Arthrose

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Viele kennen das Wort, Arthrose, (Medizinischer Name: Arthrosis deformans) aber wirklich Ahnung was das überhaupt ist, haben die wenigsten. Menschen die (noch) nicht davon betroffen sind, machen sich kein Bild davon wie sich jemand fühlt, der durch diese chronische, mit Dauerschmerz behaftete ... Bericht lesen





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Arthrose - Der Schmerz der Dir bleibt
Erfahrungsbericht von Mr.Crash über Arthrose
09.09.2005


Produktbewertung des Autors:   


Pro: keines Erkennbar
Kontra: Tagtägliche Schmerzen, Bewegungsunfahigkeit

Empfehlenswert? nein 

Kompletter Erfahrungsbericht

Viele kennen das Wort, Arthrose, (Medizinischer Name: Arthrosis deformans) aber wirklich Ahnung was das überhaupt ist, haben die wenigsten. Menschen die (noch) nicht davon betroffen sind, machen sich kein Bild davon wie sich jemand fühlt, der durch diese chronische, mit Dauerschmerz behaftete Erkrankung fast bis an den Rand des Wahnsinns getrieben werden kann.
Die Einnahme einer tagtäglichen Schmerztablette ist nur die Spitze des Eisberges.
Doch für ALLE nichtwissenden erst einmal die Erklärung über diese Pein die alle und jeden treffen kann.
Vielleicht kann ich mit diesem Bericht diejenigen unter Euch davor bewahren dieselben Fehler zu machen wie ich und einigen diese Dauerschmerzen ersparen!
In diesem Bericht, erzähle ich, wie es bei mir angefangen hat, wie ich die Signale, die mir mein Körper gegeben hat, falsch gedeutet habe.
Angefangen hat es vor rund 15 Jahren, seit etwa 8 Jahren leide ich an starker fortgeschrittener an Arthrose in beiden Knien.
Schmerzen von Früh bis Spät....besonders die Wetterfühligkeit hat enorm zugenommen und ich spüre sprichwörtlich den Wetterumschwung in den Knochen.

Zuerst einmal die Grundsätzlichen Angaben zur Arthose

~~ Was ist denn Arthrose überhaupt? ~~

Mit Arthrose wird die Abnutzung der Gelenke bezeichnet, die jede Knochen-, bzw. Knorpelverbindung im Menschlichen Körper treffen kann. Arthrose tritt jedoch am häufigsten an der Wirbelsäule, Knie-, Hüft--, Hand-, Fußgelenken auf. Eine Heilung dieser Erkrankung ist aus heutiger Sicht nicht möglich. Man kann lediglich die auftretenden Beschwerden lindern und das weitere Fortschreiten des Knorpelabbaus entgegen wirken und verlangsamen.
Man nennt Arthose auch eine nicht-entzündliche Gelenkerkrankung, ganz im Gegensatz zu dem bekannten Rheuma.
Das Schmerzhafte an Arthrose sind die Begleiterscheinungen, wie z.B. Entzündungen der aneinanderreibenden Knochenteile.
Ich wirklich schweren Fällen, kann das beschädigte und zerstörte Gelenk mit einem implantiertem Gelenkersatz Operativ ersetzt werden.
Im Laufe des Lebens, wird sicherlich jeder einmal, mehr oder weniger, mit Arthrose konfrontiert werden und es wird auch jeder einmal Betroffener sein. Bei den über 50 jährigen sind bereits 80 % betroffen.
Die Übergewichtigen und Frauen sind mitunter die am meisten betroffenen Mitmenschen.
Da ich keine Frau bin, wie mein Name schon aussagt, gehöre ich wohl zur Gruppe der Übergewichtigen.
Weit gefehlt, es gibt noch eine Gruppe die anfällig für Arthrose ist.
Das ist die der nicht-sporttreibenden, die, die sich nicht bewegen um einen Ausgleich zu schaffen.

~~ Wie beginnt, oder entsteht Arthrose überhaupt? ~~

Neben einer erblich bedingten Veranlagung, etwa bei der Fingergelenk-Arthrose, fördert vor allem die langjährige Überlastung der Gelenke durch Übergewicht oder harte körperliche Arbeit die Krankheit.
Angeboren Fehlstellungen der Beine wie X-Beine können zu einer Einseitigen starken Abnutzung des Gelenks führen.
Auch nicht ausreichende Bewegung des Gelenkes führt zu Arthrose, da die Knorpel nicht ausreichend mit Mineralien und Nährstoffen versorgt werden.

~~ Woran erkenne ich eine beginnende Arthrose? ~~

Es beginnt ganz langsam und unscheinbar, ja ich möchte sagen, fast völlig harmlos.....
Die ersten Anzeichen sind die, das man beim Aufstehen aus einer knienden Position ein leichtes Ziehen im Knie verspürt, was man jedoch als Verspannung der Muskulatur abwiegelt.
Der erste Schmerz vergeht nach wenigen Minuten wieder und man glaubt wirklich es war nur eine Verspannung oder ein kurzes Verdrehen des Gelenkes.
Man bekommt ein leichtes Spannungsgefühl in den Gelenken und stellt dann verstärkt auch eine gewisse Art von "Steifigkeit" im betroffenen Gelenk fest.
Dann wird der Schmerz irgendwann ein bisschen stärker, beim nächsten hinknien zum Beispiel. Dabei hält er auch viel länger an und geht dann meist erst nach einigen Stunden wieder weg.
Nach längeren Ruhepausen kann es äußerst mühsam sein, "wieder in Schwung zu kommen".
Dies ist der sog. Anlaufschmerz.
Auch dieser wird dann immer stärker und dauert länger an.
Festellen lässt sich auch eine Erwärmung, bzw. eine Rötung des Gelenkumfeldes, das kommt von der Entzündung die das abgerieben Knorpel-, und Knochenmaterial hervorruft.
Der Mediziner nennt das Detritussynovitis.
Dieser Zeitraum ist nicht in 1 - 2 Wochen, bei mir hat es 8 - 9 Jahre gedauert, bis die Schmerzen länger anhielten und stärker wurden, dann war es jedoch schon zu spät.
Der Knorpel war völlig hinüber.

~~ Wie wird Arthrose behandelt? Wie kann ich der Zerstörung entgegenwirken? ~~

Entscheidend ist, dass die Gelenke entlastet werden, für Übergewichtige bedeutet dies unbedingt eine Reduktion des Körpergewichts.
Wichtig ist eine Therapeutische Maßnahme, um die Beweglichkeit des Gelenkes zu verbessern. Die Bewegung der Gelenke ohne Belastung führt zu einer Verbesserung der Ernährung des Knorpels, dies kann ein Fortschreiten der Arthrose verlangsamen. Schwimmen oder das Fahrrad fahren mit sehr leichten Gängen sind dafür gute Alternativen. Krankengymnastik und physikalische Therapie (z.B. Massagen, Wärme- Kältebehandlung) verbessern die Muskulatur und stützen dadurch die Gelenke.
Weitere Möglichkeiten der Entlastung sind orthopädische Hilfen wie Handstock, Pufferabsätze, Innenranderhöhungen der Schuhe und so weiter.
Um die Schmerzen zu lindern, wird meistens Diclovenac als Schmerzmittel verschrieben.
Leider haben diese Mittel die Eigenschaft auf den Magen zu gehen und nach längerem Einnehmen können chronische Magenprobleme anstehen. (Ein Teufelskreis)
Ich nehme zur Zeit als Schmerzmittel "Arthotek", das etwas Magenfreundlicher sein soll.
In schweren Fällen wird das stark entzündungshemmende Kortison direkt in die Gelenke gespritzt (intraartikuläre Injektion).
Auch das Spritzen von Hyaluronsäure wirkt als Gelenkschmiere und bringt den Patienten einige Zeit Erleichterung. Leider hat bei mir diese Behandlung keinerlei Erfolg gezeigt.
Dafür das es mich 300 Euro (damals ca. 600 DM) gekostet hat, den die Krankenkasse übernimmt diese Kosten nicht, war es schlichtweg sinnlos.
Eine Gelenksoperation und damit der Einbau eines künstlichen Gelenkes kommt erst in einem höheren Alter in Frage.
Mit meinen 47 Lenzen hab ich keine Chance auf einen Operation.
Das liegt daran, das die eingesetzten Metallteile nicht ewig halten, und irgendwann nicht mehr funktionieren. Eine 2. OP ist möglich, dann wird das Gelenk durch ein größeres ersetzt, da es sich sonst im geweiteten Knochen nicht mehr verankern lässt.
Künstliche Gelenke halten in der Regel etwa 20 Jahre.
Alle Ärzte, die ich gefragt habe, haben mich auf das Alter 65 - 70 Jahre verwiesen, bis dahin muss ich wohl warten um von meinen Schmerzen befreit zu werden.
Inzwischen macht die Biotechnologie große Fortschritte, vor allem im Bereich der künstlichen Gewebeanzucht (tissue engineering). Dabei kann aus Patienten-eigenen Zellen neues Knorpelgewebe gezüchtet und implantiert werden, bevor der Knochen angegriffen und geschädigt wird. Besonders am Kniegelenk könnte das in Zukunft eine gute Therapieoption sein.
Leider hilft diese Art von Behandlung nur, wenn der Knorpel noch nicht gänzlich abgerieben ist, sondern erst leicht beschädigt ist, also in den Anfangsstadien kann man hierauf zurückgreifen.
Auch ist diese Behandlungsmethode noch nicht in einer Langzeitstudie erfasst, und eine fundierte Aussage ist noch nicht vorhanden, das es auch wirklich hilft. Daher werden auch diese Kosten (noch) nicht von der Kasse übernommen.

~~ Wie kann man Arthrose vorbeugen? ~~

Mit viel Bewegung, ohne große Belastung.
Mit Schwimmen, Radfahren in leichten Gängen (ohne starken Anstieg), lockere Gymnastik, Therapeutische Bewegungen, etc.
Frühzeitiges Erkennen der Schmerzsymptome und das aufsuchen eines Arztes, der dann die nötigen Untersuchungen vornimmt (Röntgen, Kernspinn usw.)

Mein Rat an EUCH:

Sobald ihr Anzeichen bemerkt, die ich im vorigen Abschnitt beschrieben habe, geht zum Arzt und lasst Eure Gelenke durch eine Röntgenuntersuchung überprüfen.
Ich frühen Anfangsstadien kann man noch rechtzeitig dieser sehr schmerzhaften Erkrankung entgegen wirken.
Und mit verschiedenen Mittelchen, kann man unter Umständen eine Verschlechterung abwehren.
Wichtig ist: Die Bewegungen der Gelenke und das ohne großes Gegengewicht, alleine die Bewegung ist das Vorbeugende.
Auch die verschiedenen Präparate, die mit viel Werbung auf sich aufmerksam machen, bringen auch nach Wochen-, und Monate langer Einnahme nicht den versprochenen Erfolg.
Also lasst die Finder davon, es bringt nichts, ob es Vitamin E oder Kieselerde, Teufelskralle, oder ein anderes vielversprechendes Mittelchen handelt ..... nichts hat annähernd geholfen.
Achtet darauf, das Ihr das schmerzende Gelenk nicht dadurch entlastet, indem Ihr das andere gesunde Gelenk überdurchschnittlich Belastet, denn dann wird dieses auch beschädigt.

FAZIT:

Eine einmal bestehende Arthrose mit Schäden und Verformungen an der Knochensubstanz kann bisher nicht rückgängig gemacht werden.(Weg ist Weg)
Alle therapeutischen Bemühungen richten sich darauf, ein schnelleres Fortschreiten zu verhindern oder die Symptome zu lindern. Insofern ist die Prognose insgesamt eher ungünstig. Das sollte aber kein Anlass sein, die therapeutischen Möglichkeiten nicht auszuschöpfen.
ACHTET AUF EURE KNOCHEN!!!

© Mr.Crash 2005
   
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