Asterix, Asterix als Legionär / Albert Uderzo, René Goscinny

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Asterix, Asterix als Legionär / Albert Uderzo, René Goscinny

ISBN: 9783770400102 - Verlag: Egmont EHAPA

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21 Erfahrungsberichte der Community

Erfahrungsbericht über "Asterix, Asterix als Legionär / Albert Uderzo, René Goscinny"

veröffentlicht 08.05.2002 | flashback85
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"Auf der Suche nach Tragicomix..."

Salvete amici!

Heute möchte ich euch in eine Zeit, die sich viele gar nicht mehr so vorstellen könne, zurückführen. Durch den Latein – Unterricht in der Schule kommen ich immer wieder mit dieser Zeit in Verbindung und erfahre auch viel darüber. Durch den Begriff Latein, weiss wahrscheinlich jeder, dass mein heutiger Bericht etwas mit der Römerzeit zu tun hat. Doch ich will euch keine langweiligen Vorträge über Rom und seine Kaiser halten, sondern über etwas amüsantes Berichten. Da wir unser Lehrbuch in Latein nun abgeschlossen haben, sind wir zur Lektüre übergegangen, wie das normal so ist in diese Schulfach. Doch Gott sei Dank haben wir einen netten, lieben, gutmütigen…. Lehrer (Grüße an Herr Ney ;))), der es uns ermöglichte, Asterix und Obelix in lateinisch zu lesen. Da nun bald eine Arbeit über diesen Comic ansteht, habe ich mir auch den deutschen Band besorgt, damit ich gut vorbereitet bin :). Und über den deutschen Band will ich euch heute berichten. Es geht um Band 10. Los geht’s:


Asterix als LEGIONÄR

1. Einführung
2. Figuren/Hintergrund
3. Story von Band 10
4. Comic an sich
5. Fazit


1. Einführung

Asterix und Obelix kennt, denk ich auf jeden Fall einmal, einfach jeder. Sie sind Kultfiguren und bei Erwachsenen nicht weniger beliebt als bei Kindern auch. Viele Bände der Comics sind schon verfilmt worden und der erste richtige Film der Beiden läuft nun auch schon im Kino. In bis jetzt 31 Comic - Bänden erleben Asterix und Obelix immer wieder neue, aufregende aber vor allem, für den Leser lustige Abenteuer, was nicht weniger am Text, als auch an den Bildern liegt. Da haben René Goscinny und Albert Uderzo (beide Franzosen) ganze Arbeit geleistet. Der „Texteschreiber“ René Goscinny verstarb leider 1977 worauf Albert Uderzo, der anfangs nur die Comics zeichnete allein mit den weiteren Bänden weitermachte und die Serie erfolgreich beendete. Ich will nicht zu viel reden, also folgt mir jetzt, in das Reich der Gallier!


2. Figuren/Hintergrund

Asterix, die Hauptfigur der Comics lebt mit seinen Freunden im Jahre 50 vor Christus. Ganz Gallien ist von der Römern besetzt, lediglich das Dorf der Helden leistet den Römern argen Widerstand, was vor allem den römischen Legionären in den befestigten Lagern, Babaorum, Aquarium, Laudanum und Kleinbonum, um das Dorf herum gar nicht gefällt.
Asterix, der kleine, blonde Held mit gelbem Schnurrbart lebt mit seinen Freunden Obelix, dessen Hund Idefix, der Druiden Miraculix, dem Häuptling Majestix, dem Barden (Sänger) Troubadix und dem Schmied Automatix an der gallischen (heute franzöischen) Atlantikküste in dem kleinen Dorf. Viele werden sich jetzt fragen: Wieso kann genau dieses Dorf Widerstand gegen die Römer leisten, wenn es sonst kein Dorf schafft? Die Antwort ist schnell gegeben: Der Druide Miraculix braut aus Misteln und anderen Kräutern einen Zaubertrank, der Asterix übermenschliche Kräfte verleiht, Obelix bekommt, zu seinem Ärger, nie was von diesem Trank ab, da er als kleines Kind in den Zaubertrank gefallen ist, und nun genügend Kräfte besitzt. Während Obelix die Römer mit seiner Kraft fast zur Weißglut bringt, erreicht Asterix dies durch List und Köpfchen.
Furchtlos meistern beide, jede ihnen gestellte Aufgabe: Doch eines fürchtet der Anführer Majestix: Das ihm eines Tages der Himmel auf den Kopf fällt. Nebem der Verhauen von Römern hat dieses Dorf jedoch noch andere „Hobbies“: Feste feiern, was das Zeug hält. Dabei singen sie auch gerne mal ein Liedchen, nur einer Darf nicht singen: Troubadix der Barde, welcher sich selbst als sehr talentiert bezeichnet, hat das Singen verboten bekommen, weil keiner seine Stimme und seinen Gesang hören kann. Auch wenn der Schmied Automatix da manchmal mit dem großen Hammer nachhelfen muss ;).


3. Story von Band 10

Eines Tages, als Obelix wieder einmal, wie so oft, Hunger bekommt, geht er mit seinem besten Freund Asterix, an einem schönen, sonnigen Tag auf Wildschweinjagd. Kaum im Wald angelangt begegnet den beiden die schöne Falbala, die gerade aus Condate (heute Rennes) von ihrem Studium zurück ins Dorf gekommen ist. Obelix verliebt sich direkt in die blonde Schönheit und übersieht dabei den Baum, auf dem der Druide gerade Misteln schneidet. Der Baum ist also gefällt, was dem Druiden nicht besonders gefällt. Doch nun beginnt die Wildschweinjagd.

Glücklich über den Fang von 4 Wildschweinen kehren die beiden wieder ins Dorf zurück, wo Obelix auch gleich wieder Falbala sieht, und eine Zeit lang, gar nicht mehr weiss, was um ihn herum geschieht. Als Obelix schließlich beim Essen sein drittes Wildschwein nicht mehr essen will, macht sich Asterix Sorgen um seinen Freund und informiert Miraculix. Der will Obelix untersuchen und sowohl Asterix als auch Miraculix müssen feststellen, dass Obelix sich verliebt hat.

Weil Asterix seinem Freund in dieser schweren Zeit helfen will, gibt er ihm den Rat ihr ein Geschenk zu machen, worauf er auch gleich in den Wald Blumen pflücken geht. Nachdem er eine römische Patrouille aufgemischt hat, kehrt er mit einem Strauß Blumen aus dem Wald zurück. Dieser übergibt er dann auch, mit Hilfe von Asterix, Falbala, da er sich nicht alleine zu ihr traut. Als die 3 dann zusammen sitzen bekommt Falbala die schlimme Naricht: Ihr Verlobter Tragicomix wurde zum Dienst in der römischen Armee gezwungen und soll nun nach Afrika verschifft werden, wo Cäsar zu diesem Zeitpunkt einen Krieg gegen Scipio führt.

Obwohl Obelix’ Herz zerbricht, versprechen unsere 2 Helden der blonden Schönheit, Tragicomix aus der Gewalt der Römer zu befreien. Nachdem sie sich, wenn auch mit Gewalt, Zutritt zur Legionskommandantur, wo man sich für den Kriegsdienst „anmelden“ kann, verschafft haben, suchen sie Auskunft, wo sie Tragicomix finden können. Nachdem Asterix durchs ganze Haus geschickt wurde, und trotzdem noch keine Auskunft erhalten hat, ist er leicht erzürnt. Als er dann mit einer etwas härteren Art wieder nachfragt, bekommt er endlich Auskunft: Der Gesuchte ist jedoch gerade mit dem Truppentransport nach Afrika unterwegs. Asterix und Obelix sehen keine andere Möglichkeit, um Tragicomix zu retten, als sich auch für den Dienst bei der römischen Legion zu melden.

Der römische Zenturio Hotelterminus und der Ausbilder der römischen Legion, Nixalsverdrus haben von Anfang an, Probleme mit den „Neuen“. Die bestehen neben Asterix und Obelix noch aus 2 Goten, einem Briten, einem Belgier und einem Ägypter. Nachdem die Legion auf ihre Militärtauglichkeit geprüft wurde, beginnt für alle eine lustige Zeit in der römischen Legion. Für alle? Nein, nicht ganz. Hotelterminus und Nixalsverdrus zweifeln immer öfter an sich selbst. Als die „Neuen“ dann am nächsten Tag eine lange Wanderung mit Rucksäcken voller Steine machen, und Asterix und Obelix die Rucksäcke der anderen und teilweise auch diese selbst trage, erleidet Nixalsverdrus wirklich einen Nervenzusammenbruch. Er heult sich im Zenturionskasino aus!

Da Obelix und den anderen das Essen nicht mundet *g*, gibt er dem Koch auf etwas rüdere Weise zu verstehen, dass dieser fortan nur noch Wildschweine zum Hauptgericht und Süssspeisen zum Nachtisch servieren soll, was er nach einem Flug in den Suppenkessel dann auch tut :).

Nun werden auch Asterix, Obelix und die anderen nach Afrika verschifft. Asterix und Obelix, die nun vollständig das Kommando übernommen haben, ärgern auf See noch einige Piraten, bevor sie Afrika und damit Cäsars Lager in der Nähe von Thapsus erreichen. Auch Cäsar wird dort an der Nase herumgeführt, bis er vor Wut kocht. Schließlich sorgen die beiden auch noch für viel Aufruhr und Verwirrung im Krieg zwischen Cäsar und Scipo, verlieren jedoch auch nicht ihr Ziel aus den Augen: Die Befreiung von Tragicomix.


So, das Ende müsst ihr, wenn die Geschichte euch bis hierher gefallen hat, selbst nachlesen :). Das will ich natürlich nicht vorwegnehmen *G*.


4. Comic an sich

Der Comic ist wie jeder andere deutsche Asterix-Band auch im Egmont Ehapa Verlag aus Berlin erschienen. Jede Ausgabe kostet mit Softcover, also einem Cover aus Pappe, 4,50€. Mit Hardcover, also mit einem Cover, wie normale Bücher es besitzen, 8,60€. Ich habe mich für die Softcover Version entschieden, da diese irgendwie handlicher wirkt.

Das Cover der neuen Ausgabe ist aus Hochglanz-Material hergestellt, wie es bei den älteren Ausgaben ist kann ich leider nicht sagen. Auf dem Cover sind Asterix und Obelix mit ihrem „Sturmgepäck“ der Legion zu sehen. Im Hintergrund steht ein heulender Zenturio, der sich auf die Schulter eines Ausbilders (oder so was in der Art :)) lehnt, welcher vergeblich versucht, den beiden einen Befehl zu geben.

Die Zeichnungen im Comic sind echt super, und die Text passen einfach richtig dazu. Da haben die 2 Franzosen wirklich ganze Arbeit geleistet. Der Comic ist durchweg super zu lesen, es gibt auf jeder der 48 Seiten viel zu lachen, und auch die beiden Helden wachsen einem wirklich ans Herz. Ich werde mir sicherlich noch einige Comics aus der Asterix Reihe kaufen und ich glaube, ich werde in vielen Fällen genau so viel zu Lachen haben, wie in diesem Comic!


5. Fazit

Ich kenne noch keinen anderen Band der Asterix-Reihe, aber ich denke doch, dass Band 10 – Asterix als Legionär einer der Besten aus der ganzen Serie ist. Der Comic ist Futter für die Lachmuskeln von der ersten bis zu letzten Seite. Der Preis von 4,50€ bzw. 8,60€ ist wirklich nicht zu viel verlangt, wenn man einmal bedenkt , wie viel Geld Eltern heute für die Spielekonsolen, die neusten PC-Spiele und andere Dinge ihrer Sprösslinge ausgeben. Ein Asterix-Comic für die Kleinen, oder auch die Großen, für Zwischendurch ist da sicherlich eine billigere, vielleicht sogar unterhaltsamere und bildendere Anschaffung als die oben genannte Dinge. Über den Kauf sollt wirklich jeder einmal nachdenken!


Adressen:

Verlag:
Egmont Ehapa Verlag
Postfach 81 0620
D-70523 Stuttgart (vorne im Heft steht Berlin…komisch)
Tel: 0711 / 7252 285
Fax: 0711 / 7252 392
e-Mail: leserservice@ehapa.de

Internet:
http://www.asterix.de (offizielle Asterix – Website)


So, das wars für heute wieder einmal. Der Bericht ist ein bisschen länger geworden, als ich es normal vorgesehen hatte, doch ich hoffe, das stört keinen von euch ;).

Man liest sich…

Euer

F L A S H B A C K


© 2002-05-08


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht

  • Amsel12 veröffentlicht 18.02.2003
    Sehr ausfürhlich, nicht schlecht. haben selber alle comics daheim. gruß amsel
  • squatshi veröffentlicht 22.05.2002
    mein Vater sammelt Asterixbände. Die bände lese ich mir immer durch. Den band kenne ich aber noch nicht. sh Bericht cya
  • Cephei veröffentlicht 15.05.2002
    Klasse, ein wirklich schöner Bericht! Die Comics habe ich früher auch immer verschlungen! ;o) Greetz Martin
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