Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
moderne Büro - Ausstattung, bequeme Bürostühle |
| Kontra: |
Führungskräfte, Druck auf die Mitarbeiter, schlechter Verdienst, Verlogenheit, Mobbing |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Ich wurde eingestellt als Call Center Agent für die Spätschichten und Schichten am Wochenende mit einer Wochenarbeitszeit von 19 Stunden, wobei der Arbeitsvertrag auf zwei Jahre befristet war. Meine Aufgabe war die Kundenbetreuung (Inbound Callcenter) in der Abteilung Home Platin. Arbeitsplatz war ein vollkommen neues Gebäude und mit der neuesten Büroausstattung versehenes Callcenter in Ludwigshafen / Rhein.
Die ersten vier Wochen verbrachten wir , 14 Kolleginnen und Kollegen in Schulungen. Diese Schulungen sollten uns die interne Kommunikation und Richtlinien nahe bringen. Die Vorträge vor allem über das Buchungssystem CRM-T wurden, von "normalen" Kollegen abgehalten, welche weder für diese didaktischen Maßnahmen ausgebildet noch von der Qualifikation geeignet waren.
Nach diesem ersten Monat unter der Glaskuppel der "Ausbildung" und mit über 40 Überstunden auf dem Arbeitszeitkonto wurden wir zum ersten Mal in den Call-Center-Saal entlassen und auf die zum Teil doch sehr genervten Kunden losgelassen wurden. (Wäre ich auch, wenn ich seit 7 Monaten auf meinen mir vertraglich zugesicherten DSL Anschluss warten müsste).
Vom ersten Tag an kämpften meine Kolleginnen und Kollegen genauso wie ich mit der instabilen Software namens CRM-T, den stutenbissigen Teamleiterinnen, die ihre Machtposition gerne ausnutzen, und den verärgerten Kunden.
Mit einem enormen Druck (ihr müsst jedem Kunden der anruft etwas verkaufen, ihr müsst jeden ansprechen) wurden den Agents die Produkte 'aufgezwängt' , immer mit dem Hinweis des großen Abteilungsleiters, dass wenn nicht genügend Umsatz durch die Abteilung generiert wird ist es doch klar, dass der eigene Job in 2 Jahren wieder weg ist und zwar schneller als man PIEP sagen kann.
Das Arbeitsklima war in der Runde sehr komisch, vielleicht lag das ja auch an den Team-Leiterinnen Helga A. und Desiree H., welche sich von der Telekom-Steinzeit Staatsunternehmen in die heutige Zeit retten konnten und anscheinend sich über das Abendgymnasium in 'höhere Sphären der Personalführung' aufgestiegen sind. In der Tiefkühltruhe herrscht dagegen wirklich ein sommerliches Klima ;-)
Wenn man Urlaub braucht oder vielleicht etwas Wichtiges vor hat muss man sich zuerst mit den Team-Leiterinnen herumschlagen, danach wird die Verantwortung von den überforderten Team-Leiterinnen auf den ÜBERGOTT Workforce-Management abgeschoben. Natürlich wird nach der guten alten 3-G-Regel (Gesehen-Gelacht-Gestrichen) entschieden.
Aber gut, von den 14 Kollegen waren nach zwei Monaten noch sechs oder sieben bei der Telekom beschäftigt, die meisten hatten die Sinnlosigkeit des eigenen Tuns erkannt.
Diejenigen welche zu dieser Zeit noch da waren (manche einfach aufgrund der Tatsache dass sie auf diesen Job angewiesen waren, andere einfach aus Loyalität) wurde das Leben immer mehr zur Hölle gemacht.
Mit selbst wurde zuerst eine wirklich unberechtigte Abmahnung aufs Auge gedrückt, wobei die beidem Team-Leiterinnen wie zwei verschreckte Hühner neben dem Gockel Abteilungsleiter saßen.
In diesem Gespräch wurde mir der Vorwurf gemacht, dass ich mich auf falsche Reason-Codes abgemeldet hatte (Ok, geb ich zu, wurde uns allerdings auch sehr wischi-waschi bzw. gar nicht erklärt).
Am nächsten Tag kam Helga A. mit der 2 seitigen, schriftlichen Lüge bei meiner Kollegin und mir vorbei gelaufen und sagte ganz generös 'hier sei noch die Aktennotiz des gestrigen Gespräches.
Das Schriftstück klang dann schon eher wie die Anklageschrift in einem Kriegsverbrecher-Prozess. Sogar die abstürzende Software wurde in der Anklageschrift mit aufgeführt. Meine berechtigten Einwendungen gegen die falschen Anschuldigungen wurden durch die Team-Leiterin gottgleich abgewunken. Auf die falschen und durch die beiden Team-Leiterinnen erlogenen Anklagepunkte weiter einzugehen ist wohl verlorene Zeit.
Nun, 2 Wochen später (der Gockel ist inzwischen in seinen Stall nach Eschborn zurückgekehrt) wurde ich erneut zu einem Gespräch gebeten. Hier wurde mir eröffnet, dass ich gekündigt werde weil ich zu wenig Umsatz mache und mir wurde von Frau S.-O. mitgeteilt, dass ich kein Vertriebler sei ;-) (eine kurze Information: Ich habe 20 Jahre Vertriebserfahrung und habe jeden Tag meinen Umsatz abgeliefert, der auch mit Amazon-Gutscheinen etc honoriert wurde)
Von den 14 neuen Mitarbeitern ist nach vier Monaten noch genau ein Mitarbeiter beschäftigt. Selbst einem älteren schwerbehinderten Mitarbeiter wurde ohne Rücksicht gekündigt.
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| weitere Erfahrungsberichte |
Call-Center-Agent für die Deutsche Telekom
Bewertung für Arbeiten bei der Deutschen Telekom von
reneundjenny2004
Pro: mir macht diese Arbeit unheimlichen Spaß
Kontra: Standort wurde geschlossen
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Meine Erfahrung als Call-Center-Agent für die Deutsche Telekom
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Nach 2 Jahren nach der Übernahm ...
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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich |
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sehr hilfreich
08.12.2007
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