Als Nachhilfelehrerin bei Abacus

5  06.06.2009 (01.09.2011)

Pro:
Einzelnachhilfe zu Hause trägt zum Erfolg bei

Kontra:
teuer

Empfehlenswert: Ja 

Sydneysider47

Über sich: Vielleicht sollte wieder mehr kommentiert werden. - Keine Abklickrunden. - Allen ein gutes Jahr 2012...

Mitglied seit:20.02.2005

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 96 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Das ist ein Bericht über die ABACUS-Nachhilfeinstitute. Dieser Bericht wurde im Mai 2009 erstmalig bearbeitet, im Juni 2009 stark gekürzt (auf das Wesentlichste).

Im Januar 2010 habe ich diesen Bericht nochmals überarbeitet – und jetzt im Februar 2010 mit mehr eigenen Erfahrungen versehen.

Hiermit danke ich Ciao, dass auf meinen Produktvorschlag hin am 16.02.2010 eine neue Rubrik "Arbeiten bei Abacus" eingerichtet wurde und mein Bericht am 17.02.2010 dorthin verschoben werden konnte. .

Warum schreibe ich über ABACUS?

Seit Mai 2006 bin ich für dieses Institut Nachhilfelehrerin. Ich gebe Nachhilfe in Englisch, Französisch, Latein und Deutsch.

Ich habe kein Pädagogik-Studium absolviert – sondern alleine meine Qualifikation als fremdsprachliche Wirtschaftskorrespondentin mit sehr guten Sprachkenntnissen in Englisch und Französisch sowie die Tatsache, dass ich sieben Jahre Latein auf dem Gymnasium hatte (so genanntes „Großes Latinum“) war ausschlaggebend, dass ich als Nachhilfelehrerin bei ABACUS akzeptiert wurde.

Weiterhin war noch sehr hilfreich, dass ich bereits als Nachhilfelehrerin Erfahrung hatte – ich hatte damals bereits schon bei der Schülerhilfe und auch bei der Pädagogischen Schülerförderung als Nachhilfelehrerin gearbeitet.

Als Schülerin habe ich nie selbst Nachhilfestunden in Anspruch genommen. .

Allgemeine Informationen über die ABACUS-Nachhilfeinstitute

Kontakt:
ABACUS Nachhilfeinstitut Franchise GmbH
Dachauer Straße 6
82256 Fürstenfeldbruck
Kostenlose Telefonnummer, unter der man Informationen über „ABACUS“ bekommen kann:
0800-1224488

Wo findet man ein ABACUS-Institut in der Nähe, wenn man Nachhilfe braucht?

Abacus wurde 1992 gegründet. Welches Abacus-Nachhilfe-Institut in der Nähe ist, erfährt man am besten über
a) die Gelben Seiten (Branchentelefonbuch) oder
b) über die sehr gut aufgebaute Homepage von ABACUS www.abacus-nachhilfe.de (wenn man die Postleitzahl eintippt, erfährt man, welche ABACUS-Filiale in der Nähe ist) oder
c) über die oben angegebene Hotline-Telefonnummer.
Das Büro des ABACUS-Instituts in der Nähe ist nicht nur nachmittags, sondern auch vormittags besetzt.
ABACUS-Institutsleiter haben ihr Büro meistens zu Hause und Telefon- und Fax-Anschluss. Es ist möglich, eine Nachricht auf einem Anrufbeantworter zu hinterlassen. Man ruft Interessenten auf jeden Fall zurück.

Wie hoch sind die Kosten für die Nachhilfe bei ABACUS?

Die Kosten sind auf der Homepage nicht einsehbar. Man kann die Kosten bei dem „ABACUS“-Institut in der Nähe erfragen. 2009 lagen die Gebühren für eine Nachhilfeeinheit (2 x 45 Minuten) bei über 40 Euro.

Was geschieht, wenn man Kontakt zu einem „ABACUS“-Institut aufgenommen hat?

Der Leiter des ABACUS-Instituts fährt zu der Schülerin/dem Schüler nach Hause. Er will sowohl die Eltern oder einen Elternteil sprechen und die Nachhilfeschülerin/den Nachhilfeschüler. Wichtig ist hier, dass nicht über das Kind gesprochen wird, sondern MIT dem Kind. Welche Probleme hat es in welchem Fach? Wodurch entstanden die Probleme? Wichtig ist: Die Schülerin/der Schüler darf auch weiterhin Hobbies haben, die Schülerin/der Schüler darf auch weiterhin Sportvereine besuchen. Aber es sollte auch die Einsicht bekommen: welche Freizeitbeschäftigung ist zuviel und hindert mich daran, in diesem oder jenem Fach eine gute Note zu bekommen? Die Schülerin/der Schüler muss erkennen, dass sie/er lernen muss – aber auch Freizeit haben darf.

Der Leiter des ABACUS-Instituts schlägt den Eltern dann eine Nachhilfelehrerin oder einen Nachhilfelehrer vor. Er nimmt Kontakt mit dieser Lehrerin oder diesem Lehrer auf, übermittelt ihr oder ihm die Telefonnummer der Nachhilfeschülerin/des Nachhilfeschülers und deren/dessen Adresse. Die Lehrerin oder der Lehrer nimmt dann Kontakt mit der Nachhilfeschülerin/dem Nachhilfeschüler auf und vereinbart einen Nachhilfetermin.

Mit ABACUS schließen die Eltern einen Nachhilfevertrag ab. Dieser Vertrag kann auch gekündigt werden. Die Kündigungsfristen sind im Vertrag festgelegt.

Welches sind die Vorteile des Nachhilfeunterrichts bei ABACUS?

- Die Nachhilfeschülerin/der Nachhilfeschüler bekommt Einzelnachhilfe zu Hause in einer Umgebung, die sie/er kennt.
- Die Eltern lernen die Nachhilfelehrerin/den Nachhilfelehrer kennen, können auch mal – mit Erlaubnis der Lehrerin/des Lehrers – selbst in den Nachhilfeunterricht „hineinschnuppern“.
- Der Nachhilfeunterricht ist – wenn es einem Schüler nicht anders möglich ist und wenn die Lehrerin oder der Lehrer Zeit hat – auch mal am Wochenende oder abends möglich.
- Es gibt keine Mindestlaufzeiten für die Nachhilfe. Man kann eine ABACUS-Lehrerin oder einen ABACUS-Lehrer auch nur mal für 2 x 45 Minuten am Nachmittag anfordern, um eine Schülerin/einen Schüler auf eine Klassenarbeit oder Prüfung vorzubereiten.

Welches sind die Nachteile des Nachhilfeunterrichts bei ABACUS?

- Eine Nachhilfe-Einheit (2 x 45 Minuten) kostet mehr als bei Nachhilfeinstituten wie „Schülerhilfe“, „Schüler-Nachhilfe“ und anderen, da die Lehrerin/der Lehrer nach Hause kommt und Einzelunterricht gibt.

Anmerkung: Natürlich kann man als Nachhilfelehrerin/Nachhilfelehrer verlangen, dass die Umgebung, in der man Nachhilfe erteilen soll, keine Ablenkungen bietet und die Konzentration fördert. So musste ich es schon ablehnen, einem Schüler Nachhilfe zu erteilen, der unbedingt während der Nachhilfestunden Musik hören wollte und seinen Kanarienvogel im Zimmer herumfliegen ließ.

Gibt es auch in den Ferien Nachhilfestunden bei ABACUS?

Ja, außer in den Sommerferien.
Allerdings sollte man sich nicht davon abhalten lassen, in den Pfingst- oder Oster- oder Weihnachtsferien einen Urlaub zu buchen. Wenn eine Schülerin/ein Schüler in den Ferien generell keinen Nachhilfeunterricht haben will, macht das nichts aus – der Familie entsteht deswegen keine zusätzlichen Kosten.

Was bringt Nachhilfe bei ABACUS dem Schüler und den Nachhilfelehrkräften (eigene Erfahrungen)?

Nachdem ich hier bei Ciao schon einige Berichte gelesen habe von ehemaligen Nachhilfelehrern/Dozenten für andere Nachhilfeinstitute, habe ich gemerkt: es kann nicht verkehrt sein, über seine Erfahrungen als Lehrer bei ABACUS zu schreiben.

Seit 2000 gebe ich Nachhilfe in diversen Nachhilfe-Instituten – bei ABACUS habe ich im Juni 2006 damit begonnen. Ich bin freiberuflich tätig als Nachhilfelehrerin. Ich fahre zu den Schülern nach Hause und gebe ihnen meistens 90 Minuten Nachhilfe – meine An- und Abfahrtszeiten sind hier nicht mitgerechnet. Ich muss pünktlich sein – komme ich zu spät beispielsweise infolge eines Staus -, muss ich die vereinbarte Zeit an Nachhilfe geben. Das weiß ich und es stört mich auch nicht.

Ich war und bin schon immer ein Fan von Einzelnachhilfe. Ich finde, sie bringt einer Schülerin/einem Schüler am meisten – denn sie/er kann sich besser konzentrieren und die Nachhilfelehrerin/der Nachhilfelehrer ist nur für sie/ihn da. Sie/er kann Fragen stellen und bekommt die Antworten, die für sie/ihn richtig sind, um den geforderten Schulstoff zu verstehen. Die Schüler bekommen Nachhilfe in ihrem Zuhause – in einer ihnen vertrauten Umgebung.

Besonders angenehm empfinde ich dabei, dass nur die Schülerin/der Schüler und ich – und eventuell ein Elternteil anwesend sind – und nicht noch andere Schüler, die Lärm machen und stören, wie es in anderen Nachhilfeinstituten oft der Fall ist, bei denen die Schüler Gruppenunterricht bekommen.

Die Zeit, während der ein Nachhilfeunterricht erteilt wird, gehört also vollkommen einer Nachhilfeschülerin/einem Nachhilfeschüler allein – und sie/er muss sie nicht mit anderen Schülern teilen.

So gelang es mir schon, dass sich Schüler – dank der Einzelnachhilfe, veranlasst durch ABACUS – bis zu zwei Noten verbesserten – beispielsweise in Latein. Das freut mich natürlich, motiviert mich natürlich.

Andere Schüler brauchen Vorbereitung auf eine Klassenarbeit - zu ihnen komme ich einmal und übe mit ihnen. Es gab auch schon Schüler, die ansonsten in diversen Fächern ganz gute Noten schrieben – auf einmal schrieben sie eine schlechte Note, und verloren für einen Moment ihr Selbstvertrauen. Zu ihnen kam ich einige Male, und wir übten – und die nächste Klassenarbeit klappte dann wieder ganz gut, und diese Schüler brauchten dann keine Nachhilfe mehr.

Das sind Erfolgsmomente, die man als Nachhilfelehrerin hat.

Natürlich sollen die Schüler nicht denken, dass sie – außer in den Nachhilfestunden – nicht mehr zu lernen brauchen. Je eher sie damit anfangen, wenn sie aus der Schule kommen, den Unterrichtsstoff nachzuarbeiten, ihre Vokabeln zu lernen und die Grammatik, desto eher werden sie wieder Anschluss finden an den Unterrichtsstoff – und ihre Noten werden sich verbessern.

Die Eltern haben natürlich immer wieder die Möglichkeit, dabei zu sein, wenn ich Nachhilfe gebe – und die Eltern finden das gut, haben sie dann doch ein bisschen Kontrolle und wissen dann auch eher, wofür sie eigentlich so viel Geld bezahlen.

Denn viel Geld ist es schon – pro Doppelstunde über 40 Euro, ich bekomme natürlich nicht so viel bezahlt – und habe noch die Fahrtkosten zu tragen. Ich werde nicht sagen, was ich für eine Doppelstunde bekomme – das gehört zum Betriebsgeheimnis. Zum Leben reichen also die Einkünfte aus Nachhilfe nicht – ich bin froh, dass mein Mann einen festen Job hat. Zumal auch durch die Wirtschaftskrise nicht mehr so viele Eltern ihren Kindern Nachhilfestunden bezahlen wie noch vor einigen Jahren.

Weiterhin kümmere ich mich selbst um meine Unterrichtsmaterialien. Das jedoch war finanziell für mich nicht mehr aufwändig, da ich durch meine vorherigen Nachhilfetätigkeiten bereits einen Grundstock an Schulbüchern für die Fächer erworben hatte, für die ich Nachhilfe gebe.

Fazit:

Wer ein Kind hat, das Nachhilfe braucht, sollte sich überlegen, ob eine Einzelnachhilfe über ein ABACUS-Institut in Frage käme. Wie gesagt, ich bin ein Fan von Einzelnachhilfe und kann das nur empfehlen, weil das - meiner Ansicht und Erfahrung nach - am meisten bringt.

Wer Lehrer dort sein will, für den ist das ein nettes Taschengeld – mehr nicht. Aber ich sage generell: um Nachhilfe zu erteilen, muss man viel Motivation, Eigeninitiative und eine gewisse Hingebung mitbringen, den Schülern helfen zu wollen, und Freude an der Sache haben – seinen Lebensunterhalt kann man damit nicht verdienen.


Vielen Dank fürs Lesen und Bewerten!



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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
mozarteum

mozarteum

11.01.2012 18:35

auch aus eigener erfahrung muss ich sagen, dass ein einzelunterricht sicher die beste möglichkeit ist, mit nachhilfe erfolgreich zu sein, allerdings muss man sich das auch leisten können ... und das hat dann nicht mehr viel mit chancengleichheit zu tun ... lg detlef

blonde_lady

blonde_lady

04.10.2011 18:59

sehr informativ verfasst...viele Erfahrungen...mein Sohn war für eine gewisse Zeit auch auf Nachhilfe angewiesen...bin aber froh, dass er lange aus dem Schulalter raus ist...

miss_chocolate

miss_chocolate

29.09.2011 15:57

Schön beschrieben :) Meine letzten beiden Berichte wurden von Ciao verschluckt, würde mich freuen, wenn sie trotzdem gelesen werden =)

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