Es herrscht Krieg! Zu Beginn des lang ersehnten Friedens zwischen den Grünen und den Tans trennen Abtrünnige der Tan-Armee Sarge von seiner Truppe. Im Feld entdekct Sarge einen... mehr
der Tan-Armee Sarge von seiner Truppe. Im Feld entdeckt Sarge einen neuen, teuflischen Feind - Lord Malice - ausgestattet mit Waffen, die die Existenz der Grünen Nation bedrohen. Seine Truppe wird vernichtet und aus Sarge wird eine Ein-Mann-Armee, deren Ziel es ist, Lord Malice um jeden Preis aufzuhalten. Mach Deine Rechnung niemals ohne ein Spielzeug, das nichts zu verlieren hat! Nach mehrjähriger Pause melden sich die bekannten Plastiksoldaten mit diesem multiplayerfähigen 3D-Actiontitel zurück. Im Kampf gegen die braunen Soldaten steuert Kommandant Sarge aus der Third-Person-Perspektive durch zwölf Missionen. Härteres Gameplay, verbesserte KI sowie die aufgebohrte Grafik sollen der Marke zu neuem Erfolg verhelfen Features: Steigen Sie ein in den erbarmungslosen Kampf Spielzeug gegen Spielzeug Besiegen Sie ihren ewigen Feind, die Tan-Armee mit vernichtenden Waffen, wie Karabiner, Sturmgewehr, Schrotflinte, Bazooka, Scharfschützengewehr, Flammenwerfer, Zeitbomben, montierten Maschinengewehren und noch viel mehr Erledigen Sie Malices abtrünnige Armee ind der fesselnden Einzelspieler-Kampagen, oder treten Sie im Deathmatch-Modus gegen einen Freund an.
Actionspiel; Beat'em up - Spiel, Actionspiel; Beat'em up - Spiel; Classic-Serie - Altersfreigabe: ab 12 Jahren - 1-4 Spieler; Memory Card - NBG, Microsoft
* Alle Preise inkl. gesetzlicher MwSt und ggf. zzgl. Versandkosten. Preise, Verfügbarkeit und Versandkosten können im jeweiligen Shop zwischenzeitlich geändert worden sein, da eine Echtzeit-Aktualisierung technisch nicht möglich ist. Maßgeblich sind immer die Preise und Angaben auf der Händlerseite. Alle Angaben ohne Gewähr.
Erfahrungsbericht von sinfortuna über Army Men - Sarge's War (Xbox) 15.01.2008
Produktbewertung des Autors:
Pro:
Ballert den CPU - Plastikkameraden die einzelnen Körperteile weg, lauft sichtbar durchlöchert durch die Gegend
Kontra:
Schwache Grafik, steriles Ambiente, fehlerhafte Steuerung, kein Online - Spaß, sehr leicht zu meistern
Empfehlenswert?
nein
Kompletter Erfahrungsbericht
Im Fall von "Army Men - Sarge's War" ist es genauso leicht zu benennen, wer als Zielgruppe für diesen X-Box-Titel in Frage kommt als auch, wo die Plus- und wo die Negativpunkte liegen. Insgesamt kann ich gleich zu Beginn glasklar festhalten, dass ich von diesem Actionspiel enttäuscht bin, selbst Fans der Army-Men-Serie werden sich früher oder später (eher früher) eingestehen müssen, dass sie sich unter einem ansprechenden Game etwas Anders vorstellen als im vorliegenden Fall. Obwohl ich dieses Videospiel für Microsofts Konsole - das im Übrigen auch für die Playstation 2 erschien - nicht als völlig vergurkt bezeichnen möchte, fällt es mir schwer, es noch als Durchschnittsware bezeichnen und noch schwerer: es empfehlen zu können. Nein, das ist für ein Spiel im ausklingenden Jahre 2004 einfach zu wenig, da hilft es auch nichts, dass es seinerzeit bereits als Low-Budget-Titel für 29,99€ zu haben war. Hersteller Global Star hat somit keinen Grund, auf das Fabrizierte stolz zu sein. Besonders schlimm ist, dass in fast allen wichtigen Bereichen, die ein Videospiel ausmachen, teils arg gepatzt wurde. Unterhaltsam und eventuell auch richtig witzig ist es zu Beginn, doch spätestens mit Anbruch der zweiten Stunde beschleicht uns ein ungutes Gefühl.
Protagonist dieses Actionspiels ist ei Held namens Sarge, der als Verfechter von Recht und Ordnung oder besser gesagt als Retter der ehrbaren Plastiksoldatenwelt quasi im Alleingang das feindliche Gesocks bzw. die zahlreichen Untergebenen des bösen Lord Malice in seine Einzelteile zerlegt. Während wir unserem Superhelden aus Plastik in der Third-Person-Ansicht quasi über die Schulter schauen, läuft uns alle Nase lang irgendein mehr oder weniger verirrter Feind vor die Wumme, selbstverständlich zögern wir keine Sekunde, um beispielsweise mit dem Maschinengewehr diesen unzählige Löcher in ihren Leib zu verpassen. Gewaltverherrlichend ist "Army Men - Sarge's War übrigens ganz sicher nicht, keine Sorge (wen dies stören könnte), naturgemäß fließt hier kein Blut. Die Anforderungen sind zugegebenermaßen nicht sonderlich hoch, was vornehmlich daran liegt, dass die CPU-Gegner generell nicht besonders helle zu sein scheinen und uns regelmäßig bereitwillig vor die Flinte laufen, sich nicht gerade selten ohne sonderliche Gegenwehr in ihr Schicksal ergeben, soll heißen: sich in Schutt und Asche legen zu lassen. Falls es doch einmal eng für uns werden sollte, frischen wir unseren lädierten Corpus mit den Medipaks auf, um darauf erneut fröhlich das Feuer auf die Horden an sandfarbenen Feinden zu eröffnen.
Insbesondere die Oberbefehlshaber bzw. Offiziere der feindlichen Armee sind von uns heißbegehrte Trophäen, auch diesen gegenüber zeigen wir uns von einer erbarmungslosen Seite: Gefangene werden hier nicht gemacht. Dass wir in den feindlichen Lagern nicht einen Stein auf dem anderen lassen, versteht sich quasi von selbst, ist sozusagen Ehrensache, mitunter verlustieren wir uns dann noch im Aufspüren streng geheimer Kriegspläne, doch das war es dann aber auch (schon) in punkto Abwechslungsreichtum. Das allein wäre aber gar nicht so wahnsinnig schlimm, wesentlich fataler sind die Mängel in punkto Handhabung und Präsentation, den viel zu niedrigen Schwierigkeitsgrad erwähnte ich ja bereits. Schnell merken wir nämlich, dass irgendetwas mit der Kollisionsabfrage nicht zu stimmen scheint, von einer erschreckend ungenauen Seite präsentiert sich diese. Irgendwie ist es nicht ganz nachvollziehbar, was sich des Öfteren auf dem Bildschirm tut und ironischerweise dann aber auch fast schon egal, da wir im Regelfall ohnehin erfolgreich aus der Mission hervorgehen werden. Dass es zuweilen arg hektisch wird und die Steuerung somit nicht nur im Hinblick auf Präzision zu wünschen übrig lässt, verstärkt den negativen Eindruck. Immerhin dürfen wir uns auf dieser X-Box-Version zu viert gegenseitig die Rübe wegdonnern, was einen Hoffnungsschimmer, einen Silberstreif am Horizont oder genauer gesagt einer der wenigen Gründe dafür ist, dieses Game in nicht grauenhaft niedrige Spielspaßregionen absumpfen zu lassen. Allerdings entpuppt sich die erhoffte Online-Unterstützung als Ernüchterung pur: null Gefechte, kein Highscore-Ranking, praktisch gar nichts, das ist wiederum mächtiger Mist.
Entschädigt uns die Präsentation zumindest ein bisschen für den mangelhaften Spielverlauf bzw. die mauen Inhalte? Nein, das tut sie leider nicht. Trotz 60-Hz-Modus sind wir über die detailarme Texturierung der Spielumgebung erschrocken, das Leveldesign ist eintönig, die Figuren wenig beeindruckend gezeichnet und Spezialeffekte, die etwas hermachen könnten, suchen wir vergeblich. Es ist mager was uns hier geboten wird, da ändern (natürlich) auch die deutschen Texte nichts, an die (ausgerechnet bei so einem Spiel) gedacht wurde. Dass das 16:9-Breitbildformat nicht berücksichtigt wurde, ist da fast schon belanglos, so oder so wirkt das gesamte Ambiente sehr trist, um nicht zu sagen leblos. Dass die Grafik dann auch noch ab und an ruckelt, ist angesichts der schlappen Texturen und lieblosen Modellierung der Figuren der blanke Hohn. Witzig allerdings: einzelne Körperteile können abgeschossen werden, woraufhin das Opfer oftmals weiter vor sich hintaumelt, bevor es (vielleicht) endgültig verendet. Zudem sind die Löcher in den Plastikkörpern von Freund und Feind unübersehbar, was kurzzeitig spaßig aussieht. Die Soundkulisse - sowohl Hintergrundmelodien als auch krachender Waffenlärm - ist grundsätzlich gar nicht einmal so verkehrt, leider aber ab und an derart dominant, dass der Inhalt der geführten Gespräche akustisch kaum oder einfach nicht zu verstehen ist. Ansonsten ist die (immerhin) deutsche Sprachausgabe ganz passabel, reißt aber jetzt auch keine Bäume aus. Kurzum: ich erwarte mehr von der Präsentation eines X-Box-Titels, das hier Gebotene ist mir eindeutig zu wenig.
Warum sollte man sich heute wie damals "Army Men - Sarge's War" für die X-Box eigentlich zulegen? Ich weiß es nicht bzw. fällt mir kein triftiger Grund ein. Keine Ahnung, wie man davon ausgehen konnte, eine größere Schar an Interessenten für dieses Game gewinnen zu können. Noch nicht einmal Fans der Plastikwelt dürften über die lieblos dahingeklatschte Version zu motivieren sein. Okay, die Möglichkeiten, einzelne Körperteile beim Feind abzuschießen, ist anfangs wirklich ganz spaßig und auch selber durchlöchert durch die Gegend zu eiern, sieht phasenweise ganz witzig aus, aber dann? Der Abnutzungseffekt ist schnell vorhanden, eine Langlebigkeit dieses X-Box-Titels für mich einfach nicht ersichtlich. Sterile Umgebung durch eine fade und zudem rucklige Optik, ein viel zu seichter Schwierigkeitsgrad, eine ziemlich schwache Steuerung und die mangelhafte Online-Anbindung sorgen dafür, dass letztlich nicht viel übrig bleibt, wofür man sich bei diesem Actionspiel noch erwärmen könnte. Einige gravierende Mängel und dies auch noch in elementaren Bereichen, das kann einfach nicht gut gehen. Nein, beim besten Willen nicht, wir haben es zwar nicht mit einem Mega-Flop zu tun, aber beängstigend nahe dran sind wir im vorliegenden Fall dennoch. Spielspaßwertung: 44%.
PLUS --> Ballert den CPU-Plastikkameraden die einzelnen Körperteile weg, lauft sichtbar durchlöchert durch die Gegend
MINUS --> Schwache Grafik, steriles Ambiente, fehlerhafte Steuerung, kein Online-Spaß, sehr leicht zu meistern