Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
flexible Arbeitszeiten |
| Kontra: |
schlecht bezahlt, viel Druck, ungewöhnliche Arbeitszeiten |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Für alle Leute, die erwägen als Barista bei Starbucks zu arbeiten, möchte ich diesen Erfahrungsbericht schreiben, da ich es wichtig finde sich einige Sachen klar zu machen was das betrifft.
Ich kann natürlich nicht genau sagen, was jetzt für die Filiale spezifisch ist und was für Starbucks allgemein gilt, doch die Dinge, die mir negativ aufgefallen sind, scheinen bei der Starbucks Workers Union die selben zu sein.
Starbucks ist eine Kaffeehauskette. Es wird äusserst penibel auf die Einhaltung von Standarts geachtet, z.B. wie man welches Getränk mischt, wie man mit den Gästen umzugehen hat. (Gast innerhalb von 30 s begrüßen, sich nach dem Kaufvorgang bedanken, dem Gast in die Augen sehen, immer noch zusätzliche Specials anbieten und und und...)
Es gibt für Alles eine Regelung oder Vorschrift. Es wird einem sehr wenig persönliche Freiheit/ Handlungsspielraum gelassen. Was bei Getränken ja nachvollziehbar und angebracht ist, nicht aber unbedingt bei Auftreten und Kleidung.
Arbeitskleidung wird einem gestellt (T-shirt und Schürze) Hose, Röcke oder Schuhe müssen selbst mitgebracht und schwarz sein und unterliegen auch bestimmten vorschriften. Normalerweise darf man auch Röcke und kurze Hosen (knielang) tragen, was uns aber aus "Sicherheitsgründen" trotzdem verboten wurde. Knöpfe am Hemd müssen immer alle zu sein, T-shirt in die Hose gesteckt.
Kopftücher, auch Bänder sind verboten, Schals eigentlich auch, wurde bei uns aber gnädigerweise auch mal eine Ausnahme gemacht, wenn wir erkältet waren.
Piercings sind verboten bis auf zwei Ohrringe pro Ohr. Tattoos ebenfalls. Ggf. muss ein langarmiges Oberteil unter dem Arbeitsshirt getragen werden um ein Tatoo zu verdecken. Egal bei welchen Temperaturen. Und in der "Küche" waren die Temperaturen teilweise sehr happig, weil es die Klimaanlage nicht packte. Mal abgesehen von der miserablen Luft.
Die Filiale hatte grundsätzlich zu wenige Mitarbeiter, was zu mehr Stress bei der Arbeit führte. Das scheint wohl sogar eine Taktik von Starbucks zu sein, wie man bei der Starbucks Workers Union lesen kann. Dazu wird einem dann auch noch Druck gemacht um den Arbeitsanspruch so zu bewältigen.
Als Barista ist man gleichzeitig auch Putzkraft für den ganzen Laden, inkl. Toiletten. Wir hatten ziemlich ungeschickte Putzgerätschaften, mit denen man ewig gebraucht hat um den Boden sauber zu kriegen, was mit ensprechendem Druck wieder auszugleichen versucht wurde.
Der Filialleiter hat uns, wenn ihm etwas nicht gepasst hat immer nur mehr Druck gemacht und uns gedroht, anstatt mit uns wie mit normalen Menschen zu reden.
Stundenlohn sind 8,18 Euro, pauschal für jeden. Es gibt keinen Nacht/Wochenende/Überstundenzuschlag. Für manche Feiertage gibt es einen geringen Zuschlag. Als shift Supervisor sind es 90 € mehr im Monat, dazu wird natürlich noch viel mehr von einem erwartet.
Arbeitszeiten sind flexibel, man weiß eine Woche vorher, wann man in der nächsten Woche arbeitet und kann nach Absprache auch Schichten tauschen.
Arbeitszeiten sind auch von Filiale zu Filiale unterschiedlich, es kann von sehr früh bis sehr spät reichen und logischerweise auch Wochenende und Feiertags.
Meine Meinung zusammenfassend würde ich sagen, wenn jemand nicht mit Leib und Seele in der Gastronomie arbeitet oder auch bei der Arbeit gerne so bleiben möchte wie er/sie ist, rate ich davon ab als Barista oder Shift Supervisor bei Starbucks zu arbeiten.