Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
- - |
| Kontra: |
beinahe Monopolstellung |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Ich möchte euch heute die Unternehmensgruppe "UNILEVER" vorstellen.
Jetzt mal ehrlich:
Wenn ihr den Namen UNILEVER hört woran denkt ihr dann (sofern ihr den Namen überhaupt schon mal gehört habt)?
Also ICH dachte zuerst an Putzmittel............und da lag ich auch gar nicht so falsch.
UNILEVER ist ein britischer Konzern der weltweit bereits soviele Produktionsstätten und Eigenmarken aufgekauft hat,daß er am Sektor der "einfachen Konsumgüter" schon fast eine Monopolstellung besitzt.
Ein paar Beispiele,damit ihr wisst wie oft ihr schon Produkte von Unilever zu euch genommen habt:
Wer kennt zb. nicht die Mayonaise von HELLMAN's?
oder das Olivenöl von Bertolli?
dann fällt mir auch noch die Firma Kuner mit den Marken RAMA oder auch BECEL ein.
Weiters gehören aber auch Marken wie "Calvin Klein" oder auch Karl Lagerfeld,Elisabeth Arden etc. dazu.
Waschmittel wie Coral,Omo,aber auch die Weichspüler von Silan sind auch mit von der Partie.
Auch zu erwähnen wäre Zahnpaste von Mentadent C oder ZIEL.
Ihr seht schon es ist ein riesiges Konglomerat von Marken die da zusammengekauft wurde.
Weswegen ich diesen Bericht schreibe ist aber,weil der Unilever-Konzern nun vor 3 Jahren einen weiteren Konzern namens "Bestfoods" gekauft hat (angeblich um die stolze Summe von 25 Mrd. Dollar).
Der Bestfoods Konzern wiederum (eine kanadische Firma)hatte allerdings kaum eine Chance NICHT an Unilever zu verkaufen,denn sonst wären sie mit ihren Marken vom Markt gedrängt worden.
Die Marken die Bestfoods gehören sind nämlich (unter anderem) KNORR,Pfanni,Mazola,etc.
Ihr seht also auch wieder Lebensmittelanbieter.
Im Zuge dieses Verkaufes wurde auch das Knorr-Werk in Wels verkauft,und dort arbeite ich.
Die schlimmsten Befürchtungen wurden wahr:
NAch dem Verkauf wurde natürlich sofort die Firmenleitung nach Wien in die Unilever-Zentrale verlegt (das ist ja noch verständlich) und somit gleich mal 60 Arbeitsplätze vernichtet (wozu braucht man 2 Lohnbuchhaltungen usw.).
Weiters aber wurde uns versichert daß die Produktion in keinster Weise gefährdet ist,dabei war uns vorher schon bekannt daß Unilever dafür bekannt ist nur Marken zu kaufen und die Produktionen in möglichst billige Länder zu verfrachten.
Als dann bekannt wurde daß Unilever daß KUNER-Werk in Wien schliessen wird (ein Traditionswerk daß mehr als 150 Jahre dort stand) und somit gleich mal ein paar hundet Arbeitsplätze vernichtet,war uns klar daß es bei uns auch nicht mehr lange dauern wird.
Übrigens wen's interessiert:
Rama kommt jetzt aus Ungarn,aber das nur so nebenbei.
Mit Ablauf der Standorgarantie die Unilever für Wels abgeben musste (2 Jahre) war es auch in Wels soweit.
Monate vorher wurde schon über eine Verkleinerung,oder eine Veräusserung oder überhaupt über die Schliessung des Werkes getuschelt.
Dank des ehemaligen Werksleiters ist es jedoch gelungen einen österreichischen Anbieter zu finden der das Werk nun weiterführt und in Lizenz für Unilever die Knorr-Waren herstellt.
(denn die Marke wird natürlich nicht hergegben,denn darum gings ja )
Diese Aktion hat zwar auch wieder ein paar Arbeitskräfte gekostet,jedoch sind wenigstens noch 160 Arbeitsplätze übrig,wenns nach Unilever gegangen wäre,gäbe es gar keine mehr.
Fazit:
So große internationale Konzerne sind meiner Meinung nach an der schlechten Arbeitsmarkt-Situation in den westlichen Ländern schuld,da sie nichts anderes als ihren Gewinn und die Renditen für ihre Aktionäre vor Augen haben,jedoch ihr eigentliches Kapital (den Menschen) völlig vergessen.
Leider hat es nicht sehr viel Sinn solche Unternehmen boykottieren zu wollen,denn es gehören ihnen derartig viele Marken daß man unbewusst immer wieder etwas davon in die Finger bekommt.
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auch wenn das nicht direkt ein Bericht ist,so musste ich mir doch mal den Frust von der Seele schreiben.
Aufgrund der Kritik von "Spitzensiedlerin" (danke übrigens) ergänze ich meinen Bericht:
Bevor die Firma an Unilever verkaufzt wurde,gab es allerhand Sozialleistungen die von der Firma bezahlt wurden,wie zb.
Studienbeihilfe für studierende Kinder
eine Firmenpension
Schülerbeihilfe für Kinder die höhere Schulen besuchen wollten.
Angelausflüge
Wanderungen
Betriebsausflüge
(mehrmals im Jahr)
Betriebsrestaurant
einen Shop in dem man die eigenen Produkte zum Selbstkostenpreis kaufen konnte
und vor allem ein sehr guter (eigentlich überdurchschnittlicher) Verdienst
Seit der Übernahme ist von alldem nur mehr ein Betriebsausflug im Jahr geblieben.
auch die Gehälter sind um ca. 15% gekürzt worden und die Firmenpension gibts auch nicht mehr.
Also
nochmal Fazit:
Arbeiten bei Unilever(direkt!) :
Als beinharter Manager ohne Gewissen und vor allem ohne Rückgrat,hat man sicher Erfolgschancen,nur ist man garantiert wieder weg vom Fenster wenn einer kommt und noch skrupelloser ist.
Dies wird allerdings wohl bei jedem internationalen Konzern so sein.