Arcam CD-92

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Camtech CD- Laufwerk/Wandler: Klanggenuß pur

5  17.04.2003 (19.06.2003)

Pro:
Verarbeitung, Technik und Klang einfach makellos

Kontra:
Schwer zu finden

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

roman_c

Über sich:

Mitglied seit:25.04.2000

Erfahrungsberichte:30

Vertrauende:2

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 31 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Heutzutage ein Abspielgerät für reinen CD Betrieb kaufen, obwohl DVD im Kommen ist? Macht das Sinn? Diese Frage läßt sich so einfach nicht beantworten. Schließlich muß man beim Betreten von Kaufhäusern und Handelsketten wirklich aufpassen, daß man keinen DVD- Player in den Nacken geworfen bekommt, von denen einige mitunter die 100 Euro- Marke inklusive der drei angesagtesten Top- Reißer deutlich unterschreiten.

Vorwort
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Der Klang meiner Kombi aus Marantz CD 53 MK2 und einem alten arcam Alpha Black Box Wandler machte nicht wirklich unglücklich. Passend zum Camtech Verstärker sollte es aber dann doch der Camtech CD- Player oder besser noch deren Laufwerks- Wandler Kombination sein. Einmal entschieden, nutzte ich die Chance zum Kauf über ein online- Gebrauchtangebot. Vom ehemaligen Neupreis dieser Kombi von 3850 DM für das Laufwerk bzw. 2700 DM für den Wandler bezahlte ich noch etwas über ein Drittel.
Die Kombi läuft bei mir nunmehr seit etwa einem Jahr. Vor einem halben Jahr verfaßte ich darüber einen Bericht, der jedoch mit dem Hinweis auf ein Fehlen für die Rubrik für CD- Laufwerke seitens Ciao abgelehnt wurde. Macht nichts, dachte ich mir- daher stehen diese neu verfaßten Zeilen nunmehr an der Seite der Beschreibung von Arcam Playern unter der dortigen CD-92 Rubrik. Auch nicht schlecht.

Zum Hersteller
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Seit wenigen Jahren nicht mehr existent, stand die Bezeichnung Camtech für den deutschen Vertrieb über die Kölner Firma Püllmans der Geräte einer britischen HiFi- Schmiede namens Audiolab, ansässig im schönen Cambridge (wo übrigens auch Arcam sitzen- das dürfte für die meisten Leser schon bekannter klingen). Leider, so muß man sagen, wurde Camtech bzw. Audiolab von TAG Mc. Laren übernommen (bekannt durch TAG Heuer bzw. den Mc. Laren F1 Rennstall). Seither sind die baugleichen Geräte in ihrem äußeren überarbeitet und rund ein Viertel teurer als früher.

Die Geräte
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Nun aber zum interessanten Teil nach all dem trockenen Gewäsch. Nur etwa 8cm hoch und 44 cm breit sind beide Geräte auf die Maße der gesamten Linie abgestimmt. Die Netzschalter befinden sich, senkrecht angeordnet, einheitlich an der rechten Seite der schwarzen Gerätefront. Sehr massiv und schwer, ist die Verarbeitung über alle Zweifel erhaben und wie für die Ewigkeit gebaut. Schwarze Kunsstofffüße lassen die Geräte sehr schlicht erscheinen. Beim Laufwerk ist das Display mittig angeordnet und beinhaltet drei Niedervoltglühlampen hinter einer grünen Scheibe und schwarzem Acrylfenster. Diese Lösung generiert gegenüber der allgemein üblichen Displaytechnik absolut keine Störabstrahlung im hochfrequenten elektromagnetischen Spektrum. Der Anblick ist erst einmal gewöhnungsbedürftig, sieht aber edel aus.
Es handelt sich hier wie beim Verstärker auch um Geräte der Schutzklasse 1 mit lösbarer Kaltgerätenetzleitung mit Schutzleiteranschluß ähnlich wie bei Rechnernetzteilen.

Die Technik
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Allgemein bekannt im Jahre 20 nach Einführung des digitalen 16bit Formates (okay, die Geräte stammen technisch aus der Mitte der Neunziger) ist der klangtötende Einfluß zeitlicher Driften der binären Signale, als Jitter verschrien und bekämpft. Einziges Mittel dagegen ist allerhöchste Präzision und enge Toleranz der Bauteile, die an Takterzeugung und –verarbeitung beteiligt sind. Das geht mit stabilen Netzteilen los, setzt sich fort bei Auswahl und Verarbeitung der Quarze und mündet im Aufwand der Signalführung des Digitalsignales. Spätestens hier wird deutlich, warum man bei DVD Playern mit Schaltnetzteilen, Kunststofffronten und Standardwandlertechnik absolut nichts erwarten kann, auch als reiner Datenlieferant über den Digitalausgang.
Das Camtech Laufwerk bietet hier eigentlich ein Optimum zwischen Aufwand und Kosten, es ist ähnlich gut beleumundet wie deutlich teurere Modelle, bietet extrem stabile Versorgungsspannungen, hochpräzise Quarze, einen symmetrischen AES/ EBU Ausgang sowie ein kaum zerstörbares CDM 9 Laufwerk von Philips. Über ein genormtes 110 Ohm Digitalkabel wird der Wandler versorgt, der das digitale Signal intern noch einmal neu aufbereitet- vorausgesetzt das Eingangssignal ist von vornherein schon extrem jitterarm- sonst funktioniert das Ganze nicht, und der Wandler schaltet diese Funktion ab, die an der Gerätefront über eine rote LED angezeigt wird. Getrennte Netzteile und Masseführungen für Digital- und Analogsektion sind hier schon selbstverständlich. Auf der Analogseite hat man noch die Auswahl zwischen zwei unterschiedlichen Filtern: einen frequenzoptimierten und einen zeitlich optimierten Verlauf. Darauf gehe ich im nächsten Abschnitt kurz noch ein.

Der Klang
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Mit dem einheitlichen Aussehen aller Komponenten schon fast zufrieden, erwartete ich eigentlich keine großen Zugewinne an musikalischer Darstellung mehr. Ich erinnere mich an die erste CD zur Erprobung in meiner Kette. Glen Goulds Klavierläufe klangen mit einem Schlag absolut unspektakulär mit seidenweichen Höhen. Von früher hatte ich das anders in Erinnerung. Da ich mehr und mehr natürliche Instrumente höre- ich gebrauche absichtlich nicht die abgedroschene Bezeichnung Klassik, die überhaupt nichts aussagt- war ich nicht überrascht, aber sehr erfreut. Der eigentliche Zugewinn gegenüber dem alten arcam Wandler liegt aber in der Stimmwiedergabe, die herrlich natürlich wirkt und sich nicht mit dem Hintergrundgeschehen verwäscht. Das war noch viel extremer bei der Darstellung des reinen Marantz- Players der Fall. Was auch auffällt ist, daß die Musik subjektiv langsamer gespielt wirkt als früher. Auf Dauer ein Effekt, der langes Musikhören zur Freude macht. In Sachen Baßpräzision, zu guter letzt erwähnt, tat sich eigentlich nichts, was man über meine Lautsprecher unterscheiden könnte. Der arcam lieferte den minimal lauteren, dafür einen Hauch weniger gut kontrollierten Baß.

Fazit: Wer mit dem Gedanken liebäugelt, sich noch vergleichsweise günstig einen guten CD- Player anzuschaffen, sollte diesen meiner Meinung nach nicht zugunsten eines DVD- Players verwerfen. Die Camtech- Geräte sind hier auf alle Fälle ein Probehören wert. Das trifft natürlich auch auf den hervorragenden Verstärker zu!

Viele Grüße: roman_c
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Babbele

Babbele

20.10.2003 02:27

Bericht sehr informativ ! Hilft bei der Kaufentscheidung ! Viele Grüße

mikestr24

mikestr24

15.10.2003 16:12

Sollte man sich gut überlegen, ob man sich noch so ein Teil anschafft. MFG

CooliCool

CooliCool

10.08.2003 21:38

Hallo dein Bericht ist echt gut gelungen! Vielleicht kannst du meine auch bewerten

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  1. LifeInSin
  2. jens11
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  1. uwekil

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