Mathestunden 1992-1995
02.11.2004
Pro:
nichts
Kontra:
Angst, schlecht Noten, Mobbing
Empfehlenswert:
Nein
 popoline
Über sich:
Mitglied seit:01.01.1970
Erfahrungsberichte:105
Dieser Erfahrungsbericht wurde von 91 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Hallo Ihr Lieben, irgendwie ist mir heute danach, noch etwas Persönliches zu erzählen..... Ich habe dieses Thema gewählt, da ich es bis heute noch mit mir rumschleppe, obwohl ich schon 8 Jahre aus der Schule draußen bin. Vielleicht möchte ich anderen damit Mut machen, aber vor allem mache meinen Kopf mal frei.Meine schlimmen Erfahrungen mit einer Lehrerin Ich war nie gut in Mathe, um ehrlich zu sein, war ich richtig schlecht. In der 5. Klasse hatte ich schon eine 4., in der 8. Klasse bekamen wir dann einen Lehrer, bei dem ich gar nichts mehr verstand, ich war kurz davor im Zeugnis eine 5 zu bekommen. Umso glücklicher war ich, als es mitten im Halbjahr hieß, dass dieser Lehrer leider ( !!! ) einen Physikkurs übernehmen muss und wir deshalb eine neue Lehrerin bekommen würden. Oja, alles besser, als Herr W., dachte ich.1992 Aufgeregt saßen wir in unserem Klassenraum und warteten auf Frau B., die nun unsere Mathestunden übernehmen sollte. Als sie rein kam, fand ich sie gleich sympathisch, Mitte 30, sportlich gekleidet und sehr nett. Der Unterricht war klasse und selbst ich, schrieb in der ersten Mathearbeit eine 2. Ich war begeistert und begann, wieder an meine Mathefähigkeiten zu glauben.Am Ende des 8. Schuljahres bekamen wir mitgeteilt, dass unsere Klasse aufgeteilt werden muss, da zu viele Mitschüler sitzen bleiben würden und wir somit nur noch 13 Schüler in dieser Klasse sein werden. Das wiederum würde sich nicht rentieren und jeder solle sich nun entscheiden, in welche, der 3 Parallelklassen, er gerne möchte. Ich fand das ziemlich blöd, da meine beste Freundin sowieso auf die Realschule wechseln würde und so hatte ich dann niemanden mehr, nur noch neue Leute um mich rum. Wir erfuhren, dass Frau B., die besagte Mathelehrerin, die Klasse 9c zum neuen Schuljahr als Klassenlehrerin übernehmen würde. Meine Entscheidung fiel mir somit etwas leichter, denn so hatte ich wenigstens eine Lehrerin, die ich kannte und macht mir um das Fach Mathe nicht mehr so viele negative Gedanken.Nach den Sommerferien ging ich dann sehr aufgeregt in die Schule. Einige meiner neuen Klassenkameraden waren mir bekannt, andere wiederum fremd. Aber die Anwesenheit von Frau B. beruhigte mich doch ein wenig. Frau B. sollte uns auch in Sport unterrichten, das freute mich auch, da ich in Sport bisher immer nur Lehrer hatte. 1993,1994 und der Wandelich hatte mich schnell eingelebt und fand neue Freunde. Doch meine besagte Frau B. wandelte sich sehr. Ich hatte wieder Probleme mit Mathe und kam überhaupt nicht mit. Gegen Nachhilfe weigerte ich mich, ich war so stolz, heute verstehe ich das gar nicht mehr. Es hagelte erste fünfen in den Klausuren und ich hatte das Gefühl, dass sie mich regelrecht anfing, zu hassen und zu mobben. Jede Stunde, ungelogen, musste ich vor an die Tafel und irgendwelche Aufgaben vor der ganzen Klasse lösen. Da ich ja in Mathe eine null war, könnt Ihr Euch vorstellen, wie das meist endete. Ich wurde zurück auf meinen Platz geschickt und irgendein Mathe-As, löste die Aufgabe binnen Sekunden. Aber sie ließ mich nicht in Ruhe. Einmal musste ich ein Koordinatensystem an die Tafel malen, da sagte sie :“ Bloß nicht bewegen......“ Ich bin halt klein und hab es klein gemalt...... Dann schrieb ich mal eine 6 in einer Arbeit, darunter stand : „ Aber Tina.....“ Was aber ???Jede Mathearbeit, jede Mathestunde wurde für mich zum Horrortrip, ich hatte Angst, Angst, Angst...... Ich schickte meine Mama zum Elternsprechtag, damit SIE ihr vielleicht einmal klar machen könnte, wie es mir in ihren Stunden geht. Darauf ging sie gar nicht ein. Im Gegenteil, ich musste nun solange vorne an dieser Tafel stehen, bis ich die Aufgaben gelöst hatte. Oft saß ich weinend im Unterricht. Einmal sagte ich ihr, dass ich auf diese Scheiße keine Lust mehr hätte. Es kam keine Reaktion.Ich schwänzte sogar mal eine Mathearbeit, aus Angst. Zu dieser Zeit hatte ich meinen ersten Freund, der schon in die 13. Klasse ging, er besuchte mich einmal kurz in einer 5-Minuten-Pause, um mir irgendwas zu bringen. Frau B. bekam das mit und fragte, in welcher Klasse er sei....ich sagte, „in der 13.“ Was war ihr Kommentar ??? „ Da wirst Du ja nie hinkommen......!!!“ Sehr aufbauend für ein 15 jähriges Mädchen.Auch in Sport bekam ich mein Fett weg. Obwohl ich in Sport immer gut war. Wir machten einmal Hürdenlauf. Ich hatte schon immer einen Horror davor, über eine Hürde zu springen, mit dem Fuß hängen zu bleiben und mir meine Zähne auszuschlagen. Ich sagte ihr, dass ich da nicht drüber springe.....Antwort....Stell Dich nicht so an, sonst gibt’s ne 5. Ich nahm die 5. Sie ließ mich erst in Ruhe, als es Ende der 10. Klasse darum ging, wer welche Leistungskurse wählt. Sie förderte nun nur noch die Leute, die Mathe wählten. Mir wars recht, denn so hatte ich endlich meine Ruhe. Ich wählte Englisch und Bio und hoffte, dass sie mir nie wieder in der Oberstufe begegnen würde. Ich bekam Frau U. in Mathe und schaffte es auf 7 Punkte ( Note 3 ) im Zeugnis. Frau U. war die Ruhe in Person, erklärte alles, auch 5 Mal, wenn es sein musste.....danke Frau U.Mein Fazit Ich kann nicht verstehen, wie eine Lehrerin ( Pädagogin !!!) so fies sein kann. Hat sie nicht gemerkt, wie es mir dabei geht ?? Wollte sie es nicht merken ??? Ich hatte damals nicht den Mut, mich zu wehren. Leider. Aber selbst meine Mutter konnte nichts bei ihr bewirken. Schlimm. Ich hatte regelrechte Angstzustände, so was muss doch nicht sein, ich hatte ihr nichts getan, ich war 14/15/16.............Ich fahre oft an meiner alten Schule vorbei und dann muss ich an meine Zeiten in den Mathestunden denken und werde sauer. Bestimmt gibt es wieder ein Mädchen in ihrer Klasse, das auf seinem Platz sitzt und 45 Minuten lang Angst hat. Frau B.Ich kann Ihnen nicht sagen, wie sehr ich sie damals gehasst habe. Ich kann Ihnen nicht sagen, wie sehr ich Sie heute noch verachte. Sie sind doch Lehrerin geworden, um Kindern was beizubringen und nicht, um sie zu mobben. Es gibt gute Schüler und schlechte......zweite warten auf Unterstützung, machen sie Ihnen Mut und werten Sie sie nicht ab. Danke fürs Lesen, Bewerten und vielleicht Kommentieren.LG Eure 1x1 popoline
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28.01.2006 20:44
Solche Lehrer gibt es leider viel zu viele. Ich gehe selber noch zur Schule, habe aber nicht solche Probleme, da ich relativ gut bin. Meine Freunde müssen stellenweise aber sehr leiden.
12.10.2005 15:47
Solche Leute wie Frau B. dürfen nie Lehrer/in werden. Aber ehrlich. Hatte früher auch ne Lehrerin, die hat mich sogar geohrfeigt. Meine Eltern haben sich dann beim Rektor beschwert.......die hat ihr Fett wegbekommen und mich danach in Ruhe gelassen (lag vielleicht daran, dass sie von der Schule geflogen ist.......sowas passierte nämlich öfter*lol*). LG; MEl
22.07.2005 16:44
Tja.... Schullehrer... ;-/ Sie sind wie die Gesellschaft, es gibt gute und schlechte. Und manchmal beißt man in einen faulen Apfel, gezwungermaßen!