Aschenblüte / Immaculée Ilibagiza

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... Es heißt » Aschenblüte. Ich wurde gerettet, damit ich erzählen kann von Immaculée Ilibagiza. « ● Eckdaten zum Buch: ● Taschenbuch mit 288 Seiten Verlag Ullstein Erscheinungsjahr 2008 ISBN-10: 3548369812 ISBN-13: 978-3548369815 Buchgröße ... Bericht lesen





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DeutschMit Steve Erwin; Übers. v. Maria
ZybakImmaculée Ilibagiza überlebte wie durch ein
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Familie zu verzeihen und ein neues Leben zu
beginnen. Hier erzählt sie ihre erschütternde
Geschichte.
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Aschenblüte: Ich wurde gerettet, damit ich erzählen kann - Immaculée Ilibagiza
Um das Grauen zu verstehen, das bei dem Überlebensbericht dieser jungen Frau dem Leser ins ... mehr
Herz kriecht, sollte man der
Kolonisationsgeschichte Ruandas und der
Hamitentheorie in die Wurzeln leuchten. Diese
spätestens seit den Nazis unsägliche Rassenlehre
aus dem 19. Jahrhundert (abgeleitet vom biblischen
Ham, dem jüngsten Sohn Noahs, der Hams
schwärzhäutige Söhne verfluchte), unterteilte
Schwarzafrikaner in überlegene hamitische und
kulturell mindere negroide Stämme. Hatten Tutsi,
Hutu und das pygmäische Bergvolk Twa im Königreich
von Ruanda jahrhundertelang friedlich koexistiert,
so fanden sie sich nun dank der Kolonialmächte
Deutschland und Belgien in rassenideologische
Rangordnungen eingeteit. Nahm hier die Katastrophe
ihren Anfang?   Von diesen historisch dunklen
Vorzeichen hatte Immaculée Ilibagiza, aufgewachsen
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Tutsi-Eltern, ein bibeltreues Lehrerehepaar, einst
zur hellhäutigen Elite des Landes gezählt hatten,
noch von den immer wieder aufflackernden blutigen
Aufständen der Hutu-Mehrheit gegen die
Tutsi-Herrschaft. Die Studentin Immaculée war
gerade achtzehn, als 1990 die Ruandische
Patriotische Front, vertriebene Tutsi-Exilanten in
den Norden Ruandas eindrangen, um die Rückkehr
ihrer Landsleute zu erzwingen. Von nun an waren
Immaculée, ihre Eltern und Brüder Opfer ständiger
Verfolgung und Gängelung. Eine gnadenlose
Hutu-Propagandamaschinerie rief zur Eliminierung
der Tutsi-Kakerlaken auf. Bis zur endgültigen
Katastrophe sollte es noch vier Jahre dauern.  Als
am 6. April 1994 das Flugzeug mit dem
Staatspräsidenten Habyarimana beim Landeanflug auf
Kigali abgeschossen wird, brechen alle Dämme.
Einer der schrecklichsten Völkermorde der
Menschheitsgeschichte nimmt seinen Verlauf -- und
die Menschheit sieht weg! Innerhalb dreier Monate
fallen ca. eine Million Menschen dem Genozid zum
Opfer. Das nun Folgende ist Immaculées ganz
persönliches und erschütterndes Lehrstück in
Sachen menschlicher Verkommenheit.
Zusammengepfercht mit sieben Frauen überlebt sie
im winzigen und gut getarnten Badezimmer eines
befreundeten Hutu-Pastors. Diese 91 Tage des
Hungers und der Angst vor den Killern, ehemaligen
Nachbarn und Freunden, die das Haus wie Wölfe
umlagern, erklären jede Kriegsberichterstattung
für unzulänglich. Immaculée hat ihre Familie
verloren -- und Gott an ihrer Seite gewonnen. Ihr
Bericht über die innere Mechanik des Krieges wird
Geschichte machen! -Ravi Unger
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Aschenblüte: Ich wurde gerettet, damit ich erzählen kann - Immaculée Ilibagiza
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Erfahrungsbericht von minasteini über Aschenblüte / Immaculée Ilibagiza
20.01.2009


Produktbewertung des Autors:   

Niveau durchschnittlich 
Unterhaltungswert hoch 
Spannung  
Wie ergreifend ist die Story? sehr ergreifend 

Pro: sehr spannend, informativ
Kontra: teilweise sehr grausam geschrieben

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Hallo liebe Leser!

Heute möchte ich euch wieder ein Buch aus meinem Bücherregal vorstellen, was ich vor längerer Zeit gelesen habe.
Ich wollte schon immer ein wenig mehr über den Krieg in Ruanda wissen. Einiges weiß man ja, aber was denken überlebende Betroffene über den Völkermord. Aus diesem Grund suchte
ich im Buchladen mal nach Bücher über dieses Thema und wurde auch fündig.
Ich gab dann meinen Wunsch weiter an meine Familie. Mein Mann schenkte mir dann das
Buch zum Geburtstag.
Dieses Buch möchte ich euch vorstellen. Es heißt

» Aschenblüte. Ich wurde gerettet, damit ich erzählen kann von Immaculée Ilibagiza. «

● Eckdaten zum Buch: ●

Taschenbuch mit 288 Seiten
Verlag Ullstein
Erscheinungsjahr 2008
ISBN-10: 3548369812
ISBN-13: 978-3548369815
Buchgröße 18,8 x 12 x 2,2 cm
beinhaltet Fotos
www.ullstein-verlag.de

● Buchautoren: ●

Immaculée Ilibagiza, Steve Erwin und Maria Zybak

● Autoren-Porträt von Immaculée Ilibagiza: ●

Immaculée Ilibagiza, geb. 1972 in Ruanda, studierte Elektrotechnik, als 1994 der Bürgerkrieg zwischen den Hutu
und den Tutsi ausbrach, bei dem ein Großteil ihrer Familie ums Leben kam. 1998 wanderte sie in die USA aus und
arbeitet heute bei der UNO in New York im Rahmen der Entwicklungshilfe für Ruanda. Die Mutter von drei Kindern
ist Gründerin der Left to Tell Foundation, die wohltätige Projekte in ganz Afrika unterstützt.

● Daten zum Völkermord in Ruanda: ●

Als Völkermord in Ruanda werden umfangreiche Gewalttaten in Ruanda bezeichnet, die am 6. April 1994 begannen und bis Mitte Juli 1994 andauerten. Sie kosteten zirka 800.000 bis 1.000.000 Menschen das Leben, die niedrigsten Schätzungen gehen von mindestens 500.000 Toten aus. In annähernd 100 Tagen töteten Angehörige der Hutu-Mehrheit etwa 75 Prozent der in Ruanda lebenden Tutsi-Minderheit sowie moderate Hutu, die sich am Völkermord nicht beteiligten oder sich aktiv dagegen einsetzten.

● Inhalt des Buches: ●

Als am 6. April 1994 das Flugzeug mit dem Staatspräsidenten Habyarimana beim Landeanflug auf Kigali abgeschossen
wird, brechen alle Dämme. Einer der schrecklichsten Völkermorde der Menschheitsgeschichte nimmt seinen Verlauf und die Menschheit sieht weg! Innerhalb dreier Monate fallen ca. eine Million Menschen dem Genozid zum Opfer.
Zusammengepfercht mit sieben Frauen überlebt sie im winzigen und gut getarnten Badezimmer eines befreundeten Hutu-Pastors. Diese 91 Tage des Hungers und der Angst vor den Killern, ehemaligen Nachbarn und Freunden, die das Haus wie Wölfe umlagern, erklären jede Kriegsberichterstattung für unzulänglich. Immaculée hat ihre Familie verloren.
Dies ist die Geschichte einer jungen Frau, die den Völkermord in Ruanda überlebt, indem sie zusammen mit sieben anderen Frauen drei Monate lang in einem winzigen Badezimmer ausharrt. Ihre Familie wird zusammen mit hunderttausend anderen Tutsis von ehemaligen Freunden und Nachbarn auf grauenvolle Art umgebracht. In diesem Buch geht es aber nicht in erster Linie um die Gräueltaten und Kriegsverbrechen.
Immaculee hält an ihrem tiefen Glauben fest und erfährt nicht nur, dass Gott sie beschützt und mehrmals vor dem Tod rettet, sondern auch, dass seine Liebe stärker ist als Hass und es ihr ermöglicht, das Unfassbare zu tun, den Mördern ihrer Familie zu vergeben.

● Leseprobe: ●

"Ich heiße Immaculée.
Ich hörte sie meinen Namen brüllen.
Sie waren auf der anderen Seite der Wand, gerade mal zwei Zentimeter Holz und Tünche trennten uns.
»Sie ist hier! Wir wissen, dass sie hier irgendwo ist! Findet sie! Sucht Immaculée!«
Es waren viele Stimmen, viele Killer. Ich sah sie in Gedanken vor mir: meine früheren Freunde und Nachbarn,
die mir immer nett und freundlich begegnet waren jetzt liefen sie mit Speeren und Macheten bewaffnet durchs
Haus und suchten nach mir ...
»Ich habe 399 Kakerlaken getötet«, sagte einer von ihnen. »Mit Immaculée sind es 400. Eine runde Zahl.«
Ich kauerte in der Ecke des kleinen Toilettenraums, ohne einen Muskel zu bewegen. Wie die sieben anderen
Frauen, die hier mit mir um ihr Leben bangten, hielt ich die Luft an, damit die Killer mich nicht atmen hörten.
Ihre Stimmen krallten sich in mich, sie klangen kalt, hart und entschlossen. Ich fühlte mich, als würde ich auf
einem Bett aus glühenden Kohlen liegen, als wäre ich angezündet worden. Schmerzen liefen in Wellen durch
meinen Körper, tausend unsichtbare Nadeln rissen mir die Haut auf. Ich hätte nie gedacht, dass Angst solche
furchtbaren physischen Qualen verursachen kann.
Ich versuchte zu schlucken, aber meine Kehle war wie zugeschnürt. Ich hatte keinen Speichel, mein Mund war
trockener als Sand. Ich schloss die Augen und wünschte mir, unsichtbar zu sein. Ihre Stimmen wurden lauter.
Ich wusste, sie würden keine Gnade kennen, und ich konnte nur noch eines denken: Wenn sie mich finden, töten
sie mich. Wenn sie mich finden, töten sie mich. Wenn sie mich finden, töten sie mich ...
Die Killer standen direkt vor der Tür, und ich wusste, dass sie mich jeden Moment entdecken würden. Wie es sich
wohl anfühlte, wenn die Machete ins Fleisch drang, bis auf die Knochen? Ich dachte an meine Brüder und an meine
geliebten Eltern und überlegte, ob sie wohl schon tot waren oder noch am Leben und ob wir bald im Himmel vereint
sein würden.
Ich faltete die Hände um den Rosenkranz meines Vaters und begann stumm zu beten: Lieber Gott, bitte hilf mir.
Lass mich nicht auf diese Weise sterben, nicht so. Lass nicht zu, dass sie mich finden. Du sagst uns in der Bibel,
dass uns gegeben wird, wenn wir bitten ... Also, lieber Gott, ich bitte dich. Bitte mach, dass sie fortgehen.
Bitte lass mich nicht in diesem Toilettenraum sterben. Bitte, Gott, bitte, bitte, bitte - rette mich! Rette mich!
Die Killer verschwanden und wir in unserem Versteck wagten wieder zu atmen. Sie waren fort, aber sie würden
wieder kommen.
Ich bin überzeugt, dass Gott mich hat überleben lassen, aber ich begriff in diesen einundneunzig Tagen, die ich
zitternd vor Angst mit sieben anderen Mädchen und Frauen in einem schrankgroßen Toilettenraum verbrachte, dass »überleben« etwas ganz anderes ist als »gerettet werden« - und diese Erkenntnis hat mich grundlegend verändert.
Mitten im Massenmord lernte ich diejenigen zu lieben, die mich hassten und jagten - und denen zu vergeben, die
meine Familie abschlachteten.
Ich heiße Immaculée Ilibagiza. Dies ist die Geschichte, wie ich während eines der blutigsten Völkermorde in der
Geschichte der Menschheit Gott entdeckte."

● Meine Meinung zum Buch: ●

Kann man dieses Grauen verstehen? Wohl kaum. Ein Krieg zwischen den Tutsi und den Hutus, genauer ein Völkermord. Hier metzelten sich Nachbarn, Freunde und zum Teil auch Ehepartner ab.
Anders kann man das nicht sagen.
Dieses Buch hat mir beim lesen schlaflose Nächte bereitet. Es hat mich völlig erschüttert. Immaculée Ilibagiza verliert fast ihre ganze Familie bei diesem Völkermord. Mit der Kraft zu Gott, an dem sie glaubt, schafft sie es die Mörder ihrer Familie nicht zu hassen. Nein, sie schafft es sogar diesen Mördern gegenüber zustehen und was ich noch beeindruckender finde, ihnen zu verzeihen. Sie geht auf sie zu und verzeiht.
Unglaublich. Sie besucht sogar die Mörder im Gefängnis, um sie kennenzulernen und zu verzeihen.
Die Autorin schaffte es, ihre Geschichte so realistisch zu erzählen, dass der Leser glaubt, es sei seine eigene.
Die emotionale Schreibweise berührt so sehr, dass man gar nicht mehr das Buch weglegen kann und bis zur letzten Seite wie gebannt liest.
Ich habe zwar schon viele ähnliche Bücher gelesen, doch dieses ist einzigartig und ganz besonders informativ. Auch wenn ihr Schreibstil nicht besonders anspruchsvoll oder schwer zu verstehen ist, baut sich eine große Spannung auf, die nie nachlässt, ja sogar im Verlaufe des Buches zu nimmt. Man ist mitgerissen, schockiert, kann die Protagonistin nicht verstehen und gleichzeitig leidet man mit ihr. Ein erschütterndes Buch , das einen nicht loslässt!

● Fazit: ●

Ein Buch, das wie ich finde, jeder gelesen haben sollte. Es zeigt uns, wie unberechenbar der Mensch ist und wie stark ihn die Hoffnung machen kann.
Man erfährt in diesem Buch viele Hintergrundinformationen zu diesem Völkermord und zur Politik des Landes.

Ich empfehle dieses Buch weiter und vergebe ihm 5 Sterne.

Vielen Dank für die Lesungen.   



Aschenblüte / Immaculée Ilibagiza

Haupteigenschaften

Autor: Immaculée Ilibagiza

Autor Nachname: Ilibagiza

Autor Vorname: Immaculée

Autor Name invertiert: Ilibagiza, Immaculée

Titel: Aschenblüte

Thematik: Frauenroman

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