Erfahrungsbericht über

Asche zu Asche / Elizabeth George

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Viel Asche um nichts

2  04.09.2001

Pro:
Schreibstil

Kontra:
zu umfangreiche Nebenhandlung

Empfehlenswert: Nein 

Details:

Niveau

Unterhaltungswert

Spannung

Wie ergreifend ist die Story?

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Mandypsilon

Über sich:

Mitglied seit:01.01.1970

Erfahrungsberichte:184

Dieser Erfahrungsbericht wurde von 24 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Ich habe mich mal wieder getraut ein Buch von Elizabeth George zu lesen. An ihren vorherigen Büchern gefiel mir nie die ausufernde Nebenhandlung um Inspector Lynley und Sergeant Havers. In diesem Roman störte sich mich nicht, denn sie viel recht kurz aus und riß mich nicht aus dem fragwürdigem Lesevergnügen. Wer Lynley und Havers nicht kennt, kann es gerne in meinen früheren Meinungen nachlesen oder bei anderen.

Nun erstmal zum eigentlichen Inhalt.
Ein berühmter Cricketspieler wird tot in dem Haus seiner Geliebten aufgefunden. In einem Sessel wird ein abgebrandte Zigarette gefunden, die zu massive Rauchentwicklung geführt hat, woran Kenneth Fleming gestorben ist. Schnell stellt sich heraus, das es sich um Brandstiftung handelt.

Aber wer könnte ein Interesse an seinem Tod haben. Seine Geliebte, die er verlassen wollte, oder seine Frau von der er sich scheiden lassen will, sein Sohn vielleicht, weil Ken immer wieder Versprechen gebrochen hat? Es wußte eigentlich nur sein Sohn, dass er dort anzutreffen war. Galt der Brandanschlag vielleicht seiner Geliebten? Inspector Lynley und Havers werden zu dem Fall hinzugezogen und tappen lange im Dunkeln. Bis der Sohn ein Geständnis ablegt... aber das ist noch lange nicht das Ende.

Hört sich eigentlich recht interessant an. Doch leider verstrickt sich E. G. in einer aufwendigen Nebenhandlung. Da wären noch Miriam Whitelaw, bei der wohnte Ken, und ihre Tochter Olivia. Gleich zum Beginn des Romans, bevor noch die Leiche gefunden wird, lernt man Olivia kennen. Sie beginnt eine Lebensbeichte (anders kann ich es nicht nennen) in der sie schreibt, dass sie Ken schon sein 11 Jahren kennt. Ihre Mutter hat immer viel von ihm erzählt.

Dann wird erst der Tote gefunden und die fast ersten 100 Seiten sind dann Ermittlungen und das Leben von Havers und Lynley. Dann wieder Olivias Lebensbeichte. Seite um Seite las ich dann, wie ihr Leben ablief, wie sie sich mit ihren Eltern zerstritten hat und wie sie bei ihrem Bekannten Chris gelandet ist und was die beiden zusammen machen.

Fast die Hälfte des Buches besteht aus dieser Lebensbeichte und zwischendurch wird dann mal ermittelt, so kam es mir jedenfalls vor. Erst auf den letzten 100 Seiten machte diese Lebensbeichte dann endlich Sinn. Aber da hatte ich dann schon die Lust an dem Buch verloren und nur noch gelesen um das Buch zum Ende zu bringen.

Ich hab nichts gegen Lebensberichte, lese ich auch ganz gerne, aber nicht in einem Krimi oder Thriller. Ich wollte wissen, wer der Mörder nun ist und warum Ken sterben mußte. Erst im nach hinein macht diese Beichte Sinn, aber nach meinem Geschmack hätte sie wesentlich kürzer ausfallen können. Dadurch wurde die Handlung unnötig aufgebläht und hat mit dem Mord auch nicht direkt etwas zu tun. Wenn das nicht gewesen wäre, hätte mir das Buch garantiert besser gefallen, so aber nicht.

Wer dennoch das Buch lesen möchte, sind hier noch die Angaben:
Taschenbuch - 756 Seiten - Goldmann, Mchn.
Erscheinungsdatum: 2000
ISBN: 3442448298
Preis: DM 15,00 EUR 7,67


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
Mandypsilon

Mandypsilon

05.09.2001 20:03

ich lese schon das nächste von ihr ;-)

Boese7

Boese7

05.09.2001 17:06

Du hast definitiv eine masochistische Ader :-)

Sina-Jadzia

Sina-Jadzia

04.09.2001 18:20

Nach anfänglich guten Büchern hat die gute Elisabeth doch ziemlich stark nachgelassen. Ich verkneife mir seit längerem sie zu lesen. Und wie mir scheint mit Recht.

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