Arachnophobia

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... 200% Luftfeuchtigkeit hab ich mich meiner Phobie gestellt, ich hab mir „Arachnophobia“ reingezogen, ein genialer „Horror“ Streifen, so viel schon mal vorneweg. @@@ Story @@@ Südamerika: Dr. James Atherton (Julian Sands) ist mit seiner Crew auf der Suche nach weiteren bisher unerforschten ... Bericht lesen





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"Ich weiß, ich bin böse!"
Erfahrungsbericht von gnoi über Arachnophobia
05.06.2003


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Witz, Spannung, Spinnen, Darsteller
Kontra: nichts

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Ich bin ein jämmerlicher Schisser, Leute! Warum? Nun, ich hab irgendwie Angst vor dicken, fiesen Spinnen. Krank, oder? ;) Gestern Abend, bei etwa 30° Raumtemperatur und mind. 200% Luftfeuchtigkeit hab ich mich meiner Phobie gestellt, ich hab mir „Arachnophobia“ reingezogen, ein genialer „Horror“ Streifen, so viel schon mal vorneweg.


@@@ Story @@@

Südamerika: Dr. James Atherton (Julian Sands) ist mit seiner Crew auf der Suche nach weiteren bisher unerforschten Insektenarten. Dabei stößt das Team auf eine äußerst aggressive Spinnenspezies, deren Biss einem der Teammitglieder schlagartig den Tod bringt. Als der Leichnam des Verstorbenen zurück nach Amerika geflogen wird, wissen unsere Insektensucher noch nicht, dass sich eine dieser Spinnen mit an Board befindet.

Dann ein kleiner Sprung. Wir befinden uns nun in einem abgelegenen ländlichen Dorf irgendwo an der Westküste der USA. Dr. Ross Jennings und seine Familie beziehen gerade ihr neu erworbenes Haus. Jennings selbst möchte in Kürze die Praxis und damit auch die Patienten seines in Rente gehenden Vorgängers übernehmen und freut sich schon richtig auf sein neues Heim.
Doch schon bald erfährt er, dass nicht alles so läuft wie er sich das ganze vorgestellt hat. Argwohn wird ihm gegenüber gebracht, speziell von seinem Vorgängerkollegen, der einfach nicht seine Stelle hergeben will (wegen Angst vor der Alterseinsamkeit oder so). Schlimmer wird das ganze noch dadurch, dass in der Folge mehrere Menschen aus seinem Umfeld eines plötzlichen Todes sterben und ihn manche schon „Dr. Tod“ nennen, da er bei den jeweiligen Todesfällen mit vor Ort war. Nach einigem hin und her wird den Dorfbewohnern, Jennings und Atherton, der zu Rat gezogen wird, jedoch klar, dass der Grund für die ominösen Todesfälle bei einer neuen Art von Spinnen zu suchen ist, die ihre Opfer mit ihrem Gift zur Strecke gebracht haben. Schnell stellt sich heraus, wo sich das Hauptnest dieser Spinnen befindet, es ist Dr. Jennings Schuppen...

Wie sich die Jagd auf die Spinnenmonster im genauen abspielt solltet ihr euch dann schon selber anschauen...


@@@ Meine Meinung @@@

...und das betone ich mit Nachdruck. Ich hab den Film vor ein paar Jahren bereits schon einmal gesehen, konnte mich aber gar nicht mehr so recht an das erinnern, was ich damals so gesehen hatte. Genremäßig kann man „Arachnophobia“ im übrigen durchaus in die Sparte Horror einteilen. Was zeichnet nun aber einen guten Horrorfilm aus? Ist es viel Blut, Spannung, viele Tote? Nun, „Arachnophobia“ kann zumindest nicht mit viel Blut dienen, eigentlich mit gar keinem, aber das ist nicht mal schlimm, im Gegenteil.
Vielmehr lebt der Film von seiner überaus spannenden Story. Anfangs wird das ganze wunderbar eingeleitet durch eine kleine Abenteuertour im südamerikanischen Dschungel, das gleich schon mal eine nette Einstimmung ist und auch atmosphärisch sehr gelungen rüberkommt. Schon jetzt merkt man, dass der Film mit vielen kleinen Einwürden immer wieder aufs neue interessant gehalten wird. Zum einen haben wir ein paar kleine Schockermomente, als sich eine tot geglaubte Spinne plötzlich auf einen der Teammitglieder stürzt und mir dabei beinahe das Herz in die Hose gerutscht ist. Und das ist echt derb, bin ich doch sonst so gut wie gar nicht schreckhaft. Mag aber auch an den Spinnen liegen, die bestimmt nicht nur bei mir einen gewissen Ekel hervorrufen.

Was aber mit Sicherheit einen ganz besonderen Reit an „Arachnophobia“ ausmacht sind die ebenfalls oft eingebauten lustigen Sprüche, über die ich fast ausnahmslos lachen musste. Sind jetzt keine Brüller, aber in den Situationen wirken die kurzen, knackigen Kommentare genial. Mal kurz eine meiner Lieblingsstellen:
Als der Kammerjäger Delbert mit seinen Schuhen eine der Spinnen zermatscht, sieht ihn ein Hund mit großen Augen an, er daraufhin: „Ich weiß, ich bin böse...“ Einfach hammerhart, alleine der Tonfall und von diesen coolen Sprüchen gibt es zuhauf in diesem Film.


Ich sprach eben von Spannung. Nun diese bezieht sich aber weniger auf den kompletten Handlungsstrang des Films, da man eigentlich schon von Beginn an weiß, wo sich das Nest der Killerspinnen befindet, aber die einzelnen Szenen an sich sind dann doch überaus sehenswert gestaltet. Immer wieder sehen wir Szenen, in denen die Spinnen neuen Opfern auflauern. Ich hab dann immer richtig mitgefiebert, ob die Leut dem Krabbelvieh noch entkommen oder doch dahingerafft werden. Oh Mann, es ist wohl auch die Vorstellung, dass einem selbst eine Spinne in diesem Moment auflauern könnte. Man stelle sich vor, man ist gerade eine Tüte Chips und darin krabbelt eine kleine eklige Spinne herum. Brrrrr *schüttel*
Bildlich ist das ganze stets passend eingefangen. Kamerafahrten so nah an die Spinnen, das man deren eklige Visage sieht, dann Fahrten, die die Spinnen auf ihrem Weg zu den Opfern darstellen oder einfach nur das genaue Einfangen des Gesichter der Akteure. Genial!
Hab ich schon erwähnt, dass die sehr innovativ gestaltet sind? Okay, im Grunde nicht überragendes, aber die Ideen sind schon einfallreich, wenn man sieht wie die einzelnen Menschen den Spinnenbiss erleiden...


Kommen wir aber mal zu den Darstellern. A la Bonneur, sag ich da nur. Im Prinzip haben wir einen ganz klaren Hauptprotagonisten in Form des jungen, smarten Dr. Ross Jennings. Er, der eine panische Angst vor Spinnen hat, wird am Ende so was wie der Held des Films, das mal vorweg. Bis dahin ist er immer wieder in Szenen zu beobachten wo er sein fachliches Geschick unter Beweis stellt, sich auf der Suche nach den Spinnen ist usw. Viel genialer aber die Szenen, in denen seine unglaublich ausgeprägte Arachnophobie (das bedeutet im übrigen Angst vor Spinnen) rüberkommt. *lol* Das muss man gesehen haben. Ab und an hat der Kerl auch mal einen flotten Spruch auf Lager, wirkt aber insgesamt mehr wie der seriöse Typ.


Nebenrollenstatus haben an seiner Seite im Prinzip alle, der einige etwas mehr, der andere etwas weniger. Aber ein Charakter sticht aus all denen heraus. Die Rede ist von Delbert, dem fetten Kammerjäger (John Goodman). Schade, dass der Kerl immer nur so kurze Auftritte hat, wenn er aber ins Bild kommt, Zeichen dafür ist dann immer so eine dudelnde, irgendwie passende Melodie, dann wird’s genial. Nicht immer total witzig, wenn auch mit einigen coolen Sprüchen, aber allein wenn ich diesen Typen sehe, muss ich schon schmunzeln. Gerade am Ende hat er ein paar hervorragende Auftritte, wenn er in Rambomanier auf Spinnenjagd geht.
Mein absoluter Fave in diesem Film!


Alle anderen Darsteller sind aber genau wie die beiden genannten vortrefflich gewählt. Manche mögen noch den Experten Atherton als Hauptperson heranziehen, ich messe ihm aber eher Adjutantenstatus zu. Auch wenn er eine charismatische Person verkörpert.

@@@ Daten @@@

Regie: Frank Marshall
Produzent: Frank Marshall, Steven Spielberg
Darsteller: Jeff Daniels, Julien Sands, John Goodman
USA 1990
FSK: 16 (?)

@@@ Fazit @@@

Ein rundum gelungener Horrorstreifen, der nicht nur durch seine perfekt inszenierten Szenen, sondern auch durch seine eingestreuten humorvollen Kommentare zu überzeugen weiß. Blutig oder gewalttätig wird’s im Grunde nie so richtig, auch wenn’s ein paar Tote gibt. Weiterhin sorgen gelungene Kamerafahrten und stimmige Hintergrundmusik für eine passende Atmosphäre. Schauspielerisch kann man sicherlich keine tiefen Charakterdarstellungen erwarten, was aber auch gar nicht nötig ist, dafür sorgen jene immer wieder für coole Sprüche, die entgegen manch anderem Film nicht platt, sonder richtig genial sind, und für manch interessanten Dialog.
Mehr als interessant auch die Themenwahl der Killerspinnen. Wenn auch keine neue Idee, so verfolgt man doch immer wieder gerne mit Spannung das Treiben der kleinen „Monster“ und hofft dabei insgeheim, dass man nicht selbst solchen Viechern zum Opfer fällt.

Absolut empfehlenswert für JEDEN Filmliebhaber, ob er nun Spinnen mag oder gar Schiss vor ihnen hat wie ich. Aber keine Angst, ist ja nur ein Film, ich konnte danach immer noch wunderbar einschlafen, auch wenn ich erst noch mal mein Zimmer nach Spinnen abgesucht hatte... ;)


Shake Heads

Euer gnoi


PS: Beachtet diese Woche die Shake Heads Aktion mit Slaaaaayyyyyeeeerrrr!!! :)


   

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