Arbeitsamt (Fördermaßnahmen)

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Von d Zweckentfremdung d Gegebenheiten (Resümee)
Erfahrungsbericht von Cosmay über Arbeitsamt (Fördermaßnahmen)
01.09.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: ein geregelter Tagesablauf wird "trainiert", wenige Tips  werden gegeben, nette Leidensgenossen
Kontra: Bewerbungstraining ist recht albern, Ahnungslosigkeit der Leiter, Schlechte organisation

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Nachdem diese ominöse "Maßnahme zur Eignungsfeststellung" nun vorüber ist, komme ich nicht drum herum, zusammenfassend noch mal ein Urteil hierüber abgeben zu wollen.

Zu allererst möchte ich festhalten, dass es gar nicht mal so weit hergeholt erscheint, dass etliche Arbeitslose mitunter aus dem Grund in solche Maßnahmen gesteckt werden, um die Statistik ein wenig zu frisieren. Es fällt schon auf, dass nach der Umstrukturierung der Dürener Agentur für Arbeit es vorrangig ein und der selbe Sachbearbeiter war, der seine Schäfchen in diesen "Kurs" - oder wie auch immer man diese 4 Wochen Abenteuerurlaub nennen mag - verfrachtete. Besonders ulkig sind in diesem Zusammenhang die erzählten Tatsachen der Mitkursler, dass beispielsweise jemand einen Staplerschein machen wollte; das Arbeitsamt diesen aber aus Kostengründen (100 EUR) ablehnte und ihn stattdessen in diesen Kurs steckte; der offensichtlich nichts anderes parat hält als Bewerbungstraining. Kosten dieses Kurses: 382 EUR

Wenig später schon sollte sich das herauskristallisieren, was vom ersten Augenblick an geahnt wurde: die sogenannten "Lehrkörper" waren sich auch nicht einig darüber, was überhaupt hier passieren sollte. Natürlich sind die ersten Tage nie so das gelbe vom Ei, doch hier konnte man sagen, dass die halbstündige Verspätung mit der nachfolgenden Diskussion der zwei Kursleiter-Damen Omen für das war, was noch kommen sollte; inkl. Des ständigen Problemes, dass niemand wusste, in welchen Raum wir sollten bzw. mit wem wir überhaupt Unterricht haben sollten. Und die Kursler ohnehin ständig so wirkten, als hätten sie keine Ahnung, was sie mit uns tun sollten.


//DIE PC-GESCHICHTE//

Schon an diesem ersten Nachmittag schwante mir böses, als wir lediglich zu jeweils zweit vor einen PC gesetzt wurden und nach Stellenanzeigen suchen durften. Kein weiteres Wort der Kursleiterin, sondern einfach nur deren Aufzählung diverser Internetadressen, wo man Jobanzeigen finden könnte.

Ich will nun gar nicht mehr auf jeden Tag vereinzelt eingehen, sondern kann nunmehr verkünden, dass wir von den 20 Tagen nicht ganz die Hälfte im PC Raum verbringen sollten. Ich habe nichts gegen beaufsichtigtes Bewerbungsschreiben, gleichwohl ich das lieber für mich alleine mache; doch wenn die Kursleiter einen doch noch ein paar Tips geben können.... Taten sie aber nicht. Wie schon gesagt, die PC-Dame nannte uns am ersten Tag lediglich ein paar Adressen; und so in etwa sollte es dann auch weitergehen. Die nächsten 8 Stunden sollten wir damit verbringen, unseren Lebenslauf aufs Papier zu bannen; weitere 4 Stunden, um ein Deckblatt zu gestalten.

Gut, der ein oder andere hat Verbesserungsvorschläge von dieser Kursleiterin bekommen ~ doch kurioserweise stand in dem Zettel, den sie uns verteilte, etwas völlig anderes drin. Und auf den "Bewerbungstipsseiten" im Internet ohnehin wieder was völlig anders.
Der definitive Witz des Tages:
Als ich für meinen Sitznachbarn zu 95% dessen Bewerbung schrieb, war die Kursleiterin begeistert. Bei meinem Text, der dann auch offiziell für mich war, fand sie 3 Punkte zum meckern.
Uuuund: als ich bei einem anderen Mitkursler mal über die Bewerbung blickte, fand ich auf Anhieb 5 Rechtschreib- bzw. Grammatikfehler. Die Kursleiterin hingegen hat zudem nicht mal wahrgenommen, dass er anstelle von "September" "August" schrieb.

Um es kurz zu sagen: das, was wir dort im PC Raum absolvierten, hätte man auf einen Tag abkürzen können; zumal die Beschäftigung der Stellenanzeigensuche meiner Meinung nach nicht wirklich in so einen Kurs gehört.

Die PC Frau war es dann auch, die uns einen rund 20seitigen Text gab ~ inkl. eine ganze Stunde Zeit, um diesen zu lesen. Sodann wurde er halb durchgesprochen; und am nächsten Tag sollten die letzten 8 Seiten, die noch nicht besprochen waren, erneut gelesen werden. Alles scheinbar unter dem verkappten Motto "wie schlage ich die Zeit tot?".

//DIE KURSLEITER + DIE PLANUNG//

Und um noch mal auf die Ahnungslosigkeit der Kursleiter zurückzukommen: dass man sich am Montag noch nicht wirklch einig darüber war, wie man was gestalten sollte, ist irgendwo verständlich. Auch der Umstand, dass nie ein Stift, mit dem was an die Tafel geschrieben werden sollte, zur Hand war, konnte man am ersten Tag bzw. am jeweiligen ersten Auftreten der Leiter nicht verübeln.

Doch das man selbst am 3. Wiederholungsauftreten immer noch nicht vorbereitet war, dass muss ich nicht verstehen.
Zwar wurden dann und wann ein paar Kopien verteilt, doch was uns der Inhalt dieser Blätter eigentlich sagen sollte, wurde nur mal kurz angekratzt. Sicher, lesen kann ich selbst; doch völlig zusammenhanglos einen Artikel über Fortbildungen zu überreichen und dann bei der auftauchenden Frage, wem denn überhaupt ein Bildungsgutschein zustände, die Antwort zu erhalten, dass man sich am besten an seinen Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit wenden sollte... das kann es doch wirklich auch nicht sein.

Spätestens aber ab dem Zeitpunkt, als mir keiner 100% beantworten konnte, ob ich trotz unterzeichneten Arbeitsvertrag überhaupt noch weiterhin an dem Kurs teilnehmen müsste; hatte ich auch nichts anderes erwartet.
Die Anwesenheitsliste, die vor- und nachmittags unterzeichnet werden sollte, fehlte oftmals, so dass man genauso gut hätte zu hause bleiben können, oder das einer etwas gemerkt hätte. Ab und an kam es zudem vor, dass die Kursler die Leiter an die Liste erinnern mussten....
Positiv kann ich immerhin berichten, dass das Fahrtgeld recht flott erstattet wurde ~ wenigstens schon mal etwas!

Beinah die gesamten Kursleiter wirkten total unorganisiert; man könnte meinen, sie würden morgens aufstehen, in den Kurs fahren und dort spontan entscheiden, was man denn machen könnte.
Hilfsweise schien immer diese "was haben Sie gemacht, warum sind Sie arbeitslos und seit wann" Fragerunde zu dienen, die wirklich jeder Kursleiter mindestens einmal stellte, sich aber dazu keinerlei Notizen machte oder irgendwie derart drauf einging, dass was hilfreiches bei rum gekommen wäre.
Ferner blieb stetig das Gefühl bestehen, dass die Situation der Arbeitslosigkeit von einigen Kursleitern selbst nicht ernst genommen würde ~ nach dem Motto "wenn man sich ein Ziel vor Augen führt, klappt das auch". Denn: "man bekommt das, was man ausstrahlt." Sollte wohl heißen: wir haben alle keinen Job, weil wir keinen haben wollen.
Zudem wurden manche Versuche derart belächelt, dass sich sogar jemand davon abbringen ließ, für ein Vorstellungsgespräch bis nach Berlin zu fahren.
Spätestens hier hätte ich reinschlagen können; denn wenn jemand mal Initiative aufbringt und auch Umstände in Kauf nimmt, darf er sich dortig auslachen lassen.... sollte das das Ziel des Kurses sein; zu erfahren, wie weltfremd man ist?

Die Stunden mit der Zeitarbeitsfrau erwiesen sich immerhin als etwas ergiebiger, wobei ich es jedoch durchweg "schlecht" finde, dass ihre "Psychospielchen" so in den Raum geworfen wurden und niemand erfahren durfte, was uns das eigentlich gebracht haben sollte. Ein wenig anschließende Aufklärung, warum wir nun eigentlich unsere drei gravierendsten Eigenschaften auf einen Zettel schreiben, nach einander nach vorne gehen und diese vorlesen, nur um von der Gruppe an den Kopp geworfen zu bekommen, dass man aber ganz und gar nicht aktiv wirkt, sollten.
Auch das hin- und herwerfen eines Softballes, wobei wir dann unsere Eigenschaften abwechselnd erwähnen sollten, blieb unkommentiert im Raume stehen. Dass Blatt mit der Aufschrift "Niemand plant, ein Versager zu sein" wirkte auch nicht sonderlich motivierend ~ was die eingesetzte Motivations-CD hingegen wohl durchaus tun sollte.

Wie gesagt, wir lauschten eine ganze Stunde einer sog. "Motivations"-Cd; in der es um "die Verhinderung von Schmerz um Freude zu erreichen" ging. Erschreckend fand ich, dass die Kursleiterin nichtmal merkte, wie sehr die CD gegen Ende darauf hinauswar, dass man sich UN-BE-DINGT noch die nächste Folge kaufen müsste; da sonst die ganze Lektion keinen Sinn machen würde.
Wer überspitzte Dramatik liebt wird nach dem Lauschen der CD feststellen, dass Leute, die ihre Ziele nicht erreichen können, sich nach der Meinung des Sprechers direkt erschießen können. Und Menschen mit Übergewicht, die keine Diät durchhalten, sowieso. Make up benutzen die Leute eh nur aus Angst vor Abweisung. Hm. Hätte mich mal interessiert, ob es die CD auch als eine Art "Bonuspaket" gibt; wo die Handfeuerwaffe direkt mitgeliefert wird.
Zu gute halten muss ich dieser Frau jedoch, dass sie ihre Stunden sorgfältig vorbereitete ~ da möge man ihr auch verzeihen, dass sie ständig zu spät kam, nicht wusste, wo wir hinsollten und auch nach 3 Wochen nicht verstanden hatte, dass der Kurs Freitags bis 13:15 Uhr gehen sollte.

Der ehemalige Sicherheitsbeauftragte, der uns einen Tag lang beglückte, beantwortete alle Fragen, die ihm gestellt wurden ~ doch auch hier schien durch, dass er nach 2 Stunden völlig überfordert damit war, sich etwas aus dem Ärmel zu schütteln.
Leider schien auch hier durch, dass die einzelnen Kursleiter sich nicht absprechen, denn er erzählte uns in etwa genau das, was wir Tage zuvor schon gehört hatten. Aber gut, dass deckte sich immerhin mit unserer erneuten Vorstellungsrunde.
Seine Frage, ob es ein Klassenbuch gäbe, zauberte uns wohl einen ähnlich dümmlichen Ausdruck ins Gesicht wie ihm unsere Gegenfrage, ob wir denn heute keine Anwesenheitsliste unterzeichnen müssten.

Interessant waren die Ausführungen des ehemaligen was-weiß-ich-was, der mit uns auch eine Art Einstellungstest zum Sicherheitsbeauftragten machte. Ärgerlich nur, dass wir diesen Test nichtmal zur Hälfte machten ~ und evtl. auch der Umstand, dass sich überhaupt keiner für diesen Beruf interessierte. Die zwei halbtägigen Ausflüge ins BIZ hätten meiner Meinung nach auch nicht sein müssen; zumal es dortig eben auch wieder darauf hinauslief, dass man vor dem PC hockte. Von diesem Kursleiter erfuhren wir "immerhin" doch noch allerhand wissenswertes ~ wenngleich man diese Infos eben auch auf zwei Tage hätte komprimieren können.

Die einzig putzige Kursleiterin machte mit uns ein paar Einstellungstestsübungen, klärte uns über deren Sinn- und Unsinn auf und erzählte nebenbei wissenswerte Anekdoten über ihre sonstigen Schäfchen. Endlich mal etwas in meinen Augen sinnvolles!
Ja, diese zwei Tage haben dann endlich mal was gebracht ~ zumal ich auch erkannte, dass ich nicht mehr wirklich Kopfrechnen kann und manchmal zu abstrakt denke; wenn auch letzteres nicht grade neu für mich war.
Bei der zweiten Aufgabe wurde mir klar, dass ich es doch noch drauf hab, knifflige Aufgaben zu lösen ~ und das ich an meiner Fähigkeit zur Gruppenarbeit durchaus noch arbeiten sollte.

Am negativsten wird mir aber die PC-Frau in Erinnerung blieben, die ihrerseits derart demotiviert und desinteressiert wirkte, dass man am liebsten alles hingeschmissen hätte. Morgens eine Stunden-aufgabe zu bekommen, mit der man sich dann den ganzen Tag beschäftigen soll, ist der reinste Hohn ~ erst recht, wenn die Leiterin sodann zwischendurch immer mal wieder für ne halbe Stunde verschwindet.

//SONSTIGES//

Das Verhalten der Kursler untereinander war getränkt von aufkeimender Bösartigkeit ~ welche, wie ich wirklich mal bemängeln möchte, von den Kursleitern belächelt oder gar noch angetrieben wurde.
Natürlich ist es nicht die Aufgabe der Kursleiter, wie im Kindergarten einzuschreiten; doch wenn man sieht, dass eine Person bereits das zweite Mal heulend den Raum verlässt, sollte man meiner bescheidenen Meinung nach nicht noch Öl ins Feuer gießen.
Leicht ärgerlich fand ich zudem, dass das Interesse von jemanden an einem vorgestellten Beruf von einigen Klugscheißern im Kurs mal wieder belächelt wurde.

Meine leichte Unzufriedenheit bezüglich der Aufzieherei innerhalb des Kurses stieg kurz vor Toresschluss von 20 auf 196 ~ eben weil ich mir etwas über eine Schulung zur Verhaltensforscherin für Katzen bzw. Homöopathie für Hautiere bzw. Tierpsychologin für Hund und Katze ausdruckte und mich dafür regelrecht auslachen lies.
Ein Mitkursler war der erste, der herablassend fragte, ob ich denn soviel Geld hätte (es ging um 1.500 EUR für rund 80 Unterrichtsstunden am Wochenende). Meine Aussage, dass man sich notfalls was leihen könnte und dass es mir lieber ist, für etwas Geld zu investieren, was mich wirklich interessiert als weiterhin im Büro zu hocken und die nächsten 30 Jahre zu heulen, dass ich was anderes hätte machen können lockte noch mehr Gelache und Geläster hervor ~ vor allem dann auch von dem Kursleiter.

Ehrlich, ich hätte den Leuten am liebsten vor die Füße gekotzt.

Ganz im Ernst: Ich finde es mehr und mehr ätzend, dass sich jeder in diesem Kurs für seine "Laufbahn" nicht nur rechtfertigen, sondern auch regelrecht auslachen und als "doof" darstellen lassen muss. Es fing an mit der Aussage, wie "out" man ohne Auto oder gar Führerschein sei; ging über ein "wie blöd kann man sein, einen unbefristeten Vertrag zu unterzeichnen" bis hin zu einem "du bist doch bekloppt, dich in Berlin vorzustellen!" und über etliche Sticheleien, Tränen und Wortgefechte hinaus.

Lässt sich der eine noch dafür auslachen, dass er eine Chance aufs Beamtendasein verwarf (dass er das gar nicht werden wollte und dafür hätte weit weg ziehen müssen, interessierte keinen), ist er es, der bei der nächsten Gelegenheit einem anderen vorwirft, dass er sich nicht auf Stellen bewirbt, wo er Nachtschicht machen muss.

Ist es nicht jedem seine eigene Sache, worauf er sich bewirbt? Bilden sich die Leute wirklich ein, einen besser einschätzen zu können als man selbst? Es ist natürlich ein Unterschied, ob jemand sagt "ich hab keinen Bock auf Nachtschicht" oder die Erfahrung gemacht hat, dass er bzw. sein Körper damit überhaupt nicht parat kommt.

Am furchtbarsten finde ich wirklich, dass sogar die Kursleiter mit lästern und stacheln. Wer ohnehin unsicher ist mit seiner Berufswahl bzw. berufsspezifischen Ideen wird durch sowas evtl. einen völlig anderen Weg einschlagen.

Ich hab mir damals, 1997, meine Ideen zur Tierarzthelferin o.ä. vom Berufsberater regelrecht ausreden lassen. Den Beruf der Bestattungsfachkraft gab es damals noch gar nicht; und somit können sich die Leutz ihre "da hast aber den Beruf leicht verfehlt mit deiner Ausbildung!" Redereien auch sparen.

Was soll denn so eine "Berufsorientierungswoche", wenn es einem vorgehalten wird, dass man sich wirklich neu orientieren möchte?
Wenn ich so einen Kurs machen möchte, bereit bin, den aus eigener Tasche zu zahlen (zumal mir persönlich ja auch nichts anderes übrig bleibt) und auf viele viele Wochenenden zu verzichten ~ dann sollten die Leute doch eher beeindruckt sein anstatt sich lustig zu machen, oder nicht?
Ich habe gar keine Standig ovations erwartet, als ich sagte, ich bin noch jung genug, um mal was anderes auszuprobieren und kann danach immer noch vollkommen zurück ins Büro ~ aber es wäre doch wünschenswert gewesen, sich anschließend nicht wie der letzte Muckefuck des gesamten Erdballs fühlen zu müssen.

Danke, Herr Kursleiter, für ihre Aussage "das muss ich mir bis nächsten Donnerstag aber mal überlegen, ob die Tiere ihre Anwesenheit verkraften können".

Zu guter Letzt hab ich noch nen Knaller parat: es fanden zwei "Ausflüge" bzw. Firmenbesichtigungen statt, die mich persönlich zwar einen feuchten Kehricht interessierten; für den ein oder anderen aber doch evtl. interessant gewesen sein dürften.
"Leider" war dies der Planung eines Mitkurslers zu verdanken ~ die Kursleiter selbst waren beeindruckt davon.
Warum "leider"?
Tja, weil es eben ein weiterer Punkt auf dem Armutszeugnis der Kursveranstalter ist, dass sie selbst nicht mal auf solche Ideen kommen.


//ERGO//

Ich denke, dass obiges durchaus für sich spricht ~ hervorheben möchte ich zu guter letzt aber eben doch noch mal den Umstand, dass man den Kursinhalt sehr gut auch in eine, höchstens zwei Wochen hätte packen können.

Die ganzen Inhalte, insbesondere die im PC-Raum, wurden derart in die Länge gezogen, dass ein jeder schon am zweiten Tag verstanden hat, dass die Leute selbst nicht wussten, was sie überhaupt mit uns tun sollte.

Das Vermittelte wurde x-fach wiederholt, wenn auch von jeweils anderen Kursleitern ~ woraus sich dann eben auch absehen lässt, dass hier Absprachen ein Fremdwort waren.

Zu guter letzt, und dass setzt dem ganzen die Krone auf, frag ich mich natürlich warum man diesen Kurs nicht zu Beginn der Arbeitslosigkeit aufgezwungen bekommt. Ich war bei weitem nicht die einzige, die seit Januar arbeitslos war und demnach eben auch schon fast ein Jahr Bewerbungen schrieb ~ somit finde ich den Sinn des Bewerbungstrainings doch ein wenig fehlgegriffen.
Natürlich kann es sein, dass der ein oder andere Verbesserungsvorschläge aufgegriffen hat; doch im Grunde ist es einfach ein großer Witz, dass man nach längerer Zeit des Bewerbungsschreibens erzählt bekommt, wie so eine überhaupt auszusehen hat.

Auch die Informationen, dass es einen Vermittlungsgutschein o.ä. gibt hätte sich jeder schon längst selbst besorgen können oder gar müssen ~ womit ich nur sagen kann, dass diese sogenannte "Maßnahme zur Eignungsfeststellung" nicht nur rein gar nichts mit eben dieser Bezeichnung zu tun hat; sondern eben auch höchstens für die Leute geeignet ist, die erst kürzlich arbeitslos geworden sind.

Einzig positiver Punkt: der Arbeitslose "erlernt" wieder einen geregelten Tagesablauf einzuhalten und sich unter Mitmenschen zu bewegen.
Oder eben auch seine zwischenmenschlichen Grenzen auszutesten.....
   
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