Ariel Color - Kamel frisst Bluse

Ariel Color - Kamel frisst Bluse

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... Ariel Color habe ich es zu verdanken, dass ich wieder an das Gute im Werbe-Menschen glaube. Ariel Color habe ich es gar zu verdanken, dass ich mich nachhaltig mit einer Werbe-Idee auseinander gesetzt habe, und zwar in einer positiven Weise! Aber zunächst kurz zum Spot, für alle, die ... Bericht lesen





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Werbung KANN sogar die Phantasie anregen!
Erfahrungsbericht von suppengirl über Ariel Color - Kamel frisst Bluse
08.04.2001


Produktbewertung des Autors:   

Originalität: sehr hoch 
Story: ausgezeichnet 
Darsteller: gut 

Pro: einfach gute Idee, oft wiederzuverwenden !
Kontra: -  -  -

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Oh ja, wir alle wissen, was die wahre Geißel der Menschheit ist. Nicht etwa das Alter, Krankheiten, Kriege oder der Tod. Nein, das alles ist doch harmlos, verglichen mit den Gefühlen, der Panik und den Ängsten, die uns ereilen, wenn SIE eintritt. Die unbarmherzigste aller Plagen, deren Existenz uns während eines Fernsehabends immer wieder einholt, auch wenn man sie zwischendurch immer wieder verdrängt hat, weshalb sie uns jedesmal vollkommen unverbereitet trifft, wie ein Regina-Halmich-Schlag auf der Nase: Die Fernsehwerbung.

Der Held des Films hängt gerade an einer Klippe, sein Feind beugt sich über ihn, um ihn den Rest zu geben. Der Zuschauer hat seine Fingernägel in die Armlehen oder den Arm des Lebensabschnittsgefährten gekrallt, weil seine Psyche der Spannung sonst nicht mehr standhalten könnte. Und dann... Werbung! (tüdeldü) Und Panik macht sich breit. Denn hierzulande (und sicher auch anderswo), ist es ja offensichtlich so, dass die Fernseh- und Werbe-Macher den Zuschauer über das ablolut notwendige Maß hinaus (die kurzen bunten Produktinformationen müssen nunmal sein..., oder wir müssen für das Fernsehvergnügen eben in barer Münze bezahlen!) noch mehr quälen wollen. Ob Waschmittel, Autos, Handies oder Lebensmittel (allen voran: Ferrero!): In die durchschnittlich 20 Sekunden eines Werbespots wird alles nur erdenklich Blöde und Unerträgliche hinein gepackt. Schreckliche Musik, rhetorisch entwaffnende Slogans, dümmlich grinsende Laien- oder untalentierte Prominentendarsteller, die Drehbücher umsetzen, die von den Autoren während der schlimmsten Phase einer Magen-Darm-Grippe verfasst wurden (nur so kann man sich den geistigen Dünnpfiff erklären!).


Doch: Es gibt Ausnahmen! Und seit Neuestem sogar in einer Rubrik, die seit der Existenz der Fernsehwerbung immer unangefochten an der Spitze der Zuschauer-Schreikrampf-Liste stand: Waschmittel.

Ariel Color habe ich es zu verdanken, dass ich wieder an das Gute im Werbe-Menschen glaube. Ariel Color habe ich es gar zu verdanken, dass ich mich nachhaltig mit einer Werbe-Idee auseinander gesetzt habe, und zwar in einer positiven Weise!


Aber zunächst kurz zum Spot, für alle, die noch nicht das Vergnügen hatten. Bzw. zu den Spots, denn es gibt meines Wissens mittlerweile drei verschiedene Filmchen, von denen meist zwei direkt hintereinander gezeigt werden.

1.Spot:
Eine Frau mit einer grünen Bluse sitzt auf einer Parkbank, die sich wohl im Zoo befindet. Hinter ihr erscheint ein Kamel, das voller Appetit anfängt, am Kragen ihrer Bluse zu knabbern und daran so herum zerrt, dass er sie beinahe entkleidet.
Stimme aus dem Off: "Grasgrün".
Danach wird - genau wie bei den anderen Spots - nur ganz kurz das Produkt eingeblendet. Und schon ists wieder vorbei.

2.Spot:
Ein junger Herr mit rotem Hemd geht an einer Straße dahin. Von hinten nähert sich ein Auto, das kurz bevor es ihn einholt mit quietschenden Bremsen stehen bleibt. Der junge Mann dreht sich verwundert um.
"Ampelrot".

3.Spot:
Eine Frau eilt durch die Stadt, blickt nach vorne und kramt hektisch einen Brief aus ihrer Handtasche heraus. Schließlich erreicht sie einen jungen Mann mit einem gelben Kapuzen-Sweatshirt. Sie steckt ihm den Brief in die Kapuze.
"Briefkastengelb".


Sehr unspektakuläre Spots also, sicher billig in der Produktion. Und gerade das macht sie so gut, denn es steckt eine einfache, aber umso genialere Idee dahinter, die es nicht nötig macht, sie mit Dialogen und überzogenen Schauorten oder Darstellern zu verpacken oder zu tarnen. Selten habe ich außerdem witzige Werbungen gesehen, die trotzdem noch eine exakt aufs Produkt angepasste Aussage transportieren. Wir alle fragen uns doch zum Beispiel noch immer, was die Firma "Zomtec" uns nun in Bezug auf "Bi-fi" genau sagen will ("Ekelige Menschen essen Bi-fi.", ist die einzige Interpretation, die mir dazu einfällt.).

Das wirklich Geniale an den Ariel-Color-Spots ist ja, dass man die gleich Idee noch mit unzähligen Folgen fortsetzen kann. So viele Farben es gibt, so viele Spots kann es theoretisch geben. Wird es aber sicher nicht, denn das beste Konzept ist irgendwann einmal ausgenudelt. Aber das ein oder andere Filmchen dieser Reihe werden wir sicher noch zu Gesicht bekommen.

Und da sich das Suppilein schon immer gedacht hat, dass es viel bessere Werbungen machen könnte, als die "Experten", hat es sich dazu natürlich schon ein paar Gedanken gemacht. Dabei ist es zu der Einsicht gekommen, dass es total roh, abgestumpft und verdorben ist, denn irgenwie wollten ihm gar keine fernsehtauglichen Ideen in den Kopf kommen. Statt dessen läuft es in Suppis Kopf immer auf Splatter- oder Schweinkram-Spots hinaus. Trotzdem will ich euch meine Hardcore-Vorschläge nicht vorenthalten!

Suppi-Spot Nr.1:
Ein junger rothaariger Mann im braunen Anzug schlendert an einem heißen Tag an einem Getränke-Automaten vorbei. Plötzlich stürzt ein jugendlicher verschwitzter Skater auf ihn zu und dreht ihm mit aller Gewalt den Kopf vom Hals.
"Coca-cola-braun":

Suppi-Spot Nr.2:
Ein Kfz-Mechaniker befindet sich noch in seiner Arbeitskluft (natürlich ein Blaumann!) auf dem Nachhauseweg. Neben ihm hält plötzlich eine junge Corsa-Fahrerin, springt aus dem Auto, rennt zu ihm und beginnt nach seiner Zapfpistole zu suchen.
"Aral-blau"
* schäm *

Suppi-Spot Nr.3:
Ein Blues-Brothers Fan geht im Winter vor dem Brandenburger-Tor spazieren. Da kommt Wayne Gretzky in Ausrüstung auf ihn zu geschlittert und zieht ihm mit seinem Schläger so gewaltig eins über, dass er durch das Tor schlittert.
"Eishockeypuck-schwarz"

Suppi-Spot Nr.4:
Ulrike Jokiel (vielen noch bekannt in ihrer oscar-nominierten Rolle in der Yogurette-Werbung!) hat Männerbesuch, der ein braunes Cordhemd trägt. Ihr Kühlschrank ist leider leer, weshalb sie ihrem gast kurzentschlossen ein Rippchen aus der Brust bricht!
"Schokolade-braun"

Suppi-Spot Nr.5 (Suppis Lieblingsspot, denn sie spielt darin die Hauptrolle! Ob er euch gefällt, möchte ich aber bezweifeln.):
Ein Motorrad-Fahrer in rotem Overall hält an der Shell-Tankstelle. Suppi ist gerade mit dem Auftanken ihres kleinen Twingos fertig, erblickt den Mann, rennt auf ihn zu und gibt ihm mit dem Wagenheber kräftig eins auf die Rübe.
"Ferrari-rot" (da erwischts keinen Falschen... ;o))

Sooo, leider ist keine meiner Ideen massentauglich, also werde ich sie sicher auch nicht für viel Geld verkaufen können. Würde mich aber interessieren, ob ihr dazu auch Einfälle habt! Egal, ob Hardcore oder sendefähig. Wenn eure Ideen natürlich absolut überwältigend sind, dann schickt sie lieber gleich an die Werbeagentur von Ariel. Die freuen sich darüber sicher noch mehr als ich!

Bis zum nächsten Mal!
Eure Suppi-Werbefachfrau


© 8.4.2001 by Suppengirl
   

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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als sehr hilfreich
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sehr hilfreich

26.01.2001
Dies Werbung ist einfach zum Schreien
Bewertung für Ariel Color - Kamel frisst Bluse von Mrs.Jones

Pro: genial witzig
Kontra: ...

Mein Gott!!!!!!!!! Ich habe gestern vor dem Fernsehapparat gesessen und nichtsahnend in die Glotze geschaut, als... --- auf der Bildfläche eine Frau mit Grasgrüner Bluse erschien und sich auf eine Bank setzte... im Hintergrund kam ein braunes, dumm-aus-de ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
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hilfreich

09.01.2001
(17.12.2000)
einfach aber gut
Bewertung für Ariel Color - Kamel frisst Bluse von Heraldo

Pro: kurz, aber trotzdem einfallsreich und witzig
Kontra: wird wohl schnell wieder in vergessenheit geraten

eine nette dame in einer grünes bluse sitzt da also nichtsahnend auf einer bank. wir, die zuschauer, sehen wie sich ihr von hinten ein kamel nähert. dieses beist ihr dann herzhaft in die bluse und will sich ein stück des leckeren stoffes abbeissen. dann s ... Bericht lesen

Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
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Story:
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hilfreich

22.01.2001

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