Burger King - niedriges Niveau
21.10.2011
Pro:
teilweise nette Kollegen, 10% Rabatt
Kontra:
schlechte Bezahlung, unfreundliche Führungsebene
 Lesale
Über sich:
Mitglied seit:21.10.2011
Erfahrungsberichte:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 19 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Ich habe für ca. 4 Monate bei Burger King gearbeitet. Am ersten Tag wurde ich sehr nett begrüßt und mir wurde relativ nett alles gezeigt, jedoch war habe ich dort noch nicht gearbeitet. Ich bin insgesamt 4 mal zum sog. "Probearbeiten" erschienen, und wurde 2 mal wieder weg geschickt, weil es sich angeblich nicht lohne mir jetzt alles zu zeigen (es war wohl zu wenig los). Frage mich bis heute, was das sollte, denn bezahlt wurde ich fürs Probearbeiten ohnehin nicht.
Nach meinem 8stündigen Probearbeiten (auf 2 Tage verteilt) musste ich schnell feststellen, dass der nette Schein der Chefs trügt. Sie waren alles andere als nett. Die Chefin war immer wechselhaft gelaunt, wenn sie gut gelaunt war, war es mit ihr ganz nett. Wenn sie aber schlecht gefrühstückt hatte, ließ sie das alles an dir aus. Ich hatte zum Beispiel eine Schürze, eine Mütze, eine Hose und ein Hemd bekommen. Das war meine Arbeitskleidung, die ich selber waschen musste. Für mich als SChüler war das sehr schwer, wenn ich z.B. den Tag bis 22 Uhr arbeiten musste und am nächsten Tag direkt nach der Schule um 14 Uhr wieder hin, war es für mich nicht möglich mit gewaschener SChürze zu erscheinen, da es unvermeidbar ist, dass diese dreckig wird. Es gab jedes mal Ärger und eine zweite Schürze wurde mir auch nicht gewährt.
Das schlimme aber war der stellvertr. Fillialleiter. Ich würde ihn nicht nur als extrem unhöflich sondern auch als leicht sexistisch und rassistisch bezeichnen. Ich bin zwar ein dt. Junge, dennoch habe ich an meinen Kollegen festgestellt, dass Ausländer und Frauen oft sehr beleidigend behandelt worden sind. (zum Beispiel hatten wir viele Russen, die oft auch Sätze falsch ausgesprochen haben, z.B. "Ich habe die Ketchup umgefüllt." Er hat sie daraufhin nicht nur korrigiert sondern auch beleidigt. An anderen Mitarbeitern, die dort schon eine halbe Ewigkeit angestellt waren, habe ich festgestellt, dass dieser Mensch anscheinend auch nett sein kann, zu mir war er es nie.
Ich habe für 6€ die Stunde gearbeitet und habe auf alles 10% Rabatt bekommen, was sich bei meinen Bestellungen (höchstens mal ein Cheeseburger) nicht so sehr bemerkbar machte. Oft wurde der Rabatt auch einfach weg gelassen, weil der Chef gerade mal keine Lust hatte, das zu machen. Trotz des sog. "Rotationssystems" war ich ausschließlich in der Küche. So war es bei uns. Zu Anfang wird entschieden, wo wir noch Personal brauchen (Küche oder Kasse) und dort wurde er dann hingeschickt und arbeitete da meist auch ausschließlich.
Was mich am meisten störte, war der Dienstplan der immer erst 2 Tage vor dem eigentlichen Arbeiten erschien. Wenn ich also Mittwoch gearbeitet habe, wusste ich noch nicht ob ich Samstag auch hin muss. In extremen Fällen wusste ich nicht mal ob ich am darauffolgenden Tag arbeiten musste. So musste ich immer hinterher telefonieren nach meinen Arbeitszeiten. Es gab bei uns, glaube ich, 3 Manager. Die Chefin, der stellvertreter und einen Auszubildenden der die beiden unterstützte. Der war sehr sehr freundlich zu mir, hat mit mir geduld gehabt und mir alles gezeigt. Die anderen beiden setzte Vorraus, dass man weiß wie beispielsweise ein Whopper belegt wird, er zeigte es mir und lobte mich sogar manchmal.
Als ich mich damals bei BK beworben habe, habe ich auch gleichzeitig eine Bewerbung an einen örtl. Supermarkt geschickt, der rief mich viele Monate später an und wollte mich als Kassenkraft. Ich sagte zu und kündigte mit einer Frist von 2 Wochen bei Bk. In diesen 2 Wochen kam es wohl zum Höhepunkt der ziemlich hierarchisch geführten Filliale. Eine Kollegin bat darum, früher bescheid gegeben zu werden, wenn man arbeiten muss. Darauf hin hat sich die Chefin ziemlich beleidigt gefühlt und sich in ihrern Führungsfähigkeiten ziemlich angegriffen. Es kam zum Streit der beiden und ging soweit, dass die Kollegin drohte zu einer höheren Zweigstelle zu gehen und denen die gesamte situation zu schildern (Ich weiß nicht, wie man das nennt. Wohl eine Einrichtung die mehrere Fillialen im Land verwaltete). Daraufhin wurde ihr gedroht mit dem Rauswurf und als sie es wirklich tat und dort anrief wurde sie kurzerhand einfach gefeuert.
Es wurde darauf ein "Mitarbeitermeeting" einberufen, welches 2 Tage vorher erst bekannt gegeben worden ist und Anwesenheitspflicht herrschte. Wer nicht hingeht, wird gefeuert. Aus Solidarität zur Kollegin sind einige "alte Hasen" nicht erschienen, ob die wirklich rausgeworfen worden sind weiß ich nicht, weil ich den Montag darauf offiziell woanders gearbeitet habe. Ich ging auch nur noch hin, weil ich neugierig war. In diesem Mitarbeitgermeeting wurde die Kollegin (die logischerweise nicht anwesend war) bloß gestellt und vor allen anderen Kollegen verspottet.
Außerdem wurden von ihr sehr strenge Regeln geschaffen, die teilweise einfach nur an Ausnutzung grenzten. Zum Beispiel musste man 15 Minuten vor Schichtbeginn im Pausenraum sitzen (bereits angezogen und arbeitsbereit), durfte sich aber erst um Punkt Arbeitsbeginn einstempeln. Ich arbeite nun unter wesentlich besseren Bedingungen und bin froh darüber, diesen Job kann ich wirklich nicht weiter empfehlen.
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22.10.2011 22:10
Kein Traumberuf - ein echtes Erlebnis für alle, die überlegen, die Schule abzubrechen - hier sieht man, warum das niemand machen sollte ... Gut, dass du einen anderen Job gefunden hast :0)
21.10.2011 23:39
Klasse Beschrieben, finds interessant wenn man mal ein paar Eindrücke davon bekommt wie es hinter der Theke dann so aussieht =) Bist jedenfalls nicht der erste dem das Arbeiten bei solchen großen Ketten aufgrund der Umstände dort nicht wirklich Spaß macht ^^ Gruß Fischi ><((°>
21.10.2011 21:39
Irgendwie scheinen es die großen Fastfoodketten da alle gleich zu handeln mit dem Personal. Ich habe für wenige Tage meinen Eindruck bei MC bekommen können und habe da ähnliche Eindrücke mitgenommen. Die Kollegen selber waren sehr nett aber die Führung ist sehr launisch. Naja sei froh dass du nun einen besseren Job hast. LG Mela