Probanden: Nebenbei im Dienste der Forschung!

5  08.05.2006

Pro:
sich durchchecken lassen und Geld verdienen .  .  .

Kontra:
unbekanntes Testrisiko ! ?

Empfehlenswert: Ja 

jenne.69

Über sich: Hab Euch noch lange nicht vergessen! Lese immer mal und komme hoffentlich auch wieder zum schreiben....

Mitglied seit:29.02.2004

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Was andere gern verschweigen, ich gebe es zu. Ja, ich bin Proband bei einem Forschungsinstitut. Was? - werden einige jetzt denken. Ein menschliches Versuchkaninchen ! Wie kann er das nur machen!

>> Wie kam ich dazu

Ja, wie kann ich das nur machen?!
Das habe ich mir damals vor vier Jahren auch überlegt, und bin zum Entschluss gekommen, es auszuprobieren. Ich konnte mir noch nicht viel darunter vorstellen, nur das man Medikamente testet, welche z.T. noch nicht auf dem Markt sind, und das man dafür Geld bekommt, auch wenn es steuerpflichtig ist.
Geld braucht man ja immer, also wäre es eine Möglichkeit für mich und meiner Familie, etwas Geld nebenbei zu verdienen.
Mein ehemaliger Nachbar, der bei Bayer arbeitet, brachte mir eines Tages einen Flyer mit und informierte mich ein wenig darüber. Mit gemischten Gefühlen ging ich am nächsten Morgen zur Arbeit und versuchte mal anzutesten, was meine Arbeitskollegen von Probandentests in Pharmazentren hielten. Welcher Schock! Jeder, mit dem ich sprach, hatte Abneigungen gegenüber dieser Möglichkeit, Geld zusätzlich zu verdienen. Nie! Was könnte denn da alles passieren, und du spielst doch mit Deiner Gesundheit, hatten sie gesagt. Meine Kollegen verdienten schon damals das Doppelte wie ich als Leiharbeiter, und brauchten sich über finanzielle Engpässe nicht so viel Sorgen machen. Also ein Niederschlag! Bei den Kollegen wollte ich dann doch erst mal nicht weiter von der Sache reden. Im Familienkreis sah es nicht viel anders aus. Die Worte meiner Eltern: "Junge, wie kannst Du nur! Überleg Dir das noch mal und denk an Ela und Deinen Timi." Tim verstand es damals sowieso noch nicht. Ela hatte schon darüber gehört, meinte, dass nicht jeder eine solche Möglichkeit bekommt, fand es prima und stand zu mir, allerdings mit der Einschränkung, mitentscheiden zu können, welches Mittel getestet wird.

>>DIE ENTSCHEIDUNG und TAUGE ICH ALS PROBAND

Also probieren! Im Flyer stand die Tel-Nr. zur Terminvereinbarung für ein Vorstellungsgespräch. Ich rief mit Herzblubbern an und bekam einen Termin zwei Wochen später zur Voruntersuchung. In den zwei Wochen war ich hin und her gerissen und voller Gedanken, ob ich das Richtige tue.
Es kam der Tag und ich war aufgeregt wie ein Schulkind, welches Zeugnisse bekommt.
"Bitte am Vortag ab 22:00 Uhr nichts mehr Essen und nur noch etwas Wasser trinken und bringen Sie Ihren Impfausweis mit" - hatten sie mir am Telefon gesagt.
Es werden einige Tests gemacht, um herauszufinden, ob ich überhaupt als Proband in Frage komme. Also mit flauen leeren Magen in Richtung Forschungs-Zentrum.
Für mich als Wuppertaler war es nicht weit, denn das Forschungsinstitut von Bayer ist in Wuppertal. Als ich mit dem Auto über eine kleine Anhöhe kam, sah ich das große Areal. Große moderne Häuserblöcke, eingezäunt und einen sicheren Wachschutz beeindruckten mich sehr. Nun gut, Bayer ist ja ein großer bekannter Weltkonzern und kann sich ein solches Objekt leisten.

Nach der Anmeldung und Sicherheitsunterweisung durch den Sicherheitsdienst bekam ich einen Probanden-Werksausweis ausgehändigt und eine Schlüsselkarte für die Sicherheitseingangstür des Probanden-Gebäudes. Nach fünf Gehminuten stand ich vor dem vier etagigen Betonbau mit den grünen Lamellenrolladen. Bo, ich bei Bayer! Ich konnte es mir nicht vorstellen - und absolvierte die Sicherheitstür. Schnell in den Fahrstuhl und zur zweiten Etage. Ein Schwesternteam in weißen Kitteln war schon damit beschäftigt, andere Kandidaten abzufragen, denn ich war nicht der einzige Neue.

Nach dem Namenabgleich bekam ich gleich einen kleinen Becher in die Hand gedrückt und durfte meine erste Urinprobe abgeben.
Aufgefallen ist mir gleich, dass überall Schwestern-Notrufschalter wie in einem Krankenhaus angebracht waren. Nach dem Urin ging es weiter in einem Aufenthaltsraum. Dieser ist mit 80iger Jahre Sesseln, Tischen und Regalschränken eingerichtet. Bücher moderner Autoren sowie einige Brettspiele in den Regalen und eine Fernseh-HIFI-Video-DVD-Anlage fielen mir gleich auf und ich dachte: In Käfigen - wie unsere tierischen Test-Genossen - brauchen wir nun nicht zu leben. Die ganze Einrichtung auf der Etage kam mir vor wie ein Krankenhaus mit Luxus.

Nachdem also alle Neuen, ca. acht-zehn Leute, Platz genommen hatten, gesellten sich die Schwestern und ein Arzt zu uns: Sie unterrichteten uns über die weitere Vorgehensweise.
Wir bekamen jeder eine Mappe mit Unterlagen zum Ausfüllen und Hinweisen für den Probanden. Der Fragebogen sollte Bayer über meinen bisherigen gesundheitlichen Lebenslauf informieren. Ich füllte ihn aus und war erstaunt, warum ich auf einem anderen Bogen meine Bankverbindung angeben sollte. Eine kurze Nachfrage und man wies mich darauf hin, dass ich für das Erscheinen und die Untersuchung ja schon Geld bekomme und dieses auf mein Konto überwiesen werden müsste. Na, dachte ich, da bin ich ja mal gespannt, ob da was auf meinem Konto auftaucht. Eine Woche später war ich positiv überrascht! Es stimmte!

Immer freundlich wiesen uns die Schwestern in einzelne Untersuchungszimmer, wo die Tests stattfinden würden. Das Auftreten der Ärzte und Schwestern sowie der Ablauf der Tests lief so routinemäßig und stressfrei ab, dass ich dachte: Die haben Erfahrung und wissen was sie machen!

Größe, Gewicht, Puls und EKG waren als nächstes dran. Gleichzeitig kontrollierten sie meinen Fragebogen und stellten zusätzliche Fragen. Dann kam das Blutabnehmen. Zwei kleine Spritzen voll. Okay, ich war schon vorher oft Blutspenden und kannte die Sache, aber ich war auch hier wieder positiv überrascht, mit was für ruhigen Händen die Schwestern den kleinen Armbeugepicks hin bekamen. Da hatte ich locker viel Schlimmeres bei Hausärzten erlebt.
Das Blut und Urin gingen sofort ins bayereigene Labor um herauszufinden, ob ich fit bin und sie mich gebrauchen können.

Nach diesen Tests war erstmal etwas Ruhe angesagt. Wir konnten im Aufenthaltraum Frühstücken. Ja, so richtig mit Kaffee, Tee, Orangensaft, Brötchen , Marmelade und so. Wir waren Bayer anscheinend schon etwas wert!
Diese Zeit nutzten wir, um uns mit den anderen bekannt zu machen - wie jeder so dazu gekommen ist.
Es waren Mitarbeiter von Bayer, welche sich noch etwas Geld verdienen wollten, Studenten und Leute von außerhalb, - so wie ich - dabei.

Später wurden wir einzeln von den Schwestern ins Ärztezimmer gerufen und die letzte Amtshandlung stand vor uns. Der Arzt checkte uns von oben bis unten durch und ließ uns Bewegungs- und Koordinationsübungen machen. Seine Erkenntnis: Wenn die Blut- und Urinwerte stimmen, steht nichts mehr im Weg für eine Probandentätigkeit. Ich wurde darauf hingewiesen, dass Bayer sich in den nächsten zwei Tagen bei mir meldet und mich über die Auswertungen informiert. Dann war die Sache für mich an diesem Tag erledigt und ich konnte zur Arbeit fahren.
Das ganze dauerte vielleicht drei bis vier Stunden und ich stand wieder am Wachschutz und konnte das Bayer-Gelände verlassen.

Auf der Rückfahrt kamen mir nicht mehr so viele Zweifel über meinen Entschluss, Proband zu werden. Und wenn es nicht klappt, haben sie dich eben mal komplett durchgecheckt.

Am nächsten Tag, ich war auf Arbeit, kam der Anruf von Bayer - und ich hatte die Zusage. Man sagte mir, dass sie mich anrufen - wenn Studien ins Haus anstehen würden. Dann könnte ich mich ja entscheiden, ob ich mitmachen möchte oder nicht.

Mein Weg als Proband war geebnet und außerdem war ich körperlich fit wie ein Turnschuh.

Natürlich sagte ich keinem etwas von dem Vorhaben, nur Ela, meine Frau, denn sie gab letztendlich ihr ok zur Studie.

Ca. einen Monat später kam der erste studienbezogene Anruf von Bayer. Man teilte mir mehrere Termine für Studien mit. Nun war es ernst - und ich musste mich entscheiden. Ich wählte eine Studie über zweimal eine Woche und plante meinen Urlaub danach. Es ist nicht immer einfach, Studien und Urlaubsplanung unter einen Hut zu bekommen. Arbeitskollegen wunderten sich, dass ich kurzfristig und an nicht urlaubstypischen Tagen Urlaub anmeldete. Erst wollte ich es ausplaudern, aber ich hielt mich zurück und stellte sie mit plausiblen Ausreden zufrieden. Bis jetzt klappte es ganz gut und durch die rechtzeitige Info von Bayer über die Studien, konnte ich meine Arbeitsauszeit planen.

>> ABLAUF VOR DER STUDIE

Nun möchte ich Euch über die aktuellste Studie etwas erzählen, denn ich hab mir wieder eine ausgesucht. Über meine allererste Studie kann ich nicht so viel schreiben, denn sie ist vier Jahre her. Nach einigen anderen Studien merkt man sich so manches nicht mehr! Nur, dass das Geld von der Erstuntersuchung und den Studien allgemein schnell auf dem Konto war, meist ca. eine Woche nach der Enduntersuchung.

Drei Wochen vor Ostern bekam ich wieder einen Anruf von Bayer. Ich entschloss mich, die Studie nach Ostern zu nehmen, denn dann fällt es eben auch nicht so auf, wenn man kurzfristig Urlaub beantragt. Nach zwei Tagen bekam ich Post mit den Unterlagen und Terminen zur Aufklärung und zur Voruntersuchung.
Zwei Tage vor der Voruntersuchung ist Aufklärung. Dann treffen sich der leitende Arzt und die möglichen Probanden. Die Studie wird vorgestellt. Hier bekommt man seinen Studienvertrag und kann soviel Fragen stellen wie man möchte. Es soll alles klar sein, bevor man zur Studie Ja sagt. Nachdem man den langen Vertrag mit allen möglichen Details durchgelesen und verstanden hat - kommen Unterschriften von beiden Parteien. Für jeden Probanden schließt Bayer eine Versicherung pro Studie ab, falls doch mal was passieren sollte - wie jetzt in England. Aber keine Angst, es ist noch nichts passiert, da die deutschen Gesetze doch strenger zu sein scheinen als die in anderen Ländern.

Ca. fünf Tage vor Studienbeginn ist die Voruntersuchung. Das ist wichtig, denn es müssen die körperlichen Werte eines Probanden ermittelt werden. Bei der Voruntersuchung spielt sich das Gleiche ab, wie bei der Erstuntersuchung. Kennen wir ja schon! Es wird noch hingewiesen, dass jeder Proband ab dem Tag bis zum Studienstart keine körperlichen Anstrengungen, d.h. kein Sport, kein toben, keinen all zu heftigen Sex *g* unternehmen sollte und sich mit fettigen, zu scharfen Speisen zurückhalten möchte, denn das verändert die Werte wieder.
Am Dienstag nach Ostern war es soweit. Ich stellte mein Auto auf den bayereigenen bewachten Parkplatz ab, absolvierte wieder den Werkschutz. (Ausweis,Schlüsselkarte holen und den Laptop anmelden). Im Aufenthaltsraum traf ich um sieben Uhr alle Gesichter der Voruntersuchung wieder. Alle waren da und die Studie konnte beginnen.

>> STDIENABLAUF

Die Studie dauert von Dienstag bis Samstag, also fünf Tage.

Erster Tag ! Dieser ist der "minus 1-Tag", d.h. es ist der Tag vor der Applikation des Mittels. Nach Urinabgabe lagen dann alle um 7:45 Uhr in den Betten auf der Station und waren angekabelt mit EKG und Blutdruck. Um 8:00 Uhr wurden die ersten Messungen vorgenommen. Anfangs alle 15 Minuten, dann im Stunden-Rhythmus und später in noch größeren Abständen. Nach jeden Messungen wurde zudem noch eine kleine Menge Blut mit abgenommen.
Mittags gab es Essen. Bayers Kantine kocht gut und es brauch sich keiner Wundern, wenn er ein paar Pfunde ansetzt.
Im Aufenthaltraum nahmen wir beim Fernsehen unser Essen ein, bis wieder eine Messung anstand. Die Abstände zwischen den Messungen sind mittlerweile im zwei bis drei Stundentakt und ziehen sich hin bis 22:00 Uhr.
Gegen 23:00 Uhr ist Nachtruhe mit dem Hinweis der Nüchternheit bis zum nächsten Morgen. Nach etwas Freizeit zogen wir uns in das Drei-Bettzimmer zurück.

Am nächsten Tag ist der Tag der Applikation des Mittels und nennt sich "0-Tag". Wie am Vortag wiederholte sich auch heute die ganze Prozedur mit Urin, den Messungen und Blutentnahmen. Zusätzlich bekamen wir eine Verweilkanüle gelegt, um den Körper durch die späteren Blutabnahmen nicht all zu sehr zu beanspruchen.
Um 8:00 Uhr erfolgte die Einnahme des Mittels - verabreicht durch den Arzt. Die Probanden erhalten das Präparat zeitversetzt - alle sechs Minuten wird ein Proband "verarztet". Das dient der Absicherung! Zu sagen ist hier, dass nicht alle Probanden das echte Mittel bekommen, sondern ein prozentualer Anteil bekommt ein Placebomittel. Bei unserer Studie waren das zwei Probanden. Bis zur Nachuntersuchung ist allerdings nicht bekannt wer das Placebo bekommen hatte. Auch Ärzte und Schwestern wissen es nicht.
Nach der Gabe ist es dann etwas stressig, denn es müssen zeitlich genaue Werte genommen werden. Das zieht sich wie am Vortag bis zu Mittag hin.
Nach dem Mittagessen bleiben wir bis zum nächsten Tag 16:00 Uhr auf dieser Etage zur Beobachtung, d.h. wir haben uns ein paar notwendige Sachen auf diese Etage mitgenommen.(Waschzeug, Lesezeug, Rätsel oder auch ein Kuschelkissen, wer es braucht…usw.). Zwischen den Messungen und Blutabnahmen ist Langeweile angesagt - denn wir können nur zum Essen aufstehen.
In der Nacht sind wir nur mit dem kleinen EKG am Monitor angeschlossen und ein Arzt und eine Schwester sind im Nachbarzimmer auf Standby.

Am dritten Tag, dem "+1 Tag", sind die Abstände der Messungen auf sechs Stunden gerückt und wir können das Freizeitangebot nutzen. Von Bayer gestellt sind: Fernsehen, Lesen, Billard, Dart sowie Gesellschaftsspiele. Unsere Raucher können nun auch wieder ab 16:00 Uhr an der langersehnten Kippe ziehen. Auch können wir wieder auf unsere Schlafetage - und uns dort die Zeit zwischen den Messungen und dem Essen vertreiben.

Die nächsten Tage sind nur noch mit Messungen, Urin und Blutabnahmen auf dreimal pro Tag angesetzt. Die restliche Zeit können wir mit Freizeitangeboten nutzen. Das hört sich ganz gut an, aber die Zeit will an diesen Tagen einfach nicht schneller vergehen. Gelegentlich gehen die Schwestern mit der gesamten Studiengruppe im Bayergelände spazieren. Dann kommt man mal an die frische Luft.

Der letzte Morgen ist mit den Abschlussmessungen und der Entlassungs-Untersuchung durch den Arzt vorgesehen. Wenn das Überstanden ist, kann man nach dem Frühstück wieder nach Hause entlassen werden.

Zwei bis drei Tage später hat man noch einmal eine Nachuntersuchung um nachzuweisen, dass der Proband gesund ist und die Werte wieder auf Null sind.
Dann kann man auch erfahren, ob man diesmal ein Placeboprodukt hatte oder nicht.
Nun ist die Studie zu Ende und man kann eine Woche später sein Neuerworbenes Geld auf dem Konto bewundern.

>>MEIN FAZIT

In letzter Zeit habe ich im TV einige Spots gesehen, die sich um Medikamenten-Tests drehen und ich fand es toll.
Ich könnte noch viel mehr schreiben, um vielen von Euch den Schrecken zu nehmen, denn der Mensch kommt erst in der allerletzten Phase eines Medikamententestes dran.
Ich habe erfahren, dass Bayer mittlerweile um die 250 Probanden beschäftigt. Alle wollen ihren Beitrag zur Neuentwicklung von Medikamenten betroffener Menschen widmen, sich Durchchecken lassen oder einfach nur Geld dazu verdienen.
Für Bayer hat die Sicherheit eines jeden Probanden höchste Priorität. Zahlreiche Gesetze und Richtlinien regeln die klinisch-pharmakologische Entwicklung. Regelmäßig wird Bayer von der Ethikkommission der Ärztekammer und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukten geprüft. Das Prüfmedikament wird ausreichend über meistens acht - zehn Jahre vorher an Zellen und Tieren getestet um dann nach weiteren Prüfungen am Menschen zugelassen zu werden. Glaubt nicht, dass Bayer es sich leisten kann, unsichere Tests am Menschen vorzunehmen. Bayer hat mein Vertrauen gewonnen und ich werde - solange meine Werte stimmen und ich es zeitlich einplanen kann - an weiteren Studien teilnehmen.
Hierbei möchte ich noch sagen, dass ein Proband nach einer Studie mindestens drei Monate Studiensperre hat, damit der Körper sich wieder einpendeln kann und keine eventuellen Restwerte von der vorhergehenden Studie überbleiben.


>> INTERESSE

Das soll weiß Gott keine Werbung werden oder sein, aber vielleicht hat ja doch jemand Interesse und wie gesagt … jeder kann vorher selbst entscheiden, ob er dieses oder jenes Medikament testen will. Es gibt Wochenstudien, aber auch Tagesstudien mit Aspirin oder Wick und wie sie alle heißen, also auch Medikamenten, die schon lange auf dem Markt sind nur weiterentwickelt werden.

Männer im Alter zwischen 18 und 45 Jahren, welche zuverlässig sind und Verantwortungsbewusstsein haben und sich fit fühlen, können sich gern bei Interesse bei mir im GB melden oder direkt schreiben an:
Bayer AG
Pharma-Forschungszentrum
Institut für klinische Pharmakologie
Probandensekretariat
42096 Wuppertal


Vielen Dank für euer Interesse an meinem Bericht. Natürlich würde mich eure Meinung ebenfalls interessieren und ich bedanke mich schon mal im Voraus für eure evtl. Bewertungen und Kommentare.

UPDATE: 09.05.06
Ich habe hier einige Kommentare gelesen und ich kann gut verstehen, das es euch interessiert wie die Vergütung ist. Darüber und auch welche Medikamente getestet werden darf und werde ich nichts genaues sagen, da ich darüber stillschweigen halten muß. Die Vergütung, wie auch schon geschrieben, variiert zum einen von Dauer der Studie und der Medikation. Bislang habe ich alle Studien bzw. Medikationen ohne Nebenwirkungen überstanden, denn die Dosierungen sind so gering, das sich das Testmedikament bereits nach 24h abbaut.

Und nein I-am-Laura .... ich arbeite nicht für Bayer und will auch die vermasselte Studie in England nicht rausreissen, da sie auch nicht mal von Bayer war. Klar was dort passiert ist, ist schrecklich und hätte mich beinahe von meiner Studie abgehalten. Aber ich denke nach nun 4 Jahren Studienerfahung kann ich ein Wörtchen mitreden.

© Jenne
Mai 06


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Ti.la

Ti.la

31.03.2008 20:30

Wirklich guter Bericht!! Ich glaube, ich würde mich das nie trauen.. bh !!

Videorecorder

Videorecorder

30.07.2007 23:11

Sehr Hilfreich! Hat mir sehr bei meiner entscheidung geholfen!

mozarteum

mozarteum

25.11.2006 00:06

ich glaube, da hätte ich dann doch zu viele bedenken ... .-) lg mozarteum

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