Einmal und nie wieder

1  19.12.2006 (20.12.2006)

Pro:
viel Verantwortung, man lernt fürs Leben, dicke Haut

Kontra:
schlechte Bezahlung, Arsch für alles, unbezahlte Überstunden, stasimethoden,

Empfehlenswert: Nein 

scoop-mo

Über sich:

Mitglied seit:19.12.2006

Erfahrungsberichte:8

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Ich habe im Januar 2006 meine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel bei KiK Textilien beendet, ich habe ein einser Arbeitszeugnis und auch ein einser Abschlusszeugnis von der IHK bekommen und musste trotzdem gehen (im nachhinein zum glück)! Der wahre Grund wurde nie genannt, war aber nicht schwer herauszufinden.
Während meiner Ausbildung wurde in einer Blitzaktion mein komplettes Team rausgeschmissen, weil meine Chefin Kontakt zur Gewerkschaft aufnahm. Wir wurde nach Geschäftsschluss von unserer Bezirksleiterin beschattet und anscheinend verfolgt, wenn wir abends noch was trinken waren.
Um also alle Mitarbeiter in der Filiale zu haben, wurde als Vorwand eine Inventurschulung angekündigt. Am Ende vom Lied stand ich am Abend als Azubi ganz allein in der Filiale. Alle meine Mitarbeiter wurden mit stasiähnlichen Methoden verhört und mehr oder weniger zur Unterzeichnung eines Auflösungsvertrags durch Psychospielchen gezwungen, dazu ist sogar extra der oberboss Heinz S. gekommen. Auch ich wurde verhört und es wurde versucht mich zu Aussagen gegen meine Mitarbeiter zu drängen, was ich nicht tat und was gleichzeitig mein Ende nach der ausblidung bei KiK bedeutete.
Alle meine Kolleginnen verließen weinend nacheinander die Filiale, so wurden sie psychisch fertig gemacht. Sie wurden in der Mitte des Raumes allein hingesetzt und alle Chefs standen außenrum und warfen lauter absurde Sachverhalte vor. Wir wurden gefragt mit wem wir uns abend treffen, wowir hingehen würden, ob Mitarbeiter klauen usw.
In dieser Zeit habe ich jedoch gleichzeitig vieles wichtiges für meinen Berufsweg gelernt: vertraue niemandem, beiß dich durch und glaub an dich und das was du kannst.
Die Kikmasche scheint nämlich: mach die Leute so runter, dass sie dankbar sind überhaupt bei KiK arbeiten zu dürfen...
Es mag auch Filialen oder Menschen bei KiK geben, die sowas wie Moral, Freundlichkeit und Respekt kennen, allerdings sind diese nur unter den Aushilfen, Verkäufern und Marktleitern zu finden. Alles was drüber kommt kennt diese Dinge nicht und wird irgendwann die Quittung bekommen.
Und wenn man sich mal im Internet oder auch unter Freunden und Bekannten umhört, wird man schnell merken welches Image kik auf dem Arbeitsmarkt mittlerweile aufgebaut hat.
Bist du schüchtern, hast kein Selbstbewusstsein und willst als Mensch zweiter Klasse behandelt werden?
dann bewirb dich

mehr zu dem Thema auf meiner Seite:
www.handelsassistent.de.vu
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Saviour1981

Saviour1981

11.05.2010 16:44

"so billig, so gut, geil"... das "so billig" scheint vor allem für den Lohn der Mitarbeiter zu gelten. Im übrigen erinnert mich dieser Bericht an Zustände bei LIDL. Ver.di sollte ein "Schwarzbuck KIK" einführen.

noname_6032

noname_6032

25.02.2008 02:06

Das sind ja Zustände ...

Eifelmaxi

Eifelmaxi

12.02.2007 13:42

Tja was soll man da sagen, leider hat er recht mit seiner Darstellung der "Maschen bei KiK". Ob es dann nun wirklich in jedem Verkaufsgebiet so abgeht bleibt erst einmal dahingestellt, da ich es nicht prüfen kann. Nur wenn man sich die Struktur bei KiK anschaut, wird dies wohl der Fall sein, denn letztendlich werden die Führungskräfte zentrale geschult. Mir hatte man letztendlich zum Vorwurf gemacht, das ich für Kunden die entweder selber nicht schreiben konnten oder einfach nur Alt und Hilflos waren, die Retourenzettel ausgefüllt habe und sie dann vom Kunden habe unterschreiben lassen. Dies war in den Augen der Revision allerdings ein Betrug und ich wurde fristlos gekündigt. Mein letztes Gehalt wurde einfach einbehalten und mir wurde eine Vertragsstrafe von 2.000 € auferlegt. Zu guter Letzt hat das Arbeitsamt mir dann noch eine drei monatige Sperre meines Arbeitslosengeldes aufgedrückt. Erst ein Prozeß vor einem Arbeitsgericht, hat mir dann später geholfen, gegen diese Willkür vorzugehen. Aber dies war vier Monate nach Entlassung und in dieser Zeit hatten wir keinerlei Geld, außer das Gehalt meiner Frau, da wir im Zeitraum der Sperre durch das Arbeitsamt, für einen HARTZ IV Antrag wiederum zuviel Einkommen hatten.

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