Produktbewertung des Autors:
| Pro: |
z . T . spannend, unterhaltsam, illustriert, kompetent übersetzt |
| Kontra: |
Kontra : meist weniger spannend, gibt's nur noch bei Ebay & Co . |
| Kompletter Erfahrungsbericht |
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In diesem zehnten Sammelband des Shared-World-Fantasyzyklus der „Geschichten aus der Diebeswelt“, der 1990 erschien, finden sich nur eine gute Story von Andrew Offut sowie eine Erzählung meiner Lieblingsautorin Caroline Janice Cherryh.
Der Herausgeber
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Der 1946 geborene Amerikaner Robert Asprin ist am besten für seine humorvollen Fantasy-Romane um einen Zauberer und seinen Dämon bekannt, deren Serie er selbst heute noch mit Ko-AutorInnen weiterführt. (Alle Originaltitel weisen die Silbe Myth- auf, so etwa „M.Y.T.H. Inc. Link“.) Erfolg ist eben die beste Werbung. Asprin hat sich aber auch als Herausgeber einen Namen gemacht, besonders mit der Shared-World-Fantasy-Reihe um die Diebeswelt. Dies ist Sword and Sorcery in Reinkultur.
Deutsche Ausgaben:
1) Die Diebe von Freistatt (Nr. 20089)
2) Der blaue Stern (Nr. 20091)
3) Zum wilden Einhorn (Nr. 20093)
4) Die Rache der Wache (Nr. 20095)
5) Die Götter von Freistatt (Nr. 20098, siehe meinen Bericht)
6) Verrat in Freistatt
7) Der Krieg der Diebe
8) Hexennacht
9) Sturm über Freistatt
10) Armeen der Nacht (Nr. 20140)
11) Die Farbe des Zaubers
12) Die Säulen des Feuers
13) Die Herrin der Flammen
14) Der Bann der Magie
15) Im Herzen des Lichts
16) Die Macht der Könige
17) Das Versprechen des Himmels
18) Abschied von Freistatt
Es gibt insgesamt zwölf Sammelbände:
1) Thieves’ World (1979)
2) Thieves’ World #2: Tales from the Vulgar Unicorn (1980)
3) Thieves’ World #3: Shadows of Sanctuary (1981)
4) Thieves’ World #4: Storm Season (1982)
5) Thieves’ World #5: The Face of Chaos (1983)
6) Thieves’ World #6: Wings of Omen (1984)
7) Thieves’ World #7: The Dead of Winter (1985)
8) Thieves’ World #8: Soul of the City (1986)
9) Thieves’ World #9: Blood Ties (1986)
10) Thieves’ World #10: Aftermath (1987)
11) Thieves’ World 11: Uneasy Alliances (1988)
12) Thieves’ World #12: Stealer’s Sky (1989)
Zu jedem Tripel erschien ein Sammelband.
Es wurden zudeem sechs Graphic Novels zwischen 1985 und 1988 veröffentlicht, die Tim Sale zeichnete.
Eine beeindruckende Liste klingender Autorennamen findet sich in diesen zwölf Bänden, darunter C.J. Cherryh, Poul Anderson, John Brunner, Joe Haldeman, Diana L. Paxson und sogar A.E. van Vogt. Natürlich sind auch die zwei Herausgeber Robert. Lynn Asprin und Lynn Abbey (ab Band 6) vertreten.
Die Erzählungen
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Es finden sich Erzählungen um Hakiem (von Robert Asprin), den Stiefsohn Niko (von Janet Morris), Molin Fackelhalter (von Lynn Abbey) und die Zauberin Ischade (immerhin von C.J. Cherryh). Doch lediglich Andrew Offuts Story „Die verschleierte Dame“ wusste mich zu überzeugen. Doch die Story hält außer dem Schauplatz Freistatt kaum Diebeswelt-typische Versatzstücke bereit.
Einer der mächtigsten Magier der Welt zieht sich unglücklich verliebt nach Freistatt zurück, um dort unerkannt als Wirt einer heruntergekommenen Hafenkneipe Abstand und Vergessen zu finden – bis seine Geliebte wieder vor ihm steht und sich alles von jetzt auf nachher ändert.
Mein Eindruck
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Seinerzeit sollte dieser zehnte Sammelband mit Geschichten aus der Diebeswelt die vorerst letzte deutschsprachige Ausgabe dieser Anthologie-Serie sein. Entsprechende Informationen hatte Hermann Urbanek in dem Jahrbuch „Das SF-Jahr 1990“ (Heyne) verbreitet. Begründet wurde die Einstellung damit , dass die immer komplexer werdende Handlung es neuen Leser unmöglich mache, mit einem späteren Band einzusteigen. Zudem habe das Niveau der Anfangsbände nicht gehalten werden können.
Weiter veröffentlichen wollte Bastei-Lübbe jedoch die Einzelromane der Autoren Janet Morris (um den Telden Tempus) und Andrew Offut. Tatsächlich verhält es sich meines Erachtens so, dass die inzwischen auch zeitmäßig weit vorangeschrittene Handlung und ständig neu eingeführte Protagonisten das Lesen erschweren. Zudem bleibt die generelle Rahmenhandlung für die Serie rudimentär und unübersichtlich.
Unterm Strich
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Das Arguments Urbaneks, dass das Niveau der Serie zunehmend sinke, ist nicht von der Hand zu weisen. Und der Eindruck nach der Lektüre dieses Bandes bestätigt dies. Alles in allem war dies einer der schwächsten Bände der Serie, trotz der gelungenen Illustrationen durch Lübbe-Lektor Helmut W. Pesch.
Ich habe die Serie nur am Anfang gern gemocht, doch nach einem halben Dutzend Bänden gab ich es auf. Nur diesen hier pickte ich noch, und zwar wegen der Story von Cherryh. Doch auch die ist nichts Besonderes. Schade drum! (Doch wie man oben an der Liste sieht, hat Bastei-Lübbe die Serie bis zur Nr. 18 weitergeführt.)
Fazit: drei von fünf Sternen.
Michael Matzer © 2009ff
Info: In the dead of winter, 2003; Bastei-Lübbe, 1990, Bergisch Gladbach; 206 Seiten, aus dem US-Englischen von Lore Straßl, Illustrationen von Helmut W. Pesch; Preis: 7,80 DM; ISBN 3-404-20140-x