Neue DSA-Roman-Serie
12.02.2002
Pro:
guter Durchschnitt
Kontra:
kein guter Start für eine neue Serie
Empfehlenswert:
Ja
 goswin
Über sich:
Neue Buchkritiken... btw. kurze Inhaltsangaben sind Absicht. Ich will schliesslich niemandem die Spa...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 93 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
* Vorwort: "Das Schwarze Auge" ist ein Rollenspiel (ohne PC). Man schlüpft in die Rolle eines Helden (z.B. Krieger, Magier, Elfe) und erlebt mit einigen Mitspielern ein Abenteuer. Geleitet wird das Ganze von einem Spielleiter, dem Meister. Die Abenteuer kann man in Form von Heften käuflich erwerben. "Armalion" ist ein Brettspiel, bei dem man vor dem Hintergrund des "Schwarzen Auges" mit Miniaturen (also kleinen Zinnfiguren) Schlachten nachspielen kann. Vom ersten Roman der neuen "Armalion"-Roman-Reihe handelt dieser Bericht: * Inhalt: Im Hafen des 300 Seelen-Ortes Sykand läuft ein seltsames Schiff ein. Die Segel sind zerfetzt, kein Mensch ist an Bord zu sehen und doch fährt es von allein an den Pier und bleibt dort liegen. Die Stadtoberen schicken die Stadtwache an Bord. Kurz darauf ist Geschrei und Kampfeslärm zu hören und dann nur noch Stille. Auch der nächsten Gruppe mutiger Stadtbewohner geht es nicht besser. Da das Schiff aber eine grosse Menge Gold an Bord hat, können die Sykander nicht so einfach darauf verzichten. Sie beschliessen, nicht weiter die eigenen Leute zu opfern, sondern lieber Bender zu schicken. Bender, ein ehemaliger Krieger und Bewohner der Stadt, sitzt mal wieder wegen einer Schägerei im Gefängnis. Er stimmt dem Handel (aufs Schiff gehen, gegen seine Freiheit) zu. Auf dem Schiff sieht er sich mit Untoten konfrontiert, die er aber dank seiner Erfahrung überwinden kann. Doch im Innern des Schiffes sitzt eine grössere Gefahr - ein Dämon. Bender kann noch einen blinden Passagier, ein rothaariges Mädchen befreien, dann verlässt er das Schiff wieder, ohne gegen den Dämon gekämpft zu haben. Die Einwohner sind natürlich nicht zufrieden und werfen der Rothaarigen vor, das Unglück angezettelt zu haben. Nun nimmt das Schicksal seinen Lauf: die abergläubischen Sykander können es mit dem Dämon nicht aufnehmen und suchen sich einen schwächeren Gegner - die Rothaarige. Nur haben sie nicht mit Bender gerechnet...* Kommentar: Ich war überrascht, dass sich die Macher des "Schwarzen Auges" entschlossen haben, eine 2. DSA-Reihe auf den Markt zu bringen. Natürlich war ich sehr neugierig, wo der Unterschied zur bisherigen Serie zu finden sei. Tja und leider haben ich keinen grossen Unterschied gefunden. Die Art der Handlung unterscheidet sich kaum von einem durchschnittlichen Roman der DSA-Reihe. Ein kleiner Unterschied scheint in der Kampflastigkeit dieses Romans zu liegen. Aber trotzdem würde ich den Roman deshalb noch nicht mit Armalion in Verbindung bringen. Bei jenem Brettspiel geht es darum, Schlachten mit Miniaturarmeen nach bestimmten Regeln und vor dem Hintergund des "Schwarzen Auges" zu spielen. Von Schlachten und Armeen ist hier allerdings nur wenig vorhanden. Letztlich bleibt es mir ein Rätsel, warum es eine neue Serie unter diesem Titel sein musste. Der Roman selbst ist recht gut geschrieben. Die Handlung ist stets spannend, wenn auch nie sehr überraschend. Eben ein typischer Vertreter der leichten Fantasy-Unterhaltung. Die Figuren sind gut beschrieben und bieten gute Unterhaltung. Ein bisschen störend waren die häufigen Differenzen zwischen offiziellen DSA-Regeln und Handlungen im Buch. Neben seltsamen Namensgebungen, sind auch sonst einige Dinge durcheinandergeraten. Die Aufmachung des Buches muss man als eher lieblos bezeichnen. Zwar passt der Titel, doch das Cover ist mal wieder völlig am Buch "vorbeigemalt". Die Übersichtskarte Aventuriens ist zwar nett, aber nutzlos, da der Ort der Handlung nicht eingezeichnet ist. Das bei den anderen DSA-Büchern übliche Glossar fehlt leider. Alles in Allem sieht es nach einem "Schnellschuss" aus. Ein bisschen mehr Sorgfalt hätte dem Buch gut getan. * Mein Fazit: Ein durchschnittlicher Roman mit gutem Unterhaltungswert, dem es aber am Zeug fehlt, ein hervorragender Start einer neuen Serie zu sein. Inhaltliche Fehler und schlechte Aufmachung lassen hier leider nicht mehr als eine mittelmässige Bewertung zu. Schade, aber es bleibt zu hoffen, dass die folgenden Romane der Serie besser werden.
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06.02.2003 21:20
netter kurzer Bericht könnte mich entscheiden das zu kaufen. dd61
16.02.2002 11:58
Mit den drei Sternen hast Du den Roman ja noch relativ gut bewertet. Die Meinungen, die ich bisher über dieses Buch gehört habe, lauteten eindeutig "grottenschlecht". Aber selbst habe ich es noch nicht gelesen und werde dies wahrscheinlich auch nicht tun.
12.02.2002 09:12
Hm, gut geschrieben; und für mich eine echte Entscheidungshilfe, das Buch nicht zu kaufen ... danke! :-) Grüße, mr.matze!