Arctic Cooling Freezer 7 Pro - Schach dem Hitzetod !
26.02.2009
Pro:
Kühlleistung, Geräuschkulisse, Preis
Kontra:
Langlebkeit der Montagehalterungen
Empfehlenswert:
Ja
Details:
Verarbeitung
mehr
 LSR_Online
Über sich:
05.10.10 - Bauphase 5 von 12 beginnt demnächst... CIS wird stetig abgearbeitet, bitte aber um Geduld...
Mitglied seit:03.02.2002
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Vertrauende:67
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 273 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo werte Ciao-Gemeinde
Die industrielle Revolution, welche Ende des 19. Jahrhunderts einsetzte, brachte viele Neuerungen und Verbesserung in die Lebensart und Lebensweise der Menschheit. Immer schneller, immer besser, immer automatisierter wurde unsere Welt. Einhergehend mit dieser Entwicklung ist allerdings auch eine rasante Zunahme des Abbaus von irdischen Ressourcen – immer mehr Bodenschätze in Form von Erzen, Öl & Gas, sowie Kohle & Holz werden ausgebaut und für die Herstellung von Produkten und Kraftstoff verwendet. Was sich, wenn man die Erkenntnisse der Wissenschaft betrachtet, in negativster Weise für die Umwelt und den menschlichen Lebensraum auswirkt – war das Wort Erderwärmung vor 50-60 Jahren noch nicht einmal geboren, so begann ca. in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts eine gewisse Sensibilität und Einsicht bzgl. des Umweltschutzes.
Anfangs lasche, später rigide Richtlinien zugunsten der Umwelt wurden in den westlichen Staaten verpflichtet, um der fortschreitenden Erderwärmung Herr zu werden. Mag man pessimistischen Szenarien glauben, so kommen die getroffenen Entscheidungen zu spät, denn der „ Point of No Return „ in Sachen atmosphärischem Klima war bereits vor 15 Jahren. In der Hoffnung, dass der schlimmste Fall mit Erhöhung der durchschnittlichen Temperatur um ca. 6 Grad Celsius nicht eintreten wird, ist aber dennoch eine Änderung für alle Menschen spürbar: Mildere Winter und heißere Sommer sind bereits die Vorboten für die zukünftigen Herausforderungen der Menschheit. Die Anpassungen der Wirtschaft und Lebensgewohnheiten an dieses geänderte Klima begannen in Europa vor ca. 10 Jahren. War Anfang der 1990er z.B. ein Auto nicht oder nur mehr mit massivem Aufpreis mit Klimaanlage erhältlich, so ist diese mittlerweile zur Serienausstattung in beinahe jedem Fahrzeug avanciert. Ebenso sind Klimaanlagen und Ventilatoren vergleichsweise günstig für Büro, Haus und Wohnung erhältlich, um auch in diesen Lebensbereichen für angenehme Temperaturen zu sorgen.
Ja, nicht nur die Menschen wollen es nicht zu heiß haben, sondern auch der Prozessor eines PCs. Das Herz eines jeden Computers wird bei normalem Betrieb nämlich schön warm ( ca. 40 Grad Celsius ), wenn’s mal viel zu tun gibt und die volle Leistung von einer CPU ( Central Processing Unit = Zentraleinheit = umgangssprachlich für den PC-Prozessor ) gefordert wird, geht’s schon mal rauf auf 120-140 Grad Celsius. Das ein Prozessor solche Temperaturen auch nicht auf Dauer aushält, liegt auf der Hand. Aus diesem Grund gibt es Prozessor-Kühler, welche für kühle Temperaturen in der Prozessor-Kernen zuständig ist. Im Grunde genommen ist ein solcher Kühler sehr einfach konzipiert: Die meist aus Kupfer gefertigten Kühler leiten die Hitze von der Oberfläche des Prozessors ab und führt diese in einen komplexen, fächer-ähnlichen Metall-Kühlkörper, welcher mit einem Ventilatorlüfter bestückt ist und die erzeugte Hitze aus dem Kühlkörper abführt.
Formen und Konzepte solcher Kühler gibt es viele, meistens entscheidet nur Aussehen, Abmessungen und der Preis. In meinem Fall mussten 2 PCs mit einem CPU Kühler ausgestattet werden, aufgrund der Abmessungen kamen allerdings nur wenige in Frage. Die Produkte der Firma Arctic Cooling waren mir bis dato schon immer für ihre Zuverlässigkeit bekannt, daher war es auch klar, dass ich auch dort nach passenden Kühler suchen würde. Gesucht, gefunden – angeschafft wurde schlussendlich der *** Arctic Cooling Freezer 7 Pro ****
*** Das Äußere ***
Die Originalverpackung kommt in hauptsächlich schwarzer Colorierung daher und hat eine würfelähnliche Form, darauf abgebildet der Kühler mit dessen technischer Spezifikation.
Nach dem Öffnen der Verpackung fällt sofort der in PVC Protektoren verpackte, 520 Gramm schwere Kühler ins Blickfeld. Daneben finden sich Befestigungsmaterial und eine bebilderte Kurzbeschreibung im Lieferumfang. Auf dem voluminösen Aluminium-Kühlkörper ( ca. 104 x 127 x 58 mm ) ist bereits zuvor erwähnter schwarzer Ventilator aus Kunststoff ( ca. 96 x 107 x 44 mm ) montiert. Die Unterseite, welche direkt auf der Oberfläche des Prozessors aufliegt, ist aus massivem Kupfer gefertigt und verfügt somit über ausgezeichnete Wärmeleiteigenschaften – der wichtigste Aspekt bei Prozessor-Kühlern ! *** Der Einbau ***
Ich habe in meinem Leben schon sehr viele PCs zusammengebaut, insofern kann ich aus einem gewissen Erfahrungsschatz schöpfen. Ein Tipp: Der Prozessorkühler sollte montiert werden, bevor die Hauptplatine, in welcher der Prozessor ( und zwangsläufig auf der Prozessor-Kühler ) sitzt, im Gehäuse verbaut wird. Denn wenn im Nachhinein bei beengten Platzverhältnissen im PC-Gehäuse rumgefummelt werden muss, zehrt dies doch sehr an den Nerven und der Geduld.
Wenn die Hauptplatine daher noch jungfräulich außerhalb des Gehäuses liegt, ist es ein Leichtes, den Kühler zu montieren: Einfach die mitgelieferte Hitzeleitpaste ( mit gel-artiger Konsistenz, diese verbindet den Prozessor mit dem Kühlkörper, um optimale Hitzeableitung zu gewährleisten ) gleichmäßig auf dem Prozessor verteilen, danach zentriert & behutsam den Kühler aufsetzen. Fixiert wird dieser mit 4 an den Ecken des Kühlers vorhandenen Druckknöpfe, welche in die bereits normiert vorhandenen Löcher in der Mutterplatine eingeführt und verpresst werden. Die Druckknöpfe aus Kunststoff muten mich zwar stabil an, es bleibt aber zu bezweifeln, dass diese eine mehrmalige Montage und Demontage unbeschadet überleben würden. Andererseits: Der Kühler wird meist einmalig montiert und selten wieder demontiert.
Nun noch das 4-polige Kabel des Lüfters an der richtigen Buchse an der Mutterplatine ( meist bezeichnet mit „ CPU Fan „ ) anstecken – und fertig ist die Montage des Schwergewichtes. Beim Einschalten des PCs läuft der Lüfter sofort los – ist aber kaum zu hören. Weshalb ? Naja, einerseits ist der Ventilator generell sehr leise, außerdem verfügt der Kühler über eine automatische PWM Regelung – d.h. die CPU Temperatur wird soweit wie möglich konstant gehalten, egal wie belastet diese ist. Daher bewegen sich die Lüfterumdrehungen pro Minute zwischen 300 und 2.500. Max. 77 Kubikmeter pro Stunde werden so maximal umgewälzt, ein fabelhafter Wert.
*** Fazit ***
Trotz anfänglicher Bedenken bzgl. der ( vermeintlich zu kleinen Kühler- ) Dimensionierung bin ich sehr zufrieden mit dem Produkt. Mit max. 20 dB werkelt der Kühler vor sich hin, trotz QuadCore ( 4 Prozessorkerne ) CPUs laufen beide PCs, in welchen der Kühler montiert wurde, sehr stabil, Überhitzung gab es bisher keine zu vermelden.
Für den Preis von EUR 17 vergebe ich 4 Sterne und eine Kaufempfehlung ! Besten Dank fürs Lesen meiner Berichte
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12.09.2010 20:59
Nicht meine Welt^^ :) LG Helmut
17.05.2010 15:21
*Brrr* Cooler Bericht!
30.05.2009 00:23
Wieder ein fundierter Bericht von Dir. Ich nutze im Moment den "Scythe Andy Samurai Master" mit "gedoptem" Lüfter (120er bis 1500U/Min statt Original bis 1200U/Min) lg Thomas