Diego, die 1.
14.02.2010
Pro:
fantastische Jugendarbeit, hier hat mit Diego alles begonnen
Kontra:
heute nun die Mittelmäßgkeit
Empfehlenswert:
Ja
 Londonfootball
Über sich:
Belgien ? Beste Land der Welt ! Allez les Rouches !
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Diego, Diego, Diego. Ich weiß, vielen von Euch denken nun an diesen Mittelfeldspieler, der vor kurzem noch beim SV Werder Bremen die Schuhe geschnürt hat, mit Sarah Lewe-Tacke (Ex-Frau von Marc Terenzi, nennt man mit Nachnamen auch Connor) verheiratet war und heute von den Agnelli-Millionen des FIAT-Konzerns bei Juventus Turin subventioniert wird. Mitnichten, meine Freunde ! Wir reden nicht von mittelmäßigen brasilianischen Fußballern, wir reden über den Größten überhaupt. Diego...Maradona und die Argentinos Juniors. Die Argentinos Juniors ? Hat der Diego nicht bei Boca gezockt ? Oder vielleicht bei Newell´s ? Ja, natürlich, lieber Spürnasen, doch jeder große Fußballer beginnt ja irgednwo mit dem Profifußball. Und unser geliebte Diego Maradona, die „Hand Gottes“, der Mann, der schon so oft dank Drogen und co. Kurz vor dem Ableben stand und heute Nationaltrainer der argentinischen Nationalmannschaft ist, hat sich nicht bei den Boca Juniors zuerst die Ehre gegeben, sondern bei einem der vielen Lokalrivalen aus der Hauptstadt Buenos Aires. LONDONFOOTBALL UND DIE ARGENTINOS JUNIORS Heute wird dieser Teil sehr kurz bleiben, schließlich sind die Argentinos zwar ein relativ großer Club (verglichen mit dem SV Meppen oder dem FSV Mainz 05), doch haben diese hierzulande eigentlich keine Daseinsberechtigung. So ist mir dieser Club nur in wenigen Momenten wirklich aufgefallen. Einmal natürlich als der Club, der diesen Diego Maradona in die erste Liga Argentiniens gespült hat, aber eben auch jener, der viele, wirklich viele, junge und vor allem gute argentinische Fußballer an den Profifußball heranführt.Daher sind meine Erfahrungen mit diesem Club natürlich viel begründeter und ausführlicher als so mancher mit seinem USB-Stick in Einklang lebt, doch sind die Argentinos nicht Boca oder River, die man in der ganzen Welt, zumindest die des Londonfootball, kennt. DIE ARGENTINOS WAREN......ein Club, der wie beschrieben, auf dem Kontinent als hervorragende Ausbildungsstätte bekannt ist. Nicht nur der gute Diego Maradona hat hier den vorbereitenden Schliff aufs Profitum bekommen, auch Namen wie Insua (Ex-Gladbach), Ledesma (Ex-Hamburg), aber vor allem REDONDO (Ex-Real Madrid) oder auch Carlos McAllister (nix deutsches, aber dennoch WM-Teilnehmer), haben für die Argentinos die Fußballschuhe geschnürt. Mit Namen wie Caceres, Schiavi (absolute Rakete) oder Batista (DER Batista !) will ich uns alle nicht quälen, doch die Namen, die ich bisher nannte, sind mehr wer als solche wie Odonkor, Sahin oder Baumjohann. Vertraut mir einfach. Die Argentinos mögen zwar dann und wann in der Zweiten Liga Argentiniens landen, doch wenn sie in Fahrt sind, wenn das Scouting rollt, kann man sich immer wieder mal auf tolle, ja, großartige Spieler freuen. Und manchmal, ok nur einmal, schaffen sie es auch, zu höherem bestimmt zu sein, als Talente an die großen Clubs des Gaucho-Äquators heranzuführen. Dies mag heute nun gute 25 Jahre sein, doch 84/85 wurde mal richtig abgeräumt. Die Metropolitano-Meisterschaft wurde nach Hause geholt, gefolgt von der Nacional-Meisterschaft (in ähnlich wie Apertura + Clasura, wer mehr wissen will, der schreibt nen GB-Eintrag) und als Sahnehäubchen die Copa Libertadors (die Champions League von Südamerika). Diese Zeiten sind zwar nun lange vergangen, doch wovon lebt man ein Club mehr als von ehemaligen Erfolgen und Diego Armando Maradona ? Schließlich dürft Ihr eins nicht vergessen: Neapel gilt als eine der dreckigsten Städte Europas, doch findet man auch fast 30 Jahre nach dem UEFA-Cup-Sieg riesige Wandgemälde von Maradona. Adel (?) verpflichtet und kein Mensch schwelgt gerne mehr als ein Fußballfan. DIE ARGENTINOS SIND... ...leider weiterhin ein Club, der im Großen und Ganzen dazu bestimmt ist, großartige Talente an die Großclubs Boca und River heranzuführen. Das System in Argentinien ist ja eigentlich ganz einfach. Spieler beginnen bei Dorfclubs, werden bei den Argentinos ausgebildet, an die beiden großen in Buenos Aires verkauft und von dort aus geht die Reise weiter nach Europa. Jeder Club macht sicherlich einen zehnfachen Verkaufsgewinn und profitiert zumindest teilweise vom Talent des jeweiligen Spielers. Jeder eben auf seine Weise – die einen im Kampf um den Klassenerhalt, die anderen eben im Kampf um Apertura und Clausura – und die Millionen aus Europa.Und wo wir bei der Aktualität sind – die Juniors stehen aktuell auf Platz 13 – ähnlich dem Jahr davor und dem Jahr davor und dem Jahr...in dem sie zweitklassig waren. Schließlich ist es nicht möglich, nur mit Talenten die Klasse zu halten und von Titel zu Titel zu stürmen. Und auf Grund der altbekannten finanziellen Machtlosigkeit argentinischer Clubs ist es so gut wie unmöglich, sich Heimkehrer wie Salas und Saviola (River) oder Palermo und Riquelme (japp, R I Q U E L M E – Boca) zu leisten. Also fristen die Juniors heute und wohl (leider) auch morgen ein gewisses Schattendasein, ohne die Möglichkeit zu haben, etwas höher zu steigen, es sei denn, ein reicher arabischer Milliardär würde sich dazu entschließen, sein Herz und seinen Geldbeutel für diesen Club zu öffnen. MARADONAMachen wir es kurz, doch blicken wir kurz ins Innere. Diego Maradona (weisse, der größte von allen) hat unglaubliche vier Jahre (seit seinem 15ten Lebensjahr) bei den Juniors verbracht und den Club in dieser Zeit ein Stück weit nach vorne gebracht. Sicher, seine Zeit bei Boca oder dem SSC Neapel ist weitaus bekannter, doch hat Diego bis zum Jahre 1981 den Club so weit nach vorne gebracht, dass seine Spielkunst als auch seine Ablösesumme den Club insoweit konkurrenzfähig machten, dass dieser eben (wie beschrieben) Mitte der 80er Jahre die Copa holte, was heute als wirklich und vollkommen unmöglich erscheint – es sei denn, ein zweiter Spieler wie Maradona oder Messi wird hier ausgebildet und direkt nach Europa verkauft – für ordentliche 10 Millionen Euro. Doch, das Thema sind die Argentinos, aber Maradona ? Natürlich, wir alle lieben ihn irgendwie. Die Technik, das Auge, der Witz, diese unfassbare Gesamtstärke – und das alles ausgebildet im Jugendzentrum der Juniors. Normal müsste man diesem Club ein Denkmal bauen. Normalerweise, aber sicherlich nicht in Zeiten des Profifussballs. Schade natürlich nur, dass wir Diego heute auf der Tribüne der Boca Juniors sehen und eben nicht der Argentinos. Dies würde dem Club so manches Werbemilliönchen zukommen lassen – aber auch Maradona ist nicht perfekt, ne ? DAS TEAM Und wie Diego es hält, so halten es heute auch die Profifußballer Argentiniens. Die Mannschaft ist eine Ansammlung von Fußballern, die einem Europäer (selbst mir !) kaum etwas sagen – einfaches Mittelmaß – eben wie letzte Saison ablief und die aktuelle ablaufen wird. Daher werden wir uns nicht am Kader aufhalten. Coria, Oberman und und Pavlovich, wer von uns allen schreit „HIER !“ ? Ich tue es nicht und müsst es ebenfalls nicht machen – der Club mag noch so fantastisch oder fanwürdig sein, die Mannschaft jedoch ist es nicht. Sie wird nicht, wie ein Velez vor kurzem oder Banfield gerade eben, schaffen aus einer Mannschaft von Ahnungslosen einen Clausura-Titel zu lutschen. Ehrlich, keine Chance auf Besserung, doch Mittelmäßigkeit ist dennoch immer besser als Abstiegssorgen und diese sollte das Team nicht allzu bald verspüren, den Clubs wie Tucuman oder Arsenal sind nicht nur finanziell schwächer, sie haben eine weitaus schlechtere Jugendarbeit – und mit der kommt man, wie wir alle wissen, in Argentinien bis in die Erstklassigkeit. AUSSICHTEN Wie ich schon vorweg genommen habe, so sehe ich in den kommenden zehn Jahren eigentlich keine wirklich Besserung der Situation. Die finanzielle Lage sagt eigentlich nur: „Leben um zu Überleben“, daher werden auch morgen keine großen Heimbring-Transfers möglich sein. Und mit der besten Jugendarbeit des Landes sind ebenfalls keine große Sprünge möglich. Also Platz 10 auf immer ewig ? Selbst wenn – ein VfL Bochum hört ja auch nicht mit dem Fußball auf, nur weil man nie einen Titel gewinnen wird – gerade mögliche Überraschungen sind doch das Salz in der Suppe und wer sagt denn nicht, dass in 30 Jahren ein neuer Maradona im blauen Trikot auftauchen wird und einen neuen Batistuta mit Vorlagen füttert ? Heute vielleicht unvorstellbar, aber im Fußball sind unmögliche Dinge möglich – Everton hat ja auch in einer sehr kurzen Zeitspanne einen Rooney UND einen Lescott hervorgebracht – Jugendarbeit ist einiges, nicht alle, aber wirklich einiges – vor allem für den Geldbeutel. EMPFEHLUNG Deswegen sind wir ja hier, oder ? Nun, eigentlich könnt Ihr fast selbst entscheiden. Würdet Ihr Everton oder auch die Argentinos empfehlen ? Nicht sicher ! Jepp, aber die Argentinos haben Maradona und Everton nur einen Rooney, daher empfehle ich uns allen den Kauf eines Juniors-Trikots. Nicht nur dank immerhin eines Copa-Gewinns (mehr hat B*russia D*rtmund auch nicht) oder eines Wappens, der nach der wilden Welt des argentinischen Fußballs aussieht, auch das Gefühl, das Trikot zu tragen, das Diego Maradona zu Beginn seiner Karriere getragen hat – interessant und fantastisch zugleich. Es mag zwar erfolgreichere Clubs auf dem südamerikanischen Kontinent geben, keiner von diesen hat Diego Maradona in die erste Liga gespült und mit McAllister und Batista die eben vorher angesprochene Copa Libertadores gewonnen.Ja, ich empfehle uns allen einen Kauf dieses schönen Trikots, den Besuch in Buenos Aires oder zumindest den Besuch der sehr aufgeräumten Website. Denn die Juniors eilen zwar nicht von Titel zu Titel, doch sind sie ein Stück der Weltgeschichte des Fußballs – etwas, was Clubs wie Rapid Bukarest oder die BAYER AG aus Leverkusen bis heute nicht geschafft hat. Und eben auch kein Michi „Diskussionsforum“ Ballack, dem ich beim nächsten Besuch bei Chelsea ne Semmelknödel zwischen die Leisten ballern werde, haha.Also ? Jawohl – gucken, mitfiebern und kaufen – simpel, aber doch manchmal so schön, auch wenn es mal sechs Stück bei Boca hagelt. Offizielle Website: http://www.argentinosjuniors.com.ar/index.php Verband: http//www.afa.org.arUnd Jerseys gibt es mit etwas Glück hierzulande bei subsidesports.de
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16.03.2012 21:35
wieder ein BH abgeschlagen:)
09.03.2012 09:43
Erst erscheint der Kommentar gar nicht, dann doppelt? Ciao hat derzeit echt Probleme!
09.03.2012 09:42
Ich wusste sofort, welcher Diego gemeint ist.. Es gibt nur EINEN!