Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
fällt mir gerade nichts ein |
| Kontra: |
schlechte Arbeitsbedingungen, schlechte Bezahlung, unbezahlte Überstunden |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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Hallo liebe Ciao-Gemeinde!
Einen Entwurf zu diesem Thema hatte ich schon länger in gespeichert und wollte den Bericht irgendwann mal fertig schreiben. Eben habe ich dann einen Bericht eines anderen Mitgliedes zu diesem Thema gelesen,der sehr positiv ausgefallen ist und nun habe ich mich entschieden,den Bericht gleich zu schreiben. Meiner wird sicherlich nicht so positiv ausfallen und ich werde mir meinen Frust einfach mal von der Seele schreiben! Los gehts:
Was macht spidey bei der Rewe?
Mittlerweile mache ich überhaupt nichts mehr bei der Rewe,und darüber bin ich nicht traurig. Ich war für ein halbes Jahr dort beschäftigt. Eingestellt war ich als Kassiererin mit 25 Stunden / Woche. Gearbeitet habe ich meist deutlich mehr,auch nicht außschließlich als Kassiererin, sondern eher als Mädchen für alles. Ich habe bei Aldi meine Ausbildung zur Verkäuferin gemacht, und wer schon mal bei Aldi gearbeitet hat weiß das die Ausbildungen dort sehr gut sind. So bin ich also im kompletten Markt einsetzbar und als reine Kassiererin eigentlich etwas unterfordert. Aber was solls,man kann sich seinen Job heutzutage nicht mehr aussuchen.
Wie bin ich dahin gekommen?
Nachdem meine letzte Chefin und ich uns leider trennen mussten,weil sie das Geschäft aufgegeben hat war ich für kurze Zeit arbeitslos. Ich bin kein Mensch,der lange zu Hause sitzen kann,also bewarb ich mich fleissig. Ich bekam von einer Freundin,die mal bei Rewe gearbeitet hat die Adresse der Zentrale und bewarb mich einfach mal auf gut Glück. Kurz darauf kam ein Brief,in dem es hieß das meine Bewerbung für das Unternehmen sehr interessant wäre und das ich eventuell in der neuen Filiale der Rewe in Bamberg (Breitenau) anfangen könnte. Ich solle noch etwas Geduld haben,man würde mich nochmal kontaktieren. Ich wartete also ab und kurze Zeit später hatte ich wieder einen Brief im Kasten,ich solle mich bei Herrn "XY" melden und einen Termin zum Vorstellungsgespräch vereinbaren. Ich rief an und der Mann am Telefon war etwas pampig zu mir,der erste Eindruck war also nicht der Beste. Einen Termin machte ich trotzdem. Zu diesem erschien ich natürlich gut vorbereitet und überpünktlich in der Rewezentrale in Buttenheim. Als ich den Raum betrat in dem das Gespräch stattfinden sollte, saßen mir zwei Herren gegenüber. Der eine (in Anzug und Krawatte) stellte sich mir als Bezirksleiter vor, daneben saß ein junger Bursche, eher unauffällig...das war der neue Marktleiter. Ich unterhielt mich sehr angeregt mit dem Herrn von der Bezirksleitung und er war schon ziemlich begeistert von mir. Wenn der Geschäftsführer einverstanden wäre,dann würde er mich auf jeden Fall einstellen. Der andere war auch einverstanden und so bekam ich eine Zusage für 20 Stunden, später dann sogar für 25 Stunden pro Woche. Ich freute mich,diesen neuen Job anzutreten und lehnte 2 andere Stellenangebote ab,weil mein erster Eindruck von der Rewe so gut gewesen war. Die eine Stelle wäre bei Plus gewesen mit einem wesentlich höheren Gehalt,die andere Stelle in einem Zoo & Co in der Terrarienabteilung,was für mich eigentlich ein Traum gewesen wäre. Allerdings hätte ich zusätzlich den Bereich Aquaristik betreuen sollen,wo ich mich Null auskenne. Das hat mich abgeschreckt und ich wählte den einfachen Weg.
Einstieg bei der Rewe
Ich hatte die Festeinstellung schon sicher,sollte allerdings einen Tag Probearbeiten in der anderen Filiale die mein Chef leitete. Ich persönlich hätte die Leute ja zuerst Probearbeiten lassen,bevor ich sie einstelle,aber naja. Ich kam für einen halben Tag in die Filiale und wurde an der Kasse platziert. Die erste Viertelstunde blieb eine andere Angestellte bei mir,dann meinte sie ich mache das ja super,sie macht dann mal was anderes. Ich habe diese Tätigkeit sicher gelernt,aber etwas länger hätte sie schon da bleiben können finde ich. In jedem Unternehmen sind die Kassensysteme anders und ich fühlte mich ziemlich unsicher,ich hatte ja auch schon länger nicht mehr an so einer Kasse gesessen,weil ich davor in einem ganz anderen Bereich gearbeitet hatte.
Ich bekam den Probetag rum,der Chef meinte noch ich hätte das klasse gemacht und er freue sich auf die Zusammenarbeit. Ich war total happy.
Kurz darauf wurden wir in die neue Filiale bestellt,Regale einräumen war angesagt. 14 Stunden am Tag war die Regel,denn wir waren knapp in der Zeit. Wir waren froh das wir bis zur geplanten Eröffnung fertig waren. Und dann ging der Stress richtig los. Von 5 Uhr früh bis 21 Uhr in der Nacht stand ich im Laden. Nach einer Woche war ich total im Eimer,aber in der Eröffnungsphase macht man das schon mal mit.
Schon in dieser Zeit merkte ich das der Chef nicht ganz mein Fall ist. Aber dazu später mehr.
Verdienst und Aufstieg
In der heutigen Zeit muss jeder froh sein,der das das Glück hat eine Arbeit zu ergattern. Deshalb war der Verdienst im ersten Moment auch nicht das Ausschlaggebende. Mir ist es sehr wichtig einen Job zu haben,in dem meine Leistung anerkannt wird. Ich mag es nicht wenn keine Gleichberechtigung herrscht und Leute vorgezogen werden,die dem Chef besser in den Kram passen als andere.
Ich kenne natürlich die Tarife die im Einzelhandel üblich sind. Laut Tarif habe ich mit meiner Ausbildung und Arbeitserfahrung ein Anrecht auf einen Stundenlohn von 9,50 Euro. Dazu sollten noch Kassenzulagen kommen und Zuschläge für Spätarbeit. Wünschenswert ist dann noch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie vermögenswirksame Leistungen.
Bei meinem Chef gab es sowass nicht. Der Stundenlohn betrug 7 Euro. Die ganzen Zulagen gab es nicht. Einen Vertrag hatte ich auf 25 Stunden pro Woche. Ich hatte nichts gegen Überstunden,nur leider wurden die alle nicht bezahlt. Überhaupt haben wir mal rausgefunden,das der Chef die Stunden überhaupt nicht aufschreibt. Er setzt sich einfach hin und schreibt einen Plan, der eine hat dann 10 Stunden mehr im Plan und der andere 5 zu wenig. Das hat mir nicht so gefallen denn sowass sollte man eigentlich schon etwas genauer nehmen.
Nun fragt sich der ein oder andere vielleicht warum die Bedingungen dort so schlecht sind,wenn es doch Tarife gibt die sowass regeln. Das liegt daran,das bei der Rewe die Filialen dem Geschäftsleitern gehören. Sie sind Franchisenehmer und führen ihre Filiale,in der auch ihr eigenes Kapital steckt. Sie sind also selbstständige Kaufleute,die maximal 2 oder 3 Geschäfte haben und sich dadurch nicht an Tarife binden müssen. Das hat sicherlich Vorteile,für die Mitarbeiter hat es aber eher Nachteile. Jede Medaile hat halt 2 Seiten.
6 Monate Gemeinheiten und unbezahlte Überstunden
Tja,ich bin schon nach kurzem ziemlich mit dem Chef aneinander geraten. Bevor ich meinen Vetrag unterschrieben habe,habe ich ihm gesagt das ich ein Seminar in Nürnberg machen muss. Ich habe nämlich für 1 Jahr keinen Füherschein gehabt und musste diesen Kurs machen damit ich ihn wiederbekomme. Das war mir wichtig und es steckte auch viel Geld da drinnen. Kein Problem,hat mein Chef gesagt,ich soll ihm die Termine sagen. Das ganze war kein Thema mehr,bis 2 Tage vor dem letzten Termin ein Zettel im Pausenraum hin: Mitarbeiterbesprechung dann und dann! Das war aber der Abend an dem mein letzter Kurstag war. Ich hab ihn natürlich gleich drauf angesprochen und bekam als patzige Antwort das Arbeit ja wohl vorgeht und das ich gefälligst mal meinen Arbeitsvertrag lesen sollte. Und das dies praktisch Arbeitsverweigerung ist. Ich war fix und alle und eine Freundin hat mich dann in Nürnberg nach dem Kurs gleich geholt,damit ich mir in der Rewe ein Video anschauen kann. Toll!
Tja,so ging der Stress also los. Immer mehr Kollegen beschwerten sich über die pampige Art vom Chef. Unerwartet kam ein blöder Spruch. da wurde zu einer 26 jährigen Kollegin gesagt,das sie verbraucht aussieht. Das ist schon unverschämt. Solche Sachen häuften sich und das Betriebsklima hatte ganz schön gelitten. Wir wollten öfter mal den Bereichsleiter ansprechen,haben uns aber nicht so recht getraut. Und so lief das Ganze weiter.
Ich mit meiner großen Klappe war natürlich unerwünscht. Wir gerieten öfter aneinander,weil ich gefragt habe was denn aus den Überstunden wird (ohne Antwort übrigens) und ähnliche Sachen. Irgendwann hat er einfach aufgehört mit mir zu reden. Wenn es sich nicht verhindern ließ mich anzusprechen,dann schaute er grundsätzlich nach links wenn ich rechts von ihm stand. Einmal wußte ich garnicht ob er mich überhaupt meint,weil er dabei meine Kollegin angeschaut hat.
Die Situation war für mich wirklich unmöglich,sowass macht einem einfach zu schaffen. Vor allem da der Chef sich so langsam seine Lieblinge rangezogen hatte,mit denen er im Aufenthaltsraum Bier trinkt und blöd labert. Andere sitzen 7 Stunden an der Kasse,und wenn die mal auf Klo müssen,dann wird das "aus Versehen" vergessen. Nicht nur mir ging es so. Auch andere Kolleginnen wurden so behandelt. So ging das monatelange.
Das Ende vom Lied
Ich hatte mindestens 3 mal nachgefragt ob er meinen Vertrag verlängert. Ich hatte gespaltene Gefühle,ich wollte nicht dort bleiben,aber auch nicht arbeitslos sein. Aber der Chef schaute mich nicht an und gab mir auch keine Antwort. 3 Wochen vor Vertragsene habe ich ihn dann im Büro festgenagelt und wollte eine Antwort. Ohne mich anzuschauen sagte er nur "Nein" und das ich mir keinen Kopf machen soll,ich wäre nicht die Einzige. Ich bin dann an meine Kasse zurück und hab die Schicht fertig gemacht. Ich habe anschließend den Laden verlassen und nie wieder betreten. Ich weiß das es nicht in Ordnung ist,einfach krank zu machen. Aber ich konnte da nicht mehr hingehen. Mittlerweile bin ich schon am Zittern wenn ich nur an diesen Mann denke.
Ich habe zu meinem Glück gleich einen neuen Job gefunden. Ich wurde gefragt ob es möglich wäre,das ich schon zum 20ten anfangen könnte zu arbeiten. Ich meinte das ich mal schaue ob das geht. Als ich meinen Chef angerufen und gefragt habe ob wir einen Aufhebungsvertrag machen können. Er meinte das ich unverschämt bin und das es sowass nicht gibt. Dann hat er mir einfach den Hörer draufgeknallt.
Ich bin ja nicht auf den Kopf gefallen und habe mich mit der Personalabteilung und dem zuständigen Betriebsrat in Verbindung gesetzt. Die haben die Sache mit ihm geklärt und ich konnte aus dem Vertrag. Allerdings habe ich diese Zusage nur mündlich,die Unterlagen schickte er mir aus purer Schikane nicht. Auch Unterlagen fürs Arbeitsamt habe ich nie bekommen. Wie kann man denn bitte so kindisch sein? Gehts noch?
Mein Fazit
Nie wieder Rewe. Klar war bei mir der Chef der ausschlaggebende Punkt,aber das hat meine Meinung über die Arbeit bei der Rewe geprägt. Ich kann zumindest das Arbeiten bei meinem Ex-Chef wirklich niemandem empfehlen. Ich bin froh das ich den Job los bin und werde diesen Laden nie wieder betreten!
So,es war gut das mal alles aufzuschreiben,ich hoffe es ist für euch nachvollziehbar warum ich dort nicht mehr arbeiten würde.
eure Doreen (spidey06) für Ciao 2007
| weitere Erfahrungsberichte |
Ich hab da so ein Piepen im Ohr...
Bewertung für Arbeiten bei der Rewe-Gruppe von
Schnuffichen
Pro: GELD!!! ...ähm...naja, desweiten Erfahrung, Arbeitszeugnisse und son Krams...
Kontra: keine Rechte, viel Gemecker (von Kollegen, Chefs und natürlich Kunden)
…und das bereits seit einem halben Jahr. Mein Arzt kann mir auch nicht helfen, aber er hat wenigstens rausgefunden, woran es liegt. Dafür musste ich nichtmal in die Sprechstunde, denn wir sehen uns bei seinem Wochen-Einkauf. Denn ich gestehe….
ICH HAB ...
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sehr hilfreich
20.02.2005
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"Frau Ernst bitte mit zur Kasse!"
Bewertung für Arbeiten bei der Rewe-Gruppe von
kuniberta
Pro: sehr guter Verdienst, nette Kollegen, relativ entspannte Arbeit
Kontra: langes Sitzen, da 8 Stunden Arbeitszeit
Hallo ihr Lieben,
nachdem ich letzte Woche schon einen Bericht zu meinem ersten Nebenjob bei Kaufland verfasst habe, soll es nun einer zu meinem zweiten bei REWE sein. Als ich dort im Herbst 2005 anfing, hieß REWE allerdings noch MiniMal. Mit der Umste ...
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sehr hilfreich
22.09.2007
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Herr G. ins Büro! Sofort!
Bewertung für Arbeiten bei der Rewe-Gruppe von
japanologe
Pro: bezahlung, weihnachtsgeld, urlaubsgeld, bezahlte krankheitstage, bezahlter urlaub bei minijobbern
Kontra: Kann psychisch kaputt machen
Na dann fange ich mal an. Also, ich habe im April letzten Jahres angefangen bei der Rewe zu arbeiten. Mittlerweile bereue ich es, nach einem Nervenzusammenbruch während der Arbeit, dass ich eben in dieser Filiale angefangen habe! aber dazu später mehr. ...
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sehr hilfreich
13.01.2011
(04.03.2011)
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Gefangen im "Loch"
Bewertung für Arbeiten bei der Rewe-Gruppe von
Backenturbo1305
Pro: Dach über dem Kopf
Kontra: Falsche Verträge, unfreundlicher Umgang, falsche Bezahlung, hohe Belastung
Job: Schülerjob
Beginn: 02.07.09 (Beginn der Sommerferien)
Arbeitszeit: Montags und Donnerstags 14:00-19:00/20:00
Verdienst: 400€ / Monat
Ich kam im Juni durch eine bekannte mit meinem besten Freund an einen Job bei Rewe. Dies klang erstmal vi ...
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sehr hilfreich
17.02.2010
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Ein Star unter den Supermärkten
Bewertung für Arbeiten bei der Rewe-Gruppe von
schacherezada
Pro: Gutes Betriebsklima, Fortbildung, Aufstiegschancen
Kontra: 400 Euro Jobs - Unterbezahlung bei der Vollleistung
1.Im Bereich Supermarkt und Co, denke ich, der König. Betriebsklima - eigene Erfahrung - gut. Kein Vergleich zu Diskonten! Auch Service ist perfekt - Sie können sogar Bargeld gebührenfrei an der Kasse bei EC-Zahlung abheben! Als Kunde erlebt man Respek ...
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hilfreich
12.09.2007
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