uns herumlaufen.
Die Eignung dieser Pferderasse liegt aber nicht nur im heutigen Sport. Im Gegenteil, in den höheren Kategorien ist er eher selten vertreten. Anders seine hervorragende Eignung im Distanz- und Leistungssport. Seine Eignung als Familienpferd stammt wohl noch aus der Zeit als er der Überlieferung nach neben den Menschen im Zelt geruht hat.
Wie sollte das Pedigree des Vollblut Arabers sein?
Bevorzugt wird der klassische Typ des von den Beduinen gezüchteten Wüstenarabers. Kleiner Hechtkopf mit eingesenktem Nasenrücken, kleine Maul- und breite Stirnpartie, weit hervortretende, ausdrucksvolle Augen , feingeformte Ohren, Stockmaß zwischen 148 und 155 cm.
Noch eine Anmerkung zum Schluss:
Persönliche Erfahrungen findet Ihr in meinem Bericht über Araber auf folgender Seite .
http://www.ciao.de/Araber__Test_1913671
Da wohl einige Mitglieder der Meinung waren, dass ich diese hier nicht auch noch niederschreiben sollte.
Leider gab es damals, als ich den Bericht geschrieben habe (2001) , die Rubrik „Vollblut Araber“ noch nicht, sonst hätte ich meinen Bericht damals schon in dieser Kategorie hinterlassen.
Denn hier gehört er eigentlich hin.
Den finanziellen Aspekt, der im ciao anscheinend immer mehr Mitgliedern unterstellt wird, möchte ich hierbei noch ausschließen. Manches Mitglied im ciao würde wohl ohne diesen Aspekt keinen Bericht schreiben. Was ich eigentlich schade finde.
Denn wirklich viel ist es nicht!