Arbeiten als Türsteher

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Arbeiten als Türsteher

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... Frauen als Türsteher Ja bitte, mehr davon! Durchaus nicht nur schön anzusehen, ermöglichen sie dem Kollegen meist ein einfacheres Arbeiten. Nichts ist schlimmer, wie als Mann eine Frau vor die Tür setzen zu müssen. Ein ewiger Krieg sag ich da nur. Mir ist es oft schon passiert das ich ... Bericht lesen





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TEUFELCHEN SAGT: DU KUMMST HIER NED REIN
Erfahrungsbericht von BACK_IN_BLACK_DEVIL über Arbeiten als Türsteher
01.09.2011


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Macht Spass, guter Nebenverdienst
Kontra: die Arbeitszeit, teilweise die Vorurteile

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Das Gros der Türsteher ist und bleibt oberflächlich, ist ungeschult und nutzt die kurzweilige Machtposition zur Ausfüllung persönlicher Defizite.
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Servus Leseratten!

Ja, was soll dieser Text da über meine Begrüßung, die Ihr ja vom Teufelchen gewohnt seid? Das möchte ich euch gerne erklären, auch die Überschrift nimmt im Laufe dieses Vorwortes an Bedeutung zu. Kapitän Teufelchen, hat noch einen Nebenjob, einen Nebenjob, der vom Admiral Armin absolut verhasst ist, da das Teufelchen jedes Wochenende in gewissen Zügen, seine Gesundheit riskiert um andere Leute einen schönen Abend zu schenken, anderen aber wieder die Teuflischste Nacht die sie je hatten. Aber diese Spitzbuben haben es dann meist auch nicht anders verdient. Um was geht es, da oben steht Türsteher! Was der Teufel ist einer von den bösen Individuen, die jeden Freitag und Samstag ihre Macht ausspielen, um das arme Feiervolk an Ihrem Spaß zu hindern? Hier kommt die unschöne Wahrheit, ja so ist es! Aber diesmal nimmt das Teufelchen kein Blatt vor den Mund, denn eines soll mal klar sein, wer bei mir nicht vorbeikommt, der muss draußen bleiben, meist auch zu Recht. Ich möchte hier nicht nur was über diesen Job und seine Kriterien erzählen, sondern euch auch die Gesetze und Anforderungen etwas näher bringen, sowie ein paar Story´s aus dem Alltag schildern. Türsteher ist ein Job, der nervlich einfach ein hohes Maß an Toleranz fordert, da viele Gäste immer noch der Meinung sind, so ein Türsteher ist schuld wenn ich nicht rein komme, dieser böse Gorilla.

Ich arbeite seit einigen Jahren in München als Türsteher! Alles hat angefangen in der Kultfabrik in München (zuvor aber schon mit 18 in Magdeburg), dort habe ich bei der Security Firma von Erben & Weidenauer gearbeitet. Deren Aufgabenbereich bestand darin, für Sicherheit auf dem Gelände der Kultfabrik in München, zu sorgen. Auf diesem Gelände, das kann ich euch sagen, da geht es jedes Wochenende heiß her. Viele Schlägereien, in den unbeteiligte Personen mit zu Schaden kommen, verletzte Personen, die Hilfe brauchen, alles so was ist dort der Alltag. Man muss sich das vorstellen, als wäre das Oktoberfest jeden Tag. Irgendwann wurde mir aber auch dieser Job (war nur als 400 € Kraft) zu viel. Dabei ging es nicht um die Arbeitszeit, sondern um die psychische Anforderung die einem jedes Wochenende in großen Stil gestellt wurde. „ Gewalt ist Geil und wenn du dich nicht verpisst, dann steche ich dich ab“, so etwas wurde mir von einem 14 jährigen Jungen gesagt, der aus der Diskothek Metropolis kam. Das Ende der Geschichte war, der Junge lag lange Zeit im Krankenhaus, weil ich Notwehr ausüben musste. Der Junge rannte mit dem Messer auf uns los, was macht man da? Guter Rat ist teuer. Ich griff seinen Arm von der Seite und drückte Ihn nach unten. Dabei verletzte er sich, an seinem eigenem Messer was er noch immer in der Hand hielt. Dennoch klarer Fall von Notwehr, durch die Kameraüberwachung wurden die Aufnahmen vor Gericht ausgewertet und somit das Urteil gesprochen. Man muss verstehen, das hier dem Teufelchen, das grauen bis zum Halse stand, ich denke heute immer noch oft an diese Situation, der Junge hätte dabei sterben können und das nur, weil er dachte, er kann machen was er will.

Von der Kultfabrik ging es dann zum Natraj Temple, das war eine Disco, der Hit. Drogen jeden Tag so viel der Kunde mag. Es gab dort Leute, die gibt es nicht, ich denk oft noch an die vielen Leute, die gegen unseren Spiegel rannten! Spiegel? Ja! Man muss sich vorstellen, wir standen immer am Kassenbereich, da wir dort in Ruhe ausselektieren konnten, um aber den Innenraum des Tempels im Auge zu haben, hatten wir einen großen Spiegel aufgestellt, dort rannten die verstrahlten Gäste öfters gegen und wunderten sich warum sie nicht in den Club kamen. Einer behauptete mal, dass sich gerade die Matrix vor Ihm verschließt und er ab sofort hier gefangen sei. Man kann sich vorstellen, dass man hier seinen Spaß hatte. Von da aus ging es dann nach Pfaffenhofen an der Ilm, dort gab es das Splendo, ziemlich zentral gelegen, hier ging es auch immer recht lustig zu, viele nette Gäste, aber auch einige die es wirklich wissen wollten.

Danach führte mich mein Weg noch auf die eine oder andere Veranstaltung und dann in das Titanic City, dort arbeitete ich Donnerstags, und Freitags im Netzer, Samstag war ich dann Gast im Titanic City. Das TC, wo sich meine Karriere fast beendet hätte im Januar 2010, da ich mir hier mein Sprunggelenk dreimal brach, nachdem sich ein betrunkener Herr, an mir aufraffen wollte, zuvor hatte ich es aber mit ein paar Personen zu tun, die diesem Herrn schaden wollten. Seit August 2010 bin ich fester Türsteher im Netzer in München, habe noch die Verantwortung über eine paar Leute an anderen Clubs und muss sagen, dass ich in dem Job aufgehe, auch wenn ich mir manchmal dumme Sprüche von sogenannten schlauen Menschen anhören muss.

Aber dennoch ein geiler Job, wenn alles passt. Man lernt ein Haufen nette Leute kennen, es entstehen sogar Freundschaften daraus. Für einen Nebenjob durchaus lukrativ, dennoch mit Unmengen an Vorurteilen belastet, die Teilweise auch stimmen mögen.

Wie gesagt ich arbeite als Türsteher im Netzer in München, das ist eine kleine Bar in der Nähe des Gärtnerplatzes. Von der Location her, sehr gut, geile Musik und es kommt fast jeder rein. Natürlich haben auch wir als Türsteher so unsere Anordnung vom Besitzer des Ladens, somit auch das Übertragene Hausrecht, wir entscheiden also im Sinne unseres Chefs wer den Laden betritt und wer nicht.

Das Hausrecht


_ Das Hausrecht ist heute vor allem mit dem Begriff Hausfrieden und der Unverletzlichkeit der Wohnung nach Art. 13 GG verbunden. Das Hausrecht steht auch Gewerbebetrieben auf ihrem Grundstückseigentum oder -besitz zu,[1] so etwa auch dem Gastwirt. Im Rahmen des Hausrechts kann unter bestimmten Umständen ein Hausverbot ausgesprochen werden (mit Ausnahme der Versammlungsfreiheit in Bahnhöfen, Häfen oder kommunale Einkaufszentren, wenn sich diese öffentlich genutzten Räume mehrheitlich in staatlichem Besitz befinden).[2] Der Hausherr ist befugt, das Hausverbot notfalls mit Gewalt im Rahmen der Notwehr (§ 32 StGB) durchzusetzen. Wird gegen das Hausverbot verstoßen, liegt der Straftatbestand des Hausfriedensbruchs vor (§ 123 StGB). _


„Quelle Siehe Text“

Zum übertragenen Hausrecht, genügt es, wenn eine Person den Verantwortungsbereich an eine Sicherheitsfirma überträgt, oder an eine jeweilige andere Person. Somit fängt es an interessant zu werden. Ein Türsteher ist nicht nur einfach ein Depp der irgendwo über Party machen und nach Hause gehen entscheidet, nein er muss sich tatsächlich auch mit Gesetzen befassen und sollte daher ein fundiertes Wissen haben. (Darum ist es Pflicht, wenn eine Diskothek, eine Sicherheitsfirma beschäftigt, dass jeder Mitarbeiter mindestens die Sachkundeprüfung nachweisen kann).

Zum Hausrecht, gehört aber auch der Hausrechtsbereich. Da möchte ich mal ein interessantes Beispiel anbringen, das jetzt gerade mal vier Wochen her ist. Zwei nicht mehr ganz nüchterne gut gekleidete Personen, stehen plötzlich vor unserem Lokal (Anordnung Chef, keine Typen mit Anzug, weil das vom Gesamtkonzept nicht stimmig ist). Höfflich wie immer, einfach die Sachlage erklärt, Jungs diese Bar ist nichts für euch, weil ihr einfach zu fein gekleidet seid, ein anderes Mal gerne wieder. Des Weiteren hatten sie noch ein Fremdgetränk mit dabei etc. Daraufhin ging das Theater auch schon los. Wortwörtlich: „wisst Ihr eigentlich was ich verdiene, ihr armen Hartz IV Wi……. . Ihr blast euch hier auf ihr Spinner. Dann betrat er unsere Türschwelle. Fehler! Ich habe Ihm höflich aber bestimmt gebeten diese zu verlassen und dann auch bitte den Hausrechtsbereich zu verlassen.
(Hausrechtsbereich, schließt unter anderem auch den Bürgersteig auf der gesamten Länge der Lokalität ein.)

Natürlich war der abgewiesene Gast mal wieder schlauer, er ist ja nach eigenen Aussagen Jurist und auch sein Vater sei erfolgreicher Jurist. Er beschimpfte uns wie Wild, aber man staune, auch Türsteher bleiben ruhig. Das ärgerte Ihn wohl erst recht. Nach 20 Minuten der Diskussion wurde ich dann endlich mal laut. Worauf er meinte ich will Ihn jetzt angreifen. Dann fing er an sein Handy zu ziehen, zu filmen und zu machen… Aber irgendwie blieb der Türsteher immer noch ruhig. (Ich kann das :-D) Was machte ich, ich rief einfach die Polizei, die kamen dann auch recht zügig und klärten den Mann mal über sein Recht auf, nämlich das Recht zu verschwinden. Am Ende meinte er auch noch, das die Polizei was gegen ihn hat und wurde da dann auch noch Handgreiflich, was dann passierte brauch ich wohl nicht weiter zu schildern, es ging zumindest ziemlich laut her und der wilde Gast wurde von der Polizei, unter laustarkem Protest, abgeführt (seine Worte waren, Hilfe Hilfe ich werde von der Polizei Missbraucht). So und nun geht’s los mit dem Krampf, ich hoffe Ihr habt noch Lust weiter zu lesen

Legende


  • Was ist die Grundvoraussetzung
  • Rechte des Türstehers (Doorman, Bouncer)
  • Pflichten des Türstehers (Doorman, Bouncer)
  • Frauen an der Tür oder im Sicherheitsdienst
  • Der Eigenschutz
  • Notwehr
  • Besondere Vorsicht
  • Sie wissen es ist falsch aber Versuchen kann man es ja…. Ausweis fälschen.
  • Meine Hass Frage …………. Ja aber Warum?
  • Mein Auftreten
  • Männlein & Weiblein als Gast, eine Neverending Story
  • Meine schönste Seite an dem Job
  • Verdienst und Arbeitszeit
  • Kleine Bilderkunde
  • Mein Fazit
Was ist die Grundvoraussetzung
Als aller erstes muss ich mal ein Vieh sein. Groß und Breit, mir müssen sämtliche Gehirnwindungen fehlen, denn Muskeln reichen aus. Vorstrafen wegen Körperverletzungen sollten mindestens mein polizeiliches Führungszeugnis zieren, nur durch Gewalt und deren Taten kann man sich doch Respekt verschaffen. Dann ist ganz wichtig Drogenabhängig zu sein, denn ohne eine Nase von dem guten weißen Schnee, übersteht man die Nacht so oder so nicht.
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Ups, ich verwechsele da wohl gerade was, das waren ehr die negativ Eigenschaften eines Türsteher, aber auch so etwas gibt es leider. Spaß bei Seite, wichtig ist erst einmal eine gewisse Bildung, die Sachkundeprüfung gemäß § 34a GewO (nicht Pflicht für private Türsteher, die nicht einer Sicherheitsfirma angehören), sollte schon mal das mindeste sein, was man zu diesem Job beitragen kann (Ich trage den Titel gepr. Schutz und Sicherheitskraft (Quasi Werkschutz), nicht zu verwechseln mit der Fachkraft für Schutz und Sicherheit da liegen mindestens 2 Jahre Ausbildung dazwischen). Weiter ist es durchaus Sinnvoll einen Ersthelfer Kurs zu besuchen, oder etwas Ahnung von der Ersten Hilfe zu haben, da es immer wieder zu Verletzungen kommt, die, je nach Verletzung, mehr oder weniger, sofort behandelt werden müssen.
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Ein hohes Selbstbewusstsein und innere Ruhe sowie Stärke, gehören auch zu den Anforderungen. Nichts ist schlimmer, als ein Türsteher der sich unnötig provozieren lässt, das ist nämlich ein Hobby vieler Besucher von Discotheken. Wichtiger als Selbstverteidigung ist die Kommunikation, in dieser sollte man eventuell eine gesonderte Schulung besuchen oder eben durch Praxis lernen, man kann fast jeden Gast, mit dem es ein Problem gibt, nur durch Worte, seinen eigen Willen aufzwingen. Natürlich, das Funktioniert nicht immer, manchmal ist Gewalt von Nöten, an dieser Stelle ist Selbstverteidigung sehr wichtig. Ich persönlich trainiere seit Jahren Wing Tsun und Krav Maga (Krav Maga bietet auch spezielles Training zur Entwaffnung bei Übergriffen mit Waffen). Beide Verteidigungsarten sind auf den Mann ausgerichtet und gehen auf den Körper, somit ein klassischer Vollkontakt. Mit schnellen und Reflexartigen Griffsystemen kommt man schnell zum gewünschtem Erfolg, auch wenn mal wieder ein Möchtegern Kickboxmeister mit 20 Jahren vor einem steht und einem das Leben schwer machen will. Natürlich sollte hier auch darauf geachtet werden, dass sich jede Handlung im Rahmen der Notwehr befindet.
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Ganz wichtig ist eine gewisse Menschenkenntnis und auch Konsequenz. Viele meinen immer, dass manche Türsteher extrem hart sind, ich bin da auch so ein Fall. Nur muss ich sagen, wer Mist macht, sollte die Schaufel auch tragen können. Einmal „Nein“ heißt „Nein“! Wie man es auch nimmt, manche betrunkenen Gäste sind schlimmer wie kleine Kinder, die brauchen auch eine Konsequente Art der Erziehung, sonst tanzen sie einem auf dem Kopf herum. Menschenkenntnis ist auch wichtig, vor allem beim Schätzen des Alters. Frauen haben ein Talent dafür älter aus zu sehen, als sie sind, bei manchen ist es aber auch das totale Gegenteil.
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Jetzt das wichtigste, ein absolut sauberes polizeiliches Führungszeugnis, sowie eine gute Rechtschutzversicherung. Letzteres ist das wichtigste, aber dazu später mehr!
Was ist der 34a oder die Sachkunde


Unterweisung nach §34a

Der Paragraph 34a Gewerbeordnung (§34a GewO) und die Bewachungsverordnung sind die gesetzlichen Grundlagen für das gewerbliche Bewachen fremden Lebens und Eigentums. Gleich ob selbständige Tätigkeiten im Bewachungs- und Sicherheitsgewerbe oder Tätigkeiten in Form eines Anstellungsverhältnisses, beides unterliegt den Regelungen dieses Paragraphen und den der Bewachungsverordnung.

Mit dieser gesetzlichen Regelung will der Gesetzgeber sicherstellen, dass Personen, die Verantwortung für die Sicherheit (Bewachung) fremden Lebens und Eigentums tragen, zuverlässig (im behördlichen Sinn) sind und sich für diese Tätigkeiten auch eignen.

Eine Anstellung bei einem Sicherheitsunternehmen in den Bereichen Objekt- und Werkschutz, Revier- und Streifenwachdienst, Sicherheitskuriere, Geld- und Werttransport, Empfangsdienst im Objektschutz, Veranstaltungs-Security, oder Personenschutz schreibt eine Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a Gewerbeordnung vor. Weitergehende Tätigkeiten setzen nicht nur eine Unterrichtung, sondern eine Sachkundeprüfung nach § 34a GewO voraus.

Sachkundeprüfung nach § 34a GewO

Die Sachkundeprüfung (für besondere Bewachungstätigkeiten nach § 34a Gewerbeordnung) benötigt jeder, gleich ob Gewerbetreibender oder Angestellter im Bewachungsgewerbe, der tatsächlich Tätigkeiten in den Bereichen Citystreifen (Bestreifung öffentlicher Parks, Einkaufszentren oder im S-/U-Bahn-Bereich), Kaufhausdetektive, Türsteher (vor gastgewerblichen Diskotheken) verrichtet.

Die Sachkundeprüfung ist nicht nur eine 'abgeprüfte' Unterrichtung. Die Anforderungen und der Aufwand zur Vorbereitung liegen deutlich höher. Die bestandene Sachkundeprüfung ersetzt die Unterrichtung für Bewachungspersonal oder für Bewachungsgewerbetreibende. Die Kosten belaufen sich auf ca. 150,00 EUR für die Prüfung, eingeschlossen hierbei sind aber nicht die nötigen Lehrmaterialien, die Kosten meist noch weiteres Geld.

Die Ausübung aller Bewachungstätigkeiten (uneingeschränkt) ist damit möglich.

Quelle, Auszüge aus Sicherheitswiki und Gewerbeordnung

Wer es genau wissen will http://dejure.org/gesetze/GewO/34a.html

Ausgenommen hiervon sind natürlich diejenigen, die den Beruf Fachkraft für Schutz und Sicherheit gelernt haben, oder gepr. Schutz und Sicherheitskraft IHK sind.
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Was habe ich für Rechte als Türsteher

Im Grunde nur das Hausrecht sowie das Jedermanns Recht!
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Das Hausrecht habe ich weiter oben schon erklärt, dass Jedermanns Recht klingt blöd heißt aber so, geregelt unter § 127StPO Abs. 1
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§ 127StPO Abs. 1

Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen.

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„Quelle: Strafprozessordnung“
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Wichtig hierbei, vorläufig festzunehmen heißt, bis zum Eintreffen der Polizei, hierbei aber auch wieder wichtig, nur mit den dafür geringst nötigen Mitteln (Heißt das ich nicht mit einer Pistole zur Messerstecherei gehe, oder jemanden der unbewaffnet ist, mit einem Schlagabwehrstock das Böse austreibe, je nach Bedarf muss ich halt da Reagieren, Handfesseln sind wiederum erlaubt um den Täter an der Flucht, zu hindern)!

Ein Beispiel dazu.

Ein Typ, sprüht unrechtmäßig im Dunklen, eine Hauswand mit Farbe an, erfüllt damit den Straftatbestand. Ich erwische Ihn dabei auf frischer Tat, er versucht zu flüchten und ich kenne diese Person nicht. Jetzt bin ich dazu berechtigt die Person an der Flucht zu hindern und vorläufig festzunehmen. Im Anschluss muss sofort die Verständigung der Polizei erfolgen.
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Sollte der Typ aber aus meiner Nachbarschaft kommen und oder nicht flüchten, ich kenne Ihn, weiß wie er heißt, er verliert seinen Ausweis etc. Ist es nicht mehr gestattet in festzunehmen.
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Sollte ich jedoch die Festnahme schon eingeleitet haben und habe die Polizei verständigt und dem Täter fällt ein, er gibt mir jetzt seinen Ausweis, hat er Pech gehabt, das darf dann die Polizei klären.

Darf ich eigentlich den Personalausweis verlangen?

Grundsätzlich gilt, bei Unsicherheit, lieber den Ausweis zeigen lassen!
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Grundsätzlich gilt aber auch, kein Gast hat die Pflicht den Ausweis zu zeigen, kein Türsteher das Recht einen Ausweis einzufordern, denn das darf nur die Polizei.
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Fakt ist aber, das sich eine Alterskontrolle nicht vermeiden lässt, darum fragt der Türsteher nach dem Ausweis und der Gast händigt diesen aus, somit ist der Gast mit der Kontrolle einverstanden.
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Ist der Gast nicht einverstanden, gilt aber auch, dass der Türsteher den Gast nicht in die Lokalität lassen muss, somit ganz klar und auch Berechtigt, den Zutritt verweigert. Ich z.B. würde sogar so weit gehen, dass wenn der Gast sich dazu endscheiden sollte, dann doch seinen Ausweis zu zeigen, diesen dennoch nicht in die Räumlichkeiten zu lassen. Warum? Auch ein Türsteher muss sich nicht verarschen lassen, immerhin sind wir auch nur Menschen, die einer Arbeit nachgehen (Keine Machtdemonstration, sondern lediglich Konsequent). Das gleiche gilt auch für die Kontrolle von Taschen, oder ähnlich mitgeführten Dingen.

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Was kommen für Pflichten auf mich zu

Die Garantenstellung

_Die Garantenstellung kann sich dann ergeben, wenn eine Person in einer Pflichtenposition steht, in der sie dafür einzustehen hat, dass ein bestehendes Rechtsgut vor Schäden geschützt wird. Sie kann sich z. B. ergeben aus: Rechtssatz (z. B. bei einem Vormund oder Betreuer nach § 832 BGB), freiwilliger Übernahme von Schutz- und Beistandspflichten (z. B. bei Ärzten), enger natürlicher Verbundenheit / Familiengemeinschaft (z. B. Eltern für Kinder und umgekehrt, Ehegatten untereinander), Gefahrengemeinschaft (z. B. Bergsteigergruppen, Forschungsexpeditionen), besonderer Amtsstellung (Polizei, Feuerwehr etc.). Siehe auch: Pflicht als Garant und § 323c StGB._

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Quelle Wikipedia
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Beim Türsteher handelt es sich dabei um die Garantenstellung aus Vertrag. Die Garantenstellung im Sicherheitsdienst oder an der Tür ist ein ganz blöder Fall, weil wenn sie mal zutrifft, dann mit Ihrer ganzen Härte. Wenn ich jemanden in die Räumlichkeiten lasse, mit dem Wissen, das diese Person einem anderen Schaden will, trage ich auf Grund der Garantenstellung eine Mitschuld. Genauso wenn ich eine Information bekomme das sich in der Disco geschlagen wird oder ähnliches, ich darauf aber nicht reagiere trage ich eine Mitschuld. Die Garantenstellung ist aber auch irgendwo eine Auslegungssache, man kann natürlich behaupten, der Türsteher muss so geschult sein, das er jede Gefahr sofort erkennt, aber auch dies ist nicht der Fall. Wenn ich jemanden in die Disco lass, der die Absicht hat jemanden zu seinem Opfer zu machen, kann ich das nicht zwangsläufig wissen.
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In meinem Beispiel verlief das noch ein bisschen anders. Ich arbeitete in der Disco „Splendo“ in Pfaffenhoffen an der Ilm. Ein ganz normaler Samstag, keine auffälligen Gäste, alles war ok. Ich ging zur Bar und wollte für mich und meinen Kollegen ein Red Bull holen, wie ich fast über eine am Boden liegende Person stolperte. Herr L. trat in mein Leben, eine Begegnung auf die ich gern verzichtet hätte. Herr L. war klar betrunken, ich half ihm auf und bin mit Ihm erst einmal Richtung Eingang, das er aus der Masse an Menschen heraus kam, dort fragte ich Ihn nach seinem befinden. Klare Aussage Herr L.: „ich hau Dir in die Fresse“. Gut, ich glaube damit hätte ich leben können. Ich tat die Sache mit einem genervt aufgesetztem Lächeln ab, teilte Herr L. noch höflich mit, dass für Ihn heute Abend ein Bett nötiger wäre, als ein weiteres Bier. Herr L. sollte noch seine Jackenmarke für die Garderobe heraus geben, damit er seine Jacke bekommen würde, da es Winter war und knappe -10 Grad herrschten. Leider fand Herr L. seine Marke nicht und wir suchten weiter seine Marke für die Jacke. Nach einer guten Stunde hatte ich dann die Schnauze wirklich voll, ich bat Herr L. zu gehen und die Jacke am folgenden Tag im Büro zu holen (mit dem Wissen, das Herr L. nur ca. 10 Gehminuten, in seinem Zustand, weg wohnte). Gesagt, getan, Herr L. steuerte, zu Fuß (sollte eigentlich ein Taxi nehmen), Richtung seiner 4 Wände, dachte ich zumindest. Nach ca., 45 Minuten donnerte es gegen unsere Eingangstür, da wir uns im Eingangsbereich aufhielten, konnten wir dieses auch klar hören. Ich öffnete die Tür und Herr L. rannte mit ausgestreckter Faust, sowie einem blutüberströmten Gesicht auf mich los. Erste Reaktion, Herr L. zur Ruhe zu bringen. Dies gelang uns dann auch mehr oder weniger. Wir riefen dann den Notarzt und versorgten dürftig die Platzwunde, die sich oberhalb seines Auges befand. Nachdem Herr L. dann vom Notarzt versorgt wurde war diese Situation für uns normal abgeschlossen und vergessen.
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Eine Woche später, am Freitag, tauchten 2 Herren der Polizei auf und teilten uns mit, das Herr L. eine Anzeige wegen Körperverletzung machte, wir hätten Ihn brutal zusammen geschlagen und ich hätte, während er lag immer wieder auf seinen Kopf eingetreten. Der Polizist erkannte aber sofort, dass dies unmöglich so gewesen sein kann (wenn ein 150 kg Typ, auf einen 60 kg Typ mehrfach Eintritt, dann ist da mehr als nur eine Platzwunde). Auf Wunsch brannten wir die Kameraaufnahmen des kompletten Samstags auf CD, womit dann der Sachverhalt auch vor Gericht klar sein sollte. So kam es dann auch, Strafrechtlich absolut keine Verurteilung, ganz klar Freispruch. Zivilrechtlich hatte sich Herr L. aber irgendwie auch noch was ausgedacht, 4500 Euro Schmerzensgeld von mir und meinem Kollegen, sprich 9000 Euro. Da ist jetzt der Punkt erreicht, wo man seine Rechtschutzversicherung unbedingt mal in Anspruch nehmen sollte. Es kam nämlich anders als erwartet. Herr L. hatte nämlich, auf dem Gericht in Pfaffenhofen, sein Recht bekommen. Zwar hieß die Summe nicht mehr 4500 Euro, sondern nur noch 2500 Euro, aber was will man dagegen machen? Richtig! Den nächsten Schritt gehen, eine Instanz höher, nach Ingolstadt. Mein Anwalt, der im Übrigen, sehr viel mit Sicherheitsdienste und Türstehern arbeitet, hatte auch schon jede Menge Vergleichsfälle gehabt, jedoch in München. Egal welcher Fall es damals war, sie wurden alle zu Gunsten des Sicherheitsmitarbeiters gefällt. Wir waren auch der Annahme, dass in Ingolstadt, die Richter wohl etwas mehr Ahnung vom klassischen Discobesuch haben, aber weit gefehlt. Zumindest kam es zu einem Schmerzensgeld von 400 Euro was wir dann noch bezahlen mussten, aber mit der Begründung, wir hätten für den sicheren Heimweg von Herrn L. sorgen müssen, angelehnt auf die Garantenstellung, weiter wäre es ratsam gewesen, Herrn L. eine Jacke zu geben, es sind ja schließlich genug da.. Krasse Sachen, aber wir dachten uns, naja die 400 Euro nehmen wir, immer noch besser als 4000. Dennoch konnten wir uns nicht verkneifen, dann auch offiziell zu sagen, dass es für Herrn L. wohl besser wäre nie wieder einen Tropfen Alkohol zu trinken.
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Die Moral aus der Geschichte…
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Ich war bis dahin immer, ein ziemlich kulanter Türsteher, der auch mal ein Auge zugedrückt hatte, wenn jemand schon etwas angeheitert war. Dies ist jetzt nicht mehr der Fall. Ich weise Leute ab, die meiner Meinung nach zu viel haben, auch wenn das vielleicht nur 2 Bier waren. Ich setze auch Leute vor die Tür, wenn ich der Meinung bin es reicht, viele haben dafür kein Verständnis, diese Seite kann ich auch ganz gut verstehen, nur leider versteht man mich in dem Fall nicht. Schade!
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So aber weiter im Text, was habe ich noch für Pflichten.
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Zum einen das klare Jugendschutzgesetz, bei uns im Netzer ist absolut kein Einlass für unter 18 jährige, das muss ich durchsetzen. Somit haben die Bedienungen ein Problem weniger, sie können ungehindert Alkohol ausschenken. Bei dieser Geschichte, ist die Ausweiskontrolle wichtig. Man muss Ihn nicht zeigen, ich muss aber auch niemanden in die Lokalität lassen, aber das hatten wir ja schon. Somit ein klassisches Geben und Nehmen, wer sein Ausweis nicht dabei hat, kommt auch nicht rein, egal ob man schon 20 oder 25 ist. Zu den Fakeausweisen komm ich dann später noch.
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Bei uns hier in Bayern, sehr interessant, das Rauchverbot. Meine Lieblings Pflicht (nerv). Alle halbe Stunde, rein in die Menschenmassen, Raucher lokalisieren und dann ohne Verwarnung an die frische Luft. Ja genau, ohne Verwarnung. Warum? Dieses Gesetz ist 1 Jahr alt, mein Chef musste schon einmal 1000 Euro für einen erwischten Raucher bezahlen. Konsequenz, wer raucht, feiert draußen.
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Da ist dann aber auch gleich wieder der nächste Punkt, durch das Rauchen im Freien, muss man natürlich auch für Ruhe sorgen, da sonst wieder der gemeine Anwohner auf den Zettel kommt.
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Weiter Pflichten sind die Interessen des Chefs zu vertreten und für Sicherheit im Laden zu sorgen.
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Frauen als Türsteher

Ja bitte, mehr davon! Durchaus nicht nur schön anzusehen, ermöglichen sie dem Kollegen meist ein einfacheres Arbeiten. Nichts ist schlimmer, wie als Mann eine Frau vor die Tür setzen zu müssen. Ein ewiger Krieg sag ich da nur. Mir ist es oft schon passiert das ich im Netzer eine Frau vor die Tür setzen musste, was man sich dabei anhören darf ist nicht normal. Was das Benehmen mancher Frauen angeht, ist absolut wiederwertig. Ich bin immer dankbar wenn meine Kollegin dabei ist, sie ist zwar manchen Männern, was die Stärke und Größe angeht, weit überlegen, aber das macht nix. 1,90 Meter, 13 Jahre Kampfsporterfahrung und absolut nicht zimperlich. Aber es gibt auch andere Beispiele, kleine zierliche Damen, die trotzdem Ihren Mann stehen. Was ich jedoch nicht behaupten kann, dass Frauen unbedingt nützlich für die Deeskalation sind, meine Erfahrungen sprechen da andere Story´s. Nehmen wir mal die Außen Streife in der Kultfabrik, Streife 3, Zuständigkeit Metropolis. Das Metropolis ist eine klassische Disco in der viele Moslemische Jugendliche zu Gast sind. Diese fühlten sich von einer Frau angesprochen, ehr in Ihrer Freiheit eingeschränkt, was durchaus an den kulturellen Einflüssen liegt. Natürlich ist das Ganze auch sehr Situationsabhängig, ich habe die Erfahrungen gemacht, das Frauen durchaus eine wesentlich härter Gangart an den Tag legen können, oder auch müssen, aber auch an anderen Tagen eine Sache total entschärfen. Ein weiterer Vorteil einer Frau im Dienst, es sieht schön aus (das musste jetzt sein).

Eines meiner schönsten Tage war mal mit der Andrea, eine etwas kleine Kollegin, mit der ich zusammen im Bierzelt für Sicherheit sorgte. An einem klassischen Samstag mit der Band Top Spin (viele Jugendliche auf Tischen und Bänken), gab es eine kleine Streiterei zwischen zwei Burschen des hiesigen Burschenvereins. Solche Jungs sind nie zu Unterschätzten, die haben immer was drauf. Klein Andrea dachte sich aber, die beiden jungen Herren belehren zu müssen und für diesen Abend ein Hausverbot zu erteilen. Andrea war noch Blutjung in dem Job und bemühte sich sehr. Anfangs fanden die zwei das noch lustig, wie Andrea sich abmühte, bis sie dann zwei etwas kräftiger Jungs hinter Andrea wahrgenommen hatten. Jury und meine Wenigkeit, hatten sich mal unauffällig hinter Andrea geschlichen, es zeigte dann auch sofort Wirkung. Die zwei Burschen lenkten ein und gingen. Andrea freute sich wie ein kleines Kind vor Weihnachten und berichtete uns über Ihre Heldentat. Ich glaub sie kennt den wahren Grund bis heute noch nicht, warum die Jungs dann tatsächlich eine Kehrtwende machten.

Der Eigenschutz (Waffen ja/nein)

Als Türsteher bietet man eine Angriffsfläche, soviel ist ganz klar, hier heißt es aber auch diese zu verringern durch Schutz. Eine Stichschutzsichere Weste gehört bei mir an der Tür zu normalen Wahnsinn dazu. Jederzeit kann etwas passieren, man kann aber nie wissen wann. Zu meinen Arbeitsmaterialien zählen die Handschellen, ein Pfefferspray (denn man kann nie wissen welch blöder Hund einen wieder Angreift), ein sogenannter Teleskoptonfa (dazu braucht man die Behelfswaffensachkunde, der sogenannte Tonfaschein) den ich nur mit Zustimmung des Kreisverwaltungsreferates in München tragen darf, Handschuhe und Aidshandschuhe, man weiß ja nie was passiert.

Bei den Waffen, ist natürlich der richtige Einsatz erforderlich, ich kann nicht jemanden unwillkürlich meinen Schlagstock (nicht zu verwechseln mit dem kleinen ausziehbaren Stick) zum Einsatz bringen, es sollte da schon eine hohe Toleranzgrenze überschritten sein. Eine Überschreitung würde zum Beispiel dann eintreten, wenn ein Gast mit einer Flasche zuschlagen will, oder eben nur eine Flasche zerbricht um damit eventuell zu schlagen oder zu stechen, dann sollte man aber auch darauf achten, dass man die Person nicht unbedingt verletzt, sondern den Schlag auf den Gegenstand richtet um damit eine Gefahrenquelle zu neutralisieren.

Beim Pfefferspray oder CS Gas ist es ähnlich, hier gilt ja eigentlich nur der Einsatz als Tierabwehrspray, dennoch wird hier vor Gericht Kulanz gezeigt. Wenn mich eine größere Gruppe angreift, was will man da noch machen, man kann wegrennen, aber das ist in dem Job eine ganz blöde Sache, oder man setzt Pfefferspray ein. Die Wirkung kennt sicher jeder, man fängt das weinen an. Es brennt höllisch in den Augen verletzt aber den Gegner nicht sonderlich stark, bringt einem aber für eine gewisse Zeit ruhe in die Sache.

Die Handschellen sind auch klar. Wenn sich jemand stark fühlt und unbedingt Raufen will, dem werden die Dinger angelegt, mit der Argumentation des Selbstschutzes. Aber nicht zum Selbstschutz für den Türsteher oder das Sicherheitspersonal, sondern zum Selbstschutz für den Täter. Man muss sich das so vorstellen, wenn mich die Person X angreift, muss ich Notwehr ausüben. Das heißt in dem Moment wo der Angriff geschieht, verteidige ich mich. Meistens denkt sich Person X aber, das er immer öfter einen Angriff ausüben muss, was für mich heißt, ich muss immer wieder Notwehr ausüben, dabei kann ich natürlich nicht verhindern das Person X zu Schaden kommt, darum wähle ich die Variante der Handfesseln, somit ist Person X ruhig und kann sich nicht weiter selbst schaden.

Die Notwehr

§ 32 StGb / § 227 BGB
Notwehr

(1) Wer eine Tat begeht, die durch Notwehr geboten ist, handelt nicht rechtswidrig.

(2) Notwehr ist die Verteidigung, die erforderlich ist, um einen gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff von sich oder einem anderen abzuwenden.

Ich unterteile das Thema Notwehr mal unter 2 relevante Punkte, zur besseren Übersicht.

Punkt 1.) Es wird ein Rechtsgut bedroht.
Was sagt uns das! Rechtsgut, ist ein Eigentum, im Falle unserer Diskothek, wenn jemand mit einem Stein oder irgendwas anderem, die Fenster einschlagen will, oder etwas anderes beschädigen will. Im Rahmen der Notwehr kann ich dies dann verhindern, aber mit den dafür geringst notwendigen Mitteln.

Punkt 2.) Die Angriffshandlung steht unmittelbar bevor, dauert an oder ist noch nicht beendet.
Das ist es, der meist gesehene Punkt unter Notwehr, der auch oft falsch interpretiert oder gehandhabt wird. Viele denken tatsächlich immer noch, wenn mich jemand schlägt, dann darf ich sogar noch der Tat zurückschlagen solang es innerhalb von 3 Sekunden passiert. Das ist alles Quatsch mit Soße! Notwehr übe ich nur aus, wenn ein Angriff bevor steht, das heißt, wenn ich sehe, das Person Y der Person Z oder sogar mir, Schaden zufügen will, dann darf ich dies verhindern. Weiter wenn eine Person Y auf mich einschlägt kann ich das verhindern und mich wehren. Wichtig, der Angriff darf nie beendet sein. Als Beendet gilt ein Angriff ab dem Zeitpunkt wo ein Schlag ausgeführt wurde, oder eine Scheibe eingeschlagen wurde. Ab da gilt dann wieder das Jedermanns Recht.

Sumasumarum: Krieg ich eine Ohrfeige, ist ab dem Zeitpunkt wo es klatscht, der Angriff beendet, schlage ich erst dann zurück, begehe ich die Straftat. Bin ich aber schnell genug und kann die Ohrfeige mit einem leichten Schlag gegen den Arm oder woanders hin, verhindern, dann ist das Notwehr. Ich weiß das ist ein blöder Stoff, aber es gehört zum Job.

Besondere Vorsicht

Besondere Vorsicht gilt bei Gästen, die scheinbar Drogen zu sich genommen haben, hierbei ist der Konsum von Marihuana wahrscheinlich das kleinste Übel, da diese Leute meist ganz cool sind und ehr entspannt. Bei Heroin, LSD, Speed, Koks oder anderen Drogen ist da mehr Vorsicht geboten, da Konsumenten kaum noch ein Schmerzempfinden haben und enorme Kräfte entwickeln. Woran liegt das? Am erhöhten Adrenalin! Ein Beispiel hierzu aus Zeiten am Natraj Temple, einer Goa Disco in der Kultfabrik.

An einem Samstag, eigentlich mal wieder ein recht ruhiger Tag, kam dann alles anders als erhofft. Ein Gast sprang wie wild über die Tanzfläche und spuckte andere Gäste an, es dauerte keine 2 Minuten, da waren Thorsten und ich schon an Ihm dran, um Ihn des Hauses zu verweisen. Dies stellte sich aber schwieriger dar als es ist. Erschrocken fiel der Gast auf uns ein und wollte sich wohl selbst etwas beweisen, bis zu dem Zeitpunkt, hatten wir aber noch keine Ahnung. Nach ein paar Sekunden hatten wir den jungen Mann im Griff, dachten wir, plötzlich fing dieser an zu Zappeln und zu strampeln, so dass Thorsten und ich nicht mehr wussten was wir noch machen sollten. Seine Arme beide auf dem Rücken, aber so weit oben, das er sich mit dem Daumen an der Stirn kratzen konnte, aber von Schmerzen oder der gleichen keine Spur. Am Ende war es ein Kampf, ich hockte mich dann, mit damals 170 Kg, auf Ihn drauf und er schaffte es sich mit den Armen hoch zu drücken, der Gast wog gerade mal 60 kg oder so. Die Handfesseln anlegen, war ein Problem ohne Ende, es gelang uns aber dennoch. Trotzdem hatten wir zu zweit ordentlich zu tun, den Gast ruhig zu halten, bis zum Eintreffen der Polizei. Endlich war es dann soweit, die Polizei war da und hatte dem Gast die Fesseln gelöst, was sich aber als Fehler herausstellte. Das Ende der Geschichte war, das dem Gast danach ein Krankenwagen zur Verfügung gestellt wurde. Er stand unter dem Einfluss von Cristal.

Sie wissen es ist falsch aber Versuchen kann man es ja…. Ausweis fälschen.

Gut mit dem neuen Plastikausweis wird dass Ausweis fälschen richtig schwer gemacht, aber das ist auch gut so. Was ich alles schon für Situationen erlebt habe, das spottet jeder Beschreibung. Vor allem bei der Damenwelt, bei mir sogar ausschließlich bei den Damen. Ja genau, ich hatte nie einen Jungen, dessen Ausweis gefälscht war, oder der den Ausweis von einem Freund hatte, es waren immer nur die Mädels. Aber Warum? Verstehen kann ich das bis heute immer noch nicht, man begeht kein Kavaliersdelikt damit. Vielleicht wurde es Ihnen an anderen Discotheken aber auch einfach nur zu leicht gemacht.

Den Ausweis bitte. Da war es geschehen, gerade mal ein halbes Jahr 18, laut dem Geburtstag in der Mitte des Ausweises, gerade aber mal 16 auf der unteren leiste, denn da findet man das Geburtsdatum nochmal. Sehr verdächtig. Meine erste Reaktion mal wieder, mit dem Daumen über die letzte Jahreszahl, und siehe da, da ist eine kleine Einkerbung, man hat seinen Ausweis gefälscht, mit dem einfachsten Trick der Welt. Die Banderole von den Zigaretten! Man nimmt einfach die passende Zahl, schneidet sie aus, trennt die letzte Zahl des Jahres aus dem Ausweis auch raus, und ersetz sie dann. Pech gehabt, so wird man schon als Minderjähriger abgestempelt. Für mich immer ganz klar ein Fall für die Polizei, da es sich um Dokumentenfälschung handelt. Auch wenn sich mal wieder zwei fast gleich aussehende Freundinnen den Ausweis teilten war dies ein Fall für die Polizei, bei so etwas bin ich einfach Konsequent und lasse mich nicht betuddeln. (da gibt es nachher noch einiges bei Männlein und Weiblein, Frauen können ja so Charmant sein)

Meine Hass Frage...Ja aber WARUM!


Oh, das ist auch so eine Sache, die mir im Laufe der Jahre so ziemlich immer den letzten Nerv raubt, die Frage nach dem Warum. Warum müssen wir das Glas drin lassen, weil nach 23 Uhr in München ein Außenschankverbot für Wirte besteht (es sei denn sie haben eine Ausnahmeregelung). Ja aber warum, wenn das da dann aber jemand was in das Glas rein macht, ja dann trink es doch vorher aus. Ja aber warum, ich will ja jetzt eine Zigarette rauchen, dann lass das Glas drin. Aber wenn ich doch ……. NEIN.
Oder noch besser. Jungs, Mädels, es tut mir sehr leid, wir sind im Moment leider überfüllt, kommt doch bitte in einer Stunde wieder, dann sieht es vielleicht besser aus. Ja aber warum, da sind doch gerade 3 Leute rausgekommen. Nein Ihr müsst trotzdem eine Stunde warten. Ja aber……..NEIN.

Sehr gut ist auch, wenn man jemanden rauswirft.

Gast: Warum schmeißt du mich raus?
Ich: Weil du eine geraucht hast!
Gast: Aber Warum
Ich: Das weiß ich doch nicht
Gast: Komm ich wieder rein, ich wusste dass doch nicht das man nicht rauchen darf
Ich: Nein, du kommst nicht mehr rein, seid 1. August 2010 haben wir ein komplettes Rauchverbot in Bayrischen Lokalen und es werden regelmäßig Kontrollen durchgeführt, die unserem Besitzer die Zulassung kosten kann.
Gast: Ja, aber kann man da nicht eine Ausnahme machen
Ich: Nein.

Sehr schön ist es auch wenn jemand erst gar nicht reinkommt.

Ich: Sorry Leute, das geht nicht, euer Freund ist mir zu betrunken für den Laden, ich möchte nicht das Ihm was passiert.
Gast: Ja aber wir passen auf Ihn auf!
Ich: Nein, sorry das geht nicht.
Gast: Aber warum es muss ja einen Grund geben
Ich: Ja aber den hab ich euch doch gerade genannt
Gast: Das ist aber kein Grund
Ich: Dann begründe ich das mit dem Hausrecht, ich muss euch nicht reinlassen wenn ich nicht möchte.
Gast: Du scheiß Ossi, war ja klar. Penner, du 1 Euro Jobber…
Ich: Genau deswegen kommt Ihr hier nicht rein, da Ihr kleine primitive Subjekte seid, Einzeller Ihrer höchsten Form und wahrscheinlich gar nicht mal wisst, das man Buchstabensuppe essen kann. Wer sofort so reagiert wie Ihr, sollte sich daheim verschanzen und versuchen sich über sein trostloses Leben einige Gedanken zu machen. Ich wünsche euch einen schönen Abend.

Dann gibt es da noch das ungeliebte PSSSSST, was alle 30 Sekunden aus meinem Munde zischt. Bei uns am Netzer ist es so, dass wir mitten in der Stadt sind, dort wohnen einige Menschen, die auch am Abend ihre Ruhe brauchen. Einige von Ihnen sind sehr nett und Kulant und beschweren sich nie, einige rufen am Abend mehrfach die Polizei. Deshalb kommt von mir immer dieses Psssssssst, weil sich die Gäste wieder zu laut beim Rauchen unterhalten. Was passiert nach so einem Pssssst, manchmal wird es ruhig, manchmal aber auch nicht. Die meisten interessiert das nicht, die beschweren sich sogar, warum sie plötzlich leiser sein müssen. Tja mir fehlt da manchmal auch die Ruhe, zweimal Pssssssssssst, dann geh ich hin, dann gibt es eine Verwarnung, wenn ich dann nochmal etwas sagen muss, dann bleibt der Gast leider draußen und darf an den Abend keinen Spass mehr haben. Konsequent, nur so lernen alle anderen aus der Sache.

Mein Auftreten

Natürlich ist das ein ganz wichtiger Aspekt, ich bin jetzt kein Türsteher, der vor einer Tür steht und blöd schaut. Ich halte jedem Gast die Türe auf, begrüße Ihn freundlich und wünsch Ihm einen schönen Abend. Das gleiche erwarte ich aber auch von den Gästen, wer nicht grüßt, der nicht reinkommt. Aber das klappt eh meist ganz gut. Am meisten muss ich sagen werde ich von meinem Chef und den meisten Stammgästen für meine locker Art geschätzt, ich mach echt viel Spass mit und bin auch bei rauswerfen der Gäste ziemlich witzig drauf. Als der Laden mal an einem Tag ziemlich spät voll wurde, bin ich sogar mal mit einer Person nach draußen getanzt um Ihm dann zu sagen, das der Abend für heute gelaufen ist. War schon witzig sein Gesichtsausdruck.

Was man aber nie vergessen darf, man vertritt als aller erster den Laden. Der Gast hat den ersten Kontakt mit dem Türsteher. Freundlichkeit, Spass und Liebe bei der Arbeit sind das wichtigste. Der Gast muss sich schon an der Tür wohl fühlen, dann klappt es auch drin und der Stressfaktor sinkt enorm. So kann der Türsteher schon von Anfang an Einfluss auf alles nehmen.

Das Erscheinungsbild steht hier bei natürlich auch im Vordergrund. Ich muss mich da natürlich den Gegebenheiten anpassen. Bei uns am Netzer brauch ich nicht im Anzug stehen, da dies gar nicht zu einem Alternativen Rockschuppen passen würde.

Männlein und Weiblein als Gast, eine Neverending Story

Warum? Ja eine gute Frage! Es gibt da enorme Unterschiede zwischen diesen beiden Geschlechtswelten.

Männlein

Kann schon mal besoffen sein und sich daneben benehmen, wenn es dann aber gehen muss, wird das meist kurz gehalten. Entweder steht man angebiedert in der Ecke, oder versucht um kurze Klärung. Dann wird man vielleicht noch etwas frech, aber dann geht es meistens heim, oder versucht kurz noch mit Gewalt etwas umzusetzen.

Anderer Fall, wenn man Männlein sagt, lass doch bitte dein Bier im Lokal, wird das gemacht, kein Problem, schaut doof im Suff, dreht sich um und bringt sein Glas zurück, ohne weitere Worte. Auch der Toilettengang wird schnell vollzogen, auch wenn man mal nicht trifft. Im Allgemeinen setzt das Männlein die Anweisungen vom Türsteher schnell in die Tat um, nicht immer, aber oft.

Weiblein

Ein Schmutzfink, die Toiletten sind jeden Tag unbenutzbar, und im Suff sind viele ganz schöne Zicken. Allein schon vor der Tür, wenn sie wegen den Anwohnern etwas leiser seien sollen, die Dame ist davon unbeeindruckt und führt Ihr Gespräch weiter, ganz nach dem Motto, ich hab nichts gehört. Wenn man dann ein zweites Mal darauf aufmerksam macht, dann kommt nur ein lächerliches Jaja zurück. Im Grunde Respektiert Frau einen nicht. Aber das kommt dann auch schnell wieder zurück. Ich bin nämlich einer der Türsteher, der den reizen einer Frau nicht unterliegt und das stört die Damen ohne Ende. Ich halte gerne tiefen Blickkontakt und sag auch mal einer Frau, das sie nicht rein darf, was da an Waffen gezogen werden ist der Wahnsinn, manchmal Prostituieren sich Frauen oder Mädels um in eine Bar zu kommen. Mir wurden schon Angebote gemacht, das glaubt Ihr nicht. Es wird einfach vor nichts zurückgeschreckt. Bis zu dem Punkt wo sie merken, halt Moment das zieht bei dem Typ nicht, keine liebe Mädchen Rolle. Dann werden viele zu Raubkatzen. Frauen sind dann echt vulgär ohne Ende. Sogar eine Ohrfeige musste ich mir schon geben lassen, mit Handtaschen wurde auf mich eingeschlagen, nur weil sie nicht Ihren willen bekommen haben. Liebe Damenwelt, was ist mit euch los.

Das Gesamte

Man muss aber auch viele Leute bewusst machen, das ich hier niemanden über einen Kamm scheren will, es ist nun mal leider die Realität, das sich einige viele, sobald sie aus dem Haus sind, absolut nicht mehr so benehmen, wie man es von normal denkenden Menschen erwartet. Hier fällt vor allem ein Fingerzeig, auf die sogenannte Oberschicht der Nation, egal ob Mann oder Frau, sobald sie meinen, dass sie besser gestellt sind, denken sie das die Welt ihnen gehört und das sie immer Recht haben. Da mach ich keine Ausnahme, denn sobald ich diese Persönlichkeiten nicht hinein lass, aus welchem Grund auch immer, meistens weil es bei uns zu voll ist, dann zeigen diese Leute immer, aber auch immer ein Gesicht, was Ihnen nicht steht. Ich sage sogar, dass jeder Arbeiter, jeder normal verdienende Mensch in dem Falle ein zivilisierterer ist, als 95 % der Oberschichtigen. Harte Worte über eine klare Wahrheit. Am schlimmsten sind aber immer noch die Jurastudenten, sie meinen das Recht gepachtet zu haben und benehmen sich auch so. Aber warum sind Jurastudenten so? Sie denken schon sie sind was, haben aber vergessen, dass sie noch lernen und im Suff, da redet es sich leicht daher.

Meine schönste Seite an dem Job

Ja für das Teufelchen gab es auch angenehme Seiten an der Arbeit als Türsteher und Security. Meine schönste Freude sehe ich jeden Abend wenn ich von der Arbeit heim komme, oder zumindest wenn Sie von der Arbeit heim kommt, meine Frau. Kennengelernt habe ich sie in der Kultfabrik in München. Man sagt zwar immer zwischen Security und Gast, daraus wird nie was, aber in dem Fall war es dann wohl doch ein wenig anders. Endstanden ist die ganze Sache aus einer ziemlich simplen Geschichte, ein Typ hat meine Frau ständig angebaggert und sie wollte das wohl nicht. Normaler Weise interessiert uns das nicht so, da wir uns um wichtiger Dinge kümmern mussten, aber irgendwie fand ich das ganze schon ziemlich penetrant. Nach ein paar Sekunden der Überlegung dachte ich mir, ich lass diesen Typen jetzt einfach mal verschwinden und sagte zu Ihm, das er Geländeverbot bekommt, wenn er nicht unmittelbar mit dieser unerwünschten Art aufhört, irgendwie zog das und der Kerl verschwand. Leider blieb dann aber auch nicht viel Zeit und mein Kollege und ich mussten zum nächsten Einsatz vor einer Disco, den Namen meiner Frau hatte ich damals nicht erfragen können, es waren nur ein paar Fragen nach dem Befinden und ob alles OK ist, dann waren wir weg. Ich hatte mir dabei wie immer nichts gedacht, Job ist Job, ich mache dies nicht um eine Frau kennen zu lernen, sondern weil er mir Spass macht. Auch an diesem Tag war es wieder so und in den Morgenstunden hatte ich meine Frau auch schon wieder vergessen, da es viele andere aufregende Situationen gab, die meine ganze Aufmerksamkeit forderten.

Einige Tage später kam eine Kollegin vom Parkplatz zu mir (ist eine Freundin von meiner Frau) und gab mir einen Zettel, mit der Aussage, das sei die Telefonnummer von Anja. Ok, dachte ich mir und fand das ganze recht Amüsant, da ich erstens nicht mal wusste wer oder was Anja war oder ist. Ganz auf meine unromantische Art, zerknüllte ich den Zettel in meiner Hand und warf Ihn weg. Ich konnte eben zu dem Zeitpunkt nichts damit anfangen und hatte auch keine Interesse an Anja oder sonst irgendwelchen Frauen, da viele solcher Zettel meist aus Eigennutz geschrieben werden um ein leichteres vorankommen zu haben bei den Disco´s.

Aber es kam anders als gedacht. Ich kann mich noch gut daran erinnern. Am 13 Oktober 2006, um ca. 2 Uhr in der Früh, kam Anja aus dem Willenlos und war auf dem Heimweg, nur einen kleinen Fehler gab es. Nicht wie üblich ging sie vorne raus, sondern hinten über die Raucherecke. In dem Moment wo sie zwischen Willenlos und damaligen Metropolis war, entfachte ein Streit zwischen mehreren Jugendlichen des Metropolis, eine riesen Aktion und Anja kam nicht mehr aus und war mitten drin. Ein Kollege und ích waren zu der Zeit als erstes vor Ort und mussten in dem Moment einschreiten. Gut der Rest kam dann irgendwie nach und nach von ganz allein.
Verdienst und Arbeitszeit

Klar das die Arbeitszeit zu 99 % in der Nacht ist, aber das brauch ich bestimmt nicht weiter erläutern. Der Verdienst liegt im Groben zwischen 10 und 20 Euro in der Stunde. Wichtig ist, nie Schwarz arbeiten, Ihr seid im Falle einer Verletzung nicht über eine Berufgenossenschaft versichert und dann wird es teuer.

Kleine Bilderkunde

Auf dem einen Bild seht Ihr unseren Gast und eine absolute Nervensäge der geilsten Art, Kurt Krömer. War ein genialer Abend, das könnt Ihr glauben. Auf dem anderen Bild, wird das Teufelchen zum Planking benutzt, eine Sache, wo man sich egal wo, einfach nur steif auf den Bauch legt, auf was die Leute alles so kommen. Auf dem anderen Bild bin ich mit einem Kollegen zu sehen, der aber auf einer Streukiste steht.

Mein Fazit

Tja, nicht für jeden ist der Job des Türstehers eine gute Alternative, man muss sich echt viel bieten lassen, wird oft beleidigt und muss ständig die gleichen Texte vom Band lassen. Mir persönlich macht der Job spaß. Aus Überzeugung bin ich Türsteher, sowie um mir die Geldbörse zu stärken. Meine Intension ist es nicht, wie ganz am Anfang des Berichtes, persönliche Defizite aufzubessern, im Gegenteil, ich möchte anderen eine sorgenfreie Nacht bescheren. Natürlich bin auch ich nicht von Fehlern befreit, ich habe durchaus auch schon mal überreagiert, aber auch das ist normal. Ein Fass in dem man immer nur reinfüllt, muss irgendwann auch mal überlaufen, aber von solchen krassen Situationen gab es noch nicht so viele. Im Grunde ist es ganz einfach, wie es in den Wald schallt, so kommt es auch wieder hinaus. Ob der Job empfehlenswert ist, muss ich ganz klar verneinen. Jedes Wochenende, wo andere Ihren Spaß haben, bin ich arbeiten, für meine Frau nicht immer einfach, da man die freien Wochenenden, an einer Hand abzählen kann.
So und nun noch mein Schlusswort zum ersten Satz, nein nicht alle Türsteher sind so, ich kenne viele die Denken wie ich, die diesen Job aus Überzeugung machen und nicht um sich zu profilieren, aber das sieht meist der Gast, den es an den Kragen geht etwas anders. Schade, ein jeder sollte sich vorher viele Gedanken machen, wie benehme ich mich und frage mich dann, wie habe ich mich benommen. Ich hatte sogar schon Gäste, die sich eine Woche später für die falschen Worte entschuldigt haben, alle Achtung und Respekt davor.


In diesem Sinne,
nehme ich es niemanden übel, der diesen Bericht nicht komplett liest. Ich habe vieles Abgekürzt, da dieser Bericht sonst die nächsten 20 Jahre nicht fertig geworden wäre. Punkt 2 soll das ja auch keine Diplomarbeit werden für einen Dr. Türsteher, ich hoffe Ihr konntet trotzdem etwas Einblick nehmen, den dieser Job ist nicht nur, ein vor der Tür stehen und versuchen cool zu sein, sondern man hat für jeden einzelnen Gast eine hohe Verantwortung.

Und denkt immer daran, wenn Ihr mal gehen müsst, dann geht. Es wird immer seine Gründe haben, ob das nun verständlich ist oder nicht, liegt erstmal nicht unbedingt im Machtbereich des Türsteher. Nur sich dagegen wehren bringt nix. Stellt es euch einfach so vor. Die Diskothek ist die Wohnung des Türsteher, Ihr lasst ja auch nicht jeden in die Wohnung, das Prinzip und die gesetzliche Lage haben den gleichen Hintergrund. Denkt auch daran, benehmt euch so, wie Ihr es selber gern hättet und schon ist euch jede Türe offen und Ihr seid überall gern gesehene Gäste.

BACK IN BLACK DEVIL

.

Update : 2.9.11
Da fällt mir doch gerade noch auf, das ich eine Sache vergessen habe, die liegt mir bis heute noch im Gedächtnis und ich mache mir immer noch Sorgen. Damals bei der Gerichtsverhandlung mit Herrn L., zudem Zeitpunkt hatte ich einen Sprunggelenksbruch, den ich mir am 8.Januar 2010 beim Arbeiten an der Tür zugezogen habe. Aufgrund dessen musste der erste Gerichtstermin verlegt werden, vom Januar auf den März. Ich kann mich noch an die Worte der Anwältin der Gegenpartei erinnern wie als wenn es gestern wäre: „ Herr Rie, warum sind sie denn nicht zum ersten Termin erschienen, wegen Ihrer Verletzung? Was das war ein Arbeitsunfall? Was haben sie denn gemacht, welche Arbeit.?

Ich antwortete ganz normal: „ ich habe meinen Nebenjob als Türsteher ausgeübt“
Die Anwältin meinte darauf hin: „ Türsteher, sowas ist Arbeit, das kann man doch nicht Job nennen.“

Nun lieber Ciaoaner, bildet euch dazu mal selbst ein Urteil, ich muss sagen, wenn man so etwas von einer Anwältin hört, dann ist für mich, die junge Dame, als Anwältin eindeutig im falschen Berufszweig.

Update : 4.9.11 Beantworung auf Pinkdawn Ihren Kommentar

.,....... mit dem Willen ist aufzwingen ist ehr gemeint, wenn mit Gästen was vorfällt. Ich bin nicht der Typ Rausschmeißer, sondern wähle ehr Worte. hm.. Das heist, mit Worten Situationen zu entschärfen und damit den Gast der sich falsch benommmen hat, meinen Wunsch schmackhaft zu machen.. Mein Chef :D schwerer Fall! Ich kann da schon selbst entscheiden, und solch Anweisung, wie zu viele Frauen im Laden oder zu viele Männer, das gibt es bei uns nicht. Kleidungstechnisch, kann fast alles rein, da gibt es nur ein paar Sachen, zur Wiesn eben keine Tracht, und nicht zu Edel. Wenn die Hautfarbe eine Rolle spielen würde, dann würde ich dort nicht an der Tür stehen, für mich ist auch ein freier Wille wichtig. Also man darf nicht vergessen, ich kann mir schon aussuchen wo ich arbeite. Früher sah ich das noch anders, da war mir die Aktion wichtiger. Aber da war ich 18 :D ! Was den Gast angeht,.. Promi? Nein , Promi ist Gast. Doris Kleber und der Sepp aus Traunstein sind auch Gast. Bei uns ist jeder gleich. Bevorzugt wird da niemand. Ich hab auch bei uns schon mal Phillip Lahm abgewiesen, weil er meinte er müsse nicht in der Schlange warten. Auf meine Frage hin, warum er das nicht müsse! Antwort, er ist Phillip Lahm. Meine Aussage war, wir sind hier aber nicht beim FC Bayern, sondern am Netzer und da ist jeder gleich. Denn ich finde es Diskriminierent, gegen über anderen Leuten, andere zu bevorzugen. Starfaktor existiert bei mir nicht, für mich ist die Sicherheit an erster Stelle. Alter egal, aussehen egal, Herkunft egal, Konsequenz wichtig, Offenheit wichtig und Reden. Ich hab aber auch schon andere Disco´s gehabt, wo dies nicht der Fall ist. Z.B. gibt es bei mir auch klare Regeln, wenn ich jemanden des Hauses verweise und der Chef sagt, er darf wieder rein, ist das für mich ein Grund, die Arbeit sofort einzustellen, ich lasse meine Autorität auch nicht vom Chef untergraben, aber genau aus diesen Gründen arbeite ich auch da wo ich jetzt bin, weil es da schon ewig passt und auch weiterhin passen wird. Da ist nämlich Rock`n`Roll.   

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