Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
Die Arbeit an sich macht spaß |
| Kontra: |
Vorurteile, schlechte Zukunftsaussichten, Schikanen, Lügen, Druck von oben |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Hallo liebe Ciao Leser, heute möchte ich euch die Agentur für Arbeit als Arbeitgeber vorstellen.
Ich habe dort meine Ausbildung als "Fachangestellte für Arbeitsförderung" am 01.09.2006 begonnen. Zunächst möchte ich euch die positiven Seiten der Ausbildung zeigen.
Über die Ausbildung zur Fachangestellten Für Arbeitsförderung
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In den Agenturen für Arbeit bearbeiten Fachangestellte für Arbeitsförderung Arbeitslosmeldungen und Leistungsanträge und beraten Rat Suchende, z.B. über unterstützende Leistungen zur Vermittlung oder zur Teilnahme an beruflichen Bildungsmaßnahmen.
Örtliche Arbeitsagenturen oder Arbeitsgemeinschaften von Kommunen und die Bundesagentur für Arbeit: Hier sind Fachangestellte für Arbeitsförderung beschäftigt.
Haben sie direkt mit den Kunden zu tun, halten sie sich in Informations- und Beratungsräumen oder im Berufsbildungszentrum (BIZ) auf. In der reinen Verwaltung ist das Büro vertraute Arbeitsumgebung. Dort prüfen sie z.B. Anträge auf Ausbildungsbeihilfe oder rechnen Umschulungsmaßnahmen ab. Manchmal sind Fachangestellte für Arbeitsförderung auch im Pkw im Außendienst unterwegs, um z.B. in Schulen rund um die Berufswahl zu informieren.
Fachangestellte/r für Arbeitsförderung ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG).
Der Monoberuf wird ohne Spezialisierung nach Fachrichtungen oder Schwerpunkten in den Dienststellen der Arbeitsverwaltung ausgebildet.
Die Ausbildung dauert 3 Jahre.
Weitere Infos erhält man über das Internetportal der Agentur für Arbeit: www.arbeitsagentur.de - einfach auf Berufe.net klicken.
Meine positiven Erfahrungen
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Als ich die Ausbildung begann, war ich sehr gespannt, was mich erwarten würde. Ich war überrascht, wie locker und menschlich die Atmösphäre an meinen ersten Arbeitstagen war, wie viel uns geholfen wurde und wieviel Mühe man sich mit den Auszubildenen gab.
Wir wurden auf Lehrgänge geschickt, ich habe mich superwohl gefühlt und auch guten Kontakt mit meinen Kollegen gehabt.
Das Ausbildungsgehalt war in einem guten Niveau, es wurde pünktlich gezahlt, die Gleitzeit war praktisch.
Sehr gut war auch die Ausstattung, wir bekamen unsere Computerkennwörter, haben alles bekommen, was wir brauchen, angefangen beim Stift bishin zu Ordnern, Hilfsmitteln etc.
Unsere Ausbildung war wie folgt gegliedert: wir haben einige Wochen am Stück Unterricht in der Agentur gehabt, dann wiederum einige Wochen Praktika in den verschiedenen Geschäftstellen absolviert. Berufsschule war im Blockunterricht angesiedelt, jeweils sechs Wochen (2x im Jahr) am Stück.
Der Arbeitsstoff war umfangreich, aber zu bewältigen. Die Aufgaben waren relativ einfach zu lösen. Als Arbeitsmittel war uns das Sozialgesetzbuch (SGB) gegeben. Wir haben uns besonders auf das SGB III konzentriert.
Meine negativen Erfahrungen
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Nach einiger Zeit in der Agentur fiel mir immer mehr hintergründliches auf, was einem auf den ersten Blick nicht sichtbar ist. Man wurde permanent beobachtet, bespitzelt, unsere privaten Pausengespräche belauscht und alles sofort nach oben weitergegeben. Manchmal fühlte ich mich unwohl und in meiner Privatsphäre eingeengt.
Schließlich wurde das ganze Außmaß gegen Ende der Probezeit sichtbar. Uns wurde klargemacht, dass nicht alle nach der Ausbildung übernommen werden und das der Rest im Service Center (einem Call-Center) landen würde. Es gäbe nicht genügend Kapazitäten (warum werden dann soviele Azubis eingestellt?!).
Aber als FA für Arbeitsförderung ist man praktisch ein "Fachidiot", einen anderen Arbeitgeber als die Agentur kann es nicht geben. Die Ausbildung wäre für die Katz.
Auf einmal nach knapp drei Monaten bekamen wir zwei neue Gesichter - zwei Azubis, die eigentlich an einer Fachhochschule der Agentur studieren wollten, diesen Weg aber schließlich doch nicht gehen konnten. Die Agentur nahm sie auf - und nun waren wir zwei zu viele. Es dauerte keine Woche, und zwei von uns "alten" Azubis wurden auf mysteriöse Weise gekündigt. Ich war eine davon. Nun versuche ich mal genau zu schildern, wie dies geschah - es ist eine unglaubliche Frechheit gewesen!
Ich arbeitete gerade in der Geschäftsstelle, hatte ein Gespräch mit meiner Vorgesetzten dort, die mir als Feedback gab, dass sie sehr zufrieden mit meiner Arbeit wäre und ich großes Potezial hätte. Anfängliche kleine Schwierigkeiten hätte es gegeben beim kennen lernen, aber dass sei normal, schließlich muss man sich erstmal "beschnuppern".
Ich war also nach diesem Gespräch wieder an meinem Arbeitsplatz, da bekomme ich auf einmal eine Email der Personalleiterin, ich solle mich zu einem gegeben Termin melden. Irgendwie hatte ich ein total schlechtes, mulmiges Gefühl.
Das bestätigte sich auch. Ich gehe zum besagten Termin und die Personalleiterin fragte mich, was ich denke, wieso ich hier sei. Ich sagte, ich wisse dies nicht, denn ich hatte ja auch nichts angestellt soweit ich wusste.
In einem raschen Ton sagte Sie zu mir, ich sei vom Verhalten her unbrauchbar für die Agentur, würde nicht zu ihr passen, außerdem hätten Ausländer in einer deutschen Behörde nichts verloren und wäre Sie bei der Auswahl der Azubis beteiligt gewesen, hätte sie mich sowieso gar nicht erst eingestellt. Ich war platt - wie kann man sowas behaupten?! Mir kamen die Tränen, sie sagte nur wir schicken Ihnen die Kündigung zu und das wars dann erstmal. Es hieß außerdem, ich hätte eine schlechte Kritik von der Geschäftsstelle bekommen, was ein weiterer ausschlaggebender Punkt gewesen wäre.
Ich ging also zur Geschäftsstelle und redete mit meiner Vorgesetzten dort. Sie war entsetzt und zeigte mir auch ihre Kritik, die keinesfalsch schlecht war. Ich wurde also von der Personalleitung belogen!
Der Hammer kommt noch, als die Personalratssitzung meine Kündigung festlegte. Dabei wurde von der Personalleiterin behauptet, ich hätte versucht, Kunden vom Islam zu überzeugen und sie somit belästigt. Außerdem soll ich Flaggen und Symbole anderer Länder auf dem Schreibtisch gehabt haben. Ich weiß ehrlich nicht mehr, was ich dazu sagen soll. Das ist Schikane auf höchstem Niveau, denn sowas habe ich nie getan!!! Erstens hatte ich bis Dato keinen Kundenkontakt, zweitens bin ich kein Moslem, drittens habe ich nie über etwas wie meine Heimat oder Religion geredet! Als nächstes heißt es noch, ich sei ein Terrorist und hätte einen Bombenanschlag geplant, oder wie?! Flaggen habe ich auch nie auf meinem Schreibtisch gehabt, auf diesem war nur ein PC und ein Telefon! Es ist wirklich unglaublich, wie man belogen und hintergangen wird!
Fazit
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Mittlerweile bin ich froh, dass ich nicht mehr dort arbeite. Allerdings finde ich es so ungerecht, wie ich behandelt wurde. Ausländerfeindlichkeit ist kein Begriff dafür, was dort passiert ist. Und der Hintergrund der Geschichte ist ja, dass zwei neue Hinzukamen und sie deswegen einfach zwei loswerden mussten. Ein anderes Mädchen ist auf ähnliche Weise gekündigt worden.
Die Worte "Ausländer haben in einer deutschen Behörde nichts zu suchen." und dann die dreisten Lügen auf der Personalratssitzung, die kein bisschen Wahrheit enthalten und mich tief verletzt haben wie hinterhältig das Personal der Agentur ist. Ich bin um eine Erfahrung reicher und weiß schon, warum ich ins Ausland gehen möchte. Diese Zustände sind unannehmbar und menschenunwürdig.
Also, wenn ihr lieber auf euren eigenen Beinen steht, eine eigene Meinung habt und selbstbewusst seit, oder wenn ihr Menschen mit Migrationshintergrund seit, dann bewerbt euch auf keinen Fall bei der Agentur. Dort werden Leute gesucht, die erstens Deutsch sind und zweitens keine eigene Meinung haben und nur ja und Amen sagen.
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