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Blaustirnara oder auch Hahn's Zwergara

5  08.02.2012

Pro:
Sehr neugierig, schnell zutraulich werdend

Kontra:
teilweise sehr laut, brauchen viel Platz und Beschäftigungsmöglichkeiten

Empfehlenswert: Ja 

ruegengeier

Über sich:

Mitglied seit:08.02.2012

Erfahrungsberichte:1

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 15 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Da ich hier einen älteren (alten) Erfahrungsbericht zu den Blaustirnaras gefunden habe, möchte ich dazu auch ein paar Worte schreiben.
Die Blaustirnaras sind eigentlich Großaras in Miniaturformat, d.h. vom Aussehen und Verhalten her sind sie wie die großen Aras auch - mit Amazonen überhaupt nicht zu vergleichen, weder optisch noch verhaltenstechnisch.

Beschreibung:
Von den Hahns Zwergaras, Blaustirnara ist die Nominatform am verbreitesten - Ara nobilis nobilis. Weiter findet man in der Literatur noch den Lichtensteins Hahns Zwergara ( Ara nobilis cumanensis), der aber ziemlich selten anzutreffen ist, wie auch die dritte Unterart, den Neumanns Hahns Zwergara (Ara nobilis longipennis)

Die Hahns Zwergaras/Blaustirnaras sind die kleinsten der Ara-Arten. Von der Größe her sind sie mit den Nymphensittichen zu vergleichen.

Der Ara nobilis nobilis (auch Diopsittaca nobilis) wird bis zu 30cm groß und erreicht ein Gewicht zwischen 130 und 170g. Das Gefieder ist insgesamt grün mit einer blauen Stirn (wird daher auch als Blaustirnara bezeichnet) und blauem Scheitelgefieder. Dies ist bei den Jungtieren stärker ausgeprägt als bei adulten Tieren. Das Untergeflügelgefieder, der Flügelsaum und der Flügelbug sind nach der ersten Mauser rötlich.

Die Extremitäten sind grau und der Schnabel hat einen hellen Ansatz am Oberschnabel und geht ins Anthrazit/Schwarz über.

Das Geschlecht lässt sich optisch nicht feststellen.

Der Lebensraum der Zwergaras ist Südamerika, wo sie noch sehr zahlreich anzutreffen sind. Dort leben sie in Gruppen von 10 und mehr Tieren. An den Schlafplätzen finden sich mehrere Gruppen an, so dass oftmals mehr als 100 Tiere aufeinander treffen.

Sie ernähren sich von Früchten, Beeren und Sämereien, sowie auch von Blüten und Pflanzenteilen. Auch Nüsse gehören zu ihrer Nahrung.

Bei Haltung in Menschenhand brauchen die Zwergaras grundsätzlich einen artgleichen, gegengeschlechtlichen Partner/in, denn der Mensch kann einen Partner/in nie ersetzen. Sie sind sehr sozial und unternehmen fast alles gemeinsam - wo der Eine ist, ist der Andere nicht weit.

Vorteilhaft ist die Haltung in einer Außenvoliere, wobei die Voliere nicht unter 4m² groß sein sollte, eher noch größer, denn die Blaustirnaras sind flinke und wendige Flieger. Ein beheiztes Schutzhaus muss für die kalte Jahreszeit zur Verfügung stehen.
Da die Zwergaras, wie alle Aras auch sehr laut sein können, braucht man Nachbarn, die tolerant genug sind. Bei der Haltung in der (Miet)Wohnung ist davon auszugehen, dass Ärger mit den Nachbarn vorprogrammiert ist und es schlimmstensfalls zu einer Abgabe der Vögel kommen kann (durch die Lärmbelästigung).

Im eigenen Haus und mit einer geräumigen Voliere (nicht unter 2m²) können die Blaustirnaras den Alltag sehr bereichern, denn sie sind sehr neugierig und eigentlich auch immer mitten im Geschehen sein - auch mal lautstark.
Dazu muss man sich auch keine Handaufzucht zulegen, denn Naturbruten werden auch sehr schnell zutraulich, haben aber den Vorteil, dass sie die komplette Erziehung der Eltern genossen haben und nicht eventuell durch den Menschen fehlgeprägt wurden.

Bei der Ernährung muss nicht wie bei anderen Arten auf Diät geachtet werden, denn Aras haben wie auch die Graupapageien einen schnellen/hohen Stoffwechsel und vertragen daher fettreicheres Futter. Frisches Obst/Gemüse sollte täglich mit gereicht werden, denn dadurch kann man sich chemische Zusätze an Vitaminen sparen.
Bilder von Aras
  • Aras Blaustirnara und Graupapagei
  • Aras abhängen...
  • Aras Bambus01 - Aras
  • Aras Liebespaar
Aras Blaustirnara und Graupapagei
Größenvergleich Blaustirnara - Graupapagei
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
ruegengeier

ruegengeier

16.02.2012 17:34

Danke, es freut mich, dass der Bericht gut ankommt. @Günter: ich bin auch verheiratet und hab sogar Kinder - da fallen die Papageien gar nicht mehr auf...lach. LG Sven

Frkruemel

Frkruemel

08.02.2012 12:43

Sind die knuffig!;-)Schöner Erstbericht lg

Kunstsniffer

Kunstsniffer

08.02.2012 12:04

Sehr lehrreicher Beitrag der mich dazu bewogen hat Deine Internetseite "ruegengeier.de" einmal zu besuchen. Ich halte zwar keine Papageien mehr (bin ja verheiratet). Aber ich finde Dein Interessengebiet und Deinen Einsatz bemerkenswert und lehrreich! Weiter so und LG Günter :-)

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