Arbeiten bei Promod

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Hallo, ich schildere euch heute meine Erfahrung über das Arbeiten bei promod. 1) Was ist promod ? 2) Mode 3) Meine Erfahrung 1) Promod wurde 1975 von eine französischen Familie gegründet und verkauft Mode und Accessoires für Damen .Promod ist nach eigenen Angaben in 49 Ländern mit 873 Filialen ... Bericht lesen





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Arbeiten bei Promod
Erfahrungsbericht von GoldenIce über Arbeiten bei Promod
03.06.2011


Produktbewertung des Autors:   


Pro: Kollegen, Aufstiegschancen(?)
Kontra: Bezahlung, unbezahlte Nachzeit, Druck wegen Umsatzsteigerung, harte Arbeit

Empfehlenswert?  

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo, ich schildere euch heute meine Erfahrung über das Arbeiten bei promod.

1) Was ist promod ?
2) Mode
3) Meine Erfahrung

1) Promod wurde 1975 von eine französischen Familie gegründet und verkauft Mode und Accessoires für Damen .Promod ist nach eigenen Angaben in 49 Ländern mit 873 Filialen vertreten (Stand: 2011) . In Frankreich sind die Filialen sehr bekannt, in Deutschland habe ich die Filialen bis jetzt nur in größeren Städten gesehen.
Ich weiß, es ist nicht viel was hier über promod steht, aber selbst die offizielle Homepage gibt keine weiteren Informationen her.

2) Da Promod eine französische Marke ist, ist der Stil auch sehr französisch. Man findet elegante Outfits für besondere Anlässe, sowie den lässigen legeren Freizeitlook. Die Farben der Klamotten sind über das Jahr meist auf rot, weiß dunkelblau und braun beschränkt, allerdings findet man im Sommer auch knalligere Farben.

3) Ich bin nach München zum studieren gezogen und da München eine sehr teure Stadt ist, beschloss ich einen Nebenjob anzunehmen um mein Budget aufzubessern. Nachdem ich zahlreiche Bewerbungen losgeschickt hatte, lud mich promod als erstes zum Vorstellungsgespräch ein.
Ich hatte bereits Einzelhandelserfahrung durch einen Nebenjob in meiner Heimatstadt. Die Filialleitung von promod war sehr freundlich, doch schon bald kamen die harten Fakten:

- als erstes wurde ich darüber aufgeklärt, dass promod nur Teilzeit auf Stundenbasis(!) anbietet. Das heißt im Klartext: So viel wie du arbeitest, so viel verdienst du auch. Wenn du allerdings krank bist oder Urlaub nimmst, verdienst du in dieser Zeit nichts (man arbeitet ja nicht) ! Wer 4 Wochen krank ist, hat am Ende des Monats ganze 0€ auf seinem Konto! Für einen Studenten ist Stundenbasis angenehm, da man an keine Mindestanzahl von Stunden im Monat gebunden ist, wenn man allerdings auf das Gehalt angewiesen ist überlegt man sich 2x wann man Urlaub macht.

- promod zahlt 7,50€ auf die Stunde! Das hat mich schon etwas schockiert, denn in dem Laden wo ich vor meinem Umzug nach München gearbeitet habe, habe ich 10€ auf die Stunde bekommen. Hinzu kommt, dass promod meistens in der Innenstadt liegt und eine hohe Kundenfrequenz hat.

- die Nachzeit für die Kassenabmeldung wird nicht bezahlt! Diese dauert ca 20-25 Minuten die als selbstverständlich angesehen werden.

- wenn die Filiale mehrere Monate ein Umsatzplus macht, bekommt man auch ein paar Euro mehr Gehalt. Klingt in erster Linie gut, allerdings entsteht auch sehr viel Druck dadurch. Jede Stunde wird geprüft, ob der Umsatz mit dem Planumsatz übereinstimmt und wenn nicht wird man angeheuert dem Kunden mehr zu verkaufen.

- promod bietet auch interne Verkaufsschulungen an, schließlich ist das Unternehmen noch nicht so bekannt wie beispielsweise Zara und versucht durch hohe Beratungskompetenz Kunden zu binden.

"Ich war jung uns brauchte das Geld..."
Meine Aufgabe an meinem ersten Arbeitstag war an der Kabine die Kleidungsstücke entgegen zunehmen und diese wieder an die richtige Stelle zu bringen. Ganz schön stressig, wenn viel los ist. Wenn Zeit bleibt, soll man auch den Kunden beraten der gerade mit seinem neu anprobierten Kleidungsstück vor der Umkleidekabine steht und sich im Spiegel anschaut. Meistens blieb dafür aber nicht viel Zeit, da ich unzählige Kleidungsstücke wieder in den Verkaufsraum räumen musste.Ich bin schon fast gerannt, da ich sonst das Einsortieren nicht geschafft hätte. Danach wurde mir gesagt ich soll auch im Verkaufsraum jeden Kunden anschauen und freundlich Grüßen und kein abgehetztes Gesicht machen!

Ich wurde auch relativ schnell in die Kasse eingelernt. Die Kasse fiel mir sehr leicht, da ich in diesem Bereich schon Erfahrung hatte. Nervig fand ich jedoch, jedem Kunden diese Kundenkarte "anzubieten". Ich war bis dahin diese hohe Kundenfrequenz nicht gewohnt, da ist es ganz schön anstrengend immer ein gutes und freundliches Gesicht zu machen und keine Differenz in der Kasse zu verursachen.Aber ich habe es geschafft! Allerdings steht man bei promod nicht den ganzen Tag nur an der Kasse oder an der Umkleide, es wird nach 2-3 Stunden gewechselt.

Was mich sehr gestört hat, war der Ist und Soll vergleich des Umsatzes pro Stunde. Meistens lagen wir unter dem "erwarteten" Umsatz pro Stunde und alle gerieten in Auffuhr "mehr verkaufen , mehr verkaufen". Das heißt : Kunden ansprechen , ihnen Outfits empfehlen, auf Kunden zugehen die sich bereits ein Kleidungsstück anschauen und dieses schön reden.Ist ja wirklich schön,aber wenn ich Kunde in einem Laden bin, dann Frage ich die Verkäuferin wenn ich was wissen möchte. Ich könnte das nicht gebrauchen wenn ich mir ein Kleidungsstück anschaue und die Verkäuferin gleich hergerannt kommt und sagt "Ach ist das aber schön, das passt hervorragend zu Ihnen...". Aber das ist Geschmackssache und meine Meinung dazu. Der Druck des Umsatzpluses kommt von den Kollegen intern, da alle an dieser kleinen Provision teilhaben wollten. Ich konnte das nicht wirklich verstehen, denn die paar Euros machen den Kohl auch nicht mehr fett. Wenn ich das Geld möchte, dann such ich mir von vorn herein einen Job der mindestens mal 8€ auf die Stunde zahlt. Der Stress im Verhältnis zur Provision ist auf keinen Fall gerechtfertigt.

Als Studentin habe ich meistens samstags gearbeitet und da war richtig viel los! Ich bin abends todmüde ins Bett gefallen. Da braucht man kein Fitnessstudio mehr und an Party ist auf keinen Fall mehr zu denken. Meine Kollegen waren immer freundlich, allerdings hat man so gut wie keine Zeit überhaupt zu streiten ;)
Zu den Aufstiegschancen möchte ich noch sagen , dass ein paar wenige dort mal als Teilzeitkraft angefangen haben und jetzt Filialleitung sind. Dafür braucht man aber eine sehr hohe Belastbarkeit. Als Filialleitung darf man auf keinen Fall an eine 40 Stunden Woche denken! Aufstiegschancen ja, aber das muss einem dann wirklich liegen. Für mich auf keinen Fall erstrebenswert, da meiner Meinung nach der Verdienst in keinem Verhältnis zum Gehalt steht!

Wenn ihr noch Fragen habt, einfach fragen, ich versuch sie dann so gut wie möglich zu beantworten :-)   


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