Wo hat Ver.di nur die Infos her ??
14.12.2004
Pro:
gutes Arbeitsklima
Kontra:
die Öffnungszeiten
Empfehlenswert:
Ja
 christian561969
Über sich:
Mitglied seit:11.11.2004
Erfahrungsberichte:21
Vertrauende:1
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 146 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Nachdem vor knapp einer Woche durch die Gewerkschaft Ver.di das sogenannte Schwarzbuch LIDL veröffentlicht wurde, indem die Arbeitsbedingungen beim größten Discounter LIDL angeklagt werden, möchte ich hier meine persöhnlichen Erfahrungen schildern. Ich habe meine Arbeit bei Lidl vor gut einem Jahr aufgenommen. ch bin als stellvertretender Filialleiter angestellt.
Arbeitszeiten : Meine vertragliche Arbeitszeit sind 163 Stunden im Monat, dieses entspricht einer 37,5 Woche. Im Regelfall habe ich einen Tag in der Woche frei. Der Arbeitsbeginn ist morgens um 07.00 Uhr, Arbeitsschluß ist abends gegen 20.30 Uhr. Dieses heißt aber nicht, das man den ganzen Tag durcharbeitet. Die Tage werden in Schichten aufgeteilt, wenn ich morgens um 07.00Uhr anfange, ist im Normalfall um 14.00Uhr Schluß, alternativ fange ich um 14.00Uhr an und arbeite dann bis Ladenschluß. Also durchaus moderate Zeiten. In diese Fristen gehören dann noch eine halbe Stunde Pause.
Bezahlung: Bei Lidl wird nach Tarif bezahlt. Hinzu kommen die üblichen Zuschläge. D.h., Arbeitszeit nach 18.30 Uhr wird mit 20% Zuschlag vergütet, Zeiten nach 20.15Uhr werden mit 50% Zuschlag bezahlt. Für Samstags gibt es eine andere Regelung. Hier wird die Arbeitszeit ab 14.00Uhr mit 20% Zuschlag bezahlt, nach 20.15Uhr mit 50%. Wie im Tarifvertrag vorgesehen bleiben die 4 Samstage vor Weihnachten zuschlagfrei. Zusätzlich bezahlt LIDL jeden Monat eine Kontoführungspauschale in Höhe von 1,50Euro, für jeden Feiertag oder jeden Urlaubstag wird zusätzlich ein Pauschalbetrag von 3,00Euro bezahlt, da man an diesen Tagen ja keine Spätzuschläge erarbeiten kann. Ich habe noch keine unbezahlte Minute bei LIDL gearbeitet, alle Zeiten werden aufgeschrieben und entlohnt. Ferner wird Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld bezahlt, was in der heutigen Zeit ja auch nicht mehr üblich ist.
Arbeit: Hier ist der einzige Punkt, in dem Ver.di recht hat. Man muß bei LIDL alles machen. Man packt Ware, macht Bestellungen, kassiert und reinigt. Aber in welchem Handelsbetrieb ist das anders ?? Im Widerspruch zu den Aussagen von Ver.di sind die Arbeitsbedingungen bei LIDL sehr angenehm. Es herrscht ein kollegiales umgängliches Verhältnis miteinander, auch mit den Verkaufsleitern. Die Verkaufsleiter sind jederzeit ansprechbar, wenn man irgendwelche Probleme hat. Von Bespitzelungen habe ich jedenfalls noch nichts festgestellt. Es ist richtig, das Taschenkontrollen gemacht werden. Dieses findet aber nur stichprobenartig statt, nichts ungewöhnliches im Handel. Und wer nichts zu Befürchten hat, kann dieses doch gelassen über sich ergehen lassen.
Als Führung in einer Filiale hat man einen gewissen Freiraum und Verantwortung. Man entscheidet selbstständig über die Menge der zu bestellenen Waren und auch über die Personaleinsatzplanung. das hier vom Verkaufsleiter hinterfragt wird, wenn man Mist gebaut hat, ist doch wohl auch normal. Fazit:
Ver.di hat nach meiner Meinung mit ihrem Buch in erheblichem Maße über das Ziel hinausgeschossen. Ich habe den Schritt zu Lidl noch keine einzige Minute bereut, auch meine Familie merkt, das ich zufrieden dort bin. Nicht umsonst haben sich mittlerweile mehrere Personen aus meinem Bekanntenkreis ebenfalls bei Lidl beworben. Das man seine Arbeit machen muß, ist ja nunmal bei jedem Arbeitgeber so. Und wer will den ganzen Tag nur rumhängen ?? Ich habe festgestellt, das die Arbeitszeit bei Lidl schnell verfliegt, man hat immer was zu tun, und die Arbeit ist abwechslungsreich. Gleichzeitig hat man sehr viel mit Menschen zu tun und man bekommt eine gewisse Verantwortung übertragen. Also glaubt nicht einfach alles, was Ver.di so schreibt.
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16.09.2009 17:09
Das ist vermutlich DEINE Erfahrung mit Lidl, aber leider eine eher seltene Erfahrung würd ich sagen ;-)
08.08.2007 19:21
Ich bin seit 13 Jahren bei LIDL als Minijobber beschäftigt. Ich bin sehr zufrieden in meinem Job und war sehr enttäuscht als Verdi dieses Buch heraus gegeben hat. Wir haben ein sehr gutes Betriebsklima und ich kann mich nicht beschweren. Die Bezahlung ist gerechtfertigt und angemessen. Jetzt habe ich mich für 60 Stunden im Monat anmelden lassen. Das würde ich sicher nicht machen wenn ich mich nicht wohlfühlen würde. LG Marion
06.08.2007 17:03
Dein Bericht ist kurz, knapp und präzise. Ich finde es gut, dass Du Dich bei Lidl wohlfühlst. Ich habe kanpp 1,5 Jahr in der Zentrale (sprich Lidl Stiftung) gearbeitet. Es war, um es gelinde auszudrücken "Nicht mein Ding". Seitdem habe ich einige Firmen kennengelernt, die meinen Wünschen und Neigungen wesentlich besser entprechen. In diesem Sinne alles Gute Ice