Erfahrungsbericht über

Assassin's Creed 2 (Playstation 3)

Gesamtbewertung (10): Gesamtbewertung Assassin's Creed 2 (Playstation 3)

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Der Assassine ist zurück

5  06.09.2011

Pro:
.  .  . Inszenierung, Story, Gameplay, Optik, Sound, Größe der Spielwelt .  .  .

Kontra:
.  .  . manchmal die Steuerung, manchmal die Kamera, aber nichts davon ist wirklich gravierend .  .  .

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Grafik

Sound

Multiplayer:

Bedienung

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The-Wishmaster

Über sich: +++ Endlich in den eigenen vier Wänden, aber es muss noch viel renoviert werden +++ Der Countdown lä...

Mitglied seit:14.10.2000

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 106 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als besonders hilfreich bewertet

Hallo liebe Leserinnen und Leser!


Heute gibt es mal wieder einen neuen Bericht aus dem Bereich der Videospiele. Ausgesucht habe ich mir dafür den Titel "Assassin's Creed 2" für die Playstation 3. Was der Titel taugt und für wen er vielleicht geeignet ist, lest ihr in den folgenden Zeilen am besten selbst...


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| ° Assassin's Creed 2
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Nachdem sich mittlerweile beide HD-Konsolen bei mir daheim tummeln, muss ich den ein oder anderen Klassiker auf jeden Fall noch nachholen. Dazu gehört unter anderem die Assassin's Creed-Reihe aus dem Hause Ubisoft, deren ersten Teil mir schon richtig gut gefallen hat. Natürlich habe ich danach chronologisch gesehen mit dem zweiten Teil weiter gemacht. Der Ableger "Assassin's Creed: Brotherhood" liegt zwar auch noch im Regal, aber diesen wollte ich erst dann beginnen, wenn ich mit dem zweiten Teil durch bin. Zum zweiten Teil der Reihe ist zu sagen, dass man diesen oft schon zum Schnäppchenpreis von knapp 15 € käuflich erwerben kann, was der Titel in jedem Fall auch wert ist. Als Assassin's Creed 2007 auf den Markt kam, avancierte es schnell zu einem der erfolgreichsten Franchises von Ubisoft, indem es sich in den Versionen für die Xbox 360, Playstation 3 sowie den PC welweit mehrere Millionen Male verkaufte. Der zweite Teil knüpfte nahtlos an diesen Erfolg an. Auch was die Story betrifft erzählt das Sequel die Geschichte von Desmond Miles weiter. Man sollte also durchaus den Erstling gespielt haben, wenn man die Geschichte komplett von Anfang an erlebt haben möchte. Um allerdings den Faden nicht zu verlieren, verrate ich euch grob die Ereignisse aus dem ersten Teil.

Alles dreht sich um den Amerikaner Desmond Miles, der von einer obskuren Vereinigung gekidnappt wurde und in einem Labor der Organisation Abstergo erwacht. Dort bekommt er nach und nach mit, wie er quasi als Versuchskaninchen des skrupellosen Wissenschaftlers Dr. Warren Vidic missbraucht wird. An dessen Seite leistet eine gewisse Lucy dem Wissenschaftler hilfreiche Dienste bei seinem Experiment, scheint Desmond gegenüber aber nicht ganz so feindselig zu sein. Desmond wird über ein Gerät mit der Bezeichnung Animus mit seiner Vergangenheit konfrontiert und erlebt in seiner Erinnerung bruchstückhaft das Leben eines direkten Vorfahren erneut. Denn obwohl wir uns im Spiel aktuell im Jahr 2012 befinden, spielt auch das Jahr 1191 eine wichtige Rolle. Dies ist die Stelle, an der man die Kontrolle über den eigentlichen Protagonisten des Spiels, Altair Ibn La Ahad, übernimmt. Altair ist der direkte Vorfahre von Desmond Miles und ein Assassine, der durch seinen Wagemut aber den Zorn seines Ordensmeisters auf sich zieht. Um seine Ehre wieder herzustellen und die Gehorsamkeit gegenüber des Ordens unter Beweis zu stellen, muss Altair verschiedene Personen aus dem Weg räumen und damit die Aufträge seines Ordensführers befolgen. In Jerusalem, Damaskus und Akkon finden sich dabei die jeweiligen Opfer, die es auszuschalten gilt. Dabei deckt er nach und nach eine unglaubliche Verschwörung auf, die sich bis in die Gegenwart zieht.

Der zweite Teil startet deswegen auch genauso, wie der erste Teil endete. Ihr findet euch in der Haut von Desmond im Labor von Abstergo wieder und ahnt, dass man euch etwas antun möchte. Mit einem Mal erfahrt ihr, dass es einen Maulwurf in der Reihen von Abstergo gibt und ihr könnt fliehen. Mit eurem Begleiter zusammen müsst ihr aber in eurem Versteck angekommen erneut den Animus nutzen um in der Vergangenheit auf der Suche nach einem weiteren Edenapfel zu sein, der bereits im ersten Teil eine große Rolle spielte. Ohne zuviel verraten zu wollen, landet ihr nun ein weiteres Mal in Desmonds Erinnerung an einen seiner Vorfahren. Diesmal ist es nicht Altair, sondern Ezio Auditore, dessen Geburt im Florenz des 15. Jahrhunderts ihr quasi live miterlebt. Ihr werdet Zeuge von einigen Momenten seiner Jugend und stellt fest, dass er offenbar ein Frauenliebhaber ist. Damit ist es allerdings schnell vorbei, denn ein Komplott bringt seinen Vater, seine Brüder und beinahe auch Ezio selbst hinter Gittern. Nur knapp kann der gewandte Jüngling entkommen. Des Nachts schleicht er sich um Gefängnis und erfährt von seinem Vater das Versteck einiger Ausrüstunsggegenstände sowie wichtiger Dokumente, die er einem vertrauten Richter geben soll. Doch Ezios Freude über den vermeintlichen Beweis der Unschuld seiner Familie weicht blankem Entsetzen, als er am nächsten Morgen mit ansehen muss, wie sein Vater und seine Brüder gehängt werden. Er schwört Rache am Verräter seiner Familie, muss allerdings mit seiner Mutter und seiner Schwester zuerst einmal aus Florenz fliehen. Sein Onkel Mario gewährt ihnen dabei Unterschlupf in dem kleinen Gut Monteriggoni, wo Ezio nach und nach zum Assassinen ausgebildet wird und seinen Rachefeldzug plant...


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| ° Kontrolliere den Assassinen
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Natürlich übernimmt man schon weit vorher die Kontrolle über Ezio in Assassin's Creed 2 und spielt viele dieser Szenen nach. So wird man auch nach und nach an die Steuerung des Titels herangeführt. Eure erste Aufgabe ist beispielsweise eine Schlägerei zwischen Jugendlichen, in denen ihr das Grundprinzip der Steuerung gelernt bekommt. Alte Hasen finden sich dabei schnell zurecht, denn das an sich
Bilder von Assassin's Creed 2 (Playstation 3)
  • Assassin's Creed 2 (Playstation 3) Creed01 - Assassin´s Creed II (PS 3)
  • Assassin's Creed 2 (Playstation 3) Creed02 - Assassin´s Creed II (PS 3)
  • Assassin's Creed 2 (Playstation 3) Creed03 - Assassin´s Creed II (PS 3)
  • Assassin's Creed 2 (Playstation 3) Creed04 - Assassin´s Creed II (PS 3)
Assassin's Creed 2 (Playstation 3) Creed01 - Assassin´s Creed II (PS 3)
Assassin´s Creed II (PS 3)
sehr gut funktionierende Prinzip der Steuerung wurde aus dem ersten Teil übernommen und um die ein oder andere Feinheit angereichert. In Assassin's Creed gibt es zum Beispiel zwei verschiedene Bewegungsarten: Den auffälligen sowie den unauffälligen Modus. Mit dem R2-Trigger schalten wir zum Kampf natürlich in den auffälligen Modus um und können so mittels Schwerthieben unseren Kontrahenten zusetzen. Die geschickte Mischung aus Deckung einerseits und Angriffen andererseits führt uns dabei zum Erfolg. Werden wir dennoch getroffen, kostet uns dies einen halben Punkt in unserer Synchronitätsanzeige. Diese zeigt an, wie stabil die Erinnerungen Desmonds an die vergangenen Ereignisse sind. Wird die Synchronität verloren, muss Ezio seine Aufgabe pausieren und startet vom letzten Speicherpunkt erneut. Die Steuerung unsere Protagonisten ist dabei optimal durchdacht und geht schnell in Fleisch und Blut über.

Man muss sich seinen Protagonisten dabei wie eine Marionette vorstellen, deren verschiedene Extremitäten auf die Tasten des Controllers gelegt wurden. Der X-Button ist somit für die Beine zuständig und wird benötigt, wenn wir im auffälligen Modus springen oder Hindernisse erklimmen wollen. Der Kreis-Button dagegen kontrolliert die freie Hand unseres Assassinen. Je nach Spielsituation schieben wir damit andere Bürger in den Städten sachte aus dem Weg, stoßen uns einen Fluchtweg frei oder spielen Langfinger und greifen einem Zielobjekt in die Taschen. Der Dreieck-Button kontrolliert den Kopf und ist für das so genannte Adlerauge zuständig. Hier schaltet das Spiel in die Egoperspektive um. So können wir unsere Umgebung nicht nur genauer unter die Lupe nehmen, sondern erkennen auch anhand der farbigen Umrisse, ob es sich bei Personen um neutrale Bürger, Verbündete, feindliche Soldaten oder gar die gesuchte Zielperson handelt. Für den Kampf lebensnotwendig ist die Schwerthand, welche mit dem Quadrat-Button kontrolliert wird. Im Kampf können wir damit Attacken auslösen und das Schwert in unsere Gegner treiben. Assassin's Creed 2 setzt dabei auf mehr Waffen als es noch im Vorgänger der Fall war. Per Steuerkreuz dürfen wir übrigens wählen, zu welcher der vier Hauptwaffen wir greifen. Nach und nach wird unser Waffenarsenal dabei aufgestockt, indem wir neben unseren blanken Fäusten und einer scharfen Klinge auch das kurze Messer aus dem Handgelenk zur Verfügung gestellt bekommen, mit dem sich kinderleicht Attentate aus dem Hintergrund verüben lassen. Auch die Wurfmessser sind eine praktische Angelegenheit, können wir so doch lästige Bogenschützen aus einiger Entfernung von den Dächern holen. Da die Anzahl der Messer begrenzt ist, sollte man aber nicht nur sorgsam damit haushalten, sondern in steter Regelmäßigkeit die Taschen erledigter Feinde nach Messer durchsuchen.

Über den R1-Button darf man zum erweiterten Waffenmenü greifen, wo ihr Stück für Stück eine noch größere Auswahl erhaltet. Neben einer Pistole und Rauchbomben könnt ihr auch Geld auswählen. Dabei werden die Florin eher als Ablenkungsmanöver genutzt. Per Knopfdruck werft ihr ein paar Münzen auf den Boden und wie es eben so ist, sind die Menschen gierig. Das gilt nicht nur für die normalen Bürger in den Städten, sondern auch für die dort Wache schiebenden Soldaten. Ihr könnt mit ein paar Münzwürfen somit für ein optimales Ablenkungsmenöver sorgen oder auf der Flucht vor ein paar Wachen euren Verfolgern den Weg versperren, indem sich mit einem Mal eine Schar Bürger um euer hinterlassenes Kleingeld reißt. Alleine das zeigt schon auf, dass man in Sachen Gameplay beim Sequel nun viel mehr Feinheiten hat einfließen lassen. Ezio kann im Gegensatz zu Altair nun auch schwimmen und stirbt nicht sofort, wenn er ins Wasser fällt. Auch im Kampf wurden ein paar Feinheiten verbessert und erweitert. Nach und nach lernen wir in der Haut von Ezio neue Fähigkeiten im Kampf. Wer im richtigen Moment noch einmal den Angriffsknopf drückt, landet einen tödlichen Combo-Kill. Gegner dürfen gepackt und geschleudert werden, was einem allerdings auch selbst passieren kann. Dies können wir jedoch auch blockieren und den Gegner somit aus dem Gleichgewicht bringen, was ihn ungeschützt für einige Attacken lässt. Extrem effektiv sind auch die Konterangriffe, mit denen wir praktisch auf die Angriffe unserer Widersacher warten und sie dann oftmals mit einem einzigen Streich unseres Schwertes nieder strecken können. Spätestens wenn wir diese Attacke gelernt haben, werden die Kämpfe gegen feindliche Soldaten ein gutes Stück leichter. Neu ist nun, dass man noch weitere Möglichkeiten wie das Ausweichen, Umrunden und Provozieren des Gegners hat. Der Schwierigkeitsgrad hat ebenfalls ein kleines Stück angezogen. Bekämpft man die Soldaten anfangs noch recht problemlos auch ohne Taktik, muss man später schon geschickter zu Werke gehen, da eure Opponenten sich nicht immer der Reihe nach aufschlitzen lassen, sondern teils auch gleichzeitig angreifen.


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| ° Vertrauter Feind
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Man muss dabei den Kampf jedoch nicht immer herausfordern. Sobald die ersten Wachmänner auf den Plan gerückt sind, gibt es für uns zwei Alternativen: Wagen wir den offenen Kampf und stellen uns den Soldaten oder ergreifen wir die Flucht? Entscheiden wir uns für die zweite Möglichkeit, sollten wir schnell aus dem Blickfeld der Wachen verschwinden. Leitern dürfen erklommen werden, Kisten dienen als Treppen, Häuserdächer dienen als Rampen. Wie eine Art Parcoursläufer schwingt sich Ezio an Balken entlang und springt geschmeidig von einer Häuserschlucht zur nächsten. Alleine optisch ist dies schon ein Schauspiel. Dank der flüssigen Steuerung sind waghalsige Fluchtmanöver aber auch spielerisch kein Problem. Wirklich untertauchen darf man dann in Heuhaufen oder zwischen anderen Bürgern auf einer Parkbank und somit seine Verfolger komplett abhängen. Nur hin und wieder hakt die Steuerung etwas, wenn ihr beispielsweise im Laufen recht schnell einen Haken schlagen wollt. Gerade in den ersten Spielstunden bin ich dabei immer wieder mal von einem Häuserdach gestürzt, was ärgerlich sein kann. Im zweiten Teil der Meuchel-Serie erholt sich eure Gesundheit nämlich nicht mehr von alleine, wie es noch beim ersten Teil der Fall war. Stattdessen müssen wir nun eine Arzt aufsuchen und uns entweder direkt heilen lassen oder Heilmittel kaufen, die wir in unserer Tasche verstauen und später bei Bedarf einsetzen können.

Hier zeigt sich, dass das Geld in Assassin's Creed 2 eine nicht unwichtige Rolle spielt. Neben dem Arzt gibt es in den Städten auch den Schmied, den Schneider, den Kunsthändler, etc., bei denen ihr eure Kohle lassen könnt. Ihr bekommt dafür bessere Rüstungen, andere Kostüme, größere Taschen oder Kunstgegenstände, mit denen ihr euren Hof aufwerten könnt? Euren Hof? Richtig, denn das anfangs etwas heruntergekommene Gut Monteriggoni darf von euch nach und nach aufgebaut und wieder hergerichtet werden. Dazu gehört es nicht nur einzelne Gebäude wie die Bank oder die Kirche zu renovieren, sondern auch die Villa eures Onkels mit Kunstgegenständen aufzuwerten. Ihr bekommt somit eine Art Wirtschaftssimulation light geboten, denn je schöner euer Gut wird, desto mehr Einwohner finden sich dort und bescheren euch Steuereinnahmen. Man wird allerdings nicht gezwungen etwas auf dem Gut zu machen. Wer also nichts für Spielereien dieser Art übrig hat, kann diesen Aspekt des Games auch vernachlässigen. Ich finde es aber klasse, da es das Spiel doch recht unterhaltsam auflockert. Schade ist nur, dass man relativ schnell alles ausgebaut hat und später dann so im Geld schwimmt, dass man nicht mehr weiß wohin damit. Hier hätte ein etwas besseres Balancing dem Spiel gut getan. Wer will, kann sich übrigens auch eine Gruppe Kurtisanen mieten, die mit euch durch die Straßen zieht und den Wachen den Kopf verdrehen.

Ebenfalls neu ist, dass die Story diesmal linearer präsentiert wird. So ist auf der Übersichtskarte stets vorgegeben, wo ihr die Erinnerungen und somit die Story vorantreiben könnt. Zwischendurch dürft ihr in den verschiedenen Locations aber dennoch frei agieren und euch an den vielen Nebenaufgaben versuchen, die Assassin's Creed 2 für euch bereit hält. Dazu gehört es versteckte Schatzkisten zu finden oder auf den Dächern nach Adlerfedern Ausschau zu halten. Glyphen wollen ebenfalls gefunden werden und verraten euch Stück für Stück mehr über die Hintergrundgeschichte des Spiels. Ihr schaltet nämlich hierbei durch das Lösen von Kombinationsrätseln Videofragmente frei, die nach und nach die Verschwörung andeuten, die ihr aufzudecken versucht. Kodexseiten wollen ebenfalls gefunden und können nur dann aufgedeckt werden, wenn ihr gerade unentdeckt unterwegs seid. In den Katakomben seid ihr ebenfalls unterwegs auf der Suche nach Geheimnissen, wobei das Gameplay dabei durch viele gezielte Sprünge und Kletteraktionen ein wenig an den Klassiker Tomb Raider erinnert. Doch zurück zur Action in den Städten. Auf unserer Karte mit eingebautem GPS finden wir übrigens immer schnell unsere nächsten Ziele, egal ob optional oder relevant fürs Weiterkommen in der Geschichte. Der selbst gesetzte Marker hilft uns dabei auf unserem kleinen Radar auf dem Spielbildschirm weiter, um stets die Übersicht zu wahren. Erklimmbare Türme und dergleichen dienen dabei wie im Erstling aus Aussichtsplattform, um nach und nach die Karte aufzudecken und euch mehr Übersicht zu geben. Auf der Karte sind dabei alle wichtigen Punkte eingezeichnet, so dass ihr euch recht schnell zurecht findet. Die offene Welt zwischen den Städten wurde übrigens beim zweiten Teil verworfen. Nur in einer einzigen Sequenz seid ihr in der Pampa unterwegs. Da ihr dort allerdings auf dem Rücken eines Pferdes von euren Widersachern verfolgt werdet, ist das eher als Actionszene anzusehen. Die Hauptgeschichte habt ihr übrigens nach gut 15 Stunden durch. Wer allerdings auf der Suche nach allen Geheimnissen ist, darf die Spielzeit gerne noch einmal verdoppeln. Man ist also mit Assassin's Creed 2 lange genug beschäftigt und hat dabei einige wunderbare Spielstunden.


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| ° Blockbuster Deluxe
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An dieser Stelle möchte ich ein paar Worte zur technischen Umsetzung von Assassin's Creed 2 verlieren. Bereits der 2007 erschienene Erstling ließ die Münder teils offen stehen, weil die Spielwelt nicht nur groß, sondern auch sehr authentisch war. Hier hat man seitens Ubisoft beim Nachfolger noch einmal eine Schippe drauf gelegt. Das liegt zum einen sicherlich an der Wahl der Location an sich. War Jerusalem noch düster und hatte eine teils verdorbene Atmosphäre, ist das in der Renaissance angesiedelte Florenz eine wunderschöne, romantische und belebte Stadt. Die Welt wurde dabei noch größer gestaltet, was vor allen Dingen beim finalen Showdown im Vatikan auffällt. Doch auch bereits in Florenz seid ihr fasziniert von den verschiedenen Bauwerken und dem Abwechslungsreichtum, der euch optisch erwartet. Es ist faszinierend die verschiedenen Häuserfassaden zu erklimmen und wer ganz oben auf der Spitze einer Kathedrale sitzt, erlebt dabei ein einmaliges Gefühl von Höhe. Das Treiben auf den Straßen ist bunt inszeniert und wirkt sehr authentisch. Schön ist auch, dass die nervigen Bettlerinnen aus dem Erstling verschwunden sind. Zwar gibt es diesmal Straßenmusikanten, die euch ein wenig aufdringlich ihre Lieder vorsingen. Werft ihr ihnen aber etwas Geld hin, lassen sie euch schnell in Ruhe. Eines der Highlights sind in Assassin's Creed 2 aber in der Tat die verschiedenen Bauwerke im Spiel. Optisch ist der Titel was das betrifft wahrlich grandios gelungen. Steine, Efeuranken und Gitter verzieren die Häuser, Balken sind mit dicken Seilen aneinander gebunden, Fässer stapeln sich in einer Ecke. Das Spiel bietet dabei optische weitaus mehr Abwechslung als der erste Teil. Hinzu kommen die sensationellen Animationen, die allen voran bei unserem Protagonisten Ezio butterweich und stets eine Augenweide sind. In erster Linie betrifft dies die Kletteraktionen, denen man quasi Stunden lang zusehen kann, sowie die hervorragend choreographierten Kämpfe.

Deutlich verbessert wurden diesmal auch die Storysequenzen, in denen die Geschichte weitererzählt wird. Waren sie im Erstling nur aus drei starren Kameraperspektiven anzusehen, so sind sie diesmal wirklich wie im Film inszeniert worden und wirken unglaublich professionell. Man lässt sich gerne davon mitreißen und taucht in die Geschichte ein, die mit jeder Spielstunde besser wird. Toll dabei ist auch, dass man immer wieder Parallelen zur Realität selbst findet. Ein Beispiel dafür ist das Auftauchen von Leonardo da Vinci als wichtiger Nebencharakter, vor dessen homosexueller Neigung die Entwickler nicht einmal zurück schreckten und sie trotzdem authentisch ins Spiel integrierten. Auch die vielen Info-Einträge über Gebäude und Personen demonstrieren euch den geschichtlichen Hintergrund, der offenbar richtig gut recherchiert wurde und Assassin's Creed 2 gleich noch einmal realistischer wirken lässt. Natürlich möchte ich an dieser Stelle die Auflösung der Geschichte nicht verraten, doch man wird als Spieler bei der Stange gehalten und möchte natürlich wissen, ob wir hier einer großen Verschwörung auf die Schliche kommen und wer hier wirklich die Wahrheit spricht. Und immerhin gibt es ja trotz der Versunkenheit in die mittelalterlichen Atmosphäre auch noch die spielerische Gegenwart, in der längst noch nicht das Schicksal von Desmond Miles geklärt ist. Im zweiten Teil der Reihe kehrt ihr jedoch nicht mehr regelmäßig in die Realität zurück, wie es noch im Erstling der Fall war. Stattdessen vernehmt ihr nur hin und wieder die Stimmen eurer Kollegen aus der echten Welt, während ihr euch noch in Ezios Erinnerung befindet.

Grandios in Szene gesetzt sind auch die Kampfhandlungen. Landet man mittels Konter beispielsweise einen tödlichen Treffer, schwenkt die Kamera zur Seitenansicht oder zeigt das Geschehen aus einem schrägen Winkel, während Ezio seinen Kontrahenten erst über die Klinge springen lässt und sein Schwert anschließend in die Brust des am Boden liegenden Gegners bohrt. Auch bei einem heimlich von hinten verübten Attentat zoomt die Kamera schnell an das Geschehen heran, während sich die Klinge aus eurem Handgelenk in die Kehle eures Opfers bohrt. Mitunter wirken die Szenen zwar durchaus grausam, nicht zuletzt weil beim Ableben eines Kontrahenten auch der rote Lebenssaft spritzt. Doch ist die Darstellung der Gewalt nicht übertrieben, sondern stets zur Atmosphäre des Titels passend und authentisch. Die Altersfreigabe von Assassin's Creed 2 liegt wie schon beim Vorgänger auch bei 16 Jahren, was im Hinblick auf die Kampfszenen zwar fraglich, aber zu verkraften ist. Jüngere Spieler sollten den Titel jedoch definitiv nicht in ihre Hände bekommen.


Abschließend gibt es noch ein paar Worte über den Sound zu verlieren. Die Hintergrundmusik ist teils majestätisch und sinfonisch gehalten, hält sich oftmals jedoch auch wie es der Name bereits sagt eher im Hintergrund. Entflammt ein Kampf oder übt man ein Attentat aus, schwillt mit einem Mal eine dramatische Soundkulisse im Hintergrund an und verleiht dem Titel eine packende Atmosphäre. Auf die Atmosphäre wird dabei übrigens generell viel Wert gelegt. Das merkt man nicht nur an der gelungenen deutschen Synchronisation in den Storysequenzen, sondern auch am Treiben auf den Straßen. Wird ein Attentat von einem Bürger entdeckt, wird schnell nach einer Wache gerufen oder man äußert seine Verwunderung und sein Entsetzen. Entsprechende Rufe erntet ihr auch, wenn ihr einfach so die Häuser erklimmt. Die Kampfgeräusche sind mit ihren klirrenden Schwertern und Messer ungemein authentisch, die restlichen Soundeffekte wie das Getrappel der Pferde, die Schreie der Adler oder das Zischen der Pfeile in der Luft sind ebenfalls sehr stimmungsvoll und passen wie die Faust aufs Auge.


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| ° Trophäen
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Selbstverständlich gibt es auch in Assassin's Creed 2 für alle Playstation 3-Besitzer Trophäen, die man während des Spiels erreichen kann. Hierbei hat man das Spiel im Vergleich zum Erstling ebenfalls verbessert. Musste man im ersten Teil der Reihe noch etliche Fleißaufgaben erledigen wenn es beispielsweise um das Sammeln aller Flaggen in einem Gebiet geht, so ist nun ein großer Teil der Erfolge automatisch während des Spielens erreichbar. Gut, das war beim Erstling auch schon der Fall, aber die Fülle an Sammelaufgaben hat nun etwas abgenommen. Man muss lediglich darauf achten, dass man die Trophäe für den Angriff eines Wachpostens während der Sequenz mit dem Fluggerät erreicht, denn diese Abschnitt kann später nicht wiederholt werden. Der Rest der Trophäen ist aber mit mehr oder weniger Aufwand eigentlich recht gut zu erreichen. Sie bieten eben einen kleinen Anreiz sich länger mit dem Titel zu befassen, aber natürlich kann man das Spiel auch durchspielen ohne sich mit den Trophäen zu beschäftigen.

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| ° Fazit
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Assassin's Creed war ein toller Titel, der vor allen Dingen durch seine fantastische Atmosphäre, die spannend inszenierte Story und die fantastische Optik punkten konnte. Leider wiederholten sich die Aufgaben bald und die Abwechslung kam zu kurz. Im Nachfolger hat Ubisoft an der Kritik gearbeitet und Assassin's Creed 2 deutlich abwechslungsreicher gestaltet. Die Cutscenes wurde filmreif inszeniert und nach dem etwas zähen Einstieg fesselt einen das Spiel ohne Ende. Die spielerischen Neuerungen lockern das Gameplay entscheidend auf, was sich im dauerhaften Spielspaß bemerkbar macht. Somit ist der Nachfolger in jedem Punkt dem ersten Teil der Serie überlegen und sollte von jedem gespielt worden sein, der auf eindrucksvoll inszenierte Action steht. Das gibt neben einer Empfehlung natürlich auch die vollen fünf Sterne von meiner Seite aus.


In diesem Sinne...


Stay dark!

The-Master-of-Monteriggoni

PS: Alle Freunde des schnellen Klicks sollen verhaftet und gehängt werden... ;)

Shake Heads!
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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
MGerber

MGerber

21.06.2012 23:45

Bh und nichts anderes

Eminencia

Eminencia

06.04.2012 00:11

Anders als bh geht hier nicht. LG!

kilimandciao

kilimandciao

15.03.2012 18:38

kann dir in allen Punkten nur zustimmen;-), guss

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