Arbeiten bei New Yorker

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Als erstes Mal meine eigene Meinung: ich habe ein halbes Jahr lang bei New Yorker als Aushilfe gejobbt und kann es NICHT weiterempfehlen. Vor allem nicht für Leute, die nicht zufällig höchstens 3 km von der Filiale entfernt wohnen. FAZIT: So gut wie alle gehen davon aus, man würde schon ... Bericht lesen





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Aushilfe bei New Yorker - nein DANKE!
Erfahrungsbericht von Klappstuhl123 über Arbeiten bei New Yorker
03.08.2011


Produktbewertung des Autors:   


Pro: 50% Mitarbeiterrabatt, Aushilfen oft freundlicher als Vollzeitangestellte
Kontra: "Ausbeutung", Mobbing, anstrengende Arbeitszeiten, unorganisiert

Empfehlenswert?  

Kompletter Erfahrungsbericht

Als erstes Mal meine eigene Meinung: ich habe ein halbes Jahr lang bei New Yorker als Aushilfe gejobbt und kann es NICHT weiterempfehlen. Vor allem nicht für Leute, die nicht zufällig höchstens 3 km von der Filiale entfernt wohnen.

FAZIT:

So gut wie alle gehen davon aus, man würde schon lernen, wenn man ins kalte Wasser geschmissen werde. Es wird nichts erklärt, man wird rumgeschickt, 3 Leute wollen 10 verschiedene SAchen von dir zur selben Zeit und alle sind beleidigt, wenn es dann nicht fertig ist. Man arbeitet GRUNDSÄTZLICH zu langsam, egal wie schnell man durch den Laden rennt.
Wenn man an der Kasse arbeitet, darf man sich nichts zu trinken mitnehmen. Wird man erwischt, wie man sich eine WAsserflasche mit an die Kasse nimmt (für mich das normalste der WElt an einem langen Arbeitstag) bekommt man eine Abmahnung. WARUM AUCH IMMER.
Wenn man mal nicht kann, krank ist oder oder früher gehen muss wird man gleich mit diesem bescheuerten "Verräterblick" angesehen. Die Vollzeitangestellten geben einem (die Meisten!) das Gefühl, den Dreck machen zu dürfen und auch solcehr zu sein. Ich persönlich war froh als ich endlich den Mut aufbrachte (!!) zu kündigen und würde dort auch nicht mehr arbeiten!

Hier meine persönliche Erfahrung ein wenig detaillierter:

Ich gehe noch zur Schule und da alle meine anderen Freunde aber noch arbeiten brauchte ich wirklich dringend einen Nebenjob, weil mir mein "Taschengeld" einfach nicht mehr reichte.. Meine Schule war zu dem Zeitpunkt (habe sie gewechselt) 30 km von mir zuhause entfernt, aber nur 10 min von meiner Arbeit. Da dacht ich mir, es wäre doch praktisch, da zu arbeiten, mal so eben nach der Schule für 2-3 Stunden und dann mit dem Bus heimfahren. Denkste.

Ich bin also einfach mal auf gut Glück in die Filiale gegangen und habe mich persönlich danach erkundigt, ob es einen Aushilfsjob gäbe. Ich hatte zufällig gleich die Chefin dran und die war auch sehr freundlich zu mir und bat mich, doch einfach mal eine kleine Bewerbung zu schreiben und diese persönlich abzugeben. Habe ich auch gemacht, noch am selben Abend, Habe sie am nächsten Tag abgegeben, und dann auf eine Rückmeldung gewartet.
Als nach einer Woche immer noch nix da war, bin ich nochmal persönlich ins Geschäft gegangen und habe nachgefragt (Kann doch nicht so lange dauern, mal eben in die Bewerbung zu gucken, wir sprechen hier schließlich über einen AUSHILFSJOB und nicht über eine Vollzeitstelle). Da traf ich glücklicherweise wieder auf die Chefin, die dann gleich mit mir ins Büro ging und ohne nochmal in die Bewerbung zu gucken (aha..?) mir gleich den Arbeitsvertrag in die Hand drückte, mir mitteilte was ich alles bräuchte (Lohnsteuerkarte etc) und mir dann erklärte, wie ich was auszufüllen hätte. Sie fragte dann noch ein bisschen, was ich denn über New Yorker wüsste, die Marken, die Herkunft etc - ich hatte leider keine Ahnung aber sie war recht freundlich (ein Lob an die Chefin - die war wirklich IMMER sehr freundlich und verständnisvoll für mich!). Ich sagte ihr dann, wann ich arbeiten könne und sagte aber auch, dass ich bitte nur bis 6 Uhr könnte weil dann mein letzter Bus ging. Sie sagte, das ginge nicht, ich müsse bis mindestens 7 können, anders "könnte man mich nicht gebrauchen"... na gut, das hab ich dann geschluckt, musste ich halt mit dem Zug fahren, was jedesmal 6 Euro kostete... Klang sonst alles ganz gut.
Ich gab ein paar tage später meinen Vertrag ab und sie fragten mich dann, wann ich arbeiten könne und dass sie mich anrufen würden sobald ich arbeiten müsste.
Ich wartete also ca 3 (!!) Wochen bis dann mal Freitags (!!) ein Anruf kam, ich müsse morgen (also Samstag) arbeiten. Den ganzen Tag. Da dacht ich mir dann nix, war zwar schon ein wenig genervt dass es so hauruck ging, ohne mir ein paar Tage vorher bescheid zu geben.

Ich stand also am nächsten Tag überpünktlich vorm Laden, wurde auch reingelassen und mir wurde ein wenig der Laden gezeigt von einer ebenfalls ganz netten jungen Frau. Allerdings ging irgendwie alles ein wenig hektisch... ich musste die Waren (Pullis) sichern und auf Bügel ziehen.. das machte ich die ersten paar Male falsch und da wurde schon eine art Kommentar gegeben von wegen "das müsste noch schneller gehen"... Na gut..

aber DANN begann der Katastrophentag - ich wurde ins Obergeschoss versetzt. Dort wurde ihc meiner neuen Kollegin (mit der ich später noch SEEEHR viel "Spaß" haben sollte) vorgestellt, die mir gegenüber total kurz angebunden und unfreundlich war. Ich ließ mich nicht beirren und sollte Jeans sichern. Ihre andere Kollegin stand bereits am WINZIGEN Tisch, auf den alle Waren sollten. Es war VIEL zu wenig Platz dafür. Auch der stellte ich mich vor, sie war ein wenig freundlicher aber immer noch sehr kurz angebunden.
Ich fing also an, sollte Jeans sichern. Das wird bei New Yorker ein wenig speziell gemacht und ich konnt es mir nicht so leicht merken, musste mehr aufpassen und brauchte länger - normal für einen ersten Arbeitstag. Während die sehr unfreundliche Kollegin gott sei dank woanders war, stichelte ihre Kollegin schön an mir rum. Das müsse schneller gehen, ich bin zu langsam, das macht man anders, blablabla. Ich war schon total verunsichert und dann passierte der GAU: ich sicherte 10 Hosen falsch und durfte ALLE entsichern und nochmal machen. Die spöttischen Blicke werde ich nie vergessen!
Ich machte weiter und nach und nach kamen die ersten Kunden in den Laden. Es war ein Samstag mitte Dezember, also der totale Weihnachtskaufstress!!! Die Luft im New Yorker war wirklich unerträglich, es war heiß, stickig und trocken, ich hatte als ich endlich in Pause durfte aufgerissene Lippen und trank 1 Liter innerhalb von 10 Minuten, ich war wirklich fix und alle. Nach meiner Stunde Pause kam ich zurück und war weiterhin oben. Kurz gesagt:
es war katastrophal!
Es war stressig, chaotisch, unorganisiert. Ich war komplett allein gelassen, keiner hatte mir wirklcih IRGENDEIN System erklärt, wie man den Laden aufzuräumen hätte, wer welchen bereich hat usw usw. Ich musste Überstunden machen. Na gut, die waren bezahlt, aber für mich immer seeehr stressig, weil ich dann einen anderen Zug nehmen musste und erst um halb 10 Zuhause war. und das, wo ich am nächsten Tag Schule hatte.

So ging es eigentlich munter weiter. Mein nächster Arbeitstag war ca. einen Monat später, ich war offenbar grundsätzlich IMMER zu langsam und musste auch meistens oben arbeiten. Dort wurd ich dann schön von der sehr unfreundlichen Kollegin gemobbt, die ich oben schon erwähnt hatte. Es war an meinem zweiten Tag so schlimm, dass ich zu meiner Chefin ging und wirklich in Tränen ausbrach weil ich nicht mehr konnte. Sie schrie mich permanent vor allen Kunden an, dass sich wirklich alle umdrehten, machte Kommentare wie: "mei Mädel hast du keine Augen im Kopf?" oder "Bist du denn blöd!!" und zickte permanent rum, ich solle gefälligst die Kabinen ausräumen, die Kleidung wegräumen (ich kannte mich nicht aus!) und gleichzeitig auch noch auf meinen Bereich aufpassen. Natürlich, bin ja schließlich wonderwoman...
Meine Chefin schickte mich nach unten. dort ging es besser.

Aber ich musste nach längerer Zeit merken, wie schrecklich wirklich das Arbeitsklima speziell in dieser Filiale ist. Die Aushilfen waren recht freundlich, bis auf ein paar Ausnahmen, unterstützten mich auch immer und sagten mir offfen, ich solle mich bloß nicht fertigmachen lassen, "das würde hier allen so am Anfang gehen". Das Mobbing passierte also nicht nur mir, offenbar wird einem am Anfang immer mal gezeigt wo der Hammer hängt und wer was zu sagen hat und wer nicht.
Ich musste oft länger als viertel nach 7 arbeiten, auch wenn ich wirklich immer wieder erwähnte, dass ich dann meinen Zug verpassen würde und sehr spät nach Hause kommen würd - es war ihnen wirklich scheißegal. Ich bekam daheim Riesenärger mit meinen Eltern deshalb, bin öfter zur Chefin gegangen um ihr das zu sagen - sie hatte auch Verständnis, wenn auch nur wenig... ich durfte dann Ausnahmsweise einmal 5 min früher als die anderen gehen, aber auch nur weil mein Bereich so in Ordnung war.
Oft wurde ich mitten am Tag angerufen und gefragt ob ich arbeiten kann - ist ja auch okay. Aber ich finde es nicht okay, wenn man dann Nein sagt und sich etwas anhören darf - wenn auch nur indirekt. Vor allem bei mir, da ich ja wirklich weit weg wohnte und halt nicht immer so flexibel konnte sondern nur dann, wenn ich auch eingetragen war! Dann kam immer dieser Blick bzw Tonfall wie "Jetzt lässt du uns wieder im Stich, wir, die dir doch so viel Gutes tun".

Der Hammer den ich erlebte war eigentlich kurz bevor ich kündigte, als eine andere Aushilfe eingearbeitet wurde. Ich musste mitkriegen, wie man auch ihr nichts erklärte und sie an einem Samstag in den Ferien (= höllische Zustände!) den Damenbereich im oberen Geschoss aufräumen musste. Sie tat mir ein wenig Leid, denn sie wurde von der Kollegin eingearbeitet, die auch mich zuvor schon krass gemobbt hatte (womit ich mich dann irgendwann abfand und ihre Kommentare und Sticheleien ignorierte). Sie kannte sich überhaupt nicht aus und ich half ihr wirklich so gut es ging, erklärte ihr ein wenig den Laden, half ihr beim Zusammenlegen und beantwortete ihr Fragen - machte ja sonst keiner.
Am Ende wird immer der Laden geputzt - es wird gekehrt, die Spiegel geputzt und die Kasse auch. Sie kam zu mir und sagte mir: "Ich soll jetzt putzen, hat der XY gesagt". Ich sagte zu ihr: "Achso okay putzen.." und sie: "Kannst du es mir zeigen? Der XY hat gesagt, ich soll einfach zu dir gehen.."
ich dachte mir schon wieder meinen Teil und war WIRKLICH STINKSAUER. Der werte Herr XY, der mir auch schon zuvor durch außerordentlich arrogantes Verhalten aufgefallen war, dadurch das er immer wieder seine Machtposition als späterer Filialleiter schamlos ausnutzte, war sich offenbar zu fein ihr wenigstens zu erklären, wie manbei uns putzt. Woher sollte sie auch wissen, was wir abends alles machen? Es war ihr 1. Tag!
ich wollte es ihr also zeigen, da kam er prompt die Rolltreppe herauf, sah uns, blieb stehen, drehte sich um und sagte - kackfrech, wie ich finde - "Du weißt aber schon, wie man putzt, oder?" in einem abfälligen Ton, drehte sich wieder um, und ging weg - mit einem spöttischen Lächeln und Kopfschütteln. Es ist offensichtlich, dass dies eine rhetorische Frage war.
ich war STINKSAUER über dieses arrogante, abfällige Verhalten!
   
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