Aspecta Hausratversicherung

Aspecta Hausratversicherung

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Bei meiner Suche nach interessanten Produkten, bin ich auf die Aspecta gestoßen. Die Aspecta ist eine Tochtergesellschaft von Talanx (besser bekannt unter HDI) und eigentlich nur für ihre Fondspolicen bekannt. Die Aspecta hat meines Wissens keine Ausschließlichkeitsvermittler, sondern verkauft ... Bericht lesen





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Es lebe die Einfachheit
Erfahrungsbericht von Timo1976 über Aspecta Hausratversicherung
19.03.2006


Produktbewertung des Autors:   


Pro: einfach, einfach, einfach
Kontra: nicht immer die günstigste Variante

Empfehlenswert? ja 

Kompletter Erfahrungsbericht

Bei meiner Suche nach interessanten Produkten, bin ich auf die Aspecta gestoßen. Die Aspecta ist eine Tochtergesellschaft von Talanx (besser bekannt unter HDI) und eigentlich nur für ihre Fondspolicen bekannt. Die Aspecta hat meines Wissens keine Ausschließlichkeitsvermittler, sondern verkauft ihre Produkte über Makler bzw. Finanzvertriebe. Der Aspecta haftet das Image an, zwar leistungsstark, aber auch nicht die günstigste zu sein. In wie weit das jetzt für die Hausratversicherung gilt, kann jeder selbst beurteilen. Auch in diesem Bericht möchte ich ausdrücklich erwähnen, dass ich weder bei der Aspecta, noch beim Mutterkonzern angestellt bin und auch von niemanden beauftragt wurde, einen solchen Artikel zu schreiben. Mir liegen sowohl Antrag, als auch Bedingungen und Werbeprospekt vor. Diese habe ich mir zuschicken lassen, damit ich weiß, worüber ich schreibe…

Was ist eine Hausratversicherung?

Die Hausratversicherung versichert - wie der Name schon verrät - den Hausrat, also alles, was im Haus (Wohnung) ist und zwar gegen die Gefahren: Feuer, Leitungswasser, Sturm, Blitzschlag, Hagel, sowie Einbruch/Diebstahl. D.h. werden z. B. Möbel durch einen Brand oder durch austretendes Wasser nach einem Rohrbruch beschädigt, ersetzt diese Police den Schaden. Nicht zu verwechseln ist die Hausrat- mit der Wohngebäudeversicherung. Man muss keine solche Police haben, allerdings ist sie je nach Wert der Einrichtung empfehlenswert. Versichert sind i.d.R. auch sog. "Überspannungsschäden" - und das sind auch die häufigsten Schäden. Ein Überspannungsschaden entsteht z. B. dadurch, wenn irgendwo in der Nachbarschaft ein Blitz einschlägt. Wenn man dann seine Elektrogeräte an der Steckdose hat, kann es passieren, dass diese durch Überspannung zerstört werden. Besonders betroffen sind Computer, Fernseher und Telefonanlagen.

Was kostet eine solche Versicherung und wonach richtet sich der Beitrag?

Der Beitrag richtet sich nach der Versicherungssumme bzw. nach der Wohnungsgröße, nach dem Wohnort und nach evtl. besonderen Einschlüssen. Ein kleiner Trost bleibt: im Vergleich zu anderen Verträgen kann man eine Hausratversicherung noch relativ gut vergleichen, allerdings ist auch hier nicht nur der Preis ausschlaggebend, sondern die Vertragsbedingungen und die können deutlich abweichen.
Die Gesellschaften teilen die Wohngebiete in sog. "Tarifzonen". Je niedriger diese ist, desto günstiger ist der Beitrag. Üblich sind Zoneneinteilungen von I-III oder IV, manchmal auch bis V. Und hier gibt es auch schon den ersten Unterschied zur Aspecta. Bei der Aspecta ist es richtig einfach, denn da kostet jeder Quadratmeter Wohnfläche genau 1 Euro plus Versicherungssteuer (zur Zeit 15% bei Hausratversicherung, sonst 16 %). Allerdings gibt es auch bei dieser Prämie Ausnahmen, denn für folgende Städte kostet es 1 Euro Zuschlag, also 2 Euro je Quadratmeter:
Aachen, Berlin, Bottrop, Bremen, Bremerhaven, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Herne, Köln, Offenbach und Schwerin.

Damit man mal eine Größenordnung hat: der günstigste mir bekannte Anbieter verlangt in Tarifzone I 0,74 Euro je Quadratmeter. Insofern hat die Aspecta eine Mischkalkulation. Ob das auf Dauer gut geht, möchte ich jetzt nicht beurteilen. Auf jeden Fall ist die Pauschalberechnung einfach.

Die gängige Berechnung geht nach der Versicherungssumme. Je nach Gesellschaft rechnet man mit 600 - 700 Euro je Quadratmeter. Und diese Zahl dann multipliziert mit dem Beitrag (z.B. 1,20 Euro je 1000 Euro Versicherungssumme) ist der Beitrag. Die Versicherungssumme sollte mit dem Wert des Hausrates übereinstimmen. Allerdings kommen immer mal neue Sachen hinzu, alte werden abgegeben. Wer weiß schon, wie teuer seine Einrichtung ist? Ich glaube, das geht nur, wenn man sich alles ganz neu auf einmal anschafft…..da das die Versicherungsgesellschaften auch wissen, hat man eine "Pauschale" eingeführt. Das sind die genannten 600-700 Euro je qm. Soll heißen: gibt man diese Summe an, verzichtet die Gesellschaft auf die Überprüfung der Unterversicherung. Ist der Hausrat allerdings mehr wert, ist man trotzdem unterversichert, weil man nur bis zur Versicherungssumme entschädigt wird. Und ist der Hausrat weniger wert, ist man überversichert und zahlt zu viel….Da lobe ich mir die Version der Aspecta. Hier heißt es klipp und klar: gibt man die richtige Wohnfläche an (diese hat man ja normal durch den Mietvertrag bzw. den Bauplan), ist man automatisch richtig versichert - und zwar bis 200.000 Euro. Was allerdings auch bedeutet, dass Wohnungen, die größer als 150 qm angefragt werden müssen! Über 200 qm kann nicht mehr versichert werden.
Die Fahrraddiebstahlklausel (bis 1000 Euro) kostet 1 Euro je qm; Glasbruch 0,50 Euro je qm.

Was ist zusätzlich versichert?
Die Versicherungsbedingungen sind bei den meisten Gesellschaften gleich. Aber viele bieten noch Leistungen über die eigentlichen "Bedingungen".
Hier bietet die Aspecta folgende Einschlüsse:

Versicherte Sachen
- Wertsachen
- Beruflich genutzte Sachen und Musterkollektionen

Versicherte Kosten
- Aufräumungskosten und Dekontaminationskosten
- Transport-, Lager- und Umzugskosten
- Hotelkosten
- Versorgungskosten von Haustieren
- Bewachungskosten und Rückreisekosten

Versicherte Gefahren
- Feuer, Einbruchdiebstahl und Vandalismus
- Leitungswasser, Sturm und Hagel
- Elementarereignisse, Überschwemmung, Hochwasser und Implosion
- Innere Unruhen, Erpressung und Verderb von Kühlgut

Außenversicherung
- Diebstahl aus Wohnwagen, Schrebergarten und Kraftfahrzeugen
- Diebstahl von Gartengeräten, Spielgerüsten, Wäsche und Kinderwagen

Zusätzlich auf Wunsch und gegen Mehrbeitrag einschließbar sind
- Diebstahl von Fahrrädern
- Glasbruch einschließlich Kochfelder, Wintergärten etc
- Differenzdeckung bei bestehender Hausratversicherung

Diese Kosten werden natürlich nur dann ersetzt, wenn diese nach einem versicherten Schaden zu bezahlen sind….
Die weiteren Daten entnimmt man den Vertragsbedingungen.

Die Mindestrate beträgt 15 Euro plus Steuer (bei Lastschrift 8 Euro); die Zahlung ist jährlich, halbjährlich kosten 3% und vierteljährlich 5% Zuschlag.

Da ich jetzt nicht den ganzen Antrag abschreiben möchte: dort stehen weiteren Angaben, die notwendig sind.

Versicherungsgesellschaft:

Aspecta Versicherung AG
Schwarzer Weg 28
22309 Hamburg
www.aspecta.com

Meine Meinung?

Ich denke, dass das Preis-/Leistungsverhältnis hier stimmt. Was bei anderen Anbietern Tarifzone I ist, ist dort evtl. günstiger. Allerdings sind die Leistungen der Aspecta sehr gut, da es viele Erweiterungen gibt. Der Antrag ist übersichtlich und einfach und die Bedingungen sind leicht verständlich. Wichtiger Punkt: die Überspannungsschäden sind zu 100% (also bis 200.000 Euro) versichert. Das haben viele Anbieter nicht oder nur gegen Aufpreis.
Alles in allem ein sehr guter Tarif, wenn auch nicht für jeden geeignet. Über die Schadenbearbeitung kann ich glücklicherweise noch nichts sagen.

(weiter unten muss ich teilweise Dinge ankreuzen, die ich nicht wirklich beurteilen kann - es geht leider nicht anders...)

   

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Ciao Mitglieder bewerteten diesen Erfahrungsbericht insgesamt als hilfreich
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20.01.2007

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