Erfahrungsbericht über

ASUS CUSL2

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Prämierter Erfahrungsbericht

Asus auch beim PIII erste Wahl

5  29.05.2001

Pro:
6 PCI Steckplätze .  Läuft stabil und schnell .

Kontra:
Kein Raid Controller . Unglückliche Position der IDE Anschlüsse .

Empfehlenswert: Ja 

Details:

Handbuch/Dokumentation/Hilfe:

Kompatibilität:

Erweiterbarkeit:

Stabilität:

Bios:

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wuselwusel

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Dieser Erfahrungsbericht wurde von 338 Ciao Mitgliedern durchschnittlich als sehr hilfreich bewertet

Hallo Freunde. Heute möchte ich Euch mal wieder bei Wusels Bastelstunde begrüßen. Es ging um das Upgrade eines Vobis Komplettsystems. Wer meine Berichte kennt, der weiß um meine Abit oder Asus Manie. Es handelt sich hier um eine Krankheit, von der ich auch gar nicht geheilt werden möchte.
Zu was rätst Du mir denn? Ich kann einen 1000/133 er PIII günstig bekommen. Da gibt es eigentlich nur 2 Boards. Zum Einen das Asus CUSL2 oder das Abit ST6/Raid. Beide sind sowohl von der Performance als auch vom Preis ( ca 330.-) her identisch. Das Abit hat jedoch einige zusätzliche Features, die man beim Asus Board nicht hat. Z.B einen Raid Kontroller bzw. die Möglichkeit bis zu 8 IDE Geräte anschließen zu können. Brauche ich das? Nein, nicht unbedingt, da Du ja eh nur eine Festplatte und ein Ricoh CD Rom hast.
Gesagt getan, gekauft. Er hat sich für das Asus Board entschieden, zumal es in Göttingen bei J&M zum Preis von 349,99 sofort verfügbar war.

Geliefert wurde Folgendes:

Das Mainbord Bauart ATX ( eingeschlagen in dicker Antistatikfolie ), 1 Adapter für 2 weitere USB Ports, 1 Adapter für den 2. COM Port, CD mit Treibern, System Tools und Flash Utilities, Handbuch ( leider nur in Englisch ), 1 x 80 adriges und 1 x 40 adriges IDE Kabel, 1 Floppy Kabel.

Technische Features im Überblick:

Form Faktor ATX, 6x PCI und CNR Slot, 815EP Chipsatz, Unterstützung für FCPGA Pentium III und Celeron, KEINE Unterstützung für PPGA Celeron, unterstützt FSB von 66-133 MHz FSB ( die Einstellung wird entweder automatisch oder von Hand im Bios vorgenommen ), PC100 und PC133 SDRAM ( 3 Steckplätze für RAM Module maximal 1,5 GB ), AGP 4x, UDMA 100 ( leider kein Raid )
Detailliertere Angaben könnt Ihr unter http://www.asuscom.de/de/produkte/index. nachlesen.

Der Einbau gestaltete sich recht kompliziert, da es sich um einen Midi Tower von Vobis handelte. Mein Bekannter wollte sich aber nicht von dem Gehäuse trennen. Es hat ja auch einige Vorteile gegenüber anderen Towern. So benötigt man z.B. beim Einbau von zusätzlichen Karten keinen Schraubenzieher, da diese alle mit einem Klemmechnismus befestigt werden. Und auch die Seitenteile sind einzeln ohne Schraubenzieher abzunehmen.
Die "Eingeweide" des Computers wurden also entfernt und das neue Mainboard eingebaut. Achtet bitte beim Einbau auf eine gleichmäßige Verteilung der Abstandshalter. Und vor Allem auf die richtige Länge dieser kleinen Plastistöpsel. Es gibt sonst unweigerlich Probleme beim Einsetzen der Steckkarten. Ebenso solltet Ihr darauf achten unter den PCI Steckplätzen, bei diesem Board sind es übrigens 6, so viele Abstandshalter wie möglich zu platzieren.
Und weiter ging es. Prozessor drauf, Lüfter drauf und Schei.... Asus hat hier einige Kondensatoren recht nah am Prozessorsockel platziert, die nur sanfter Gewalt weichen wollten. Aber die Klammer des Lüfters ging dann doch drauf. Wenn Ihr den Umbau selbst vornehmen wollt dann seid bitte vorsichtig. Oder noch besser laßt den Prozessor samt Kühler vom Händler einsetzen. Das kann Euch unter Umständen viel Ärger ersparen.
Und weiter ging es mit den restlichen Kabeln. Hier gleich wieder das nächste Ärgernis. Die Anschlüsse für Reset, Lautsprecher etc. Kann hier nicht mal irgendjemand einen genormten Stecker konstruieren? Ich hasse diese Fummelei. Zum Glück ist die Belegung auf dem Mainboard aufgedruckt und die Kabel des Gehäuses waren auch beschriftet. Jetzt noch das Festplattenkabel dran, es hat übrigens einen Verpolungsschutz, und die Grafikkarte eingesteckt.
Hier komme ich gleich zum zweiten negativen Punkt. Wenn Ihr noch im Besitz einer dieser überlangen Voodoo 5 Karten seid, dann könnt Ihr dieses Board nicht verbauen. Die Anordnung der IDE Anschlüsse ist etwas unglücklich gewählt, so daß sie sich mit diesen überlangen Karten ins Gehege kommen. Zum Glück, oder sollte ich leider sagen, sterben die Voodoo Karten langsam aus. Wer also noch so eine Karte hat, der sollte auf das Abit Board ausweichen.
Hier noch ein kleiner Hinweis an die Übertakter. Wenn Ihr, und davon gehe ich aus, die Taktrate per Bios einstellen wollt, dann solltet Ihr dies hardwaremäßig auf dem Board einstellen. Ich habe es gelassen, weil ich nicht wollte, daß der Prozessor übertaktet wird. Wenn Ihr beim Übertakten nicht einige Sachen, Temperatur und Stabilität des Systems, speziell beim Packen und Entpacken, im Auge behaltet, dann schadet es mehr als es nützt. Und wenn wir ehrlich sind - mir ist ein stabil laufendes System mit 1000 MHZ lieber als ein instabiles mit 1100. Der Performancegewinn ist eh nur minimal.
Die Soundkarte fand auch ihren PCI Steckplatz. Noch kurz die beiden zusätzlichen Slotbleche mit den USB und dem COM Port angesteckt und das Gehäuse konnte wieder geschlossen werden. Hier noch eine kurze Anmerkung. Laßt bitte den obersten und den untersten PCI Steckplatz frei. Diese Slots teilen sich einen Interrupt und es kann so zu echten Schwierigkeiten führen. Da jedoch insgesamt 6 PCI Steckplätze vorhanden sind, dürfte es nur selten zu Probleme geben.

Nach dem Einschalten fuhr das System anstandslos hoch. Alle Komponenten wurden richtig erkannt. Lediglich Windows hatte mal wieder so seine Probleme mit 1000 neuen Komponenten, die jedoch nach dem Einlegen der Windows CD bzw. der entsprechenden Treiber CDs einwandfrei konfiguriert wurden. Trotzdem rate ich nach einem derartigen Umbau - Neuinstallation - . ;-( Man kennt das ja. Ich möchte hier noch ein paar Worte zum Bios sagen.

Es handelt sich um ein Award 4.0 Bios Rev. 1006A, das keine Wünsche offen läßt. Hier kann man wirklich, angefangen von der Bootreihenfolge bis zur Taktfrequenz ( wenn man es hardwaremäßig eingestellt hat ) alles einstellen. Einige Feineinabstimmungen solltet Ihr auch von Hand vornehmen. So steht z.B. Die Bootreihenfolge standartmäßig auf Floppy first. Diese Option stelle ich grundsätzlich aus und auch das "seek on boot" wird abgestellt. Das erspart Euch das "Knören" des Diskettenlaufwerks beim Hochbooten. Ebenso solltet Ihr, wenn Ihr eine AGP Grafikkarte habt, die Option AGP first einstellen. Die Einstellung der RAM Bausteine überlasse ich lieber dem Bios. Die Information über das Speichertiming steht im SPD der Speicherbausteine und wird vom Bios automatisch erkannt und entsprechend eingestellt. Was nützt mir ein erzwungenes Timing von 2/2/2, wenn es die Bausteine nicht hergeben. Mir ist ein stabil laufendes System lieber als laufende Systemabstürze.

Ein Feature möchte ich an dieser Stelle noch lobend erwähnen. Das Life Update. Nach dem Installieren der Software von der mitgelieferten CD habt Ihr die Möglichkeit im Internet ein Life Update durchzuführen. Das Programm läuft unter Windows und sucht sich von der entsprechenden Seite das neueste Bios. Das war bei dem mir vorliegenden Board auch nötig. Asus hat auf http://www.asuscom.de immer das neueste Bios parat. Von diesem Support können andere Hersteller nur träumen. Die Seite ist, im Gegensatz zum Handbuch *grrrr*, komplett auf Deutsch. Hier findet Ihr immer die neuesten Treiber und Bios Files. Ein Besuch, der sich lohnt.
Aber zurück zum Mainboard. Das Board läuft inzwischen seit fast 14 Tagen absolut stabil und auch einigermaßen schnell. Das "einigermaßen" bezieht sich auf vergleichbare AMD Systeme. Die sind dann doch etwas schneller ;-)) und preiswerter. Und wenn die ersten funktionsfähigen Boards mit DDR RAM verfügbar sind dann dürfte Intel weit abgeschlagen auf dem zweiten Platz landen.


Mein unausbleibliches Fazit.

Hier hat sich Asus mal wieder richtig ins Zeug gelegt. Der 815 EP Chip läuft absolut stabil und für einen PIII recht schnell. Auch die Unterstützung des UDMA 100 Standarts ( ist übrigens abwärtskompatibel ) ist gelungen. Festplatten laufen bei diesem Board zur Höchstform auf. Auch der AGP 4 Slot steuert Euere Grafikkarte sehr schnell an. Allerdings hat das Mainboard auch einige kleine Macken. So fehlt die Unterstützung von den PPGA Celerons. FCPGA Celerons / PIIIs werden unterstützt. Ebenfalls hat man auf einen ISA Slot verzichtet. Einige von Euch haben vielleicht noch eine alte Scannerkarte oder eine Fritz ISA. Hier habt Ihr dann schlechte Karten oder die Gelegenheit zu neuer Hardware. Ich würde neue Hardware bevorzugen, da ISA Karten Euer System nicht schneller machen. Aber in einigen Dingen sollte ASUS noch nachbessern. Da wäre die Anordnung der Kondensatoren rund um den Prozessorsockel und die Anordnung der IDE Anschlüsse, die sich beim Einsatz einer Voodoo 5 Karte als unüberwindliches Hindernis erweisen. Ebenso sollte ASUS über den Einbau eines Raid Kontrollers Onboard nachdenken. Abit zeigt doch wie es geht. Hier wird der ausbauwillige User in seinem Tatendrang gebremst. In vielen Systemen werkelt heute mehr als 1 IDE Platte, ein CDR, ein Brenner und noch ein DVD Laufwerk. Hier muß man dann wieder auf Erweiterungskarten ausweichen. Das ist mit zusätzlichen Kosten von ca 150.- - 200.- für einen IDE Raid Kontroller und eventuell auftretenden Konfigurationsproblemen verbunden. Ebenso verstehe ich nicht ganz, warum der zweite COM Port nur durch eine weitere Slotblende realisiert wird. Ansonsten habt Ihr bei diesem Bord, was die Stabilität und Performance anbelangt, ein Spitzen Produkt im Rechner. Es läuft absolut rund und für ein Pentium System auch sehr schnell, was Benchmarkwerte mit Sandra und dem 3 D Mark beweisen. Von mir , mit den obigen Vorbehalten, eine absolute Empfehlung für dieses Board.

CU

Ingo


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Kommentare zu diesem Erfahrungsbericht
garfield36

garfield36

10.07.2001 00:45

Der Bericht ist wirklich ausführlich und sehr nützlich. Eines wird aber leider nicht erwähnt. Wenn man einen Rechner übertaktet und dabei etwas übertreibt, kann es sein, daß das gute Gerät abstürzt. Hier hat sich Asus was einfallen lassen. Man startet den Rechner neu und befindet sich im BIOS (mit den Default-Werten) und kann da wieder neue Einstellungen vornehmen. Da Du aber geschrieben hast, daß Du keine Übertaktungsversuche unternimmst, ist Dir dies wohl nicht aufgefallen. Ansonsten muß ich sagen, ist der Bericht echt Spitze!

HomerVonSimpson

HomerVonSimpson

09.07.2001 01:32

Schöner Bericht... weiter so.... Gruß Homer ;-)

sonnenhexer

sonnenhexer

05.07.2001 13:53

....dann weiß ich ja, an wen ich mich wende, wenn ich meinen PIII450 upgraden möchte. ;-) Michael

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