Arbeiten bei H & O Industriecomputer GmbH

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@@@ Der zweitbeste Job meines Lebens @@@ An die gute Zeit bei der IHK Köln kommt kein früherer Job heran, bestensfalls jener bei der Firma H&O Industriecomputer GmbH in 53937 Schleiden-Gemünd. Die Branche ist eher ein wenig ungewöhnlich, denn H&O Industriecomputer entwickelte Software ... Bericht lesen





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SO macht Arbeiten wirklich Spaß !!!
Erfahrungsbericht von GlineurJL über Arbeiten bei H & O Industriecomputer GmbH
12.12.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: tolle Atmosphäre, Kollegialität, ein menschlicher "Boss"
Kontra: .  .  .

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

@@@ Der zweitbeste Job meines Lebens @@@

An die gute Zeit bei der IHK Köln kommt kein früherer Job heran, bestensfalls jener bei der Firma H&O Industriecomputer GmbH in 53937 Schleiden-Gemünd.

Die Branche ist eher ein wenig ungewöhnlich, denn H&O Industriecomputer entwickelte Software für die Glasindustrie, vorrangig für Isolierglashersteller. Neben dem kaufmännischen Part ist die Zuschnittoptimierung und die Maschinenansteuerung das H&O - pardon - das A und O.

Die Buchstaben H&O stehen für die Namen Hartmann und Otten, die diese Firma in den 70er Jahren gründeten. Später wurde der Firmensitz von Norddeutschland in die Nordeifel verlegt. Hintergrund mag der gute Kontakt zu einem Isolierglashersteller namens Glas Funke GmbH sein.

Als ich zu Beginn der 90er Jahre zu dieser kleinen Firma stieß, war sie gesundgeschrumpft worden, und ich war zunächst der einzige Angestellte des verbliebenen O alias Otten. Mich erwartete ein hochintelligenter und sympathischer Firmeninhaber und Geschäftsführer, dessen Knowhow mich von ersten bis zum letzten Tag in dieser Firma immer wieder faszinierte. Kaufmännisch betrachtet, entdeckte ich aber schnell, dass die Büroorganisation auf Vordermann gebracht werden musste und hatte sympathischerweise recht freie Hand.

Die Investitionen eines stillen Teilhabers ermöglichten, dass das Unternehmen zusätzliche Mitarbeiter erhielt, wobei der Schwerpunkt auf technisch versierte Fachleute fiel. Kaufmännisch betrachtet, war ich lange eher der einzige, was aber nicht dramatisch war. Meine Stellung war mit der eines Sachbearbeiters gleichzusetzen. Zu meinem Aufgabenschwerpunkt gehörte der Einkauf, wobei Technologie die Priorität hatte. Das war nicht mein Fachgebiet, aber durch die enge Zusammenarbeit gut umzusetzen.

Und mit einem Touch eines Mädchen "für alles" deckte ich auch den Vertrieb-Innendienst ab. Einige Zeit später stieß ein Mitarbeiter hinzu, der vor Ort für die Kunden zuständig sein sollte.

Mit Einkauf und Vertrieb-Innendienst sind meine Hauptaufgaben genannt.


@@@ Erinnerungen @@@

Wer denkt nicht gerne an eine schöne Zeit zurück, zumal ich in diesem Unternehmen rund 5 Jahre arbeitet, bis ich mich entschied, einen anderen Job als Einkäufer anzunehmen, da die Firma H&O Industriecomputer an die Vegla verkauft werden sollte und die Gefahr bestand, dass die kaufmännischen Jobprofile zentralisiert würden.

Es war damals sehr traurig aus meiner Sicht, denn die Atmosphäre und Kollegialität stimmt. Vor allem stimmt auch der "Boss".

Neben der Arbeit, die zu verrichten war, ließ er sich nie nehmen, alle paar Wochen mit seinen mittlerweile auf 7-8 Personen aufgestockten Mitarbeiterstamm abends ein paar Bierchen trinken zu gehen. Und wenn es etwas zu feucht-fröhlich wurde, dann gab's auch keine böse Miene, wenn der eine oder andere am kommenden Tag etwas verschlafen am Schreibtisch saß. Es war eine Art Chef, der Wertschätzung für Leistung hat, manchmal auf an die Decke gehen und ebenso schnell wieder herunterkam. Und er war vor allem, eine edle Eigenschaft, nie nachtragend. Wir verglichen ihn immer gerne - auch optisch - mit Hägar, der nordischen Comicfigur.

Ich erinnere mich auch noch gut, wie ich meinen Chef nach Paris zu einem internationalen Kongress des Hardware-Herstellers Sun Microsystems wegen meiner Französischkenntnisse begleiten sollte. Auch ein beruflicher Leckerbissen: der Chef zahlt, lässt sich nicht lumpen und gemeinsam lässt man - olàlà - in Paris danach die Puppen tanzen.

Wurde auch gearbeitet? Aber sicher doch. Jeder Mitarbeiter machte seinen Job vernünftig und verantwortlich. Eine Hierarchie gab es nicht bei der Firmengröße, sondern eben nur einen "Boss" und Mitarbeiter, auf dessen Meinung er immer und immer wieder wert legt. Das hat mich sehr oft fasziniert.

Die Zeit bei H&O Industriecomputer war die vielleicht unbeschwerteste Zeit meines beruflichen Lebens. Kleines Team und Wertschätzung, und ein meist gutes Miteinander.

Ich verließ das Unternehmen, bevor der Glas-Riese VEGLA aus Aachen diesen Betrieb schluckte, aber ich tat es weinenden Herzens. Natürlich gab es gelegentlich auch Reibereien, aber das Team als solches habe ich immer geschätzt.

Für das "O" von H&O freut mich indes, dass er sich später wieder entschied, alleine zu arbeiten und die Rechte an seiner Software für Glas behielt. Und der kleine Kundenstamm, den wir hatten, hält ihm wohl die Treue. Und es war vielleicht der beste Chef, den ich je hatte.

Und an meine rund fünf Jahre bei H&O Industriecomputer denke ich immer wieder mit großem Spaß zurück, auch wenn ein so kleiner Betrieb nicht so enorme Sozialleistungen und Aufstiegschancen bot. Das Gehalt war durchschnittlich, aber das gute Miteinander tröstete darüber hinweg.

JL
   


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