Erfahrungsbericht über

Arctic Cooling Accelero TWIN TURBO Pro

Gesamtbewertung (3): Gesamtbewertung Arctic Cooling Accelero TWIN TURBO Pro

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Cooles Duo

4  03.09.2010

Pro:
sehr leise, gute Kühlleistung, viele Beigaben, relativ einfache Montage, preiswert

Kontra:
Kühlung der Spannungswandler nicht ganz ausreichend

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

Details:

Verarbeitung

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radinho

Über sich: Nach langer Zeit endlich mal wieder ein Bericht von mir. lg Hendrik ...

Mitglied seit:18.06.2006

Erfahrungsberichte:148

Vertrauende:61

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 208 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo!
Heute stelle ich euch mal wieder ein Technikprodukt vor, es handelt sich dabei um den Arctic Cooling Twin Turbo Pro-Kühler, welcher auf einer Vielzahl an Grafikkartenmodellen montiert werden kann.


Kaufentscheidung
Mit dem Kühlsystem meiner neuen Radeon HD 5850 war ich schon seit dem Kauf nicht ganz zufrieden, war der Lüfter doch auch schon im Windows-Betrieb deutlich aus dem Gehäuse heraushörbar. Nach einigen Monaten begann der Lüfter dann auch noch, laute Klackergeräusche von sich zu geben (vermutlich ein Schaden im Kugellager), weshalb ich entschloss, direkt einen neuen Kühler zu kaufen.
Im Falle meiner Radeon HD 5850 ist das kein ganz einfaches Unterfangen, denn obwohl die Grafikkarte schon seit einem Jahr am Markt erhältlich ist, gibt es bisher nur einige wenige Kühlkörper, welche mit der Grafikkarte voll kompatibel sind. Durch verschiedene Tests wurde ich dann auf den Twin Turbo Pro-Kühler von Arctic Cooling aufmerksam, welcher in einer neuen Revision auch mit meiner Grafikkarte kompatibel sein sollte und zudem noch niedrigste Temperaturen bei einem leisen Betriebsgeräusch versprach. Aufgrund dieser Eigenschaften habe ich deshalb den Kühler bei mindfactory.de bestellt, in der Hoffnung, auch die neue Revision zu erhalten. Dort habe ich knapp 23€ für den Kühler bezahlt.


Technische Daten
- 2 x92mm PMW-steuerbare Lüfter (1000-2000 U/min)
- maximale Kühlleistung: 120 Watt
- 4 Heatpipes
- RAM- und Spannungswandler-Kühler
- keine Brummgeräusche durch spezielle Aufhängung
- SLI/Crossfire kompatibel
- Gewicht: 450g
Eine Liste der unterstützten Grafikkartenmodelle habe ich als Foto angehängt.


Lieferumfang
Mein Glück hat mich nicht im Stich gelassen, denn ein großer Sticker auf der Vorderseite der durchsichtigen Verpackung verriet mir sofort, dass ich tatsächlich die neue Revision des Kühlers erhalten habe.
In der Verpackung selbst befindet sich, neben dem Kühler mit den zwei großen 92mm-Lüftern, auch noch eine Vielzahl von anderen Beigaben. Da fällt zum einen die große Anzahl an kleinen Passivkühlkörpern auf, welche beispielsweise auf die RAM-Bausteine der Grafikkarte geklebt werden müssen. Daneben gibt es noch
Bilder von Arctic Cooling Accelero TWIN TURBO Pro
  • Arctic Cooling Accelero TWIN TURBO Pro Foto 1
  • Arctic Cooling Accelero TWIN TURBO Pro Foto 2
  • Arctic Cooling Accelero TWIN TURBO Pro Foto 3
  • Arctic Cooling Accelero TWIN TURBO Pro Foto 4
Arctic Cooling Accelero TWIN TURBO Pro Foto 1
Twin Turbo Pro-Lüfter
zwei Slotbleche mit eingelassenen Luftschlitzen, damit die Frischluftzufuhr im Gehäuse gewährleistet ist. Wer die beiden Lüfter nicht direkt an die Grafikkarte anschließen möchte oder kann, etwa weil die Grafikkarte schon etwas älter ist und die Anschlüsse deshalb nicht passen, kann auch den mitgelieferten Adapter nutzen. Fehlen darf natürlich auch nicht das Montagematerial (Schrauben, Abstandshalter, etc.) für den Kühler, genauso wenig wie eine detaillierte Anleitung (u.a. in deutscher Sprache), in welcher der Einbau recht gut erklärt ist. Zudem verdeutlichen viele Bilder die einzelnen Montageschritte, so dass der Einbau für geübte kein Problem darstellen sollte.


Verarbeitung
Trotz seines Preises von nur knapp über 20€ kann der Twin Turbo Pro-Kühler mit einer recht guten Verarbeitung punkten. So machen die Lüfterlamellen mit den vier großen Heatpipes und der Kontaktfläche einen sehr hochwertigen Eindruck, alles sieht sehr stabil und sauber verarbeitet aus. Im Gegensatz dazu kann der Bereich um den namensgebenden „Twin Turbos“, also den beiden Lüftern, nicht so ganz überzeugen, hier setzt Arctic Cooling größtenteils auf leicht verbiegbares Plastik. Trotzdem ist die Verarbeitung meiner Meinung nach vollkommen ausreichend für einen Grafikkartenkühler.


Hinweise vor dem Einbau
Eins gleich vorweg: Wer den Kühler seiner Grafikkarte wechselt verliert die Garantie! Auch sollte der Austausch nur durchführen, wenn hinsichtlich dieses Aspektes schon etwas Erfahrung besteht (z.B. beim Zusammenbau von PCs). Wer sich dies nicht zutraut, kann sich im Internet auf die Suche nach einer Grafikkarte mit alternativem Kühlkörper begeben, oftmals statten die Hersteller ihre Grafikkarten mit anderen Kühlkörpern als den Referenzkühlern aus, diese sind dann allerdings meist etwas teurer. Netter Nebeneffekt: Meist sind diese Modelle schon leicht übertaktet, außerdem bleibt die Garantie bestehen.


Einbau
Nachdem die Grafikkarte aus dem Computer ausgebaut wurde, legt man sie am besten auf eine weiche Unterlage, damit es beim Umbau zu keinerlei Beschädigung kommt. Bevor der neue Twin Turbo Pro-Kühler aber auf die Grafikkarte verbaut werden kann, muss natürlich erst einmal der alte Kühlkörper weichen. Je nach Grafikkarte müssen dazu verschiedene Schrauben gelöst werden, bei mir waren es insgesamt zehn Schrauben auf der eigentlichen Platine und zwei weitere Schrauben am Slotblech. Dazu kommen nochmal vier Schrauben, welche rund um den eigentlichen Grafikchip angebracht und mit einem Gitter verbunden sind. Jetzt kann der Kühlkörper (vorsichtig) von der eigentlichen Grafikkartenplatine gehoben werden. Falls das wieder erwartend immer noch nicht funktioniert, liegt es wahrscheinlich an einem festgetrocknetem Wärmeleitpad, welches den alten Kühler und die Platine noch zusammenhält. Hier hilft der Griff zu einem Fön, über den der Kühlkörper (ein wenig!) erhitzt und das Wärmeleitpad somit wieder flüssiger wird, so dass die Klebewirkung nachlässt.
Zum Vorschein kommen jetzt unter anderem der Grafikchip, die Speicherchips sowie die Spannungswandler. Bevor es mit dem Einbau weitergehen kann, ist aber erst mal putzen angesagt: Der Grafikchip muss von der alten Wärmeleitpaste gesäubert werden, zudem sollten die Speicherchips und Spannungswandler zusätzlich mit einem Radiergummi gereinigt werden, sonst könnten später die aufgeklebten Passivkühlkörper einfach wieder abfallen.
Wenn auch dieser Schritt bewältigt ist, muss nun die mitgelieferte Schablone auf den Grafikchip gelegt werden. Anhand der Schablone wird jetzt der breite Passivkühlkörper mit der Vertiefung auf die RAM-Bausteine geklebt. Die Vertiefung ist dabei sehr wichtig, denn hier werden später einmal die vier Heatpipes des Twin Turbo Pro entlanglaufen. Auch die restlichen RAM-Bausteine und Spannungswandler müssen mit den kleinen Passivkühlern abgedeckt werden. Hier sollte man sich am besten nicht einfach auf die Anleitung verlassen und nochmal beim alten Kühler nachschauen, welche Stellen der Platine tatsächlich gekühlt werden müssen: So befindet sich auf meiner Radeon HD 5850 ein Spannungswandler, welcher in der Anleitung nicht vorhanden ist.
Jetzt nimmt man den eigentlichen Twin Turbo Pro-Kühler in die Hand. Bei einer älteren Grafikkarte muss nun eventuell zuerst der variable Montageclip verstellt werden, da meine Grafikkarte aber noch recht modern ist, konnte ich diesen Schritt überspringen. Danach muss nachgesehen werden, ob die inneren oder äußeren Bohrungen für die Grafikkarte genutzt werden müssen, was anhand der vier Löcher rund um den Grafikchip eigentlich sofort ersichtlich sein sollte. Nun zieht man die vier Folien von dem Montageclip und setzt die mitgelieferten Abstandshalter auf die passenden Bohrungen. Zusätzliche Wärmeleitpaste ist nicht erforderlich, diese ist schon auf dem Kühlkörper aufgetragen. Anschließend muss die Grafikkartenplatine nur noch auf die Abstandshalter des Twin Turbo Pro gesetzt und die Platine über die mitgelieferten Schrauben sowie den Distanzscheiben festgeschraubt werden. Dabei sollten die Schrauben nicht einzeln festgezogen werden, da sonst die Platine brechen könnte. Besser ist es, alle Schrauben abwechseln bzw. nach und nach festzuziehen.
Zu guter Letzt muss nur noch die Stromversorgung der beiden Lüfter sichergestellt werden. Dazu nimmt man entweder den mitgelieferten Adapter und das PC-Netzteil oder benutzt (wenn passend) einfach den Stromanschluss auf der Grafikkarte. Letzteres hat den Vorteil, dass die Lüfterdrehzahl je nach Temperatur automatisch von der Grafikkarte angepasst wird.
Nun ist die Montage aber tatsächlich abgeschlossen, die Grafikkarte muss nur noch in den PCIe-Slot am Mainboard hineingeschoben und eventuell mit zusätzlichen Stromsteckern vom Netzteil versorgt werden. Das Monitorkabel darf natürlich auch nicht vergessen werden.


Betrieb
Im Vergleich zu dem vormontierten Kühler auf meiner Radeon HD 5850 gibt es einen himmelweiten Unterschied, sowohl bei der Kühlleistung als auch bei der Lautstärke. Im Windows-Betrieb sind die beiden Lüfter des Twin Turbo Pro unhörbar, selbst wenn man das Ohr direkt an die Grafikkarte hält. Auch die erreichten Temperaturen können trotz der niedrigen Lautstärke überzeugen: Mit 35°C liegt die Chiptemperatur beispielsweise ganze 10°C unter dem alten Referenzkühler. Auch die Temperaturwerte der Speicherchips, der Spannungswandler und der anderen Komponenten auf der Grafikkartenplatine liegen unter Windows in diesem Bereich.
Unter Last (Test unter Battlefield: Bad Company 2) ändert sich nur wenig an dieser Tatsache, der Kühler bleibt völlig unhörbar, die Temperatur des Grafikchips erreicht ca. 57°C, was sogar fast 20°C weniger sind als mit dem Referenzkühler. Auch die Kühlleistung der übrigen Komponenten kann überzeugen.
Beim Stabilitätstest mit dem etwas Praxisfernem „Furmark“-Programm macht sich allerdings eine Schwäche des Twin Turbo Pro bemerkbar: Natürlich sind die Temperaturwerte allgemein etwas höher als im Praxiseinsatz (z.B. während eines Spieles). Die Spannungswandler tanzen allerdings gewaltig aus der Reihe, sie werden beim Stresstest mit der automatischen Lüftersteuerung fast 110°C warm-zwar liegt dieser Wert gerade noch innerhalb der Toleranz, gesund ist dies für die Grafikkarte allerdings trotzdem nicht. Offenbar reichen hier die kleinen Passivkühlkörper einfach nicht aus, um die enorme Wärme abzutransportieren. Erst bei einer manuellen Festlegung der Lüfter auf volle Drehgeschwindigkeit kann die Temperatur knapp unter 100°C gedrückt werden. Wie gesagt wird diese hohe Temperatur aber selbst in anspruchsvollen Spielen nicht mal annähernd erreicht, da die Spannungswandler nur im Furmark derart stark belastet werden.
Trotz der etwas bedenklichen Werte im Furmark gibt es bei der Stabilität keinerlei Probleme: Bildfehler oder gar Abstürze konnte ich nicht feststellen, die Radeon HD 5850 läuft vollkommen stabil.


Fazit
Insgesamt legt Arctic Cooling mit dem Twin Turbo Pro-Grafikkartenkühler eine reife Vorstellung hin: Das Geräuschniveau der namensgebenden Doppellüfter ist nicht wahrnehmbar, sowohl im Windows-Betrieb als auch während des Spielens. Auch die Kühlleistung ist auf meiner Radeon HD 5850 durch die Bank deutlich besser als mit dem Referenzkühler (mal abgesehen von dem praxisfernen Furmark-Ergebnis der Spannungswandler). Dazu kommen noch die Vielzahl an Beigaben, die hochwertige Verarbeitung und die zumindest halbwegs einfache Montage. Auch der Preis stimmt mit knapp 23€. Von mir gibt es unterm Strich deshalb vier Sterne und die Kaufempfehlung.

Vielen Dank für das Lesen meines Berichtes, über Bewertungen und Kommentare würde ich mich freuen.

Viele Grüße
Hendrik

Ihre Bewertung dieses Erfahrungsberichtes

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
olsenbande

olsenbande

10.01.2011 10:51

BH noch nachträglich

Cuchulainn1981

Cuchulainn1981

12.12.2010 13:45

Besonders hilfreich.

psychoanalyst

psychoanalyst

06.12.2010 15:08

*Unterwäsche aufhäng* 8-) LG, Falk

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