ASUS A620

Erfahrungsbericht über

ASUS A620

Gesamtbewertung (4): Gesamtbewertung ASUS A620

 


Alles Funktioniert (wenn man weiß wie...)

4  08.05.2005

Pro:
schnelle CPU, preisgünstig, gutes Display, Mikrofon, USB - Sync klappt super

Kontra:
Erschütterungsempfindlich, CF - Karten - Deckel, diverse Softwarefehler (genaueres im Text)

Empfehlenswert: Ja  Der Autor besitzt das Produkt

McPo

Über sich:

Mitglied seit:02.12.1999

Erfahrungsberichte:11

Vertrauende:1

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 40 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Vorab:

Wie sie wissen handelt es sich hierbei um die Einschätzung eines einzelnen Menschen. Ich habe versucht jeden Satz mit "Ich denke" oder "Ich bin der Ansicht" anzufangen. Wenn ich das irgendwo vergessen habe denken Sie es sich bitte dazu! Benennungen von Programmen sind keinesfalls als Werbung zu tadeln, denn ich erwähne nur beispielhaft diejenigen Programme die ich selbst verwende um auch unerfahrenen Benutzern die Möglichkeit einzuräumen etwas mit der Information anfangen zu können die ich ihnen hier zur Verfügung stelle. Wenn Sie "programm zum schließen von programmen" in ihre Suchmaschine eingeben finden sie nämlich wahrhaft nur Unsinn der nichts mit dem Thema zu tun hat! Wenn sie aber "freeware" und "Vbar" eingeben finden sie viele Programme die so sind wie Vbar.


Einführung:

Ich habe mir das ASUS A620BT GPS-Bundle besorgt (für das es bei Ciao leider bis jetzt keine Kathegorie gibt). Meine Kaufentscheidung traf ich nach ca. 100 Stunden Recherche. Hilfreichste Quelle dabei war die Seite "Xanio". Vor allen Dingen wollte ich einen schnellen PDA mit langer Akkulaufzeit haben, denn ich verfüge leider im Auto über keinen Zigarettenanzünder und weiß, dass in Deutschlandkarten manchmal Straßen eingezeichnet sind, die es (noch) gar nicht gibt. Deshalb hielt ich es für wichtig, dass mein Navigationssystem schnell eine Alternativroute Berechnen kann. Die 400Mhz des etwas schlicht aussehenden A620 sind für meine Zwecke bisher ausreichend. Die Berechnung einer Route dauerte noch nie länger als 30 Sekunden. In vielen Dingen bin ich von der Leistung des kleinen Gerätes trotz der langen Recherche positiv überrascht worden.
Das erste was man falsch machen kann beim Kauf eines Pocket PC's ist die Erwartungshaltung zu hoch zu stecken. Computer haben heute nunmal noch viele Macken. Also werden sie auch bei ihrem Pocket PC erstmal lernen müssen wie sie damit umzugehen haben. Ich habe zumindest immer das Gefühl: Um so mehr ein Computer kann, je öfter kommt es auch zu Problemen ganz verschiedener Art. Wollen Sie den PDA wirklich nur als Navigationssystem benutzen sollten sie deshalb auch nichts anderes darauf installieren.


Das Gerät und sein Zubehör:

Wie gesagt ist das Gerät schnell genug für die Navigation. Auch bei der Handschrifterkennung kommt es selten mal zu kleinen "Hängern". Sogar 3D-Spiele liefen völlig ruckelfrei. Die Schnittstellen (Bluetooth, USB und Infrarot) sind leicht zu bedienen. Unten wird einzeln auf sie eingegangen. Es gibt eine Menge Zubehör für das Gerät. Das Display erscheint mir (bei richtiger Konfiguration, s.u.) sehr gut zu sein. Ich finde man kann es immer recht gut lesen. Schade ist, dass man es nicht im Querformat verwenden kann. Das eine höhere Auflösung möglicherweise besser wäre hatte ich nur vorher gedacht. Ich finde sie nun völlig ausreichend!
In einem Testbericht las ich, dass der CF-Kartenfach-Deckel zu locker sitzen würde. Den habe ich deshalb gleich mit einem Streifen Tesafilm festgeklebt und sehe da kein Problem. Die Tasten an der Front hingegen scheinen sind meiner Ansicht nach nicht die hochwertigsten. Gerade der große Richtungsknopf in der Mitte sitzt irgendwie locker und man kann ihn mit dem Finger nach rechts und links schieben ohne zu drücken und ohne das etwas passiert.
Der MyPal scheint etwas sensibel auf Erschütterungen zu reagieren. In der Autohalterung zittert er permanent hin und her und das ist kein Problem: Aber lässt man ihn einmal auf den Tisch fallen muß man nicht selten danach einen Reset durchführen.
Die Diktier-Funktion hat mich sehr beeindruckt. Das Mikrofon ist sehr hellhörig und die Qualität ist ganz Ok (man versteht es beim Abspielen zumindest gut). Man kann den Diktiermodus innerhalb einer Sekunde starten und viele Stunden lang aufnehmen.
Der kleine Monolautsprecher hat bei höchster Lautstärke leider nicht mehr die beste Qualität und "flattert" ein wenig. Vorher hatte ich noch überlegt wofür man in einem so kleinen Gerät Stereolautsprecher benötigen könnte: Jetzt weiß ich: Weil es dann zwei wären und man nicht mehr so laut aufdrehen müste. Aber ich bin trotzdem zufrieden, denn man hätte ja auch wie bei vielen anderen Geräten einfach die maximale Lautstärke des Gerätes senken können um dann Werbung mit der außerordentlichen Qualität machen zu können. Aber solange ich unterscheiden kann ob sie gesagt hat "rechts abbiegen" oder "links abbiegen" ist mir die Qualität egal. Hauptsache es ist laut genug, dass ich es noch bei 150Kmh verstehen kann, oder?
Der Akku hielt bei mir mit eingeschalteter Displaybeleuchtung immer mindestens 10 Stunden durch! Der problemlos funktionierende BT-GPS-Empfänger von Asus schafft es sogar noch länger. Dieses Gerät war auch im Lieferumfang enthalten, trägt die Modelnummer GPS-BT100 und kann bis zu 12 Satellitensignale empfangen. Das Gerät ist auf jeden Fall auch zu empfehlen.
Die Autohalterung ist nichts besonderes. Sie funktioniert einfach und sieht aus wie solche Dinger nunmal aussehen.

Handling:
Akku + (Lade-)station:
Das sog. "USB-Crandle" ist eine einfache Tischstation in den man den MyPal einstecken kann. Aufladen der Batterie ist auch ohne die Station direkt am Gerät möglich (man braucht halt nur den Stecker der zur Station führt stattdessen direkt ins Gerät stecken). Da ich noch kein Akkufach gefunden habe gehe ich davon aus, dass er wohl leider fest im Gerät verbaut ist. Darum sollte man den Akku gut pflegen und so wenig wie möglich aufladen. Leider bietet das Gerät keine Einstellung wie "Ladevorgang erst bei einem Akku-zustand von xx% starten" an. Darum finde ich es gut, dass das Ladegerät eben nicht fest mit dem USB-Crandle verbunden ist. Außerdem sieht das Teil zwar ganz schick aus (gerade wenn der MyPal darin steckt), aber das Gerät müsste sich für meinen Geschmack leichter herausziehen und hineinstecken lassen. Lobenswerterweise ist die Station zwar leicht, nur eben leider so leicht, dass man sie mit anhebt wenn man den MyPal herausziehen möchte. Man muß sie also immer festhalten. Am Boden der Station finden sich zwei "Gummistreifen" die verhindern sollen, dass sie die Tischplatte verkratzt. Diese sind allerdings hinderlich wenn man die Station am Tisch festkleben möchte. Das Einstecken des Gerätes ist deshalb so problematisch weil die Station von vorne Offen ist. Deshalb kann es vorkommen, dass man den A620 nur auf eine der zwei Schienen schiebt. Am besten sehen sie sich eine Abbildung der Station an, wenn sie nicht genau verstehen wovon ich spreche.

Konfiguration:
Nach dem Kauf funktioniert das Gerät erstmal. Alles ist vorinstalliert und man müsste eigentlich nichts machen. Aber die Konfiguration auf die eigenen Bedürfnisse einzustellen ist meiner Ansicht nach sehr wichtig. Um nicht von dem Gerät enttäuscht zu werden und es andererseits optimal nutzen zu können will ich hier auch ein paar Anregungen geben.

Ich glaube Technikmuffel werden sich sobald sowieso nicht mit Pocket-PC's anfreunden können. Ich glaube ich würde das Gerät auch nur halb so gerne mögen wenn ich nicht selbst die Einstellungen vorgenommen hätte. Die Displaybeleuchtung wird beispielsweise automatisch dunkler eingestellt bei Akkubetrieb. Technikmuffel mögen nun meinen das Display sei entweder an oder aus. Aber es geht auch heller und dunkler! Bei der Navigation ist es gerade bei Sonne schon Sinnig wenn auch bei Akkubetrieb die maximale Helligkeit eingestellt ist. Ja liebe Muffel: Dann kann man auch etwas erkennen! :-)
Auch die CPU-Geschwindigkeit ist auf Maximum voreingestellt. Für mich persönlich ist aber die Automatik-Einstellung viel besser, denn schließlich muß der PocketPC hin und wieder mal rechenintensiv eine Route berechnen und dann hat er längere Zeit nicht sehr viel zu tun. In dieser Zeit kann man viel Akku sparen wenn die CPU nicht weiter auf 400Mhz läuft (und sieht hin und wieder mal wie sich der Bildschirm aufbaut; Aber man soll ja sowieso eigentlich auf die Straße gucken!).
Das Menü ist auch alles andere als optimal voreingestellt für mich gewesen. Ich brauche im Menü nicht nochmal den Terminkalender der auch erscheint, wenn ich die Taste dafür am PDA drücke. Stattdessen lieber ein Programm zum Bilder im Vollbild zu betrachten (z.B. PDAMill) oder den Dateiexplorer. Aber auch die Tasten am PDA waren für meine Bedüfnisse nicht ideal belegt. Die Taste für aktuelle Aufgaben (werden ja eh ständig auf dem Hauptbildschirm angezeigt) habe ich mit OK belegt. Durch gedrückthalten kann ich nun alle Anwendungen schließen. Wo wir dabei sind: Ein PDA schließt anscheinend Programme nie wirklich. Deshalb wird er immer langsamer und stürzt nach längerer Zeit arbeiten schneller ab. Ein kostenloses Programm namens Vbar lässt sich aber installieren um hier Abhilfe zu schaffen. Es überdeckt einfach das X rechts oben mit einem eignen X, dass tatsächlich die Programme beendet und bietet obendrein an alle Programme gleichzeitig zu schließen.
Um Software auf dem kleinen zu installieren können Sie meistens das Setup-Programm einfach auf ihrem Homecomputer starten während der MyPal im Crandle steckt. Dann wird automatisch vom Homecomputer auf dem Handheld installiert. Da der 620 kein Wlan hat gehe ich ja mal davon aus, dass sie nicht mit ihm im Internet surfen wollen (ich glaube mit BT ginge es zur Not auch). Surfen Sie mit ihrem Homecomputer so laden Sie die Anwendungen ja auf diesen herunter. Da ist es doch schön zu wissen, dass der Weg von dort auf ihren Handheld nicht mehr weit ist. Wenn Sie übrigens irgendwo gefragt werden welche Version der Anwendung sie wollen, dann wählen Sie immer die "ARM"-Variante aus (nicht MIPS oder SH3). Nur ARM läuft auf dem Asus MyPal!

Datenübertragung:
Da es bei PPC's manchmal zu Datenverlusten kommen kann ist es wichtig, dass man die Daten leicht vom Pocket-PC auf den PC bekommt.

USB:
Die leichteste und sicherste Möglichkeit die persönlichen Dateien mit dem Computer daheim Abzugleichen ist die Synchronisation über USB. Der MyPal synchronisiert Termine des Kalenders, Notizen, Kontakte und Dateien mit ihrem Computer völlig automatisch sobald sie ihn in das "USB-Crandle" stecken. Das funktioniert so gut, dass ich fast vergessen hätte näher darauf einzugehen. Dabei ist Outlook XP (2003) im Lieferumfang enthalten. Insgesamt war ich erstaunt, dass es so gut funktioniert und verwende den MyPal nun auch tatsächlich als Terminkalender. Auch die Installation von neuer Software (s.o.) ist über USB empfehlenswert.

Bluetooth:
Wie immer macht die neue Technik ab und an Schwierigkeiten: Beim A620BT ist es die Bluetooth-Software die sich hin und wieder mal selbstständig schließt (Das BT-Symbol verschwindet dann einfach). Aber ein normaler Reset ist eine schnellste Möglichkeit um alles wieder in Gang zu bekommen. Beim Navigieren über BT-GPS kann man sich aber anscheinend sicher sein, dass es während der Fahrt funktionieren wird. Das die Software einfach so zwischendurch mal abstürzt habe ich noch nicht erlebt. Es scheint nur dann mal vorzukommen wenn man mit dem PDA arbeitet. Aber der Fehler tritt bei mir nicht häufig auf und es gibt im Internet ein Tool um den Bluetooth-Service auch ohne Reset wiederherzustellen.

Infrarot:
Die Technik die komischerweise so unbeliebt ist obwohl sie so gut funktioniert und so leicht zu bedienen ist. Vielleicht ist es nicht schlecht wenn ich hier nur mal kurz erwähne: Viele Notebooks haben Infrarotports. Das sind kleine immer schwarze durchsichtig anmutende Plastikstücke an einer Seite ihres Notebooks (auch vorne/unten mal schauen!). Wenn sie nun den MyPal mit seinem IR-Port vor den ihres Notebooks legen erscheint sofort ein neues Symbol auf dem Windows-Desktop. Mit dem Programm können Sie nun Daten vom Notebook auf den MyPal senden. Um vom MyPal Dateien auf das Notebook zu übertragen müssen Sie am MyPal arbeiten und auf einer Datei den Stift gedrückt halten bis das Menü erscheint in welchem sie den Punkt "Daten übertragen" anklicken. Nun legen Sie den Pal zurück vor das Infrarotauge und klicken auf Ok. Das ganze funktioniert wirklich einfach. Die Technik ist recht alt und schon gut ausgereift. Man muß eben nur wissen wie man damit umzugehen hat!
Infrarot kann auch benutzt werden um Daten zwischen PDA und Handy auszutauschen. Das lohnt sich, denn dann wird sofort ihr ganzes Telefonbuch ihres Handys im PDA unter Kontakte gespeichert. Sofort haben Sie alle Rufnummern und Namen auch auf dem Pocket PC. Dort können Sie dann weiter vervollständigt werden. Vom PDA geht's dann noch weiter auf den Homecomputer ins Outlook. Jetzt können Sie quasi ihr Handytelefonbuch am HomePC bearbeiten. Wenn Sie gefallen daran finden sollten Sie sich dennoch ein Datenkabel für ihr Handy besorgen :-)

Fazit:
Als Navigationssystem ist es genauso wie ich es erwartet hatte: Es hat seine Macken aber man lernt damit umzugehen. Es würde mich vielmehr stören wenn mich mein Navigationssystem in einen Waldweg schicken würde und nachdem ich daran vorbeigefahren wäre 5 Minuten bräuchte um eine Alternativroute bereitzustellen. Aber da das in einigen Sekunden geht fahre ich auch manchmal einfach nicht in Straßen die lange nicht Gepflastert wurden um meine Stoßdämpfer zu schonen und verlasse mich darauf, dass mein System mich trotzdem weiter zum Ziel bringt.
Als Terminkalender funktioniert der A620 auch hervorragend und konnte mich tatsächlich dazu bewegen ihn dazu zu benutzen obwohl es mir vor seinem Kauf immer als peinlich erschien. Für Technikmuffel sind meiner Ansicht nach PDA's allgemein noch nicht ausgereift genug. Man muß sich nämlich Zeit nehmen um sich in sein Gerät reinzudenken und es nach den eigenen Vorlieben zu konfigurieren, da die Standardkonfiguration zwar funktioniert aber nicht gerade dazu beiträgt, dass man damit gerne arbeitet.

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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
loizzi

loizzi

24.11.2005 12:46

Guter Bericht! Vor allem das mal jemand dieses miserable Steuerkreuz erwähnt ist wichtig. Wenn man darauf angewiesen ist hat man nichts zu lachen. Zum Blättern in Ebooks praktisch nicht zu gebrauchen.

Aquilasegler

Aquilasegler

31.05.2005 10:39

hab Ihn auch klappt das autobackup bei dir?

comand

comand

08.05.2005 22:49

geiles spielzeug ! : -) sehr guter bericht!

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