Die spinnen, die Wikinger…?
01.06.2006
Pro:
teilweise lustig, Gallier vs . Wikinger
Kontra:
schlecht animiert, streckenweise flache Gags, vorhersehbare Story
Empfehlenswert:
Nein
 Myhnegon
Über sich:
27.07.2011: Mit Normalisieren war nix, aber das kann ja noch kommen. ;-) Das neue Bild ist jedenfall...
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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 193 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet
Heute möchte ich Euch einen Film vorstellen, den ich kürzlich mit meiner Mom im Kino sah… ►[Allgemeines]◄ Ganz Gallien ist von Cäsar besetzt... Nein, okay, nicht ganz Gallien - ein kleines Dorf leistet immer noch Widerstand. In diesem Dorf leben Asterix und Obelix, die es mit der Hilfe des Zaubertrankes des Druiden Miraculix immer wieder schaffen, die Römer in die Flucht zu schlagen. Obelix bekommt allerdings nur in Ausnahmesituationen auch mal etwas Zaubertrank, der jedem, der ihn trinkt, immense Kräfte verleiht, weil er als Kind in den Kessel gefallen ist und deshalb eigentlich für den Rest seines Lebens genug davon getrunken hat...
►[Worum geht's?]◄ Aufgrund einer missverstandenen Redewendung sind die Wikinger davon überzeugt, dass Angst einem das Fliegen ermöglicht, was im Kampf von unschätzbarem Wert wäre. Da sie nun jemanden benötigen, der sie das Fürchten lehrt, begeben sie sich nach einer eher zufälligen Weissagung auf den Weg nach Gallien, um dort den Meister der Angst ausfindig zu machen. Gleichzeitig bekommt das Dorf von Asterix & Co. Besuch von dem Neffen ihres Häuptlings, welchen Asterix und Obelix zu einem echten Krieger ausbilden sollen. Dieser Neffe namens Grautvornix ist hiervon allerdings alles andere als erbaut, da er vor so ziemlich allem und jedem Angst hat. Demnach ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Wikinger in ihm ihren Großmeister sehen und ihn in ihre Heimat entführen. Da er dort als Held gefeiert wird, ist sein Wunsch nach Hause zurückzukehren nicht sonderlich groß, zumal er sich alsbald in die Häuptlingstochter Abba verliebt. Dies stellt Asterix und Obelix jedoch vor ein echtes Problem, da Grautvornix' Vater ihn beim nächsten Vollmond im Dorf sehen will… ►[Weitere Infos]◄- Produktionsfirma: Buena Vista
- Produktionsland/-jahr: Frankreich/Dänemark, 2006
- Originaltitel: Astérix et les Vikings
- Länge: 79 Minuten
- Altersfreigabe: ab 6 Jahren
- Produzent: Thomas Valentin
- Regie: Stefan Fjeldmark, Jesper Møller
- Musik: Alexandre Azaria
►[Meine Meinung]◄ Der Anfang ist ziemlich lahm und basiert vorwiegend auf wiederkehrenden Witzen aus den alten Comics wie die Wildschweinjagd und das Verdreschen von Römern und Piraten, sodass ich schon schlimmste Langeweile befürchtete. Nicht gerade zur Aufmunterung beigetragen hat, dass immer wieder die heutige Jugendsprache benutzt wurde, was wohl lustig sein sollte, aber ganz und gar nicht in den Film passte und überdies reichlich lächerlich inszeniert war. So war es zwar durchaus witzig, wie Obelix sich an modernen Tänzen versucht, aber leider war die Musikwahl ebenso abschreckend wie unpassend. Ähnliches gilt für die moderne Brieftaube SMS-ix, welche zwar eine lustige Grundidee ist, aber weitestgehend ebenso sinnlos wie vorhersehbar eingesetzt wurde. Trotz allem muss ich zugeben, dass mich der Film immer mal wieder zum Schmunzeln brachte, was aber keineswegs als Erfüllung meiner Erwartungen zu betrachten ist. Wenigstens ein oder zwei echte Brüller wären schön gewesen.Auch die Story bringt kaum etwas neues, mal abgesehen von den neu eingebrachten Charakteren, von denen ich aber eigentlich nur Abba wirklich sympathisch und die Häuptlingsfrau durchaus amüsant fand. Der dumme Olaf, sein intrigierender Vater und der feige Grautvornix sind dagegen eher durchschnittlich und streckenweise sogar nervig. Während die ersteren beiden eher die Bösen verkörpern, wenn man es die in diesem Film überhaupt gibt, ist die Nervigkeit zumindest bei letzterem eher ungünstig, da sie seine Eignung zum Publikumsliebling deutlich untergräbt. Hinzu kommt noch, dass die Zeichnungen für heutige Verhältnisse erstaunlich schlecht gemacht sind. So hoben sich beispielsweise die Figuren jederzeit allzu deutlich vom Hintergrund ab und wirkten auch in sich nicht immer ganz stimmig. Hier wird unübersehbar deutlich, dass die Macher sich besser für eine Technik entschieden hätten, anstatt alte Zeichnungen mit neuen Computeranimationen zu verbinden. Immerhin entsprachen die Zeichnungen im grundlegenden den Comics, was man aber wohl auch erwarten kann.
Gut gefallen hat mir übrigens neben den vereinzelt auftauchenden gelungenen Gags vor allem der Ausflug in den hohen Norden, da das eisige Land ebenso wie seine Bewohner eine nicht zu bestreitende Faszination ausübt. Darüber hinaus ist auch das Aufeinanderprallen der Gallier und der Wikinger durchaus amüsant, da diese beiden Völker sich in ihrer Streitlust in nichts nachstehen. Leider wird beides nicht so sehr ausgearbeitet wie erhofft, da mehr Wert auf den eher dürftigen Haupthandlungsstrang und die obligatorische Romanze gelegt wird. Zwar werden in die Story viele Anspielungen auf wesentliche Dinge wie Feminismus und Toleranz mehr oder minder lustig hineingepackt, aber leider sind die meisten dieser Witze so flach, dass sie schon fast wehtun. Wenigstens gibt es an der Synchronisation nichts Wesentliches auszusetzen, wenn man mal davon absieht, dass schon wieder die Synchronstimmen gewechselt wurden. Ach ja, etwas Erfreuliches gibt es noch: wie übel den Figuren auch mitgespielt wird, sterben tut nie jemand, womit sich der Film seiner Kindertauglichkeit bewahrt. ►[Fazit]◄ Da ich im Großen und Ganzen doch eher enttäuscht von dem Film war, was zum einen an den eher bescheidenen Zeichnungen und zum anderen an den teilweise extrem flachen Witzen liegt, würde ich ihn wirklich nicht empfehlen, aber da er streckenweise halt doch zum Schmunzeln anregt, kann man ihn sich sicherlich mal anschauen - zumindest wenn gerade nichts besseres im Fernsehen läuft - und somit vergebe ich noch drei Sterne.
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07.10.2006 13:58
ich fand deine kritik ein bißchen kurz und den Film enttäuschend
04.07.2006 19:12
Sehr guter und innformativer Bericht! Weiter so!
20.06.2006 12:53
Ich fand den Film auch bitter enttäuschend. Der ganze Chame der alten Asterix-Filme ist verloren gegangen. LG, Anne