Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
gute Reinigungswirkung, Verträglichkeit |
| Kontra: |
nicht billig |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
|
Meine derzeit laufende Aktion „Metal gegen Fackelmann“ hat heute aus aktuellem Anlass mal Pause. Gerade wurde nämlich ein Produktvorschlag von mir angenommen.
Wir putzen nun also gegen Fackelmann – mit dem Motorreiniger von der Firma Arexons.
Ich hab den vor gut einem Jahr gekauft weil ich den Motorraum meines damaligen Autos (Ford Scorpio) mal ordentlich auf Hochglanz bringen wollte. Das was nämlich mal nötig, denn da hatte sich in den ganzen Jahren schon einiges an Dreck angesammelt.
Warum Motorreiniger?
Mit warmem Wasser und normalem Autoshampoo kommt man im Motorraum nicht weit. Der Schmutz der hier auftritt ist nämlich sehr hartnäckig weil er oft ölig ist. Normale Reinigungsmittel können da wenig ausrichten, auch die gerne angepriesene Mega-Fettlösekraft einiger Geschirrspülmittel scheitert hier kläglich. Man muss also schon schwerere Geschütze auffahren um die öligen Verschmutzungen loszuwerden.
Zum Entfetten nimmt man , klar: Aceton.
Halt, hier muss ich warnend einschreiten! Mit Aceton geht auch der schlimmste Ölfilm weg, aber leider geht bei der Aktion auch der Lack mit ab. Ein frisch lackierter Motorraum sieht natürlich ganz besonders hübsch aus, aber so weit wollte ich dann doch nicht gehen.
Ich bin also direkt mal zur nächsten ATU-Filiale gefahren und hab mich umgesehen welche Möglichkeiten es da sonst noch gibt: Aha, eine ganze Auswahl spezieller Motorreiniger!
Aber welchen nehmen? Ich hab mich ziemlich schnell für den von arexons entschieden weil ich von der Firma schon ein Autoshampoo zu Hause hatte, mit dem ich sehr zufrieden war. Die knallrote Verpackung des Reinigers kam mir gleich bekannt vor.
Auch der Spruch „Offizieller Lieferant der Ferrari-Formel 1 Teams“ durfte nicht fehlen. Naja, da ich weder Ferrari- noch Formal 1 Fan bin hätte mich das nicht unbedingt zum Kauf überzeugt. Ich bilde mir lieber selbst ein Urteil und habe das Produkt daher direkt mal getestet.
Die Anwendung gestaltet sich sehr einfach, weil der Motorreiniger in einer Sprühflasche geliefert wird. Der Sprühmechanismus ist sehr hochwertig (wirklich wesentlich besser als bei normalen Fensterreinigern!) und ermöglicht ein sehr genaues und gezieltes Dosieren. Laut Gebrauchsanweisung sollte man das Mittel dann 5 bis 10 Minuten einwirken lassen und dann mit klarem Wasser abspülen. Ich war ja ziemlich skeptisch ob das wirklich schon reichen würde, aber ich habe wirklich gestaunt wie viel Schmutz sich auch ohne Nacharbeiten schon löst. Ich habe dann immer noch mit einem kleinen Schwamm etwas nachgewischt, damit konnte ich dann auch die problematischen Stellen die richtig verölt waren gründlich sauber bekommen.
Der Motorreiniger schäumt beim Aufsprühen ein wenig, was das Arbeiten sehr erleichtert, weil der Reiniger auch an senkechten Flächen ganz gut haftet und nicht sofort herunterläuft. So kann er auch an problematischen Stellen ordentlich einwirken.
Ich war ja auf Grund meiner bisherigen Erfahrung mit Lacken, Reinigungsmitteln. Lösungsmitteln etc. immer der Meinung, dass alles was nicht richtig böse stinkt auch nicht richtig wirken kann.
Da passte der Motorreiniger schlecht ins Konzept, denn der riecht fast gar nicht. Man nimmt allenfalls einen ganz leichten Seifengeruch wahr, in etwa vergleichbar mit dem von Badreinigern oder so. Der Bremsenreiniger mir dem ich bei der Bundeswehr häufiger gearbeitet habe konnte leider nicht durch so einen zurückhaltenden Duft glänzen. Und besser saubergemacht hat der auch nicht.
Was man beachten sollte:
-Die gute Öl- und Fett lösende Wirkung kommt natürlich nicht nur am Auto zur Wirkung sondern bei allem Dingen die mit dem Reiniger in Berührung kommen. Dazu gehören auch die Hände, die nach dem Waschen schon ziemlich trocken sind. Wer empfindliche Haut hat der kann ja hinterher mit etwas Feuchtigkeitscreme gegensteuern. Aber auch ohne wird man davon nicht sterben ;-).
-Wie bei jeder Motorwäsche gilt auch hier, dass einige Teile des Motors möglichst trocken bleiben sollten. Da wären vor allem der Generator und der Zündverteiler zu nennen. Auch beim Sicherungskasten sollte man sicher sein dass der Deckel dicht verschlossen ist bevor man in der Nähe mit dem Motoreiniger arbeitet. Ich kann mir gut vorstellen dass der Reiniger bis weit in die kleinste Ritze kriecht. Und in den genannten Bauteilen kann er damit durchaus Probleme verursachen.
-Ein Produkt dass so wirksam ist kann natürlich nicht gut für die Umwelt sein. Daher wird dem Käufer in der Gebrauchsanleitung nahegelegt, das Produkt nur an entsprechend geeigneten Waschplätzen zu verwenden.
Angeblich sind mehr als 90 % biologisch abbaubar. Aber was sagt das schon aus? Auch biologisch abbaubare Substanzen können hochgiftig sein! Wie lange dauert es bis wirklich 90 % abgebaut wird? 1000 Jahre
Ich halte diese Angaben die man auf fast jedem Reiniger findet wenig aussagekräftig.
- Nach dem Reinigen des Motors muss der gesamte Motorraum neu konserviert werden. Ist ja klar, denn es wurde ja nicht nur der Ölschmutz entfernt sondern leider auch die schützende Wachsschicht. Dazwischen kann der Reiniger beim besten Willen nicht unterscheiden.
Nach einiger Zeit war der gute alte Ford-Motor also wieder sauber und strahlte (fast) wie am ersten Tag. Dafür waren etwa 2/3 der 500 ml-Flasche draufgegangen. Das halte ich für recht ergiebig. So rechtfertigt sich dann wohl auch der Preis, der im ersten Moment recht happig erscheint: 16.99 DM habe ich damals bezahlt wenn ich mich richtig erinnere. Heute dürften e wohl nicht unter 9 € sein.
Ich habe festgestellt, dass der Motorreiniger auch gut dazu geeignet ist, den unvermeidlichen Bremsstaub von den Felgen und der Bremsanlage zu entfernen. Sorgen um den Lack braucht man sich nicht zu machen. Der wird nicht angegriffen, genauso wenig wie Gummi und Kunststoffteile. Bei Gummiteilen bin ich dann aber doch lieber vorsichtig und behandle sie hinterher mit Talkum oder Silikonspray, dann sind sie auch langfristig gut geschützt.
Jetzt wird sich mancher fragen wozu das überhaupt gut sein soll, den Motor zu reinigen. Das sieht man doch von außen gar nicht!
Stimmt schon, aber ein sauberer Motor bietet den Vorteil dass man sehr schnell erkennt wenn sich Undichtigkeiten im Ölkreislauf bilden. So kann man Schäden frühzeitig erkennen, die bei einem völlig verdreckten Motor kaum aufgefallen wären. Außerdem schützt man den Motorraum so vor Korrosion: Durch den Schmutz hält sich Feuchtigkeit viel besser und unter Umständen haften auch noch Streusalzreste an Motorteilen. Und das wirkt ja nun sehr korrosionsfördernd.
Außerdem macht ein sauberer Motorraum einen sehr guten Eindruck wenn man das Auto verkaufen will, so wie ich es ja damals auch vorhatte. Der Käufer war richtig begeistert als er den sauberen Motor sah. Das Geld dass ich für den Reiniger bezahlt habe ist damit wahrscheinlich wieder reingekommen. So hatte ich schließlich bei den Preisverhandlungen ein gutes Argument mehr!
Aber auch Ciao-Mitgliedern die ihr Auto nicht verkaufen möchten kann ich Arexons Motorreiniger wirklich empfehlen und vergebe 5 Sterne!